Gottfried Kößler | Barbara Thimm | Susanne Ulrich

Produktive Verunsicherung

Gedenkstättenrundbrief 153 S. 3-8

Ein Modellprojekt als Beitrag zur Qualifizierung der Gedenkstättenpädagogik

Bundesmodellprojekt »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug – Selbstverständigung und Konzeptentwicklung« (2007–2010)

Internationales Projekt zur Qualifizierung und Begleitung von Pädagogischen Fachkräften in der Bildungsarbeit an KZ- und »Euthanasie«-Gedenkstätten
(bzw. Jugendbildungsstätten mit gedenkstättenpädagogischem Schwerpunkt)

 

Ausgangslage – Pädagoginnen und Pädagogen an Gedenkstätten

Der Prozess der Institutionalisierung der Gedenkstätten hat es in den zurückliegenden 20 Jahren an vielen Orten möglich gemacht, pädagogisches Personal einzustellen. Zugleich ist Gedenkstättenpädagogik in der Praxis noch immer ein junges, sehr spezifisches pädagogisches Arbeitsfeld, das sehr unterschiedlich verstanden wird. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Gedenkstätten kommen häufig aus der historischen Forschung und erarbeiten sich selbst ihre pädagogische Kompetenz in der Arbeit mit den Gruppen vor Ort. Eine zweite Gruppe, die häufig gedenkstättenpädagogisch arbeitet, sind Lehrkräfte, die dafür vom Unterricht freigestellt werden. Es gibt keinen Studiengang »Gedenkstättenpädagogik«, wenn auch einige geisteswissenschaftliche Studiengänge Seminare zu dieser Thematik anbieten.1 Die Einarbeitung (und Begleitung) von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist an Gedenkstätten – wenn überhaupt – sehr unterschiedlich geregelt. Erst in letzter Zeit gibt es Initiativen, sich gedenkstättenübergreifend über die Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszutauschen. Die veränderten institutionellen Bedingungen in Gedenkstätten und die angesammelten Erfahrungen in der Praxis ermöglichen und erfordern einen Prozess der Qualifizierung. Dazu will das Modellprojekt »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug – Selbstverständigung und Konzeptentwicklung« beitragen.

 

Vorläuferprojekt »Aus der Geschichte lernen?«

Die Erwartung, dass gedenkstättenpädagogische Arbeit eine demokratiefördernde Wirkung zu entfalten habe, ist allgemein verbreitet. Sie wird von politischen Repräsentanten ebenso geäußert wie von Lehrkräften, die mit Gruppen Gedenkstätten besuchen. Die Reflexion dieses Anspruchs und die Suche nach entsprechenden pädagogischen Konzepten motivierte Pädagoginnen und Pädagogen an verschiedenen Gedenkstätten schon vor einigen Jahren, Übungen aus den Programmen »betzavta«, »Achtung(+)Toleranz«, »Eine Welt der Vielfalt« (alle Centrum für angewandte Politikforschung München) in ihre Seminare mit einzubeziehen. Auch mit Bausteinen aus dem Programm »Konfrontationen« (Fritz Bauer Institut), das die Verbindung von migrationspädagogischen Konzepten und historisch-politischem Lernen bezweckt, wird in einigen Gedenkstätten gearbeitet. Im Unterschied zu diesen Adaptionen verliefen die Versuche, Übungen aus den demokratiepädagogischen Programmen in Seminare an Gedenkstätten zu integrieren, nicht besonders zufriedenstellend. So entstand die Idee zum Projekt »Aus der Geschichte lernen?«, um im Kreis von Fachkolleginnen und -Kollegen die Möglichkeiten und Grenzen der Verknüpfung von Demokratielernen und historisch-politischem Lernen auszuloten und zu diskutieren.

Unter Federführung des Jugendgästehauses Dachau wurden im Jahr 2006 (mit Förderung des Programms ENTIMON) demokratiepädagogische Module im Rahmen von mehrtägigen Seminaren an Gedenkstätten (Dachau, Buchenwald, Mittelbau/Dora und der Gedenkhalle Oberhausen) erprobt und erste Hypothesen erarbeitet:

• Historische Kenntnisvermittlung an Orten ehemaliger Konzentrationslager und Übungen zum Demokratielernen lassen sich nicht unmittelbar verknüpfen.

• Der zurzeit verbreiteten Idee, Gedenkstätten als »Lernorte« der politischen Bildung zu verstehen, muss mit begründeten Vorbehalten begegnet werden.

• Der Gegenwartsbezug historisch-politischer Bildung sollte sich weder in der Herstellung, noch in der Problematisierung von Vergleichen und Analogien erschöpfen.

• Im Laufe des Projektes wurden Grundsatzfragen formuliert, die im Feld der Gedenkstättenpädagogik offen sind bzw. bislang nicht in einem größeren Kreis verhandelt wurden. Die abschließende Fachtagung ermutigte die Projektträger, sich im Rahmen eines Folgeprojektes diesen Fragen weiter zu widmen.2

 

Bundesmodellprojekt »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug – Selbstverständigung und Konzeptentwicklung« (2007–2010)

Um die aufgeworfenen Fragen in einem größeren Kreis von FachkollegInnen diskutieren zu können und weitere Perspektiven einzubeziehen, wurde das Folgeprojekt wesentlich umfangreicher angelegt. Die Leitung liegt beim Jugendgästehaus Dachau in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut und der Akademie Führung & Kompetenz am C.A.P. (»Steuerungsgruppe«). Zur Mitarbeit wurden alle KZ- und »Euthanasie«-Gedenkstätten (bzw. Jugendbildungsstätten mit einem gedenkstättenpädagogischen Schwerpunkt) aus Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und den Niederlanden eingeladen, die über pädagogisches Personal verfügen und in ihrer Bildungsarbeit über Führungen hinausgehende Angebote realisieren. Die Kooperationspartner entschieden sich, den Kreis der Projektpartner auf Einrichtungen zu beschränken, die das Thema Nationalsozialismus an ehemaligen Verbrechensorten vermitteln und daher mit spezifischen Fragestellungen umgehen. Von 24 eingeladenen Einrichtungen arbeiten seit Beginn 12 pädagogische Leitungspersonen bzw. langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Deutschland, Polen und Österreich im Projekt mit (»Projektgruppe«). Die »Euthanasie«-Gedenkstätten sind verhältnismäßig stark repräsentiert.

Ziele des Projektes:

• zur Vernetzung von pädagogischen Fachkräften an KZ- und Euthanasie- Gedenkstätten in Deutschland und Europa beizutragen

• aktuelle Fragen der Gedenkstättenpädagogik – insbesondere die pädagogischen und selbstreflexiven Aspekte auf der Ebene von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – zu diskutieren und ein Grundsatzpapier »Berufsbild Gedenkstättenpädagogik« zu entwickeln

• Fortbildungsangebote zu konzipieren, die gedenkstättenübergreifend genutzt werden können und dafür freiberufliche Trainerinnen und Trainer auszubilden

• eine Publikation zur Praxis der Gedenkstättenpädagogik vorzulegen, die Übungen zur Selbstreflexion für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enthält und diese theoretisch begründet.

Das Projekt ist so angelegt, dass die Projektgruppe die konzeptionellen Entscheidungen und Zwischenergebnisse diskutiert, während die Umsetzung, die Formulierung der Ergebnisse und die Erprobung von Fortbildungsmodulen von der »Steuerungsgruppe« (identisch mit den Autoren dieses Artikels) geleistet werden. Dieser komplexe Prozess lässt sich als Aktionsforschung beschreiben3, bei der gleichzeitig der Stand der gedenkstättenpädagogischen Praxis und Reflexion erhoben und konzeptionelle Schritte zu seiner Weiterentwicklung gegangen werden.

 

Reflexion der pädagogischen Praxis an Gedenkstätten

Als Grundannahmen gedenkstättenpädagogischer Arbeit über 60 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur, wurden zu Beginn des Projektes folgende Arbeitshypothesen formuliert. Unumstritten ist:

• Die Gedenkstätten dienen der Vermittlung von Kenntnissen zur konkreten Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers bzw. der »Euthanasie«-Anstalt und ihrer Einordnung in den weiteren Kontext der NS-Zeit und der damaligen Terror- und Tötungsmaßnahmen.

• Die Gedenkstätten dienen der Vermittlung von Kenntnissen zur Geschichte des Umgangs mit dem Ort nach 1945 bzw. nach der Befreiung.

• Gedenkstättenpädagogik hat die Erschließung der heutigen Gestaltung und der dahinter liegenden politischen Auseinandersetzungen um die Etablierung der Gedenkstätte zur Aufgabe.

• Gedenkstättenpädagogik soll die heutigen vielfältigen Funktionen der -Gedenkstätte erläutern.

• Hingegen bedürfen folgende Themenfelder der Reflexion und der kontroversen Diskussion:

• Die Bedeutung der Widmung des Ortes an die Opfer und ihre Leidensgeschichte steht in einem Spannungsverhältnis zur Aufgabe der Wissensvermittlung.

• Der Topos »aus Geschichte lernen« steht generell in Frage. Damit ist die Eignung ehemaliger Verbrechensorte zur Vermittlung menschenrechtlicher Werte strittig.

• Die Eignung von NS-Gedenkstätten für die Entwicklung und Stärkung demokratischer und/oder menschenrechtsbewusster Einstellungen und Verhaltensweisen in kurzzeitpädagogischen Maßnahmen steht mit guten Gründen in Zweifel.

• Die Mehrzahl der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gedenkstätten beklagt einen Mangel an Formen für einen angemessenen Umgang mit Emotionen, die von der historischen Erzählung über das KZ oder das Mordgeschehen am Verbrechensort ausgelöst werden.

• Die Spannung zwischen den Grundanforderungen an politische Bildung im demokratischen Rechtsstaat (»Beutelsbacher Konsens«: Kontroversitätsgebot, Orientierung am Interesse der Lernenden und Überwältigungsverbot) und der eindeutigen Wertorientierung der Gedenkstätten als Lernorte ist nicht genügend reflektiert.

Wie immer man zu diesen Zielen und Fragestellungen steht, ihnen liegt ein spezifi-sches Verständnis von Geschichte und von einer gegenwärtigen gesellschaftlichen und persönlichen Perspektive auf diese Geschichte (insbesondere die NS-Zeit) zu Grunde. Dieses Verständnis zu entwickeln und zu reflektieren sollte Aufgabe der Aus- und -Fortbildung von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Gedenkstätten sein.

 

 

Gegenwartsdimensionen

Ein zentraler Aspekt der Reflexion der Ziele gedenkstättenpädagogischer Arbeit besteht darin, eine Position zum Verhältnis von Gegenwart(sbezug) und Gedenkstättenarbeit zu finden. Dies wird bereits im Titel des Projektes deutlich. Der Diskussion über die Berechtigung von Analogien und Vergleichen liegt häufig die Annahme zugrunde, dass die Konstruktion des Verhältnisses zwischen Geschichte und Gegenwart einem spezifischen Interesse außerhalb der Geschichtsvermittlung folgt. Diese Diskussion wird im Rahmen des Projektes geführt.

Wir gehen dabei von einem Verständnis von »Gegenwartsbezug« aus, das an der geschichtsdidaktischen Begrifflichkeit orientiert ist.3 Der Gegenwartsbezug kann nicht als Ziel pädagogischen Handelns definiert werden, er ist im Gegenteil eine Voraussetzung jeglicher Geschichtsvermittlung. Geschichtsvermittlung kann nicht ohne gegenwärtige Perspektiven und Wertentscheidungen erfolgen. Die »Gegenwartsdimensionen« historischen Lernens realisieren sich daher auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig:

• in den zu vermittelnden Zielen (Geschichtserzählung und demokratischer Wertekanon)

• im pädagogischen Handeln ( u.a. der Interaktion zwischen Leitung und Gruppe)

• in der gewählten Methodik

• in der Interaktion innerhalb der Gruppe und in den individuellen Bezügen der Teilnehmenden auf Geschichte

• im institutionellen (und gesellschaftspolitischen) Rahmen, also dem schulischen Curricu-lum oder dem Kontext außerschulischer politischer Bildung

• in der aktuellen Präsenz der Gedenkstätte und der dort praktizierten Darstellung der Geschichte.

Die Realisierung der Gegenwartsdimensionen bei der Aneignung von Geschichte gilt es für den je konkreten Ort und für jede Gruppe immer wieder neu zu analysieren und zu reflektieren.

 

Zentrale Fragestellungen – »Berufsbild Gedenkstättenpädagogik«

Neben der Reflexion der Gegenwartsbezüge haben sich im Laufe des Projektes weitere Themen herauskristallisiert, die im gedenkstättenpädagogischen Alltag von großer Bedeutung sind, wobei der Umgang mit ihnen klare Wertentscheidungen und methodisches Können erfordert. Da sich Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überwiegend auf die Vermittlung von historischen Kenntnissen beschränken, rückten in unserem Projekt zunehmend Fragen des eigenen Selbstverständnisses, pädagogische und methodische sowie politische Fragen in den Vordergrund. Aus diesem Diskussionsprozess entstand ein »Berufsbild Gedenkstättenpädagogik«, das diese gewünschten Kompetenzen beschreibt. Auf seiner Grundlage konnten wir Übungen entwickeln, um an diesen Kompetenzen zu arbeiten.

 

Bisher wurden Übungen und Fortbildungsmodule zu folgenden Themenfeldern entwickelt:

• Bewusstsein über eigene Geschichtsnarrative und der Umgang mit deren Verschieden-heit zu anderen

• Umgang mit dem Eigen- und Fremdauftrag in der Bildungsarbeit an einer Gedenkstätte

• Umgang mit eigenen Emotionen und den Emotionen anderer

• Vergleiche und Analogiebildungen in der Gedenkstättenarbeit

• Heterogenität der Besucherinnen und Besucher sowie die Bezugnahme auf deren Narrative bzw. Orientierungsbedürfnisse

Die Bedeutung dieser Themen für die Identität der Beteiligten (Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Teilnehmende) berücksichtigt das Projekt als Querschnittsthema, wozu auch die geschlechter- und migrationsreflektierende Perspektive gehört.

Im Zentrum des Projektes steht die Überzeugung, dass die Qualität der historisch-politischen Bildung nur durch die Bereitschaft und Fähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Selbstreflexion gesichert werden kann. Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Gedenkstätten sollten ihre eigene Haltung im Zusammenhang aktueller erinnerungspolitischer und pädagogischer Diskurse immer wieder neu überdenken können. Um allerdings diesen Grad an Selbstreflexion zu erlangen und zu erhalten, brauchen die Gedenkstättenpädagoginnen und -pädagogen die Unterstützung ihrer Institutionen. Sie müssen nicht nur mit historischen Kenntnissen ausgestattet werden. Die Entwicklung ihrer pädagogischen Kompetenz ist gleichwertig zu betrachten und muss fortlaufend unterstützt werden. Bei ihrer sehr komplexen und (von vielen aus guten Gründen als sehr belastend erlebten) Arbeit sollten die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig durch Supervision oder Intervision begleitet werden. Zumindest eine Form der »Kollegialen Beratung«, die in anderen pädagogischen Feldern seit langem etabliert ist, sollte auch im Alltag von Gedenkstättenpädagoginnen und -pädagogen selbstverständlich sein.

 

Wer mehr über die Ergebnisse des Projektes erfahren will, ist herzlich zur Fachtagung am 27. und 28.August 2010 ins Jugendgästehaus Dachau eingeladen.

 

Projektdaten

Projektträger
Stiftung Jugendgästehaus Dachau (Barbara Thimm, Projektleitung)

Kooperationspartner

Fritz Bauer Institut Frankfurt (Gottfried Kößler)

Akademie Führung&Kompetenz am C.A.P. München (Susanne Ulrich)

Geldgeber
BMFSFJ Förderprogramm »VIELFALT TUT GUT«

Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«

Stiftung Jugendgästehaus Dachau, Fritz Bauer Institut

Projektpartner
Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau/Polen (Andrzej Karcorzyk)

Gedenkstätte Bergen-Belsen (Sabine Bergmann)

Gedenkstätte Buchenwald (Holger Obbarius)

Jugendgästehaus Dachau (Imke Scheurich)

Euthanasie-Gedenkstätte Grafeneck (Franka Rößner)

Euthanasie-Gedenkstätte Hadamar (Dr. Uta George)

Euthanasie-Gedenkstätte Lern- und Gedenkort

Schloss Hartheim/Österreich (Irene Leitner)

KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Österreich (Yariv Lapid)

KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Brita Heinrichs)

KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Dr. Oliver von Wrochem)

Gedenkstätte KZ Osthofen (Dr. Irene Nehls)

Europäische Jugendbildungs- und

Jugendbegegnungsstätte Weimar (Dr. Frank König)

Trainerinnen und Trainer

Mehmet Çan, Christian Geissler, Dr. Uta George, Ulrike Grund,
Holger Obbarius, Gülcan Yoksulabakan

Wissenschaftliche Beratung

Prof. Monique Eckmann, Genf

Supervision

Dr. Helmut Wetzel, Freiburg

Projektbegleitende Qualitätssicherung

Silvia Simbeck, Florian M. Wenzel

(beide Akademie Führung & Kompetenz, C.A.P.)

 

Kontakt

Jugendgästehaus Dachau

Barbara Thimm

thimm@jgh-dachau.de

Roßwachtstraße 15, 85221 Dachau

Telefon (08131) 617713

www.jgh-dachau.de

 

 

Barbara Thimm, Diplom-Kulturpädagogin, seit 15 Jahren in der historisch-politischen Bildung bzw. Gedenkstättenpädagogik tätig, leitet seit 2007 das Bundesmodellprojekt »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug«.

Gottfried Kößler, Lehrer für Geschichte, Deutsch und Politik, ist stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts und Mitarbeiter im Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.

Susanne Ulrich, arbeitet als Leiterin der Akademie Führung & Kompetenz am Centrum für angewandte Politikforschung (C.A.P.). Arbeitsschwerpunkte: Toleranz- und Demokratie-Lernen, Konflikt- und Diversitymanagement, Coaching und Praxisberatung.

 

1 Die Hochschulen für soziale Arbeit Mittweida und Dresden planen einen gemeinsamen Studiengang Gedänkstättenpädagogik. Federführend ist Prof. Dr. Uwe Hirschfeld von der Evangelischen Hochschule Dresden.

2 Weitere Informationen zum Projekt »Aus der Geschichte lernen?« finden sich in der Dokumentation von Verena Haug und Barbara Thimm.
Herunterzuladen unter www.fritz-bauer-institut.de/texte/dokumente/Aus-der-Geschichte-lernen.pdf.

3 Wir danken Monique Eckmann, der wissenschaftlichen Beraterin des Projektes, für diesen Hinweis. Vgl. Herbert Altrichter, Waltraud Lobenwein, Heike Welte, Praktikerinnen als Forscherinnen, In: Barbara Friebertshäuser/Annedore Prengel, Handbuch qualitative Sozialforschung, Weinheim und München 2003, S. 640–660

4 Siehe zur Begriffdefinition: Klaus Bergmann, Der Gegenwartsbezug im Geschichtsunterricht, -Schwalbach/Ts. 2002.