Tschechischer Bericht dokumentiert eine Verdreifachung des online Antisemitismus
Die jüdische Gemeinschaft in Prag dokumentiert in ihrem Jahresbericht 2012, eine Verdreifachung der im Internet veröffentlichten antisemitischen Hassreden gegenüber dem Vorjahr.
Düsseldorfer AbendblattWächter des mörderischen Wahns
Die Gerichte, die sich nun wohl noch einer Reihe von NS-Verbrechen widmen werden, sind nur bedingt in der Lage, der Schuld und dem Schicksal der Angeklagten gerecht zu werden.
Berliner ZeitungMenschenrechtsbildung in KZ-Gedenkstätten?
Die Frage, welche Gegenwartsbezüge in Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus angemessen sind und wie sie hergestellt werden können, beschäftigt die Gedenksättenpädagogik regelmäßig wieder.
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Bayerische Staatsgemäldesammlungen: Görings "Eurydike" als Nazi-Raubkunst anerkannt
Tausende Kunstwerke wurden im Dritten Reich von Nationalsozialisten erbeutet. Jetzt haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen drei Bilder als Raubkunst anerkannt - darunter das Gemälde "Die verletzte Eurydike" aus dem ehemaligen Besitz von Hermann Göring.
SpiegelOrt der Erinnerung entsorgt
In Wiesbaden lässt eine Schule eine Gedenkstätte für Sinti und Roma still und heimlich abbauen. Nach Protesten wird behauptet, sie habe nie existiert.
tazWie viel Hitler steckte in Beuys?
Es war nicht der Hut, unter dem Joseph Beuys ein bizarres Geheimnis verbarg; es war - glaubt man seinem Biografen Hans Peter Riegel - seine Vergangenheit als Hitlerjunge. Der Künstler soll sich nie vom völkischen Gedankengut gelöst haben. Ein Kommentar.
Kölner Stadt-AnzeigerInhaftiert, gedemütigt, misshandelt, getötet
In der Zeit des Nationalsozialismus riskierten Liebende ihr Leben. Polnische Zwangsarbeiter konnten der Hinrichtung entgehen, wenn die Nazis sie als "eindeutschungsfähig" einstuften. Im SS-Sonderlager/KZ Hinzert haben Nachkommen vom Leid ihrer Eltern und dem eigenen berichtet. Erfahrungen wie ihre sind in ein Forschungsprojekt eingeflossen. Erste Ergebnisse wurden nun vorgestellt.
Trierischer VolksfreundHistoriker Hannes Heer: „Wir müssen den ganzen Wagner sehen“
Der Historiker Hannes Heer zieht eine durchgehend antisemitische Linie vom Komponisten Richard Wagner bis hin zum Nationalsozialismus.
SüdkurierIn Mundart mit Nazis verhandelt
Den Gefangenen im Konzentrationslager Bergen-Belsen war sein Name ein Begriff: Josef Weiss. Als „Judenältester“ tat er alles, was ihm möglich war, um Leben zu retten. Wegen seines rheinischen Dialekts nannte man ihn nur Jupp.
Kölnische Rundschau"Leider müssen wir wieder und wieder erinnern"
Lese-Zeichen setzen gegen rechts": Unter diesem Motto haben am Mittwoch in Hamburg zahlreiche Menschen mit einer Marathonlesung an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten vor 80 Jahren erinnert. "Leider müssen wir wieder und wieder an die Verbrechen der Nazis erinnern, weil nach der Bücherverbrennung auch Menschen verbrannt, erschlagen, erschossen und durch Zwangsarbeit umgebracht wurden", sagte die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano zur Eröffnung der Lesung am Ort der Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg-Eimsbüttel. Dort hatten am Abend des 15. Mai 1933 Studenten und Burschenschaften bei der "Aktion wider den undeutschen Geist" Bücher deutscher Schriftsteller und Autoren verbrannt.
Die WeltFacebook nimmt NSU-Fanseite vom Netz
Das Internetportal Facebook hat am Donnerstagnachmittag nach einer Anfrage der Tageszeitung "junge Welt" eine NSU-Fanpage vom Netz genommen. Auf der Seite "Paulchen Panther - NSU is watching you" wurden seit Wochen die Morde der rechten Terrorgruppe glorifiziert, der Holocaust geleugnet und der Prozess in München ins Lächerliche gezogen, berichtet die "junge Welt" (Freitagausgabe).
Extrem NewsNazi-Demo: Händler sagen geschlossen Nein
Die Stadt Göppingen will alles versuchen, um den für den 12. Oktober angemeldeten Nazi-Aufmarsch zu verhindern. Fünf Demonstrationen sollen an diesem Tag in der Innenstadt stattfinden.
Südwest PresseNeonazis beschmieren Kanzlei der Opfer-Anwälte mit Fäkalien
Seit in München der NSU-Prozess läuft, haben mutmaßlich Rechte verschiedene Einrichtungen in der Stadt attackiert. Das Gebäude einer Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt, wurde mit Kot beschmiert. Mit ihren Aktionen wollen Rechtsextreme offenbar gezielt Nazi-Gegner einschüchtern.
FocusNSU-Prozess: Im Juni beginnen Vernehmungen
Nach der Antragsflut der ersten vier Prozesstage soll bei der nächsten Sitzung des NSU-Verfahrens am 4. Juni mit der Vernehmung der Angeklagten begonnen werden. Das kündigte der Vorsitzende Richter des Münchner Oberlandesgerichts, Manfred Götzl, an. Zugleich entschied das Gericht, das Verfahren zu dem Kölner Nagelbombenanschlag doch nicht abzutrennen und getrennt zu verhandeln.
Business-Panorama.deZeitzeuge lädt Klagenfurter Schüler zu KZ-Besuch ein
Vor Kurzem besuchte Marko M. Feingold die Landeshauptstadt und erzählte seine bewegende Lebensgeschichte. Der 100-Jährige hat vier Konzentrationslager überlebt. Geblieben sind Erinnerungen, die er in dem Buch "Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh" niedergeschrieben hat. Davon beeindruckt zeigte sich Bürgermeister Christian Scheider, der sich bereits um einige Gedenkinitiativen wie Stolpersteine, Sanierung des jüdischen Friedhofes oder die Allee der Gerechten bemüht hat.
Kleine ZeitungEin Nazi darf nie ein Vorbild sein
Ob der Handelslehrer Hermann Seiffart ein Verbrecher, Mitläufer oder Opportunist war, wissen wir nicht. Sicher scheint nur, dass der langjährige Vorsitzende des Hamburger Leichtathletik-Verbandes (HLV) schon 1927, fünfeinhalb Jahre vor der Machtergreifung Hitlers, Mitglied der NSDAP wurde, das bei seiner Entnazifizierung zu verschweigen und später zu entschuldigen versuchte. Diese jetzt belegten Tatsachen sollten allerdings reichen, dem nach ihm benannten Gedächtnispreis des HLV und die Hermann-Seiffart-Sportanlage in Bahrenfeld sofort umzubenennen.
Hamburger AbendblattSportanlage und Ehrenpreis nach NSDAP-Mitglied benannt
Hermann Seiffart, ehemaliger Präsident des Hamburger Leichtathletikverbandes, trat nach neuen Erkenntnissen der Hitler-Partei schon im Jahr 1927 bei.
Hamburger Abendblatt"Warum starben die anderen und ich nicht?"
Am Ende trieb er allein im eiskalten Wasser: 1942 versenkte ein Sowjet-U-Boot die "Struma" im Schwarzen Meer. Fast 800 jüdische Flüchtlinge starben - ein einziger überlebte: David Stoliar. Bis heute plagt ihn deshalb ein schlechtes Gewissen. Nur ein Mal noch will der 90-Jährige über die Katastrophe sprechen.
SpiegelDie drei Schiffe in den Tod
Wien. Viele Länder Europas schlossen am Vorabend des Zweiten Weltkriegs ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Um dem Nazi-Regime dennoch zu entkommen, versuchten viele Juden über die Donau in das britische Mandatsgebiet Palästina zu flüchten. Den meisten der mehr als 60.000 Österreichern, Deutschen und Tschechoslowaken gelang auch die Flucht. Drei Schiffen mit 1200 Passagieren wurde aber die Weiterfahrt an der serbisch-rumänischen Grenzstadt Kladovo verweigert.
Wiener ZeitungLeopold-Museum: Wenn alle es gut meinen
Wien. Manfred Bockelmann zeigt Kohleporträts von im Holocaust ermordeten Kindern. Eine späte Berufung. Eine schwierige Diskussion.
Die Presse



