Was soll mit dem Bunker geschehen?
Markgröningen - Roland Essig und Heinz Schütt haben einen Traum. Den hat auch der Arbeitskreis Bunkerforschung des Geschichtsvereins Bietigheim-Bissingen. Beide Initiativen wollen einen Bunker im Gewann Hohberg erhalten und für die Öffentlichkeit – etwa an Tagen des offenen Denkmals – zugänglich machen.
Und genau deshalb sorgt sich Günter Frank vom Markgröninger Arbeitskreis für Geschichtsforschung und Denkmalpflege. Er erinnert sich noch gut daran, wie schwierig es war, das Gedenken an die Nazi-Gräuel auf den Weg zu bringen. Mit welchen Widerständen es einher ging, manche Bewohner daran zu erinnern, dass in Unterriexingen KZ-Häftlinge untergebracht waren und die Vernichtung durch Arbeit nur einen Steinwurf von ihren Häusern entfernt stattgefunden hat.
Hitler und der Wagner-Clan
Winifred Wagner, Hitler-Freundin und "Herrin von Bayreuth", gilt heute als Symbol für eine unverbesserliche "Altnazi", die das weltberühmte Wagner-Festival dem Dritten Reich dienstbar machte. Erst die Söhne Wieland und Wolfgang, so die landläufige Meinung, hätten die Bayreuther Festspiele nach dem Krieg vom "braunen Mief" befreit und zu neuen künstlerischen Höhen geführt.
In Zusammenarbeit mit der Wiener Historikerin Brigitte Hamann hat Autor Michael Kloft das Leben der Winifred Wagner und die wechselvolle Geschichte der Bayreuther Festspiele rekonstruiert. Mit bisher unveröffentlichten Dokumenten, Filmaufnahmen und Fotos, sowie in Gesprächen mit Zeitzeugen, zeichnen sie ein faszinierendes Bild von "Hitlers Bayreuth" und räumen mit so mancher Legende auf.
Straßennamen in der NS-Zeit
Münsterland. Der Adolf-Hitler-Platz in Nordwalde ist Geschichte. Ebenso wie das eingerahmte Bestätigungsschreiben Hindenburgs, das bis kurz vor dem Einmarsch der Alliierten 1945 im Amtszimmer des Nordwalder Bürgermeisters hing und auf die Ehrenbürgerschaft Hitlers aufmerksam machte. Eine Datenbank des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe erinnert jetzt wieder daran: Dr. Marcus Weidner ist auf Spurensuche gegangen und hat sich mit der Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe während des Nationalsozialismus (1933 bis 1945) beschäftigt. Und er ist fündig geworden. Nicht nur in Nordwalde.
Westfälische NachrichtenÖsterreichische Nationalbank im Nationalsozialismus
Österreich. Neue Studie belegt: Zahlreiche Mitarbeiter waren bereits vor dem „Anschluss“ Österreichs illegale Nazis.
ProfilStadt Wien restituierte bisher 5880 Objekte
Österreich. Insgesamt wurden seit 1999 mehr als 70.000 Artefakte in städtischen Sammlungen überprüft, die während der Nazi-Diktatur geraubt wurden.
Die PresseKZ-Prozess: Juristen streiten schon
Anfang Mai wurde in Aalen Hans L. verhaftet. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft dem 93-Jährigen vor, als KZ-Wächter im Vernichtungslager Auschwitz Beihilfe zum Mord geleistet zu haben. Voraussichtlich wird sein Fall am Ellwanger Landgericht verhandelt.
Schwäbische PostMerkel - Müssen Antisemitismus überall in Europa bekämpfen
Brüssel. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus in der EU gefordert. Deutschland werde mit Entschiedenheit gegen alle antisemitischen Tendenzen auftreten, egal wo sie in Europa passierten, sagte Merkel am Mittwochabend in der Großen Synagoge in Brüssel. Dort erhielt sie den Lord-Jakobovits-Preis des Europäischen Judentums. "Toleranz ist die Seele dieses Europas", betonte Merkel.
Reuters DeutschlandNazi-Symbole auf Fraktionsrechnern
Stefan Rochow war bis 2008 Führungskader der NPD. Er war Mitglied des Parteivorstandes, Bundesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten - der Jugendorganisation der rechtsextremen Partei - und Pressesprecher der NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Mit seiner jetzt erschienen en Autobiographie "Gesucht - Geirrt - Gefunden" will er endgültig mit seiner rechtsextremen Vergangenheit abschließen.
Über seine Erfahrungen in der Schweriner NPD-Fraktion, über die Gewaltdebatte in der Partei und über seinen Ausstieg berichtet der 36-Jährige im Gespräch mit Thomas Volgmann.
„Zeitungspresse als Machtinstrument“
Zwischen den Zeilen: Eine Ausstellung der Topographie des Terrors in Berlin zeigt, wie ein Siebzig-Millionen-Volk in eine einheitliche Weltanschauung gebracht werden sollte.
TagesspiegelForscher sieht Antisemitismus in Wagners Werk
Morgen würde er seinen 200. Geburtstag feiern: Richard Wagner, einer der umstrittensten Komponisten der Musikgeschichte. Dass er ein Judenfeind war, ist heute Konsens - umstritten bleibt hingegen, ob diese Haltung auf sein Werk abfärbte.
Österreichischer Rundfunk"Es ist viel Hitler in Wagner"
Der Kontext, in dem sich bei Wagner Musik und Wort, Ton und Dramaturgie verbinden, ist zutiefst politisch codiert – da bleibt selbst das harmonische Detail nicht mehr unschuldig. Er war kein "Vorläufer" der Nazis, aber er war auch nicht unschuldig an seiner braunen Vereinnahmung.
Kölner Stadt-AnzeigerAus Rot wird Braun: Die BVG unter Hitler
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) setzen sich mit ihrer Rolle der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Am vergangenen Donnerstag hat BVG-Chef Sigrid Nikutta die Ausstellung „Aus Rot wird Braun, die BVG nach 1933“ im Zwischengeschoss der U-Bahnstation Alexanderplatz eröffnet. Bis in die 20er Jahre hinein gilt die BVG als Vorzeigeprojekt sozialdemokratischer Kommunalpolitik: Eine Mischung aus öffentlicher Daseinsvorsorge und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, bis zu 28.000 Mitarbeiter hat das Unternehmen in seinen Hochzeiten gehabt.
Eisenbahnjournal ZughaltDas Geisterhaus in Kreuzberg
Eine Kreuzbergerin hat die Geschichte eines Gebäudes erforscht – und dabei Erschütterndes herausgefunden. In der Fontanepromenade 15 war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die „Zentrale Dienststelle für Juden“ des Berliner Arbeitsamtes untergebracht.
Berliner ZeitungNazi-Panne beim ZDF
Um das pulsierende jüdische Leben und die jüdische Kultur im Warschau vor dem Krieg zu zeigen, benutzte Armin Coerper Szenen aus der NS-Farce, die nur Minuten vorher in der Dokumentation von Yael Hersonski als Propaganda entlarvt wurde. Wild gestikulierende und grimassierende Juden auf der Bühne eines jüdischen Theaters vor lachenden und applaudierenden Juden im Parkett.
Die WeltMerkels Engagement für jüdische Gemeinde wird geehrt
Kanzlerin Merkel erhält heute in Brüssel den Lord-Jakobovits-Preis der Europäischen Rabbinerkonferenz. Die Rabbiner begründen ihre Wahl mit Merkels Unterstützung für die jüdische Gemeinde in Deutschland und ihren Stellungnahmen gegen Antisemitismus.
Zeitungsgruppe ThüringenUngarn übt Schadensbegrenzung wegen Orbans Nazi-Vergleich
Budapest/Berlin. Budapest übt Schadensbegrenzung nach der Kritik des deutschen Außenministers Guido Westerwelle am ungarischen Premier Viktor Orban. Orban hatte Deutschland wegen eines Nazi-Vergleichs erzürnt, was Westerwelle als "bedauerliche Entgleisung, die wir klar zurückweisen", bezeichnete. Der stellvertretende Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, Gergely Pröhle, schob die Schuld auf die Spiegel-Onlineausgabe und deren "falsche Behauptung", nach der der ungarische Regierungschef der deutschen Bundeskanzlerin Nazi-Methoden unterstellt habe, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI meldete.
Wiener ZeitungDeutschland sitzt mit auf der Anklagebank
Für viele ausländische Beobachter sitzt Deutschland beim NSU-Prozess mit auf der Anklagebank. Auch das Auftreten von Beate Zschäpe sorgt international für Schlagzeilen. Besonders in der Türkei gibt es Kritik an der „Show der Nazi-Braut“.
Deutsch Türkisches JournalDer Holocaust, wie man ihn noch nie sah
Vor Claude Lanzmanns Film "Der Letzte der Ungerechten" verblasst bei den Filmfestspielen in Cannes das Normalprogramm.
Hamburger AbendblattCannes: Erfolg für Dokumentation über „König der Juden“
Die Uraufführung von Claude Lanzmanns österreichisch mitproduzierter, großer Dokumentation „Der Letzte der Ungerechten“ über Benjamin Murmelstein, den Judenältesten von Theresienstadt, wird in Cannes bejubelt.
Die PresseViktor Orbán verbittet sich deutsche Einmischung
Nachdem Peer Steinbrück Ungarn aus der EU ausschließen wollte und Angela Merkel dagegen sagte, man müsse nicht gleich "die Kavallerie schicken", kontert Orbán, die Panzer seien ja schon da gewesen.
Die Welt



