Moritz Pfeiffer

»Ideologie und Terror der SS«

Gedenkstättenrundbrief 157 S. 15-27

Zur neuen Dauerausstellung in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933–1945

Bereits am Tage der ersten Besichtigung im November 1933 ordnete der »Reichsführer SS« Heinrich Himmler den Erwerb der Wewelsburg im gleichnamigen Ort nahe Paderborn für seine Schutzstaffel an. Begeistert von der imposanten Dreiecks-Architektur, sah er in dem Weserrenaissanceschloss aus dem 17. Jahrhundert1 ein zukünftiges Zentrum für die SS. In Wewelsburg entstand in der Folge ein Mikrokosmos, der beispielhaft für Organisation, Personal, Weltanschauung und Verbrechen der SS sowie ihre gesellschaftliche Wahrnehmung ist.

65 Jahre nach dem Ende des »Dritten Reiches« hat nun im April 2010 an genau jenem Ort eine neue Dauerausstellung eröffnet, die erstmalig eine umfassende museale Gesamtdarstellung der Geschichte der Schutzstaffel, ihrer Ideologie und ihrer Verbrechen zeigt. Damit ersetzt die neu konzipierte Schau die bisherige, 1982 eingerichtete Dokumentation des Kreismuseums Wewelsburg, die eine Darstellung hauptsächlich der lokalen SS-Geschichte und des örtlichen Konzentrationslagers geboten hatte.2

 

Ort der Täter

Himmler verfügte über kein eindeutiges Konzept für die Wewelsburg. Einerseits wurden Pläne für die Einrichtung eines Schulungszentrums für SS-Angehörige verfolgt und wissenschaftliche Schulungsleiter mit der Einrichtung einer Bibliothek und mit Forschungsaufgaben betraut. Andererseits kündigte Himmler Absichten an, die aus der Wewelsburg zunehmend eine elitäre Versammlungsstätte für die höchsten SS-Offiziere machen sollten: Jährliche Gruppenführertreffen sowie Vereidigungsfeiern von hochrangigen SS-Offizieren sollten hier stattfinden, ebenso sollten Familienwappen der SS-Führungsriege und die Totenkopfringe verstorbener SS-Männer hier aufbewahrt werden.3 Betreten durften die Anlage ohnehin nur autorisierte Personen, Besichtigungen oder Berichterstattung waren untersagt.

In mindestens einem Fall nutzte Himmler die Wewelsburg als Ort der ideologischen Selbstvergewisserung, wie Jan Erik Schulte aufzeigt: Unmittelbar vor Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941 versammelte Himmler hochrangige SS-Offiziere zu einer letzten großen Unterredung auf der Wewelsburg. Anwesend waren unter anderen Reinhard Heydrich, Karl Wolff, Oswald Pohl sowie die als »Höhere SS- und Polizeiführer« für die Besetzung der Sowjetunion vorgesehenen Friedrich Jeckeln, Hans-Adolf Prützmann und Erich von dem Bach-Zelewski. Während des dreitägigen Treffens saß man unter anderem vor dem Kamin des Schlosses und stimmte sich auf die großen Linien der Kriegsführung sowie Besatzungsherrschaft ein. Der weltanschauliche Stellenwert des anstehenden »Entscheidungskampfes im Osten« sollte unterstrichen werden. Erich von dem Bach-Zelewski sagte nach dem Krieg in Nürnberg aus, Himmler habe während einer Rede auf der Wewelsburg den Zweck des Überfalls auf die Sowjet­union mit der »Dezimierung der slawischen Rasse um dreißig Millionen« angegeben.4

Charakteristisch für die SS-Präsenz in Wewelsburg sind indes auch die weitreichenden architektonischen Pläne, welche das Weserrenaissanceschloss Wewelsburg nachhaltig veränderten. Um eine »wehrhaftere« und »trutzigere«, mittelalterlich anmutende Anlage zu schaffen, wurden Einheiten des Reichsarbeitsdienstes schon 1934 damit beauftragt, den Putz von der Fassade des Schlosses abzuschlagen, um die Steinstruktur sichtbar zu machen. Auch der »Burggraben« wurde vertieft. Die baulichen Ambitionen der SS für die Wewelsburg wuchsen im gleichen Maße, wie die Organisation und ihr »Reichsführer« ihre Machtstellung im »Dritten Reich« vergrößern konnten. Ab 1940 sahen die Baupläne des Architekten Hermann Bartels – genehmigt von Himmler und in Absprache mit Albert Speer – sogar vor, das Dorf Wewelsburg komplett verschwinden zu lassen, um eine riesenhafte Burganlage aus Wällen, Türmen und Gebäuden in einem Dreiviertelkreis mit mehreren hundert Metern Durchmesser anzulegen. Der Nordturm der Wewelsburg sollte der Mittelpunkt dieser Anlage werden, zwei als »Gruft« und »Obergruppenführersaal« bezeichnete Räume wurden hier in NS-Architektur gebaut und sind bis heute erhalten geblieben. Darüber hinaus wurde das Bauvorhaben jedoch nicht umgesetzt: Der Kriegsverlauf verhinderte die Realisierung von Himmlers Plänen, aus der Wewelsburg das »Reichshaus der SS-Gruppenführer« zu machen. Die Wewelsburg blieb eine historische Baustelle.

 

Ort der Opfer

Die gigantischen Umbaupläne von Himmler und Architekt Bartels sollten ab 1939 von KZ-Häftlingen umgesetzt werden. Waren die Zwangsarbeiter zunächst als Außenkommando des KZ Sachsenhausen geführt und in einem provisorischen Zeltlager untergebracht, so steigerten sich schnell die Häftlingszahlen und der Platzbedarf. Bereits 1940 wurde in wenigen hundert Metern zur »Burg« ein neues, größeres Konzentrationslager errichtet, das nach dem Flurnamen Niederhagen bezeichnet wurde. Ab September 1941 rangierte das KZ Niederhagen als eigenständiges Hauptlager auf einer organisatorischen Stufe mit Lagern wie Dachau, Buchenwald oder Sachsenhausen. Rund 3 900 Menschen wurden in Wewelsburg inhaftiert und zur Arbeit gezwungen. Größere Häftlingsgruppen waren Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus Osteuropa, politische Gefangene und Zeugen Jehovas. Ganz im Sinne der Devise »Vernichtung durch Arbeit« starben im KZ Niederhagen mindestens 1 285 Menschen infolge der enormen körperlichen Belastungen bei den Bauarbeiten an der »Burg« und im Dorf, den katastrophalen Haftbedingungen oder durch Schikanen der SS-Wachmannschaften. 56 Menschen von ihnen wurden gezielt von SS und Gestapo auf dem Lagergelände oder einem nahegelegenen Schießstand hingerichtet.5

Während für die Einen Wewelsburg also ein ideologisches Refugium werden sollte, ein Ort, der »weltanschaulich anregte« (Heinrich Himmler)6, so war Wewelsburg für die Anderen ein Ort unmenschlichen Leidens und Sterbens. An kaum einem anderen Ort sind auf so engem Raum die komplexe machtpolitische Ausdehnung der SS und ihre ideologischen Grundlagen sowie deren verbrecherische, tödliche Konsequenzen unmittelbar greif- und vermittelbar.

 

Ort der Zeugen

Die Bevölkerung des Dorfes Wewelsburg, die unmittelbar von den Plänen und Handlungen der SS betroffen bzw. als Augenzeuge ständig vor Ort war, stellt die dritte Gruppe dar, die vor Ort agiert hat. Die Anwesenheit der SS im Dorf brachte zahlreiche Herausforderungen für das kleine, katholisch geprägte Wewelsburg mit sich. Die Bandbreite an Reaktionen war vielfältig und reichte von den ersten zaghaften Wahrnehmungen der baulichen Veränderungen des Schlosses durch die SS über versuchte Vereinnahmungen der Bevölkerung (etwa mit der Errichtung eines »Dorfgemeinschaftshauses« durch SS-Architekten), handfeste Auseinandersetzungen oder freundschaftliche Beziehungen zwischen Dorfbevölkerung und SS-Personal bis hin zur Herausforderung der unmittelbaren Nachbarschaft zum Konzentrationslager und der Präsenz der Häftlinge im dörflichen Alltag. In diesem Kontext entwickelten sich auch für die Dorfbevölkerung konflikthafte oder traumatische Erlebnisse, mit denen unterschiedlich umgegangen wurde; einige Beispiele: Eine Anwohnerin beschwerte sich schriftlich beim Lagerkommandanten, die Erzeugnisse ihres Gemüsegartens seien von Häftlingen verzehrt worden. Bei einem Fluchtversuch weigerte sich die Freiwillige Feuerwehr, der Bitte nach Unterstützung der SS-Einheiten bei der Suche nach den entflohenen Häftlingen nachzukommen.

Nach der Befreiung des KZ-Restkommandos im April 1945 wurde die Wewelsburger Bevölkerung von amerikanischen Truppen gezwungen, an einem »Sühnebegräbnis« teilzunehmen und 15 exekutierte sowjetische und polnische Zwangsarbeiter umzubetten. In der Folge setzten in Wewelsburg eine schwierige Aufarbeitung der eigenen Dorfgeschichte sowie ein langjähriger öffentlicher Streit über das Gedenken an die KZ-Opfer ein.7

 

Einrichtung einer ersten Dokumentation und Entdeckung der Wewelsburg durch rechtsradikale Kreise

Bereits die 1982 im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz eröffnete Dokumentation »Wewelsburg 1933–1945. Kult- und Terrorstätte der SS« thematisierte sowohl die Aktivitäten und Konzepte der SS in und um Schloss Wewelsburg als auch Geschichte und Insassen des nahe gelegenen Konzentrationslagers. Mit Ausnahme von zur Verständlichkeit notwendiger Rückgriffe auf die Gesamtgeschichte der SS fokussierte sich die Dauerausstellung auf die lokalen Ereignisse. Angelegt war diese zeit­geschichtliche Abteilung des Kreismuseums Wewelsburg als sorgfältig argumen­tierende Dokumentation, in der sich Fotos und Dokumente, aber fast keine Realien fanden.

Während sich in den 1980er und 1990er Jahren auf der einen Seite die Museums- und Gedenkstättenarbeit mit wachsenden Besucherzahlen, periodischen Sonderausstellungen, Diskussions- und Vortragsveranstaltungen sowie wissenschaftlicher Forschungsarbeit etablierte, wuchs der Wewelsburg auf der anderen Seite seit den 1990er Jahren eine herausragende Stellung in rechtsradikalen Kreisen zu. Durch den in der rechten Szene begeistert aufgenommenen Roman »Die schwarze Sonne von Tashi Lhunpo« von Russel McCloud8 wurde das schon länger in rechtsradikaler Literatur kursierende Element der »Schwarzen Sonne«, konkret der Sonnenradintarsie im Fußboden des »Obergruppenführersaals« im Nordturm der Wewelsburg, zugeordnet. Das Symbol avancierte zu einer Art Hakenkreuzersatz und ziert bis heute Fahnen, Anstecker, T-Shirts, Uhren, CD-Cover rechtsextremer Musikgruppen und vieles mehr. Gerade im Internet sind die Verweise und Bezugnahmen auf die Wewelsburg und die vermeintliche »Schwarze Sonne« evident.

Die in Folge dieser Entwicklung in Wewelsburg auftretenden Besuchergruppen aus erkennbar rechten Kreisen machten weniger als 2 % des gesamten Besucheraufkommens aus. Zugang zu den Objekten ihrer Begierde – den beiden in NS-Architektur erhaltenen Räume »Gruft« und »Obergruppenführersaal« im Nordturm der Wewelsburg – erhielten sie wie alle anderen Besucher9 nur im Rahmen von Führungen durch die Dokumentation »Kult- und Terrorstätte der SS«.

 

Entwicklung der Neukonzeption

Seit der Eröffnung der ersten Dokumentation im Jahr 1982 haben sich die gesellschaftliche Diskussion über den Nationalsozialismus sowie das öffentliche Gedenken stark verändert. Ebenso haben sich der Forschungsstand sowie die museumspädagogischen und ausstellungstechnischen Möglichkeiten enorm entwickelt. Bereits in den 1990er Jahren wurden deshalb einige Überarbeitungen der bestehenden Dauerausstellung vorgenommen, die jedoch über die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Neukonzeption innerhalb absehbarer Zeit nicht hinwegtäuschen konnten. Weder die finanziellen noch personellen Möglichkeiten waren indes zu diesem Zeitpunkt gegeben.

Mit Hilfe von Fördergeldern aus dem Kontext der »Expo 2000« in Hannover wurde die Einrichtung einer »Planungswerkstatt Erinnerungskultur« im Jahr 2000 unter der Schirmherrschaft des damaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, finanziert. Der auf Grundlage der Arbeit der »Planungswerkstatt« 2002 gestellte Projektförderantrag bei Bund und Land bedeutete den Auftakt zu der Entwicklung eines Ausstellungskonzeptes, konkreten wissenschaftlichen Forschungen und baulichen Maßnahmen. In Zusammenarbeit mit einem im Jahr 2005 vom Landkreis Paderborn als künftigen Träger einberufenen wissenschaftlichen Beirats wurde ein Konzept erstellt, das 2007 abschließend vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bewilligt wurde. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung fand am 15. April 2010 in Anwesenheit von unter anderen drei Überlebenden des KZ Niederhagen, dem Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Charlotte Knobloch, dem Präsidenten des Zentralrats der Sinti und Roma in Deutschland, Romani Rose, sowie zahlreichen weiteren Ehrengästen und diplomatischen Vertretern statt.

Die Kosten für die Neukonzeption inklusive aller baulichen Maßnahmen in Höhe von sieben Millionen Euro trugen letztlich der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen, die Landeszentrale für politische Bildung NRW, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Kreis Paderborn.10

 

Grundzüge des neuen Ausstellungskonzepts

Die neue Dauerausstellung »Ideologie und Terror der SS« bettet die lokale Geschichte der SS-Tätigkeiten und des örtlichen Konzentrationslagers in eine umfangreiche Gesamtdarstellung der Schutzstaffel ein und versucht, alle weltanschaulich-ideologischen und verbrecherischen Facetten der SS abzubilden. Selbstverständnis, Organisationsstruktur und die religions-, wissenschafts-, kunst- und kulturpolitischen Ambitionen der SS stehen ebenso im Fokus der Ausstellung wie die damit untrennbar verbundenen verbrecherischen Aspekte, etwa Ausgrenzungsmechanismen, Verfolgungsapparat, Lager­system und Vernichtungspraxis. In diesem Zusammenhang werden am lokalen Beispiel des Konzentrationslagers in Wewelsburg auch Leben und Leiden der Opfer der SS‑Gewalt sowie Selbstbilder und Karrieren von SS-Männern nach dem Krieg thematisiert.

Die Ergebnisse der umfangreichen Forschungsarbeiten im Rahmen der Neukonzeption wurden 2009 in dem von Jan Erik Schulte herausgegebenen Sammelband »Die SS, Himmler und die Wewelsburg« vorgelegt. Neben der Tatsache, dass die neue Dauerausstellung auf einem in der Mikro- wie der Makroebene neuen Forschungsstand aufbaut11, sind es vor allen Dingen drei Aspekte, die ihre Charakteristik ausmachen:

 

Museale Ausstellung statt Dokumentation

Die auffälligste Neuerung für Besucher ist der Wandel von einer Dokumentation zu einer musealen Ausstellung. Hatte die alte Dauerausstellung erst nach den kleineren Überarbeitungsmaßnahmen in den 1990er Jahren einige Realien präsentiert, so zeigt die neue Schau über 1 000 Exponate. Diese Musealisierung ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass mit dem absehbaren Tod der letzten Zeitzeugen in den kommenden Jahren eine Zeitenwende in der Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit ansteht. Neue Besuchergenerationen stehen dem Thema Nationalsozialismus mit neuer Vorprägung und Sozialisierung, neuem Vorwissen und neuen Fragestellungen gegenüber. Dass KZ-Gedenkstätten sich vor diesem Hintergrund zumindest partiell zu »professionellen zeithistorischen Museen mit festen Ausstellungsflächen, magazinierten Sammlungen, Archiven und Forschungsabteilungen« (Olaf Mußmann) entwickeln, wird schon seit längerem beobachtet und diskutiert.12

In der neuen Dauerausstellung in Wewelsburg werden zahlreiche Exponate aus dem Lebensumfeld der Opfer präsentiert, unter anderem Häftlingskleidung, Briefe und Dokumente oder eine Barackenwand aus dem KZ Niederhagen. Auch die Fundstücke von Schülerinnen und Schülern, die regelmäßig im Rahmen von museumspädagogischen Programmen am ehemaligen Lagergelände und dem SS-Schießstand in aktiver Erinnerungsarbeit Grabungen vornehmen und Objekte finden, werden in der Ausstellung gezeigt.

Ein Neuansatz im Gedenkstättenbereich ist in diesem musealen Zusammenhang, dass die neue Dauerausstellung in Wewelsburg neben den Objekten aus der Erfahrungswelt der Opfer in großer Zahl auch Realien aus dem Umfeld der SS-Täter ausstellt. Hierbei handelt es sich unter anderem um SS-Ausstattungsstücke aus der Wewelsburg: Bücher, Fotos, zum Teil hochideologisierte Kunsterzeugnisse, SS-Schmuck, Allacher Porzellan, Uniformen, Waffen, aber auch Objekte aus dem Alltag des Nationalsozialismus, etwa propagandistische Massenware. Als besonders hochkarätiges Exponat aus dem Täterbereich kann der Taschenkalender Heinrich Himmlers aus dem Jahr 1940 angesehen werden, der für den 29. und 30. März ein Zusammentreffen mit Albert Speer in Wewelsburg belegt. »Einige der Objekte in der Ausstellung gehören in den Bereich der ideologischen Motivation der SS-Täter, andere belegen die große Schnittmenge der Übereinstimmung ihrer Einstellung und Lebensstile mit der Mitte der Gesellschaft, andere stehen für Gewalttaten« (Wulff E. Brebeck).13

Die große Herausforderung war in diesem Kontext die Frage, auf welche Art die zum Teil hochideologisierten und affirmativen Exponate ausgestellt werden sollten, zumal an einem Ort wie Wewelsburg mit seiner Bedeutung in rechtsradikalen Kreisen. Gewählt wurden zum einen eine verantwortungsbewusste Kontextualisierung und zum anderen eine bewusst neutrale, reduzierende Darstellung der Objekte. An zwei Beispielen lässt sich dies verdeutlichen: Der Julleuchter wurde von Himmler an verheiratete SS-Männern verschenkt, um das Julfest – ein Ersatz für das christliche Weihnachtsfest – zu begehen. Dieser Kerzenständer steht also für eine ideologische Komponente der SS, nämlich dem Bestreben, christlich-abendländischen Traditionen abzuschwören und stattdessen eine von vermeintlichen germanischen Riten und Bräuchen geprägte Ersatzreligion zu entwickeln. Auf der schlichten Glasvitrine, die das Exponat beinhaltet, informiert eine Objektbeschriftung nicht nur über die Funktion des Julleuchters, sondern verweist auch auf seine Herstellung in Häftlingszwangsarbeit und somit auf die verbrecherische Seite der SS und ihrer Ideologie. Ein Foto der Produktionsstätte im Klinkerwerk des KZ Neuengamme untermalt diese Kontextualisierung.

Ein anderes Beispiel für die reduzierte, entemotionalisierte Darstellung der SS ist die Präsentation ihres Erscheinungsbildes: Ein Ausstellungskörper präsentiert die schwarze Uniform eines Untersturmführers der Totenkopfverbände, einen SS-Dienstdolch mit der Aufschrift »Meine Ehre heißt Treue« und eine Schirmmütze mit Totenkopf. Die Folie der Objektbeschriftung zieht sich in diesem Fall ein Stück über die Uniform, »stört« den Betrachter und erschwert mögliches Fotografieren. Die Uniform ist darüber hinaus so drapiert, dass die rote Hakenkreuzbinde am Arm nicht vollständig erkennbar ist. Eine Medieneinheit mit Touchscreen-Bildschirm bietet neben der Objektbeschriftung die Möglichkeit, das Wissen über Erscheinungsbild und Symbolik der SS (wie etwa die Geschichte und Verwendung des Totenkopfsymbols) zu vertiefen.

Die Dauerausstellung versucht, durch die nüchterne Art der Präsentation potenziell »affirmative« Exponate aus dem Täterbereich zu neutralisieren, diese den Besuchern aber zugleich mit dem Ziel einer demokratischen politischen Bildungsarbeit nicht vorzuenthalten. Die Ausstellung richtet sich folglich an den mündigen, abstraktions- und empathiefähigen Besucher. Ungewünschte Reaktionen von Besuchern aus der rechten Szene – deren Besuchszahlen seit der Eröffnung prozentual nicht gestiegen sind – hielten sich bislang in Grenzen. Eine Hausordnung gebietet, die Würde der Opfer zu achten und nicht durch Worte, Handlungen oder Symbole (zum Beispiel auf der Kleidung) zu verletzen. Eine Videoüberwachung der Ausstellungsräume durch die Pförtner gewährleistet die Einhaltung dieser Gebote.

 

Stärkere Einbindung des historischen Ortes

Eine ungleich stärkere Bedeutung kommt im neuen Ausstellungskonzept in Wewelsburg den konkreten historischen Orten zu. Standort der neuen Dauerausstellung ist das 1937 errichtete ehemalige Wachgebäude der SS am Burgvorplatz. Dieses beinhaltete Verwaltungs-, aber auch Gesellschafts- und Unterkunftsräume. Im Erdgeschoss wohnte der »Burghauptmann«, Obergruppenführer und General der Waffen-SS Siegfried ­Taubert. 1941–1942 errichteten KZ-Häftlinge einen mehrgeschossigen Terrassenanbau mit Durchbruch zum Burggraben.

Die alte Dokumentation war seit 1982 im Erdgeschoss untergebracht, die restlichen Räumlichkeiten mit Magazin, Verwaltungsbüros und dem Wewelsburger Jugendtreff belegt. Durch den Neubau von Magazin- und Verwaltungsgebäuden konnte die neue Dauerausstellung in den historischen Räumen in den Untergeschossen des Wachgebäudes eingerichtet werden, und befindet sich nun unter anderem im Turn- und Fechtsaal der SS, einem Luftschutzraum, dem Mannschaftskasino, einem Arkadengang und dem Weinkeller. Die Ausstellungsfläche wurde so von etwa 250 m² auf 850 m² erweitert. Architektur und Baumaterial in den erwähnten Räumen veranschaulichen eindrucksvoll, was für einen schönen Schein Himmler sich und seiner Schutzstaffel in Wewelsburg schaffen wollte: Architektur und Formensprache sollten Alter, Ehrwürdigkeit und überzeitliche Geltung suggerieren; gerade die teilweise aus Beton gegossenen und mit Sichtstein verblendeten Mauern und Decken aus dem während der Kriegszeit errichteten Terrassenanbau entlarven jedoch aufgrund ihrer schlechten Baumaterialien, bröckelndem Mörtel und rostenden Moniereisen diese Inszenierung.

Dieser Aspekt wird auch auf einem neu angelegten Weg durch den Burggraben unterstrichen, wo Stelen mit Fotos und Texten die baulichen Maßnahmen zur Suggerierung einer »Burg« nachvollziehen lassen, unter anderem das Abschlagen des Putzes vom Weserrenaissanceschloss Wewelsburg. Der Weg führt unter der Burgbrücke zu einem direkten Zugang zu den von KZ-Zwangsarbeitern in NS-Architektur angelegten Räumen im Nordturm der Wewelsburg. Der Besuch von »Gruft« und »Obergruppenführersaal« ist nun nicht mehr an eine Führung gebunden, sondern Teil des Ausstellungsrundgangs. Durch die Begehung dieser historischen Orte kann der Besucher Gigantomanie und Terror der SS in Wewelsburg anschaulich erleben. Zudem verfolgt die Öffnung das Ziel, den Räumen die Aura des Verbotenen, Geheimnisvollen und Mystischen zu nehmen.

Die durch die Architektur ideologisch aufgeladene Atmosphäre der Räume soll indes durch mehrere Maßnahmen gebrochen werden: In der »Gruft« – einer kreisrunden Kuppelhalle mit Hakenkreuz in der Decke, die vermutlich für Totenehrungen vorgesehen war – erinnern Reproduktionen eines Gemäldezyklus des Bürener Malers Jo Glahé an die katastrophalen und mörderischen Folgen der nationalsozialistischen »Weltanschauung« (die Originalbilder werden im Wachgebäude gezeigt); ein Dokumentarfilm informiert zudem über die Legendenbildung um den Nordturm nach dem Zweiten Weltkrieg. Im »Obergruppenführersaal« – einem marmornem Versammlungssaal in Säulenarchitektur – sollen bunte Sitzsäcke Ehrfurcht vor der vermeintlichen »Schwarzen Sonne« im Fußboden gar nicht erst aufkommen lassen; Dokumentenmappen informieren über die Baugeschichte, die Zwangsarbeit der KZ-Häftlinge und die Rezeption in der rechten Szene.

Neben der hier skizzierten stärkeren Einbindung der historischen Orte im Zuge des Ausstellungsrundgangs wird der Besucher im Luftschutzraum gegen Ende der Schau zudem animiert, selbständig auf weitere Spurensuche im Dorf zu gehen. Zahlreiche architektonische Überreste und NS-Symbolik, das »Dorfgemeinschaftshaus« sowie das ehemalige Lagergelände und der SS-Schießstand können mit Hilfe eines tragbaren Videoguides besucht werden.

 

Multiperspektivität

Die Schutzstaffel der NSDAP war eine riesige, mit enormen Machtbefugnissen und ‑mitteln ausgestattete Organisation mit beinahe einer Million Mitgliedern. In der Ausstellung zeigt ein Strukturmodell die beständig steigende Anzahl an unterschiedlichen Ämtern, die häufig miteinander um Kompetenzen konkurrierten. Zugleich war die Sozialstruktur der SS überaus heterogen. Das eine Bild einer derart komplexen Organisation aufzeigen zu wollen, wäre eine historisch unkorrekte Verknappung. Dementsprechend enthält sich die neue Dauerausstellung »Ideologie und Terror der SS« weitgehend einer einspurigen expliziten Deutung. Vielmehr beleuchtet sie aus unterschiedlichen Perspektiven verschiedene für die SS charakteristische Themenbereiche. Der Besucher als mündiger Bürger wird dazu eingeladen, sich dieser Formation während des thematisch gegliederten Ausstellungsrundgangs individuell gemäß der eigenen Interessenlage und Neugier anzunähern. Zahlreiche Vertiefungsebenen wie Dokumentenmappen, Schubladen, Medienstationen mit Touchscreennavigation, Dokumentarfilme oder Hörstationen mit Erinnerungsinterviews bieten hierzu neben den Oberflächen und Exponaten ausreichend Gelegenheit.

Bereits der Einstieg in die Ausstellung verweist auf diese Multiperspektivität der Schau und zeigt den Besuchern das Themenspektrum auf, dem sie sie sich im Folgenden nähern können. Mit zwei Zugängen eröffnet die Dauerausstellung »Ideologie und Terror der SS« im ehemaligen Turn- und Fechtsaal: mit einer Betrachtung des Schlüsseljahrs 1941 und einer chronologischen Übersicht der Ereignisse von 1923 bis heute.

Der thematische Zugang über das Schlüsseljahr 1941 lenkt den Blick auf die zentralen Charakteristika der SS-Präsenz in Wewelsburg. Im Jahr 1941 bündeln sich mehrere bedeutsame und symptomatische überregionale und zugleich ortsrelevante Aspekte der SS-Geschichte: das Treffen der SS-Gruppenführer unmittelbar vor Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion sowie die im Jahr 1941 unübersehbar werdenden massiven baulichen Ambitionen der SS für (die) Wewelsburg machen den Besucher mit dem tatsächlich praktizierten und theoretisch zugedachten ideologischen Stellenwert der Anlage im Gesamtgefüge der SS vertraut. Die ebenfalls im Jahr 1941 erfolgte Ernennung des KZ Niederhagen zum selbstständigen Hauptlager verweist auf den verbrecherischen Charakter der SS.

Die chronologische Übersicht von 1923 bis heute gibt dem Besucher das nötige Basishintergrundwissen an die Hand. Die Zweiteilung der Zeitleiste in die allgemeine Entwicklung der SS auf der einen und die Ereignisse in und um Wewelsburg auf der anderen Seite unterstreichen den Anspruch der Ausstellung, sowohl lokale als auch Gesamtgeschichte der SS und ihrer Verbrechen abzubilden. Die in diesem Einstieg skizzierten Themenbereiche können in den folgenden Räumen vom Besucher wiederentdeckt und vertieft werden.

Dieses Prinzip der Multiperspektivität wird auch mit dem biographischen Ansatz der Ausstellung verfolgt: Anhand der eingangs vorgestellten Trias bestehend aus SS-Personal, Konzentrationslager-Häftlingen und Dorfbevölkerung erschließt sich dem Besucher anschaulich die große Bandbreite der Wahrnehmungen des Nationalsozialismus´ und der Schutzstaffel. Werden zu Beginn des Ausstellungsrundgangs ausführlich die Biographien von SS-Männern und ihre unterschiedliche Werdegänge, Sozialisierungsprozesse, Ansichten, Ambitionen und Verbrechen thematisiert, so sind es im weiteren Verlauf verstärkt die ehemaligen KZ-Häftlinge aus Wewelsburg, deren Schicksale und Haftgründe, Erfahrungen im Lager und Weiterleben nach dem Überleben in den Mittelpunkt gerückt werden. In diesem Zusammenhang wird mehrfach auch die Wahrnehmung der SS- und später KZ-Präsenz in Wewelsburg durch die Dorfbevölkerung thematisiert.

Die Darstellung erfolgt hierbei unter anderem über Briefe, Fotos, Dokumente, Alltagsgegenstände oder Dokumentarfilme. Die Besucher können aber auch zahlreiche Hör- oder Filmstationen mit Erinnerungsinterviews nutzen. Die Ebene des gesprochenen Wortes bleibt jedoch den KZ-Überlebenden und der Wewelsburger Dorfbevölkerung vorbehalten, SS-Angehörige kommen in der Ausstellung nicht zu Wort.

Abschließend seien hier die sieben verschiedenen Themeneinheiten der Ausstellung aufgelistet:

1 Thematische Einführung

2 Chronologische Übersicht

3 Sozialstruktur und Organisation der SS

4 Weltanschauung, Mentalität, Verbrechen

5 Der Nordturm der Wewelsburg

6 Das Konzentrationslager in Wewelsburg und seine Insassen

7 Die Auseinandersetzung mit der Erinnerung

 

Die Ausstellung möchte veranschaulichen, welche gesellschaftliche Strukturen, Ambitionen und Weltanschauungen Menschen zu Tätern werden lassen, sie zu Opfern machen oder als Zeugen und Komplizen in konflikthafte Situationen bringen. Die Fragestellung, welche Rückschlüsse dies auf das Leben jedes Einzelnen in der heutigen Gesellschaft zulässt, möchte ein offenes Forum aufwerfen, welches die Ausstellung beschließt. Hier können Besucher an einer PC-Station ausgewählte Internetseiten zu den Themen Demokratie, Menschenrechte oder Interkulturalität aufrufen und werden zu gesellschaftlichem Engagement und Teilhabe animiert.

 

Erste Bilanz seit der Eröffnung

Seit der Eröffnung Mitte April haben knapp 30 000 Besucher die neue Dauerausstellung »Ideologie und Terror der SS« gesehen (Stand Ende August). Das entspricht in etwa dem Jahresschnitt der alten Dokumentation und ist angesichts der eher abgelegenen Lage der Wewelsburg ein großer Erfolg. Insgesamt besuchten mehr Einzelbesucher die Ausstellung, der »Vorsprung« vor geführten Gruppen ist aber gering. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Analysen zufolge junge Erwachsene den Hauptteil der Einzelbesucher ausmachen. Ergänzt um die zahlreichen Schulklassen, welche nach Wewelsburg kommen, sind es also vor allen Dingen junge Menschen zwischen 13 und 35 Jahren, die bisher die Ausstellung gesehen haben. Dies kann zum Einen als Indiz dafür gesehen werden, dass junge Generationen sich auch 65 Jahre nach Kriegsende der Thematik stellen und nach Informationen streben. Zum Anderen scheint die Überlegung wie erhofft aufzugehen, mit dem neuen Ausstellungskonzept die Besucher des 21. Jahrhunderts ansprechen und inhaltlich erreichen zu wollen.

Das Ausstellungskonzept – museal, multimedial, multiperspektivisch – sowie der Umgang mit Artefakten aus dem Umfeld der Täter wurde von nationalen und internationalen Fernseh-, Funk-, Online- und Printmedien zumeist äußerst positiv aufgenommen, der Tenor der Mehrzahl der Artikel der großen deutschen Zeitungen war geradezu euphorisch14.

Die Herausforderung der kommenden Monate und Jahre wird es für die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933–1945, die positiven Resonanzen zu bestätigen und weiterhin durch die Dauerausstellung »Ideologie und Terror der SS« sowie das museumspädagogische Veranstaltungs- und Führungsprogramm für viele Bürger ein Ort der politischen Bildung, des Erinnerns und des Gedenkens zu sein.

 

 

Moritz Pfeiffer ist wissenschaftlicher Volontär im Kreismuseum Wewelsburg und hat in der Projektgruppe zur Neukonzeption der zeitgeschichtlichen Dauerausstellung mitgearbeitet.

1 Vgl. grundlegend zur Geschichte der Wewelsburg Brebeck, Wulff E.: Die Wewelsburg. Geschichte und Bauwerk im Überblick, 2. aktualisierte Auflage, Berlin, München2009.

2 Vgl. zu der ersten zeitgeschichtlichen Dokumentation in Wewelsburg den Ausstellungskatalog: Hüser, Karl: Wewelsburg 1933 bis 1945. Kult- und Terrorstätte der SS. Eine Dokumentation, 2. Aufl., Paderborn 1987.

3 Vgl. grundlegend zur Suche nach einer »Burg« für die SS sowie den beiden unterschiedlichen Konzepten für die Wewelsburg den Beitrag von Markus Moors: Das »Reichshaus der SS-Gruppenführer«. Himmlers Pläne und Absichten in Wewelsburg, in: Schulte, Jan Erik (Hrsg.): Die SS, Himmler und die Wewelsburg, Paderborn 2009, S. 161–179.

4 Vgl. zum Gruppenführertreffen 1941 Jan Erik Schulte: Himmlers Wewelsburg und der Rassenkrieg. Eine historische Ortsbestimmung, in: Schulte: Die SS, Himmler und die Wewelsburg, S. 3–20.

5 Vgl. zum Konzentrationslager in Wewelsburg vor allen Dingen Kirsten John: »Mein Vater wird gesucht …« Häftlinge des Konzentrationslagers in Wewelsburg, Essen 2001 sowie entsprechende Beiträge in Schulte: Die SS, Himmler und die Wewelsburg.

6 Nach Schulte: Die SS, Himmler und die Wewelsburg, S. 20.

7 Vgl. zum Verhältnis SS-Dorfbevölkerung Dana Schlegelmilch: Mittendrin – oder nur dabei? Wewels-burger Blicke auf die SS-Zeit im Dorf, in: Schulte: Die SS, Himmler und die Wewelsburg, S. 395–416. Zur langwierigen Auseinandersetzung mit der eigenen Dorfgeschichte siehe vor allen Dingen Wulff E. -Brebeck: Entstehung und Beseitigung von Mahnzeichen in Wewelsburg seit 1945. Zur konflikthaften Geschichte des öffentlichen Gedenkens an die KZ-Opfer, in: Schulte: Die SS, Himmler und die Wewelsburg, S. 470–487.

8 Russel McCloud: »Die schwarze Sonne von Tashi Lhunpo«, Engerad 1999 (erstmals erschienen 1991). Vgl. zu diesem Aspekt auch Daniela Siepe: Die Rolle der Wewelsburg in der phantastischen Literatur, in Esoterik und Rechtsextremismus nach 1945, in: Schulte: Die SS, Himmler und die Wewelsburg, S. 488–510.

9 Der Aufsatz verzichtet in Hinblick auf die einfachere Lesbarkeit auf gendersensible Formulierungen in Form von Nennung der maskulinen und femininen Personenbezeichnungen (z.B. Besucherinnen und Besucher, Bürgerinnen und Bürger) und nennt nur eine Bezeichnung. Gemeint sind selbstverständlich stets beide Geschlechter.

10 Vgl. ausführlich zur Entwicklung der neuen Dauerausstellung Wulff E. Brebeck: Wewelsburg 1933–1945. Ansätze und Perspektiven zur Neukonzeption der Dauerausstellung, in: Stambolis, Barbara; Brebeck, Wulff E.: Erinnerungsarbeit kontra Verklärung der NS-Zeit. Vom Umgang mit Tatorten, Gedenkorten und Kultorten, München 2008, S. 119–140.

11 Vgl. auch zusammenfassend zu diesem Aspekt die Seiten 124 bis 127 bei Wulff E. Brebeck: Wewelsburg 1933–1945. Ansätze und Perspektiven zur Neukonzeption der Dauerausstellung, in: Stambolis; Brebeck: Erinnerungsarbeit kontra Verklärung der NS-Zeit, S. 119–140.

12 Vgl. hierzu besonders die Seiten 131–135 bei Wulff E. Brebeck: Wewelsburg 1933–1945. Ansätze und Perspektiven zur Neukonzeption der Dauerausstellung, in: Stambolis; Brebeck: Erinnerungsarbeit kontra Verklärung der NS-Zeit, S. 119–140.

13 Brebeck, Wulff E.: Wewelsburg 1933–1945. Ansätze und Perspektiven zur Neukonzeption der Dauerausstellung, in: Stambolis; Brebeck: Erinnerungsarbeit kontra Verklärung der NS-Zeit, S. 133.

14 Vgl. u.a. Süddeutsche Zeitung 17. 4. 2010; FAZ, 5. 5. 2010; Welt am Sonntag, 9. 5. 2010.