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23. September 2016

Gedenkstätte und Opferverband erinnern an die Einrichtung des sowjetischen Speziallagers in Sachsenhausen vor 71 Jahren

Im Mittelpunkt stehen dabei die mehr als 16.000 Inhaftierten, die von sowjetischen Militärtribunalen verurteilt wurden. Die ersten SMT-Verurteilten kamen vor 70 Jahren in das Speziallager Sachsenhausen. Zu den Veranstaltungen werden rund zehn ehemalige Häftlinge des Speziallagers und zahlreiche Angehörige erwartet. 

Life PR
23. September 2016

Film zieht Israelis in seinen Bann

Die Dokumentation von Ali Zahedi über einen Oldenburger Nazi-Prozess wird in mehrere Sprachen übersetzt. Er soll in Jerusalem Eingang ins Museum der bedeutendsten Holocaust-Gedenkstätte finden. 

NWZ Online
23. September 2016

Zeitzeuge feiert 90. Geburtstag in Mahn- und Gedenkstätte

Wolfgang Kannengießer, der letzte noch lebende Zeitzeuge aus der Dauerausstellung, besuchte anlässlich seines 90. Geburtstages am gestrigen Donnerstag mit Angehörigen die Mahn- und Gedenkstätte und wurde dort von Leiter Bastian Fleermann empfangen. Kannengießer repräsentiert dort das Kapitel „Das katholische Milieu und der Jugendwiderstand der Messdiener“. 

Der Westen
23. September 2016

Schmiedebach erinnert an Opfer des KZ-Außenlagers Laura

In den unterirdischen Anlagen des KZ-Außenlagers Laura bei Schmiedebach im Thüringer Wald mussten Häftlinge V2-Raketen montieren. 

Focus Online
23. September 2016

Ukraine gedenkt des Massakers 1941 an den Kiewer Juden in Babi Jar

Der Judenmord war längst geplant, doch die deutschen Besatzer in Kiew suchten noch einen Vorwand. Am 19. September 1941 war die Wehrmacht in die Hauptstadt der damaligen Sowjetrepublik Ukraine einmarschiert. Wenige Tage später erlitt sie hohe Verluste, weil verminte Gebäude in der Innenstadt explodierten. Am 29./30. September brachte die SS im Tal Babi Jar (Weiberschlucht) 33.771 Juden um. 

Salzburger Nachrichten
23. September 2016

Zeitzeuge besucht sein eigenes Bild

Wolfgang Kannengießer ist Teil der Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte. Zu seinem 90. Geburtstag besuchte er sie jetzt. 

wz.de
23. September 2016

Wie Gerta Stern die Gestapo foppte

Mit einem tollkühnen Trick befreite Gerta Stern ihren Mann aus dem KZ Sachsenhausen. Jetzt ist die gebürtige Wiener Jüdin 100 Jahre alt, lebt in Panama - und kennt endlich ihren Retter. 

Spiegel Online
23. September 2016

"Offene Wunde geschlossen"

Es brauchte ein Schulprojekt, um 1983 bekannt zu machen, dass es in Regensburg ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg gab. Und es brauchte 33 Jahre Arbeit engagierter und unbequemer Bürger, bis die Stadt ein geeignetes Mahnmal aufgestellt hat.  

Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung
23. September 2016

Pater Engelmar versorgte Mithäftlinge im KZ

Pater Unzeitig hat sich in seinen Predigten gegen Nazis und für Juden eingesetzt, dafür kam er ins KZ Dachau. Dort sorgte er für seine Mitgefangenen, die ihn einen Engel nannten. Am Samstag wird er im Kiliansdom selig gesprochen. 

Bayerischer Rundfunk
23. September 2016

Der Engel von Dachau – Pater Engelmar Unzeitig wird seliggesprochen

Heute sind nur noch die nachgebauten Fundamente der einstigen Baracken mit ihren jeweiligen Nummern zu sehen. Das Areal, wo die Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau wohnen mussten, gleicht jetzt einer großen grauen Wüste aus Kieselschotter. Ziemlich weit hinten auf der linken Seite standen die Baracken 26, 28 und 30. Es war der "Priesterblock", wie die SS-Wächter die Behausungen bezeichneten.  

Badische Zeitung
26. September 2016

Gewalttaten sogenannter "Reichsbürger"

Sie nennen sich "Reichsbürger", erkennen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht an und glauben an das Deutsche Reich. Der Politologe Steffen Kailitz warnt davor, die Anhänger dieser Bewegung zu verharmlosen. Sie seien bereit, "ihre kruden Ideologiefragmente durchzusetzen". Steuern sind illegal, Ausweise ungültig, und die Polizei ist kein Exekutivorgan des Staates, weil der Staat so nicht existiert. Die sogenannten "Reichsbürger" erkennen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht an, glauben an das Deutsche Reich, meist in den Grenzen von 1937. 

Deutschlandradio Kultur
26. September 2016

Lebensaufgabe Berliner Holocaust-Mahnmal

Die streitbare Journalistin Lea Rosh ist seit jeher eine Vorkämpferin für Flüchtlinge und verfolgte Minderheiten. „Ihr Markenzeichen ist der moralisch erhobene Zeigefinger“, schrieb der Schriftsteller Rafael Seligmann einmal. Vor allem aber ist ihr Name mit dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin verbunden. Am Samstag (1. Oktober) wird Rosh 80 Jahre alt. Ohne Roshs jahrelangen, bisweilen fast fanatischen Einsatz wäre das Stelenfeld am Brandenburger Tor wohl nie gebaut worden. Heute gilt es mit seinen Millionen Besuchern als einer der wichtigsten Orte der Stadt - und weltweit als ein Symbol für die Bereitschaft der Deutschen, sich dem dunkelsten Kapitel ihrer Geschichte zu stellen. 

Tiroler Tageszeitung
26. September 2016

„Die Bestien haben uns gefunden“

Ursela Maertin ist vor mehr als 70 Jahren aus ihrer Heimat geflüchtet. Ihre Geschichte hat sie aufgeschrieben – eine Zeit, die unvergessen bleibt. „Wenn ich Ihnen von meinen grausamen Erlebnissen bei der Befreiung 1945 erzähle, werden Sie froh sein, dass Sie zu dieser Zeit nicht leben mussten.“ 2010 hat Ursela Maertin diese Zeilen an Bundeskanzlerin Angela Merkel verfasst. „Ich habe allen hochrangigen Politikern geschrieben. Frau Merkel hat nie geantwortet. Jetzt fällt mir das Schreiben schwer.“ Die 90-Jährige trägt an ihrer linken Hand eine Bandage, das Gehen ist umständlich und zum Lesen braucht sie eine Brille. Nimmt sie sie ab, verschwimmen die Buchstaben, alles wird unscharf. Glasklar bleiben nur die Erinnerungen in ihrem Kopf, vor allem die von vor mehr als 70 Jahren. 

Schweriner Volkszeitung
26. September 2016

Als Franz Krönauer nicht mehr kämpfen wollte

Sie hat ihn selbst noch gekannt, den "Man-Franzl", wie ihn hier in der Gegend um Gotteszell im Landkreis Regen alle nannten. Franz Krönauer, Jahrgang 1913. Soldat der Wehrmacht bis Sommer 1941, danach fahnenflüchtig. Der Soldat versteckt sich im Zweiten Weltkrieg viereinhalb Jahre in der Wildnis - und lernt dort seine spätere Ehefrau kennen. 

Süddeutsche Zeitung
26. September 2016

Ernest Kolman besucht Neuweiler

Am heutigen Montag, 26. September, beginnt eine Gedenkwoche an die jüdische Familie Eugen Marx, die von 1929 bis 1933 in Neuweiler gelebt hat. Aus diesem Anlass kommt der Zeitzeuge Ernest Kolman nach Neuweiler. Er zeichnet sich selbst gerne als "Mahnmal auf zwei Beinen". Seit Jahrzehnten besucht der inzwischen 90-jährige Ernest Kolman regelmäßig von London aus seine Heimatstadt Wesel und spricht dort jedes Jahr zum Holocaust-Gedenken am 8./9. November "Gegen das Vergessen". 

Schwarzwälder Bote
26. September 2016

Geschichte wird gemacht

Beim Historikertag, dem größten geisteswissenschaftlichen Kongress Europas, trafen sich Historiker, um ihre Arbeit sowie ihre Rolle in der Bildung und der Welt zu debattieren.  

Süddeutsche Zeitung
26. September 2016

"Nie erwartet, dass das im 21. Jahrhundert noch diskutiert werden kann"

Markus Meckel hat seinen Rücktritt als Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge damit begründet, dass er keine Themen mehr durchsetzen konnte. Er habe den Zweiten Weltkrieg als "Angriffs- und rassistisch motivierten Vernichtungskrieg" definieren wollen, sagte er im DLF. Und stieß damit auf großen Widerstand.Meckel verwies aber auf die Verantwortung des Volksbundes. "Ein Verband, der in die nächste Generation hineinwirken will, der öffentliches Gedenken gestalten will, muss sich positionieren", sagte er. Die Soldaten seien nicht auf einem Feld der Ehre gefallen. "Das waren junge Menschen, die halbwegs noch glaubten, ihre Pflicht zu tun." Einige hätten gegen ihren Willen gehandelt, "aber es waren Abertausende Verbrecher dabei." 

Deutschlandfunk
26. September 2016

Erinnern an die Roma: Kemetens kurioser Krampf

Der Volkshochschule der burgenländischen Roma geht der Kemeter Gedenkwille dennoch etwas zu langsam. Auf Initiative des Künstlers Andreas Lehner ist nun zumindest ein virtueller Gedenkort eingerichtet worden. Und um den entsprechend zu bewerben, wurde auf der B 57, die Oberwart mit Güssing verbindet, im Ortsgebiet von Kemeten ein entsprechendes Plakat aufgestellt. Nicht unbedingt zur Freude des Bürgermeisters: "Ich lass mich grundsätzlich nicht unter Druck setzen." - derstandard.at/2000044898718/Erinnern-an-die-Roma-Kemetens-kurioser-Krampf 

derStandart.at
26. September 2016

Ein Zeitzeuge, kein Ankläger

Die ihm zugeteilte Nummer, auf einen Unterarm tätowiert, hat Max Mannheimer seinen jungen Zuhörern nur selten erspart: 99728. In wie vielen Klassenzimmern mag er den Ärmel hochgekrempelt, das ihm in Auschwitz zugefügte Häftlingsmal vorgezeigt und von dem berichtet haben, was doch kaum zu beschreiben ist? Nur als Zeitzeuge, nicht als Ankläger oder gar Richter, das hat Mannheimer immer wieder betont. Und dass es ihm nicht darauf ankomme, sein Leid zu beklagen, „sondern es kommt mir darauf an, zu vermitteln, wie eine Diktatur entsteht und wie man sie verhindern kann“. Sie seien zwar nicht verantwortlich für das Geschehene, hat er den Schülern erklärt, „aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon“. 

Tagesspiegel
26. September 2016

Zum Tod von Max Mannheimer: Die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Zeitzeugen wie der verstorbene Auschwitz-Überlebende Max Mannheimer sind für die Geschichtsschreibung wichtig. Das Bewahren ihrer Erzählungen ist moralische Pflicht für alle Jüngeren. Solange sich Menschen aus eigenem Erleben daran erinnern, was an Gutem und Schlechtem im 20. Jahrhundert passiert ist, ist die Vergangenheit nicht Geschichte. Sie reicht, und sei es nur durch die Existenz jener Zeugen, bis in die heutige Zeit. Wenn die Zeugen nicht mehr leben, ist es die Aufgabe aller Interessierten und natürlich der Historiker, die Erinnerung als solche, aber auch die Erinnerungen der Zeugen zu bewahren und zu veröffentlichen - damit, wie Herodot schrieb, "das durch Menschen Geschehene nicht mit der Zeit in Vergessenheit gerät". 

Süddeutsche Zeitung
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