Aktuelles

6. Februar 2012

"Niemand wird vergessen"

An die Auflösung des KZ-Nebenlagers Lieberose wurde gestern im dortigen Museum am Mahnmal gedacht. Als Gastredner sprachen der italienische Politologe Gianfranco Ceccanei und der Schauspieler Michael Becker. Zwei Oberschüler, die aus Jamlitz stammen, lasen Texte von Häftlingen vor. 

Märkische Oderzeitung
6. Februar 2012

Hotel Silber - Beteiligt sich die Stadt doch an der Gedenkstätte?

Im Sommer 2011 hat die neue Landesregierung entschieden, die frühere Gestapo-Zentrale – das Hotel Silber – in der Dorotheenstraße 10 nicht abzureißen, sondern in eine Gedenkstätte umzuwandeln . Gerade wird hinter den Kulissen gerungen, welche Größenordnung das Haus haben soll und wer wie viel bezahlt. 

Stuttgarter Zeitung
6. Februar 2012

"Jeder in Hinzert muss damals vom Lager gewusst haben"

100 Besucher der Gedenkstätte SS- Sonderlager KZ Hinzert haben sich über die dunkle Vergangenheit in der unmittelbaren Heimat informiert. Anlass ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Soldaten am 27. Januar. Seit 1996 wird an diesem Tag der Opfer der Nationalsozialisten gedacht.  

Trierischer Volksfreund
6. Februar 2012

Ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Auschwitz gestorben

Der langjährige Leiter der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau ist am Jahrestag der Befreiung des Lagers gestorben. Kazimierz Smolen starb am Freitag im Alter von 91 Jahren in einem Krankenhaus im südpolnischen Oswiecim nahe dem ehemaligen Lager, wie ein Sprecher der Gedenkstätte mitteilte. 

Rheinpfalz
6. Februar 2012

Klares Bekenntnis zur Schuld der deutschen Psychiater

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Vortragssaal in der Bernburger Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie". Anlässlich des Tages des Gedenkens der Bundesrepublik Deutschland an die Opfer des Nationalsozialismus hatte die Leiterin der Gedenkstätte, Ute Hoffmann, zu einer Gedenkveranstaltung am Freitag geladen.  

Mitteldeutsche Zeitung
6. Februar 2012

Streit um NS-Gedenkstätte

Der Streit um die Errichtung einer Gedenkstätte für die Schwetzinger Opfer des Nationalsozialismus ist in der Spargelstadt eskaliert. Die Stadt hatte dafür 2010 einen künstlerischen Wettbewerb ausgeschrieben, den der Böblinger Künstler Michael Deiml gewonnen hatte. Anfang 2011 erhielt sein Konzept den Zuschlag. Ein Jahr später ist das Makulatur: Am Donnerstagabend beschloss der Gemeinderat eine Neuausschreibung. 

Morgenweb
6. Februar 2012

Ein Historiker kämpft um die "Geheimakte Klaus Barbie"

Man nannte ihn den "Schlächter von Lyon": Klaus Barbie zählte zu den brutalsten Kriegsverbrechern der Nazis. Nun deutet einiges darauf hin, dass er bis in die 80er-Jahre vom Bundesverfassungsschutz protegiert wurde.  

Deutschlandradio
6. Februar 2012

Yad Vashem langfristig aus deutscher Kasse gefördert

Jahrzehntelang gab es keine offiziellen Kontakte zwischen Yad Vashem und der Bundesregierung. Jetzt wird die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem langfristig aus der deutschen Staatskasse gefördert. Westerwelle spricht von einem "Programm gegen das Vergessen".  

Der Stern
6. Februar 2012

Deutschlands wahre Schulden

Das Urteil des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag, das Deutschland vor Entschädigungszahlungen an Zwangsarbeiter bewahrt, ist juristisch korrekt. Gerecht ist es nicht.  

Der Tagesspiegel
6. Februar 2012

Keine Entschädigung für italienische Opfer der Wehrmacht

Wer in Italien unter den Massakern der Wehrmacht gelitten hat, kann nicht mehr auf Entschädigung hoffen. Das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag ist völkerrechtlich bedeutsam.  

Der Tagesspiegel
6. Februar 2012

Deutschland muss nicht jedes NS-Opfer entschädigen UN-Gericht verbietet Urteile italienischer Gerichte Klagerecht der Überlebenden eingeschränkt

Deutschland kann nicht verpflichtet werden, Opfern der NS-Herrschaft individuell Entschädigung zu zahlen. Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag, das höchste Gericht der Vereinten Nationen, entschied am Freitag, dass Überlebende von Nazi-Verbrechen und ihre Angehörigen ihre Ansprüche gegen Deutschland auch nicht dadurch geltend machen können, dass sie im Ausland klagen – die Staatenimmunität gelte auch in diesem Fall, stellte das Gericht fest. 

Der Tagesspiegel
6. Februar 2012

Zeitzeugen-Portale

Die Freie Uni­ver­si­tät Ber­lin bie­tet als ers­te In­sti­tu­ti­on in Deutsch­land Zu­gang zum di­gi­ta­len Zeit­zeu­gen-​Ar­chiv „Re­fu­gee Voices“. Die­ses Ar­chiv wur­de von der Wohl­fahrts­or­ga­ni­sa­ti­on „As­so­cia­ti­on of Je­wish Re­fu­gees“ (AJR) in Groß­bri­tan­ni­en an­ge­legt.  

Damals
6. Februar 2012

Stasi wollte Neonazis nicht wahrhaben

Der Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde, Roland Jahn, sieht Gründe für den Rechtsextremismus in Ostdeutschland auch in der Entwicklung in der DDR. "Die Stasi-Akten belegen, dass es in der DDR Rechtsextremismus gab - in der Öffentlichkeit und im Verborgenen" 

Frankfurter Rundschau
6. Februar 2012

Juden nicht auf Auschwitz reduzieren

Günther Jauch ließ über die Frage diskutieren, ob Auschwitz in Vergessenheit gerate. Der programmierte Konsens der Sendung half weder der Unterhaltung noch der Aufklärung.  

FAZ
6. Februar 2012

Auschwitz – zu monströs für eine Talkshow

Spukt der Judenhass noch immer in den Köpfen? Eine Woche nach dem Holocaust-Gedenktag diskutierte Günther Jauch mit seinen Gästen die deutsche Erinnerungskultur. 

WELT ONLINE
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