30. Januar 2017

Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus (KogA) – in Geschichte und Gegenwart“

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Anmeldung bis zum 30. Januar 2017

Seit Jahrhunderten leben Sinti und Roma in Europa und sind Teil der europäischen Gesellschaften. Trotz vielfältiger Anstrengungen auf europäischer wie auch auf nationaler Ebene, ist diese größte Minderheit des Kontinents auch heute mit vielfältiger Diskriminierung konfrontiert. Vertreibungen, Entrechtung und Versklavung kennzeichnen ihre lange Geschichte in Europa. Hunderttausende Sinti und Roma wurden Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns, in Konzentrations- und Vernichtungslagern und durch Massenerschießungen ermordet. Erst 1982 wurde dieser vergessene Völkermord durch Bundeskanzler Helmut Schmidt offiziell anerkannt und 2012 ein zentrales Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin eingeweiht. Trotz dieser nachholenden Anerkennung, bleibt auf dem Wege hin zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft auch heute noch viel zu tun.

Das Modellprojekt „Kompetent gegen Antiziganismus(KogA) – in Geschichte und Gegenwart“ zielt darauf ab, mehrheitsgesellschaftlich sozialisierte Multiplikator_innen/Mitarbeiter_innen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen, Organisationen und verschiedener Berufsgruppen zu vorurteilsbewusstem und nichtdiskriminierendem Handeln zu qualifizieren. Schwerpunkte und Zielsetzungen des Projekts sind deshalb die Sensibilisierung für historische und gegenwärtige Formen von Antiziganismus sowie die Vermittlung und Entwicklung entsprechender Handlungskompetenzen.

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Programmheft (pdf)

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