30. April 2017

Buchprojekt zur Reichshebammenführerin

Dr. Anja Katharina Peters

Nanna Conti sicherte den deutschen und österreichischen Hebammen das Tätigkeitsmonopol auf die komplikationslose Geburt und dem westdeutschen Verband ein beträchtliches Vermögen. Sie steht aber auch für die Ausgrenzung missliebiger Hebammen, die Beteiligung an der Kolonisierung des Ostens, Rassismus und Antisemitismus. Was immer Nanna Conti 1933-1945 leistete, stand unter dem Zeichen des Hakenkreuzes. Ihre Biographie kann nur als die einer nationalsozialistischen Funktionärin gelesen werden.

Ich möchte meine bisher nur als PDF-Datei verfügbare Doktorarbeit über die Reichshebammenführerin Nanna Conti als Buch veröffentlichen.

Die Publikation schließt eine Lücke in der Hebammen-, Medizin- und Frauengeschichte und stellt einen wichtigen Beitrag zur Täterinnenforschung in Deutschland dar.
Die Zielgruppe ist über den fachlich interessirten Kreis aus Hebammenschaft, Medizingeschichte und NS-Geschichte weit gefasst. Eine Biographie bietet auch für ein allgemein interessiertes Publikum ein greifbarer Einblick in die deutsche Geschichte 1933-45.

Das Geld wird für die Veröffentlichung der Biographie als Buch verwendet. Wie immer bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen muss ich einen Druckkostenzuschuss bezahlen, den ich mit vier Kindern aber nicht in der Portokasse habe.
Sollte Geld übrig bleiben, werde ich es dem Verein für die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V. zur Verfügung stellen. Dort, an der "Führerschule der Deutschen Ärzteschaft" fanden unter Nanna Contis Leitung mehrere Kurse für Hebammen statt.

 

Weitere Informationen sowie zum Criwdfunding: https://www.startnext.com/nanna-conti