7. Januar 2018

Gräueltaten der deutschen Wehrmacht auf Kreta

Im Sommer 1945 bereiste eine vierköpfige Kommission, der u.a. auch der griechische Schriftsteller Nikos Kazantzákis angehörte, im Auftrag der griechischen Regierung die Insel Kreta, um die Gräueltaten zu dokumentieren, die von der deutschen und italienischen Besatzungsmacht im Zweiten Weltkrieg dort begangen wurden.

 

Der Bericht dieser Kommission galt viele Jahre lang als unauffindbar. Erst 1983 wurde eine griechische Ausgabe davon unter dem Titel Έκθεσις της Κεντρικής Επιτροπής Διαπιστώσεως Ωμοτήτων εν Κρήτη veröffentlicht

(zugänglich unter www.neatv.gr/cms_files/files/Εκθεσι Ομωτητων.pdf). Seit kurzem liegt nun – 72 Jahre nachdem der Bericht verfasst wurde – zum ersten Mal eine deutsche Übersetzung vor:

 

Bericht der Zentralen Kommission zur Feststellung der Gräueltaten auf Kreta / I. Kalitsounákis, N. Kazantzákis, I. Kakridís, K. Koutoulákis ; Vorwort Manólis Karéllis ; Übersetzung: Markus List ; Herausgeberin: Claire Mitsotaki. - Heraklion : Gesellschaft für Kretische Historische Studien, 2017. - 148 Seiten : Illustrationen. - (Zeugnisse ; 8)

ISBN 978-960-9480-39-0

 

Erhältlich ist der Band über den Museumsladen des Historischen Museums Kreta in Heraklion (http://www.historical-museum.gr/store/) zum Preis von 8 EUR.

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