Aktuelles

17. Januar 2018

Was Fußball im KZ bezwecken sollte

Das Spiel war dynamisch, die Akteure kämpften aufopferungsvoll, es fielen Tore, allen machte es große Freude. Nicht nur den 22 Akteuren auf dem Platz, sondern auch mehreren Tausend Zuschauern. Ein paar Szenen von jenem Fußballspiel sind auf Zelluloid verewigt, in dem Dokumentarfilm "Theresienstadt. Bericht aus dem jüdischen Siedlungsgebiet", der unter der nicht offiziellen Bezeichnung "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" bekannt wurde. Der Film war NS-Propaganda, er sollte der Weltöffentlichkeit, vor allem dem Roten Kreuz, eine Idylle vorgaukeln. 

Süddeutsche.de
17. Januar 2018

Als 18-Jährige im Konzentrationslager

Esther Bejarano hat in Frankenberg gestern Schülern aus ihrem Leben berichtet. Die 93-Jährige war als Jüdin verfolgt worden.  

Freie Presse
17. Januar 2018

Stadt wollte Inschrift von Gedenkstätte entfernen lassen

1957 sollte die Inschrift an der Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft an der Werderstraße klammheimlich geändert werden, da der damalige Oberstadtdirektor eine Schändung befürchtet hatte. An diesen Vorgang erinnert das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) mit der Archivalie des Monats für den vergangenen Dezember. 

Wolfsburger Allgemeine
17. Januar 2018

Ausstellung berichtet über NS-Verbrechen

Die Worte sind berührend, auch wenn sie gar nicht so viel preisgeben von dem Leid, das der Schreiber erfuhr: Mit „Liebe kleine Frau und Puppe ...“ schreibt Louis Abel Allemandet am 2. Juli 1944 aus dem Konzentrationslager Buchenwald an seine geliebte Frau. Er freut sich, der Familie mitteilen zu können, dass er „bei bester Gesundheit ist“, bittet, ihm „Stümpfe und ein Stück Seife“ zu schicken. Im KZ „dürfen“ Häftlinge pro Monat zweimal an ihre Angehörigen schreiben, allerdings nur in deutscher Sprache. Zudem wird genauestens geprüft, was sie preisgeben – was den Kontrolleuren nicht gefällt wird geschwärzt und mittels Stempel zensiert. Auch sein Brief ist nicht mehr komplett lesbar. 

Volksstimme
17. Januar 2018

Erinnern, erhalten, neu gestalten

Halbzeit heißt es bald für die Sanierung der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in Windeck-Rosbach. Denn das circa 200 Jahre alte Gebäude wird seit Herbst 2016 aufwendig saniert. Die Arbeiten, zu denen auch eine Neukonzeption der Dauerausstellung zählt, sollen bis Spätsommer 2019 abgeschlossen sein. Somit würde die Gedenkstätte exakt 25 Jahre nach ihrer Einweihung in neuem Glanz erstrahlen.  

Blick aktuell
17. Januar 2018

Gnadengesuch von Ex-SS-Mann Gröning abgelehnt

Der wegen Beihilfe zum Mord in 300 000 Fällen verurteilte frühere SS-Mann Oskar Gröning muss in Haft. Der 96-Jährige ist mit seinem Gnadengesuch gescheitert. Das teilte die Staatsanwaltschaft Lüneburg am Mittwoch mit. 

Süddeutsche.de
17. Januar 2018

"Es geht um historisch-politische Verantwortung und nicht um Schuld"

Den Vorschlag der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, Migranten zu verpflichten, einmal im Leben eine KZ-Gedenkstätte zu besuchen, begrüßt der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik. Das Vorhaben müsse jedoch professionell ausgeführt und die Besuche gut vor- und nachbereitet werden, sagte er im Dlf. 

Deutschlandfunk
17. Januar 2018

KZ-Pflichtbesuche: Experten sind skeptisch

Chebli zielte mit ihrem Vorstoss auch auf die Vielzahl junger muslimischer Zuwanderer, welche in Deutschland leben und aus Regionen dieser Welt stammen, in denen Kindern Antiisraelismus bis Antisemitismus schon früh eingeimpft wird. Auch Zuwanderer sollen demnach die verheerende Geschichte des Nationalsozialismus lernen und verstehen. Chebli erhielt mit ihrem Vorschlag umgehend die Unterstützung des Zentralrates der Juden in Deutschland. Wer selber Flucht und Vertreibung erlebt habe, könne nachvollziehen, wohin Verfolgung und Hass führten, sagte der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster. 

Luzerner Zeitung
16. Januar 2018

"Pflichtbesuche helfen nicht"

Sollte der Besuch in einer KZ-Gedenkstätte verpflichtend werden? Volkhard Knigge, Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, hält das für wenig sinnvoll. Gerade Jugendliche würden das als "Aufnötigung" wahrnehmen, sagte er im Dlf. Die Motivation zur Aufarbeitung müsse aber eigenständig entwickelt werden. 

Deutschlandfunk
16. Januar 2018

Letzte Briefe von Holocaust-Verfolgten

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel zeigt im Internet zehn letzte Briefe von Holocaust-Opfern. 

Deutschlandfunk
16. Januar 2018

Eine bezahlte Kraft für die Gedenkstätte

So, wie es ist, kann es nicht weitergehen. Das ist klar nach der Regionalkonferenz zur Gedenkstätte Ahrensbök. Deshalb besteht kein Zweifel daran, dass die Einrichtung eine hauptamtlichen Kraft braucht. Die Chancen dafür stehen gut. Gedacht ist an eine halbe Stelle. 

Lübecker Nachrichten Online
16. Januar 2018

Spitzel der Gestapo verrät junge Moerser Aktivistin

Maren Schmidt erzählt die Biografie von Gertrud Lemmnitz. Im Nazi-Regime wurde sie wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" verurteilt. 

Rheinische Post Online
16. Januar 2018

Gedenktsätte KZ Osthofen rückt die Biographien weiblicher Widerstandskämperinnen in den Mittelpunkt

Mit einer neuen Ausstellung würdigt das Team der Gedenkstätte KZ Osthofen den Mut von Frauen, die sich gegen den Terror des NS-Regimes stellten. Am 24. Januar wird die Ausstellung eröffnet. Unter der Überschrift „Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ werden die Biographien mehrerer Frauen in den Blickpunkt der Ausstellungsbesucher gerückt. Sie boten einerseits Verfolgten Unterschlupf, verteilten Flugblätter, missachteten die „Rassegesetze“, klärten im Exil über das auf, was in Deutschland geschah, – stemmten sich also in vielfältiger Weise gegen die Machenschaften des Regimes. 

Allgemeine Zeitung
16. Januar 2018

Erschütternde Lebenslinien eines Überlebenden

Eine Berliner Schülergruppe erinnert mit einem Buch und einem Preis an das Schicksal des Juden Rolf Joseph, der von den Nazis verfolgt wurde. 

Frankfurter Allgemeine
16. Januar 2018

Bundestag soll erstmals homosexueller NS-Opfer gedenken

Der Bundestag soll erstmals auch der homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus gedenken: Das fordert eine Petition an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. 

Der Tagesspiegel
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64. Bundesweites Gedenkstättenseminar vom 28.-30. Juni 2018 in Düsseldorf

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