Ina Lorenz

Gedenken online

Gedenkstättenrundbrief 164 (12/2011) S. 9-20

WIE MUSEEN UND GEDENKSTÄTTEN IM INTERNET AN DIE OPFER DES HOLOCAUST ERINNERN

Einleitung

Am 5. September 1942 kamen 714 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus den Niederlanden im Konzentrationslager Auschwitz an. Von ihnen wurden nur 53 Frauen registriert, die übrigen 661 Personen sofort in die Gaskammern geschickt. Darüber informiert die Gedenkstätte Auschwitz am 69. Jahrestag des Ereignisses auf ihrem Facebook-Profil.1 118 Personen gefällt dieser Eintrag, 47 haben ihn kommentiert. Ist Facebook der geeignete Ort, um an Konzentrationslager und die darin begangenen Verbrechen zu erinnern?

Martin Gotthard Gauger entzog sich 1940 der Einberufung zur Wehrmacht, weil er Hitlers Krieg ablehnte. Er landete erst im Gestapogefängnis Düsseldorf, dann im Konzentrationslager Buchenwald. Dort setzte ihn die SS auf die Liste für einen Todestransport in die Tötungsanstalt Sonnenstein. Nachzulesen ist dieses Schicksal im Online-Totenbuch der Gedenkstätte Buchenwald.2 Sind Totenbücher und Häftlingsdatenbanken im Internet mit Namen, Biografien und Fotos von Holocaust-Opfern lediglich ein Ort für historische Recherchen oder Teil des Gedenkens?

Auf eine eigene Homepage, selbst auf ein Profil bei Facebook kann heute kaum ein Museum oder eine Gedenkstätte verzichten. Inhalt und Form der Präsentationen unterscheiden sich dabei jedoch erheblich. Dörte Hein hat in ihrer Dissertation Erinnerungskulturen online eine Vielzahl von Websites untersucht, die die Themen »Holocaust« und »Nationalsozialismus« auf unterschiedlichste Weise aufbereiten.3 Sie fragte nach der Art der Informationsvermittlung und nach eigenständigen Erinnerungskulturen im Web. Ihr Fazit: Spezifische Online-Erinnerungsgemeinschaften hätten sich bisher nicht zusammengefunden, die Internetauftritte würden vorrangig zur Informationsbeschaffung genutzt, nicht aber zur Kommunikation.4 Heins Quellen beschränken sich auf deutschsprachige Angebote.

Blickt man über Deutschland hinaus, haben einige Gedenkstätten und Museen auf ihren Internetauftritten Menüpunkte eingerichtet, die speziell dem Gedenken an die Opfer gewidmet sind. Zur Kommunikation mit ihren Nutzern nutzen viele die Plattform Facebook. Muss man also Dörte Heins Fazit auf deutschsprachige Websites beschränken? Entwickeln sich im Internet nicht doch neue Formen des Gedenkens an die Opfer?5

Als Grundlage dieses Beitrags wurden die Websites – und soweit vorhanden die Facebook-Profile – von 27 Einrichtungen aus Deutschland, Polen, Israel und den USA genauer untersucht. In den Artikel wurden diejenigen einbezogen, die im jeweiligen Land eine besondere Relevanz haben oder eine Vorreiter-Rolle bezüglich des Online-Gedenkens einnehmen. Es sei noch darauf hingewiesen, dass Projekte anderer Länder zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht in die Untersuchung einbezogen wurden. So konnten in Frankreich zwei, in Italien vier und in Großbritannien eine Website mit Menüpunkten zur Erinnerung an Holocaust-Opfer ausfindig gemacht werden.

 

Gedenkbücher und Datenbanken im Internet – Beispiele

In Konzentrationslagern hatten die Häftlinge keine Namen, sondern Nummern. Durch diese Erniedrigung sollte ihnen jegliche Individualität genommen werden. Das selbst erklärte Ziel vieler Gedenkbücher ist es, diese Entmenschlichung rückgängig zu machen und den Getöteten mit den Namen auch ihre Würde zurückzugeben.6 Sie haben die Funktion, die Namen der Opfer auf Dauer schriftlich festzuhalten und so das Gedenken an sie zu bewahren.

In Deutschland erinnert jede KZ-Gedenkstätte in schriftlicher Form an ihre Opfer, sei es in Gedenkbüchern, Totenbüchern oder Gedenkräumen. Die Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die einer gemeinsamen Stiftung unterstehen, sind die ersten, die ihre Totenbücher ins Internet gestellt haben. Das Online-Totenbuch der Gedenkstätte Mittelbau-Dora nimmt auf der eigenen Website einen sehr viel prominenteren Platz ein, als das der Gedenkstätte Buchenwald auf deren Website. Auf dem Internetauftritt von Mittelbau-Dora findet der Nutzer das Totenbuch sowohl auf der Startseite als auch unter dem Menüpunkt »Geschichte online«, der daneben noch das Fotoarchiv und die Sammlung in digitaler Form enthält. Zum Buchenwalder Totenbuch gelangt der Nutzer bisher nur über die Website der Stiftung. Auf der Homepage der Gedenkstätte Buchenwald selbst findet sich kein Hinweis auf das Totenbuch. Das liegt daran, dass deren Konzept gerade überarbeitet wird und erst noch an das neue Design der Seite von Mittelbau-Dora angepasst werden muss.7

Bis heute besteht die Buchenwalder Version aus 38 281 Einträgen, die geschätzte Gesamtzahl der Toten beträgt 56 000. Die Version von Mittelbau-Dora erfasst 11 089 Menschen, die genaue Zahl der getöteten Häftlinge konnte bisher nicht ermittelt werden. Das Design der virtuellen Totenbücher ist schlicht, die Farben sind unaufdringlich und dem Zweck angemessen, »die Erinnerung lebendig [zu] halten, aber auch Anregung zum Nachfragen [zu] sein.«8 Die verstorbenen Häftlinge sind in einer alphabetischen Liste verzeichnet, können aber auch über eine Suchfunktion ermittelt werden. Geburtsdatum und -ort, Todesdatum und Sterbeort sowie, soweit vorhanden, die Haftnummer ergänzen die Namen. Nicht nur diese Daten sollen jedoch langfristig an die Opfer erinnern: Sie werden nach und nach durch kurze Biografien und Fotos ergänzt. Angehörige der Opfer, Schüler und Interessierte sind aufgefordert, sich an diesem Projekt zu beteiligen und die Ergebnisse ihrer Nachforschungen zur Verfügung zu stellen. Ziel dieses Angebotes zur Mitarbeit sei es, »forschendes Lernen« zu fördern.9 Bis jetzt sind im Totenbuch der Gedenkstätte Buchenwald sechs Namen durch Biografien ergänzt worden. Besonders ergreifend ist das Schicksal Otto Neururers, eines katholischen Pfarrers aus Österreich, den die SS im Konzentrationslager Buchenwald an den Füßen aufhängte und zu Tode quälte, weil er einen Mithäftling getauft hatte.10

In der Gedenkstätte Mittelbau-Dora arbeitet man noch an den Biografien. Sie seien ein zusätzlicher Würdigungsaspekt, aber auch Mittel für die Bildungsarbeit, erklärt deren Leiter Jens-Christian Wagner. In beiden Gedenkstätten meldeten sich öfter Angehörige, die Korrekturhinweise zu einzelnen Einträgen geben, zum Beispiel zur Schreibweise von Namen. Auch Menschen, die Nachfragen zu bestimmten Biografien aus dem Totenbuch haben, wenden sich an Buchenwald oder Mittelbau-Dora. Die Totenbücher seien für die Nutzer zugleich Anlass des Forschens und des Gedenkens, sagt Jens-Christian Wagner.

In Deutschland sind die Gedenkstätten bezüglich der Veröffentlichung ihrer Gedenkbücher oder Häftlingsdatenbanken im Internet geteilter Meinung. Die digitale Version des »Gedenkbuch für die Getöteten des Konzentrationslagers Dachau« beispielsweise können Besucher an zwei Medienterminals im Gedenkraum der Gedenkstätte einsehen. Solange jedoch keine technische Lösung gefunden ist, die ein Online-Gedenkbuch zweifelsfrei gegen jeglichen Hacker-Angriff schützen kann, verzichtet die Gedenkstätte auf eine Online-Präsentation.11 Das Totenbuch der Gedenkstätte Neuengamme hingegen kann auf CD-ROM erworben werden und soll demnächst im Rahmen eines »Offenen Archivs« auf der Homepage stehen.12 Auch in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg denkt man darüber nach, die vorhandene Häftlingsdatenbank ins Internet zu stellen – aus Datenschutzgründen allerdings in einer eingeschränkten Version.13

Auch das weltweit größte Projekt zur Sammlung und Veröffentlichung der Namen aller jüdischen Opfer des Holocaust soll hier zur Sprache kommen. Ziel des »Shoah Victims’ Names Recovery Project« der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ist es, durch Erfassung von Namen, Biografien und Fotografien an jeden einzelnen getöteten Juden zu erinnern. Bis jetzt konnten Informationen zu über der Hälfte der Opfer zusammengetragen werden.14 In zweieinhalb Millionen Fällen stammen die biografischen Angaben zu den Getöteten von den »Pages of Testimony«, also den Gedenkblättern, die Yad Vashem auf seiner Website als Download zur Verfügung stellt. Es sind meistens Angehörige oder Freunde der Opfer, die diese Formulare handschriftlich ausfüllen, sie – soweit vorhanden – mit Fotos versehen und an Yad Vashem schicken. Dort werden die Angaben von Mitarbeitern der Gedenkstätte überprüft, bevor sie in die »Central Database of Shoah Victims’ Names« aufgenommen werden. In dieser Datenbank können Nutzer alle registrierten Opfer über eine Suchfunktion ermitteln. Neben Namen und kurzen biografischen Angaben können auch die eingescannten Gedenkblätter eingesehen und ausgedruckt werden.15 Über den Button »more details« sind weitere Information über die oder den Getöteten abrufbar, beispielsweise die Namen der Eltern und auch der Name der Person, die das Gedenkblatt ausgefüllt hat. Das lässt darauf schließen, dass Fragen des Datenschutzes eine geringere Rolle zu spielen scheinen als in Deutschland.

Die »Central Database« ist optisch vom Rest der Website abgehoben. Im Gegensatz zu den gedeckten Farben der übrigen Menüpunkte wurde für diesen vor allem rot und blau verwendet. Diese Farbgebung weist darauf hin, dass die Erinnerung an die Opfer auf dem Internetauftritt von Yad Vashem einen bedeutenden Stellenwert einnimmt. Bereits die Startseite verweist auf die Datenbank, in der Menüleiste gibt es zudem einen eigenen Menüpunkt »Remembrance«, unter dem sich Untermenüpunkte zum Holocaust-Gedenktag in Israel und dem internationalen Holocaust-Gedenktag genauso finden wie die »Pages of Testimony« zum Herunterladen und Ausfüllen.

Mit Hilfe der Datenbank an die Opfer zu erinnern, sieht die Gedenkstätte als ihre moralische Pflicht an.16 Sie ist also nicht nur ein virtueller Speicherort für Informationen, sondern auch ein Gedenkbuch. Darüber hinaus steht sie im Zeichen einer spezifisch jüdisch-israelischen Erinnerungskultur, denn sie soll dazu anregen, sich mit der eigenen familiären Vergangenheit auseinanderzusetzen und seine jüdische Identität zu stärken.17 Die Registrierung der Opfer und die Veröffentlichung ihrer Namen stehen im Zeichen eines nationalen Selbstvergewisserungsprojektes.

Auch das United States Holocaust Memorial Museum hat auf seiner Website den Menüpunkt »Remembrance« eingerichtet.18 Neben Informationen und Aktionen zum Holocaust-Gedenktag stößt der Nutzer dort auf die »Holocaust Survivor & Victim Database«, die Daten von Überlebenden und Opfer aller verfolgten Gruppen enthält. Die Einträge, die die Verfasserin sich ansah, enthielten keine Biographien oder Fotografien.19 Die Datenbank ist nach Namen, aber auch nach historischen Dokumenten durchsuchbar und soll helfen, Einzelschicksale zu verfolgen. Die Erinnerungskultur der USA in Bezug auf den Holocaust ist stark geprägt von Überlebenden, die vor, während oder nach dem Zweiten Weltkrieg immigrierten sowie deren Nachkommen. Deren Bedürfnis, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen und nach individuellen Schicksalen zu fragen, kommt das Holocaust Memorial Museum mit dem »Holocaust Survivors and Victims Resource Centre« entgegen. Dort steht ihnen Material zur Verfügung, das vielerlei Informationen zu Opfern und Überlebenden bereithält.20 Die Datenbank unterstützt nicht ein bestimmtes Nationalitätsgefühl, sondern hilft bei der individuellen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

Auch in Kanada leben gegenwärtig Menschen, deren Familiengeschichte sie mit dem Holocaust verbindet. Das Vancouver Holocaust Education Centre erinnert an durch die Nationalsozialisten ermordete Angehörige in Form der Online-Ausstellung »Faces of Loss«. Diese nimmt ihren Ausgangspunkt nicht bei den Opfern selbst, sondern bei deren Nachkommen.21 Die 128 verzeichneten Namen sind nicht die der Getöteten, sondern die ihrer Nachfahren, die in Vancouver leben. Klickt der Nutzer auf einen der Namen, erscheinen Fotos der Opfer, ein kurzer Text zu den fotografierten Personen sowie ein Hinweis, in welcher verwandtschaftlichen Beziehung sie zu dem oder der Lebenden standen. Manche Einträge sind mit kurzen Zitaten der Angehörigen versehen. So schreibt Julia Bernhardt zum Beispiel über ihre Großmutter: »I never got to know my grandmother. I am horrified by what happened to her.«22

Das Konzept ist interessant, weil es in Kanada für ausgewanderte Überlebende und Angehörige von Opfern das Bedürfnis zu geben scheint, sich als Gemeinschaft zu konstituieren. Das belegt auch eine andere Online-Ausstellung, die ebenfalls über die Website des Education Centre abrufbar ist: »Open Hearts – Closed Doors« ist ein Projekt jüdischer Waisenkinder, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Kanada auswanderten.23 In der virtuellen Ausstellung erzählen sie anhand von Fotos und Texten ihre persönliche Geschichte. »Faces of Loss« war zunächst im Vancouver Holocaust Education Centre zu sehen, bevor sie in eine Online-Version umgewandelt wurde. Laut Informationstext möchte sie den Betrachter auf emotionaler Ebene erreichen. Deshalb gibt es kein übergeordnetes Narrativ und nur wenige Informationen zum historischen Hintergrund. Der Fokus liegt auf den Fotografien: Sie verkörperten den Verlust einer Familie und seien Träger der Erinnerung, die an die nächste Generation weitergegeben werden solle.24 Diese Online-Ausstellung ist ein Gedenkbuch. Das schlichte Design und die dunkeln Farben symbolisieren die Trauer um die Opfer. Über die Fotos wird ihrer gedacht. Auf der Website geht es darum, für Angehörige und Überlebende eine Art Trauerarbeit zu leisten und ihnen mit den Einträgen über ihre Verwandten dabei zu helfen, sich ihrer eigenen Wurzeln zu vergewissern. Die Namen und Fotos geben ihnen die Gewissheit, dass ihre Angehörigen nicht vergessen werden und verschaffen ihnen die Möglichkeit, sich mit ihrer eigenen Herkunft auseinanderzusetzen.

 

Auf Facebook an den Holocaust erinnern?

Gedenkstätten und Museen haben nicht nur das Potenzial eigener Websites für sich entdeckt, sondern auch das von Facebook-Profilen. In Deutschland ist man in dieser Hinsicht eher zurückhaltend. Von den KZ-Gedenkstätten ist bisher keine auf Facebook vertreten. Andere Einrichtungen wie die Stiftung Topographie des Terrors oder das Jüdische Museum Berlin haben bereits ein Profil auf der Internetplattform – beide nutzen es vor allem für Veranstaltungshinweise, das Jüdische Museum auch zur Kommunikation mit den Nutzern.25 Einrichtungen anderer Länder sind bereits sehr aktiv auf der bekannten Internetplattform. Hier entwickeln sie andere Formen, um an den Holocaust zu erinnern: gegenseitigen Informationsaustausch und aktive Kommunikation mit den Nutzern.

Am Auffälligsten erschien bei einer Durchsicht von Facebook-Profilen verschiedener Museen und Gedenkstätten das der KZ-Gedenkstätte Auschwitz. Dort findet ein reger Austausch nicht nur zwischen den Nutzern, sondern auch zwischen Nutzern und Gedenkstätte statt. Der zuständige Mitarbeiter versucht laut eigener Aussage, alle Kommentare der Nutzer auf der Pinnwand zu lesen und den Inhalt zu überprüfen. Wobei die Nutzer sich auch gegenseitig kontrollieren würden.26 Die »Public Relations Section« der Gedenkstätte stellt auf der Pinnwand regelmäßig Informationen zu historischen Ereignissen im Lager zur Verfügung. Am 11. September 2011 steht zum Beispiel folgender Eintrag auf der Pinnwand: »On 11 September 1942 SS-Oberscharführer Josef Klehr, an SS medical orderly (Sanitätsdienstgrad – SDG), killed a Dutch Jew Heiman Kohen (no. 52425) with a poker in the corridor of block 20 of the Auschwitz I camp. He ordered to move the body of the murdered to the morgue in the basement of block 28 and issue a death certificate according to which Kohen died from natural causes.«27 Diese historischen Rückblicke stellt die Gedenkstätte meistens auf Englisch und Polnisch zur Verfügung, verschiedene Nutzer übersetzen sie auf freiwilliger Basis in sieben andere Sprachen: Deutsch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch, Französisch, Portugiesisch und Ungarisch.28

Welcher Art sind nun die Kommentare unter diesen Einträgen? Sätze wie »Never forget« sind unter jedem der Postings zu finden. Auch das Entsetzen der Nutzer über die in den Konzentrationslagern begangenen Grausamkeiten drückt sich immer wieder aus, zum Beispiel in Beiträgen wie »There are no words to describe terror and horror …«.29 Andere Nutzer wollen Näheres über die Ereignisse erfahren. Unter dem Eintrag vom 11. September 2011 erkundigt sich einer, ob der SS-Obersturmbannführer Josef Klehr nach dem Zweiten Weltkrieg bestraft wurde.30 Der Mitarbeiter der Gedenkstätte antwortete auf diese Frage mit einem Link zu dem Wikipedia-Artikel über Josef Klehr. Die historischen Rückblicke auf dem Facebook-Profil könnten in Anlehnung an Dörte Hein als »Gesprächsanlässe« bezeichnet werden.31 Sie motivieren die Nutzer dazu, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen und sich untereinander auszutauschen. Deshalb lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob die Nutzer des Facebook-Profils nicht Ansätze einer »Online-Erinnerungsgemeinschaft« bilden.32

Hein schreibt in ihrer Dissertation, im Internet fehle das Bewusstsein für eine gleichzeitige Nutzung, deshalb sei die Rezeption individueller.33 Gerade auf Facebook besteht jedoch die Möglichkeit einer bewusst gleichzeitigen Partizipation. Unter dem Eintrag der Gedenkstätte Auschwitz vom 11. September wurden innerhalb einer Stunde 13 Kommentare geschrieben, teilweise mit nur wenigen Minuten Abstand. Die Nutzer gehen dabei nicht immer, aber doch sehr oft direkt auf die Beiträge der anderen ein. Es entsteht durchaus der Eindruck, als definierten sie sich über ein gemeinsames Bewusstsein – das Bewusstsein, gemeinsam die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten und die begangenen Verbrechen nicht zu vergessen.

Ein weiteres Angebot auf dem Facebook-Profil der Gedenkstätte Auschwitz sind die Fotoalben. Besonders interessant ist eine Beschäftigung mit dem Album »Fragments of history«, das historische Fotografien, Zeichnungen von KZ-Häftlingen sowie Abbildungen von Dokumenten, Aufnahmen der Gedenkstätte und die Fotografie einer Dose – wahrscheinlich ein Objekt aus dem Museum – mit der Aufschrift »Giftgas« enthält. Insgesamt befinden sich in dem Fotoalbum 43 Bilder.

Unter der Fotografie der Dose steht ein Informationstext zum ersten Einsatz des Giftgases Zyklon B im Konzentrationslager Auschwitz. Über die Fotografie selbst steht in dem Text nichts. 61 Einträge hinterließen die Nutzer auf dieser Seite.34 Ähnlich wie bei den Kommentaren auf der Pinnwand befinden sich darunter zahlreiche, die dazu ermahnen, die Grausamkeiten nicht zu vergessen. Auffällig ist, dass Nutzer hier öfter von ihrer persönlichen Betroffenheit erzählen, wie Jerry Minsk: »I will never forget. May my grandparents rest in peace. All four murdererd at the hands of these detestable ‚people‘. Please no one tell me otherwise. I am fifty years old and can never justify it«.35 Eine andere historische Fotografie zeigt laut zugehörigem Text die beginnende Evakuierung des Lagers am 17. Januar 1945. An diesem Tag vernichtete Lager-Arzt Josef Mengele sein medizinisches Versuchslabor und nahm alle Papiere mit sich, die seine Experimente mit Häftlingen dokumentierten. Auch in diesem Text sucht man vergeblich nach Information zu der Fotografie an sich. Dennoch veranlasst sie Lydia Sultanik, einen Einblick in ihre Familiengeschichte zu geben: »… my aunt was a mengele twin … need I say more?????«36 Für Nachkommen von Konzentrationslager-Häftlingen scheinen die Fotos ein Anlass zu sein, sich mit dem Schicksal ihrer Angehörigen auseinanderzusetzen und anderen davon zu berichten. Es geht nicht so sehr um den konkreten Inhalt der Bilder, sondern darum, dass sie Szenen aus dem Konzentrationslager zeigen. Sie sind der Anstoß für den Austausch mit Menschen, die eine ähnliche Familiengeschichte haben und deren Meinung über den Holocaust sich mit der eigenen deckt. Für die übrigen Nutzer sind die persönlichen Geschichten ähnlich wie die Fotografien Impulse, sich untereinander auszutauschen.

Auch die Gedenkstätte Yad Vashem ist auf ihrem Facebook-Profil sehr aktiv. Sie bietet ihren Nutzern nicht wie die Gedenkstätte in Auschwitz regelmäßige historische Rückblicke, sondern informiert vor allem über aktuelle Veranstaltungen. Die Anzahl der Nutzer-Beiträge ist nicht ganz so hoch wie die auf dem Profil der Gedenkstätte Auschwitz. Auffällig ist jedoch, dass die Kommentare auf beiden Profilen oft sehr ähnlich sind, obwohl die Einträge der Gedenkstätten unterschiedliche Ansatzpunkte haben. Auch auf der Seite von Yad Vashem finden sich häufig Ermahnungen wie »never forget«. Ebenso erzählen hier viele Nutzer von ihrem realen Besuch der Gedenkstätte. Die meisten beschreiben ihn als emotional bewegend sowie erschütternd und empfehlen den Ort für einen Besuch weiter.

Fotoalben stehen auf dem Profil von Yad Vashem ebenfalls zur Verfügung. Zum einen gibt es Alben zu Veranstaltungen und dem Gelände der Gedenkstätte. Zum anderen mischen sich Fotos aus dem Museum mit historischen Fotografien und Dokumentenabbildungen. Eine Kontextualisierung der Fotos in Form von Informations-Texten findet nicht statt. Der Nutzer weiß also weder, wer oder was auf den Fotografien zu sehen ist, noch, aus welchem Jahr die Aufnahmen stammen. Unter den Fotografien sind nur wenige Kommentare von Nutzern zu finden. Ob dies an den fehlenden Informationen seitens der Gedenkstätte oder einfach an den Nutzern selbst liegt, kann nicht beurteilt werden.

Die Facebook-Profile der Gedenkstätten Auschwitz und Yad Vashem sind zwei herausragende Beispiele. Viele Museen und Gedenkstätten verzichten bis jetzt darauf, ihre Nutzer auf Facebook mit historischen Fotografien zu bombardieren. Das Museum of Jewish Heritage beispielsweise zeigt auf seinem Facebook-Profil nur Fotos von Veranstaltungen und bietet seinen Nutzern auf der Pinnwand Informationen rund um das jüdische Leben in New York.37

 

Potenziale und Probleme des Online-Gedenkens

Die Online-Gedenkbücher und -Datenbanken bieten zunächst einen ganz pragmatischen Vorteil: Die Biografien der unzähligen Opfer aus aller Welt können nur mithilfe der elektronischen Datenübermittlung zentral gesammelt werden.38 Durch die internationale Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Einrichtungen sowie die Mithilfe von Angehörigen, Überlebenden und Interessierten können die Unmengen an Daten an einem Ort zusammengeführt werden. Ohne das Internet wäre eine solche Aufgabe nicht zu lösen.

Inhaltlich ermöglichen Fotos und kurze Biografien ein individuelleres Gedenken an die Opfer. Sie geben ihnen sprichwörtlich ein Gesicht. »Die Personalangaben der Datenbank sollen als Biografie entdeckt werden, und als Leben, Herkunft, Familie, Engagement lesbar sein«, erklärt Harry Stein von der Gedenkstätte Buchenwald.39 Die Häftlinge werden nicht mehr nur über ihre Geburts- und Sterbedaten definiert, sondern auch über ihr Leben vor der Gefangennahme und Einlieferung ins Konzentrationslager.

Das Gedenken funktioniert bei den untersuchten Beispielen vor allem über Emotionalität und Visualisierung. Die persönlichen Geschichten der Opfer in Verbindung mit den Fotografien regen aufgrund ihrer Anschaulichkeit dazu an, sich ausführlicher mit den Einträgen zu beschäftigen. Sie erlauben einen persönlichen Zugang zu den einzelnen Geschichten und holen die Opfer aus ihrer Anonymität heraus. Auf diese Weise scheint sich im Internet eine neue Form des Erinnerns zu entwickeln. Es ist emotional, visuell und individuell, da unabhängig von Ort und Zeit. Es ist abgekoppelt von religiösen Ritualen40 und findet zwar nicht in der Gemeinschaft statt, steht aber jedem offen, auch wenn er nicht zum selben Kollektiv wie die Opfer gehört.

Die freie Verfügbarkeit der Daten weist aber bereits auf die erste Problematik hin: Die Veröffentlichung von Daten im Internet zieht Sicherheitsfragen nach sich. Die Gedenkstätten und Museen haben mit der Veröffentlichung der Daten im Internet keine Kontrolle mehr über sie. Jeder kann darauf zugreifen, die weitere Verwendung liegt dann nicht mehr in ihrer Macht. Die Frage des Datenschutzes scheint in Deutschland allerdings eine größere Rolle zu spielen als beispielsweise in Israel. Die deutschen KZ-Gedenkstätten zeigen zwar prinzipiell eine zunehmende Offenheit gegenüber Online-Versionen ihrer Gedenk- und Totenbücher, sie wollen jedoch nicht alle Daten veröffentlichen, über die sie verfügen. In den Online-Totenbüchern der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora stehen nur grundlegende Daten über die Häftlinge, in der Datenbank von Yad Vashem alle Angaben aus der »Page of Testimony«, einschließlich des Namens des Einsenders.

Da die Gedenkbücher und Datenbanken im Internet keinen Austausch mit den Nutzern ermöglichen, verweisen viele Einrichtungen auf ihrer Website auf ihr Facebook-Profil. Bei den untersuchten Beispielen – Auschwitz und Yad Vashem – erfolgt die Erinnerung an die Opfer über die Kommunikation und den Informationsaustausch, die die historischen Rückblicke und Fotoalben auslösen. Diese Art des Gedenkens gibt mehr Anlass zur Diskussion als das auf den Websites. Die Gedenkbücher und Datenbanken zeichnen sich durch ihre würdige Gestaltung aus. Die Facebook-Profile lassen diese Würde vermissen.

Zunächst einmal muten die Begrifflichkeiten der Internetplattform im Zusammenhang mit Informationen zu Holocaust und Nationalsozialismus seltsam schief an. Das fällt auch den Nutzern auf: Immer wieder finden auf der Pinnwand der Gedenkstätte Auschwitz Diskussion darüber statt, ob es sinnvoll ist, den »Gefällt-mir-Button« unter den Einträgen der Gedenkstätte zu verwenden. Die kritischen Stimmen bezweifeln das. Andere meinen hingegen, »Gefällt mir« sei hier eher als »Das finde ich interessant« oder »Danke für die Information« aufzufassen. Es wäre angemessener, gäbe es für solche Zusammenhänge auch wirklich einen »Finde-ich-interessant«-Button bei Facebook. Der »Gefällt-mir«-Button ist bei dieser Thematik nicht angebracht, da er mit einer würdigen Erinnerung an die Opfer nicht in Einklang steht.

Problematischer als die Pinnwandeinträge sind die Fotoalben, die sich die Nutzer auf dem Facebook-Profil der Gedenkstätte Auschwitz ansehen können. Zwar befindet sich unter jedem Bild ein kurzer Text, für eine kritische Auseinandersetzung reicht er jedoch nicht aus – zumal er sich gar nicht auf die Fotografien selbst bezieht, sondern auf ein Ereignis, das die Fotos illustrieren. Die einzelnen abgebildeten Fotografien sind aus ihrem übergeordneten Zusammenhang gerissen und haben keinen Bezug zueinander. Auch im Facebook-Album der Gedenkstätte Yad Vashem stehen die Bilder völlig unzusammenhängend nebeneinander und werden den Nutzern ohne jegliche Kontextualisierung angeboten. Der Sinn dieses Fotoalbums erschließt sich nicht.

Stattdessen sollten historische Fotografien als Quellen behandelt, also analysiert und in einen historischen Kontext eingeordnet werden. Sie können nicht einfach zur Illustration von Grausamkeiten dienen, denn dadurch entsteht die Gefahr einer unreflektierten Betroffenheitspädagogik. Die Kommentare der Nutzer lassen auf tiefe Erschütterung angesichts der Fotografien schließen. Aber hilft diese emotionale Betroffenheit bei einer Auseinandersetzung mit dem Thema? Insgesamt erwecken die Fotoalben den Eindruck, Aufklärung über den Holocaust vor allem durch »emotionale Dämonisierung« zu betreiben. Dieser Begriff stammt vom Geschichtsdidaktiker Bernd Mütter und meint die Dämonisierung der Verantwortlichen und Täter, die eine Orientierung für Gegenwart und Zukunft blockiere. Eine emotionale Rezeption verenge die Wahrnehmung auf eine Täter-Opfer-Polarisierung, die nur noch Anklage und Verurteilung zulasse, nicht aber historisches Verstehen und Erklären.41 Historisches Lernen ist unter diesen Umständen nicht möglich. Die Kommentare der Nutzer konzentrieren sich auf die Grausamkeiten der Täter. Das verdrängt die Opfer aus dem Sichtfeld und wird ihrer nicht gerecht.

Weiterhin stellt sich die Frage, ob die Bilder nicht auch einfach eine Art von Sensationsgier befriedigen. Die Fotoalben verleiten dazu, sich ein Bild nach dem anderen anzusehen, ohne darüber nachzudenken, was man da eigentlich vor Augen hat. Regen die Bilder wirklich zum Nachdenken über den Nationalsozialismus an oder werden sie zu einer Art Zeitvertreib? Facebook ermöglicht es, die Fotografien auf den eigenen Computer herunter zu laden. Es erscheint jedoch wenig sinnvoll, sich solche Bilder auf seinem Computer immer wieder anzusehen, da eine Anleitung zur sinnvollen Auseinandersetzung fehlt. Die weitere Verwendung der historischen Zeugnisse ist nicht kontrollierbar.

Eines ist bei Facebook-Profilen unerlässlich: Sie müssen regelmäßig betreut werden. Eine Seite auf Facebook ist kein Selbstläufer. Soll sie sinnvoll eingesetzt werden, muss es einen Mitarbeiter geben, der für Kontrolle und Aktualisierung zuständig ist. Einrichtungen sollten sich genau überlegen, zu welchem Zweck sie das Profil anlegen möchten und welche Informationen dort zur Verfügung stehen sollen. Andernfalls läuft es ins Leere oder vermittelt den Nutzern sogar problematische Eindrücke der Vergangenheit.

 

Zusammenfassung und Ausblick

Bisher ist die Zahl der Beispiele für Online-Gedenken an die Opfer des Holocaust noch gering – vor allem in Deutschland. Erkennbar ist jedoch schon jetzt der Trend, Gedenken im Internet vor allem visuell, individuell und emotional zu gestalten. Dass dadurch traditionelle, nicht virtuelle Formen des Gedenkens abgelöst werden, ist vorerst nicht vorstellbar.

Innerhalb der Datenbanken und Gedenkbücher ist zu unterscheiden zwischen solchen, die alle Opfer registrieren und denjenigen, die auf eine einzelne Opfergruppe ausgerichtet sind. Die Totenbücher der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie die Datenbank des US Holocaust Memorial Museum erinnern an Opfer aller verfolgten Gruppen. Sie dienen der Würdigung der Opfer, der Forschung und der Bildungsarbeit. Bei Yad Vashem und dem Vancouver Holocaust Education Centre steht neben diesen Aspekten die Stärkung der jüdischen Identität im Vordergrund, wobei die Datenbank der israelischen Gedenkstätte einen starken nationalen Charakter hat. Ob und inwiefern auch andere Opfergruppen – beispielsweise Sinti und Roma oder die Zeugen Jehovas – ihre kollektive Identität über eigene Gedenkbücher und Datenbanken ausdrücken, wäre eine lohnenswerter Fragestellung für anschließende Untersuchungen.

Ina Lorenz absolvierte ihren Bachelor in Kulturgeschichte mit den Nebenfächern Soziologie, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte. Derzeit studiert sie den Master-Studiengang Public History an der Freien Universität Berlin. Der vorliegende Artikel entstand im Rahmen eines Praktikums im Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors.

 

 

1 Vgl. Facebook-Profil der Gedenkstätte Auschwitz, www.facebook.com/#!/auschwitzmemorial [letzter Zugriff: 5. 9. 2011].

2 Vgl. Totenbuch der Gedenkstätte Buchenwald http://totenbuch.buchenwald.de/names/details/reset/true/person/5625/ref/recherche/refact/biography [letzter Zugriff: 27. 9. 2011].

3 Dörte Hein, Erinnerungskulturen online. Angebote, Kommunikatoren und Nutzer von Websites zu Nationalsozialismus und Holocaust, Konstanz 2009.

4 Vgl. Ebd., S. 256.

5 Zur Definition von »gedenken« siehe: Thomas Lutz, Zwischen Vermittlungsanspruch und emotionaler Wahrnehmung. Die Gestaltung neuer Dauerausstellungen in Gedenkstätten für NS-Opfer in Deutschland und deren Bildungsanspruch. Berlin 2009, S. 52.

6 Zu Zielen und Nutzen von Gedenkbüchern vgl. Christian Römmer, Die Würde zurückgeben? Warum wir Gedenkbücher erstellen, in: Das KZ Neuengamme und seine Außenlager. Geschichte, Nachgeschichte, Erinnerung, Bildung. Herausgegeben im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Neuengamme von Oliver von Wrochem unter Mitarbeit von Lars Jockheck, Berlin 2010, S. 262.

7 Diesen Hinweis gab Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der Gedenkstätte Mittelbau-Dora, in einem Telefongespräch.

8 Vgl. Totenbuch der Gedenkstätte Buchenwald, http://totenbuch.buchenwald.de/recherche/biography/reset/true [letzter Zugriff: 13. 9. 2011].

9 Antwort von Dr. Harry Stein auf eine Anfrage der Verfasserin an die Gedenkstätte Buchenwald per E-Mail.

10 Vgl. Totenbuch der Gedenkstätte Buchenwald, http://totenbuch.buchenwald.de/names/details/reset/true/person/3134/ref/recherche/refact/biography [letzter Zugriff: 9. 9. 2011].

11 Diese Information entstammt der Antwort von Albert Knoll auf eine Anfrage der Verfasserin per E-Mail an die KZ-Gedenkstätte Dachau.

12 Diese Information entstammt der Antwort von Dr. Reimer Möller auf eine Anfrage der Verfasserin an die KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

13 Diese Information entstammt der Antwort von Johannes Ibel auf eine Anfrage der Verfasserin an die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

14 Vgl. Yad Vashem, www1.yadvashem.org/yv/en/remembrance/names/about.asp [letzter Zugriff: 8. 9. 2011].

15 Vgl. Yad Vashem, www1.yadvashem.org/yv/en/remembrance/names/names_data_base.asp. [letzter Zugriff: 9. 9. 2011].

16 Vgl. Ebd.

17 Vgl. Yad Vashem, www1.yadvashem.org/yv/en/remembrance/names/why_collect_names.asp [letzter Zugriff: 13. 9. 2011].

18 United States Holocaust Memorial Museum, www.ushmm.org/remembrance/ [letzter Zugriff: 4. 10. 2011].

19 Holocaust Survivor and Victim Database, http://resources.ushmm.org/hsv/ [letzter Zugriff: 4. 10. 2011].

20 Holocaust Survivors and Victims Resource Centre, www.ushmm.org/research/collections/resourcecenter [letzter Zugriff: 5. 10. 2011].

21 Vgl. Faces of Loss, www.vhec.org/fol/fol.html [letzter Zugriff: 27. 9. 2011].

22 Vgl. Faces of Loss, www.vhec.org/fol/popup-template.php?page_id=Bernhardt&thumb_id=0 [letzter Zugriff: 9. 9. 2011].

23 Vgl. Open Hearts – Closed Doors, www.virtualmuseum.ca/Exhibitions/orphans/english/biographies/waisman/chapter1_2.html [letzter Zugriff: 30. 9. 2011].

24 Vgl. Faces of Loss, www.vhec.org/fol/fol_rk.html [letzter Zugriff: 9. 9.2011].

25 Vgl. Facebook-Profil der Topographie des Terrors, www.facebook.com/TopographieDesTerrors?ref=ts sowie Facebook-Profil des Jüdischen Museums Berlin www.facebook.com/jmberlin.

26 Diese Information entstammt der Antwort von Pawel Sawicki auf eine Anfrage der Verfasserin an die KZ-Gedenkstätte Auschwitz.

27 Vgl. Facebook-Profil der Gedenkstätte Auschwitz, www.facebook.com/jmberlin#!/auschwitzmemorial [letzter Zugriff: 14. 9. 2011].

28 Diese Information entstammt der Antwort von Pawel Sawicki auf eine Anfrage der Verfasserin an die KZ-Gedenkstätte Auschwitz.

29 Beitrag von Nora Fischbach am 11. September 2011, Facebook-Profil der KZ-Gedenkstätte Auschwitz, www.facebook.com/#!/auschwitzmemorial [letzer Zugriff: 16. 9. 2011].

30 Beitrag von Louis Montclair am 11. September 2011, Ebd.

31 Vgl. Hein, Erinnerungskulturen online, S. 150.

32 Dörte Hein verwendet diesen Begriff in ihrer Dissertation: Vgl. Ebd., S. 17.

33 Vgl. Ebd., S. 213.

34 Vgl. Fotoalbum »Fragments of History« auf dem Facebook-Profil der KZ-Gedenkstätte Auschwitz,
www.facebook.com/#!/photo.php?fbid=10150282477991097&set=a.175498121096.127969.170493316096&type=1&theater [letzter Zugriff: 16. 9. 2011].

35 Beitrag von Jerry Minsk am 3. September 2011, Ebd.

36 Beitrag von Lydia Sultanik am 17. Januar 2011, Ebd.

37 Vgl. Facebook-Profil des Museum of Jewish Heritage, www.facebook.com/#!/MuseumofJewishHeritage [letzter Zugriff: 4. 10. 2011].

38 Dieser Hinweis stammt aus einem Telefongespräch mit Dr. Wesley A. Fisher, wissenschaftlicher Direktor der Conference on Jewish Material Claims against Germany.

39 Antwort von Dr. Harry Steine auf eine Anfrage der Verfasserin an die Gedenkstätte Buchenwald per E-Mail.

40 Dieser Hinweis stammt ebenfalls aus dem Telefongespräch mit Dr. Wesley A. Fisher.

41 Vgl. Mütter, Bernd: HisTourismus. Geschichte in der Erwachsenenbildung und auf Reisen (Oldenburger Schriften zur Geschichtswissenschaft, 8), Oldenburg 2008, 113. Mütter bezieht die »emotionale Dämonisierung« zwar auf historische Orte, sie kann aber zu historischem Lernen im Allgemeinen in Bezug gesetzt werden.