Aktuelles

20. Oktober 2017

Gestörtes Ensemble

Die Zeiten ändern sich. Das muss wohl auch eine Dachauerin einsehen, die an der Karl-Riemer-Straße direkt vor dem südwestlichen Wachturm der KZ-Gedenkstätte ein Doppelhaus mit Garage errichten will. Doch was vor knapp 30 Jahren kein Problem war, ist jetzt wohl nicht mehr möglich.  

Süddeutsche.de
20. Oktober 2017

Ausstellung über Vernichtungslager bei Minsk

Erich Klibansky ist erst 29 Jahre alt, als er 1929 Direktor des ersten jüdischen Gymnasiums im Rheinland wird – der „Jawne“. Sein Wille, sich für die Schüler einzusetzen, ist immens: Als 1938 die Novemberpogrome stattfinden, rettet er 130 Jugendliche, indem er sie nach Großbritannien bringt. Allerdings kann er sich und seine Familie sowie 100 weitere Schüler nicht vor den Nazis schützen: Sie werden alle nach Minsk deportiert und so wie mehr als 1000 weitere Menschen aus Köln und der Region am Ort Malyj Trostenez erschossen oder in einem Gaswagen getötet. 

Kölnische Rundschau
20. Oktober 2017

„Jetzt habe ich Gewissheit“

Die Niederländerin hatte in einer Zeitschrift über das Schicksal holländischer Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung während des Krieges gelesen. Darin ging es auch um die Rede von Lieke van Amstel-Herman am 1. Mai 2016 anlässlich der Befreiung des KZ Wöbbelin. Deren Großvater Bastiaan Herman war Anfang Februar 1945 zusammen mit weiteren Häftlingen aus Holland zunächst in das KZ Neuengamme und dann am 15. Februar in das Außenlager Wöbbelin gebracht worden, wo er starb. 

svz.de
20. Oktober 2017

Ladelund: Ort des Trauerns und des Beweises

2000 Männer, viele von ihnen politische Gefangene und Attentäter sowie wenige Juden, wurden in Ladelund unter grausamen Bedingungen festgehalten. Sie kamen aus zwölf verschieden Ländern. Das Lager war sechs Wochen lang im Jahr 1944 ein Außenlager des größeren Konzentrationslagers Neuengamme. 

shz.de
20. Oktober 2017

Zwölf Skelette

Vor zweieinhalb Jahren äußerte der Stadtviertelhistoriker und Politiker Klaus Mai (SPD) einen Aufsehen erregenden Verdacht: Auf einem Gelände in der Siedlung Ludwigsfeld im Münchner Nordwesten könnten sich bisher unentdeckte Gräber von Opfern des Nazi-Regimes befinden. Mai sprach von Massengräbern. Diese Vermutung hat sich aber nicht bestätigt, wie das NS-Dokumentationszentrum nun nach Abschluss entsprechender archäologischer Untersuchungen mitgeteilt hat.  

Süddeutsche.de
20. Oktober 2017

Wandtafeln statt Stolpersteinen sollen an NS-Opfer erinnern

So könnte er also aussehen, der eigenständige Weg Münchens im Gedenken an die Opfer der Nationalsozialisten. Seit zwei Jahren sucht die Stadt nach einer Alternative zu den sogenannten Stolpersteinen des Kölner Künstlers Gunter Demnig, jetzt liegt die Entscheidung der Jury vor: Sie empfiehlt einen Entwurf des Designers Kilian Stauss. Wenn die Hausbesitzer nichts dagegen haben, sollen demnach Wandtafeln aus vergoldetem Edelstahlblech an die Ermordeten erinnern - dort, wo diese zuletzt gewohnt haben. Andernfalls will die Stadt im öffentlichen Raum vor den Gebäuden Stelen aus Edelstahl aufstellen; in diese sollen vergoldete Hülsen mit Informationen integriert werden. 

Süddeutsche.de
20. Oktober 2017

Ehemaliger KZ-Wachmann aus Frankfurt angeklagt

Der seinerzeit 22-jährige Beschuldigte soll zwischen August 1943 und Januar 1944 im Lager Majdanek als Angehöriger der 5. Kompanie des SS-Totenkopfsturmbannes regelmäßig Wachdienst verrichtet und dabei mit der Sicherung des Lagers und der Bewachung der zur Tötung bestimmten Gefangenen befasst gewesen sein. 

Frankfurter Neue Presse
20. Oktober 2017

Wollten deutsche Historiker NS-Forschungen totschweigen?

ufmerksamkeit ist die wichtigste Währung der Wissenschaft: Nur wer wahrgenommen wird, kann etwas erreichen. Man kann durch solide Arbeit auf sich aufmerksam machen oder durch steile Thesen. Am einfachsten ist es wohl, eine renommierte Institution zu beschuldigen und nach Aufklärung zu verlangen. Zum Beispiel dem Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München vorzuwerfen, es habe den Holocaust systematisch verharmlost. 

DIE WELT
20. Oktober 2017

Senioren stellten sich den Greueltaten der Nazis

Bei der Führung in Kleingruppen wurden die Gäste behutsam mit dem Grauen in der Gedenkstätte vertraut gemacht. Dort, wo von den Nazischergen fast 15.000 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ermordet wurden, wurde durch die Schilderung einiger Einzelschicksale anschaulicher, was damals dort wirklich passierte. „Man kann weder mit dem Kopf noch mit dem Herzen begreifen, was hier geschehen ist“ meinte einer der Gäste. Gefragt wurde mehrmals nach den Opfern aus dem südlichen Westerwald. 

Blick aktuell
20. Oktober 2017

Zeitzeugen schildern ihre Kindheit in der NS-Zeit

„Mein Vater war bei der SS. Als Lehrer musste er das wohl sein“, erzählte Friedhelm Hohlbein, der seine Kindheit in Olpe im Sauerland verbrachte. Nach dessen Tod 1944 erlitt seine Mutter eine Fehlgeburt. Für den Zehnjährigen brach eine Welt zusammen, als sie in Konflikt mit den Nazis geriet. „Die Schergen fragten meine Mutter auf dem OP-Tisch, ob sie dem Führer ein Kind vorenthalten wollte“, berichtete der 83-Jährige, immer noch sichtlich bewegt. 

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
20. Oktober 2017

Marlene sang für US-Soldaten, Liesel unterhielt KZ-Aufseher

Marlene Dietrich war bekanntermaßen eine erklärte Gegnerin Nazi-Deutschlands. Sie wurde US-Amerikanerin und trat im Krieg vor amerikanischen Soldaten auf, um deren Moral zu stärken. Ihre Schwester Elisabeth dagegen lebte zur gleichen Zeit in Bergen-Belsen an der Seite ihres Mannes, der dort ein Kino für Wehrmachtssoldaten und SS-Leute betrieb. 

Berliner Zeitung
20. Oktober 2017

Neues Buch beleuchtet Verstrickungen mit NS-Regime

Porsche steht heutzutage für PS-starke Autos und große Geländewagen. Doch Firmengründer Ferdinand Porsche entwickelte einst auch Kübelwagen, Panzer und anderes Militärgefährt für die Nazis. Das nun erschienene Buch "Porsche – vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke" ist die erste umfassende wissenschaftliche Arbeit der Anfängen der Firma Porsche in der Nazizeit. 

Badische Zeitung
20. Oktober 2017

Wandbild in Wiener U-Bahn-Passage gedenkt Opfern der NS-Diktatur

In der U-Bahn-Passage am Schottenring beim Ausgang Herminengasse erinnert seit Donnerstag, 19. Oktober, ein Wandbild an die Vertreibung und Ermordung jüdischer Bürger während der NS-Diktatur. 

VIENNA.AT
20. Oktober 2017

Berliner Autoren zur Filmvorführung in „Laura“

Dass sein Großvater 1942 in Buchenwald ermordet wurde, erfuhr Peter Haas als Kind, jedoch nicht von seinem Vater, der meistens schwieg und der sich bis heute an fast nichts erinnern kann. In seiner Familie gab es keine Familienfeste, keine Goldene Hochzeit, keine Einladung zum 80. Ge-burtstag. Ihn hat der jüdische Großvater jedoch nie wieder in Ruhe gelassen, und so hat er sich auf die Suche gemacht, nach dem letzten Juden in seiner Familie. 

FOCUS Online
20. Oktober 2017

Neue Ausstellung im Bildungszentrum

Im Rahmen der Bildungsarbeit für die Bundesfreiwilligen zeigt das Bildungszentrum Sondershausen bisweilen Ausstellungen, die historische und aktuelle Entwicklungen aufgreifen. Von Oktober bis Dezember 2017 ist die Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt über NS-Justiz zu Gast in Nordthüringen. Die Ausstellung besonders auch für Lehrerinnen und Lehrer interessant, eröffnet nächsten Dienstag... 

Kyffhäuser Nachrichten
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KZ-Gedenkstätten befürchten schweren Schaden für die Erinnerungskultur

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland zur Diskussion um einen drohenden AfD-Vorsitz im Kulturausschuss des Bundestags

Petition gegen AfD-Vorsitz im Bundestag-Kulturausschuss

Zur Petition

Protokoll der 5. bundesweiten Gedenkstättenkonferenz

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