24. Juli 2017

Workcamp: "Die Generation danach..."

KZ-Gedenkstätte Hamburg-Neuengamme

 

Der Service Civil International, kurz SCI, ist eine gemeinnützige, internationale Organisation, die sich durch Freiwilligenarbeit für Frieden, gewaltfreie Konfliktlösung, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch einsetzt. Der SCI verfügt über ein Netzwerk von über 45 nationalen Zweigen auf fünf Kontinenten und arbeitet mit mehr als 100 Partnerorganisationen zusammen.

Der wichtigste Arbeitsschwerpunkt des SCI sind sogenannte Workcamps, Freiwilligeneinsätze in internationalen Gruppen, die zwei bis vier Wochen dauern. In der Regel kommen 10 bis 20 Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen und unterstützen mit ihrer Arbeit z. B. soziale Projekte. Workcamps bedeuten nicht nur arbeiten und lernen, sondern auch zusammen leben, Kontakte knüpfen und Spaß haben. Seine Freiwilligendienste führt der SCI in Zusammenarbeit mit lokalen Projektpartnern durch.

Das KZ Neuengamme wurde während der Kriegsjahre mit über 80 Außenlagern zum zentralen Konzentrationslager für Nordwestdeutschland ausgebaut. Als Folge des von der SS verfolgten Prinzips der „Vernichtung durch Arbeit“ starb annähernd die Hälfte der insgesamt etwa 100.000 Häftlinge aus ganz Europa. Heute ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ein Ort der Erinnerung, Information, Bildung und Forschung. Sie ist auch das Ergebnis politischer Auseinandersetzungen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, denn jahrzehntelang, bis 2003 bzw. 2006, befanden sich auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers zwei Gefängnisse, so dass der Großteil des Geländes nicht zugänglich war. Die Teilnehmenden des ersten Workcamps im Jahr 1982 legten den ersten Rundweg an und stellten Informationstafeln auf.

Thema des diesjährigen Workcamps wird die sog. "Zweite Generation" sein und es wird Treffen mit Nachkommen von ehemaligen Häftlingen, aber auch von Täter/innen, geben. Dabei wird sich mit ihren Erfahrungen als Mitglieder von Familien, die von nationalsozialistischen Verbrechen auf unterschiedliche Weisen betroffen waren, beschäftigt. Als zweiter Schritt steht die Verarbeitung der Ergebnisse in einer gemeinsam gestalteten mehrsprachigen Radiosendung oder einem Podcast, die u.a. auf dem Blog („Betrachtungen über von Nazi-Verbrechen betroffene Familien“) präsentiert werden sollen. Zudem sind landschaftspflegerische Arbeiten an der Gedenkstätte zu erledigen.

 

DATUM: 26. August - 9. September 2017

 

ORT: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Gedenkstättenpädagogik

Jean-Dolidier-Weg 75

21039 Hamburg

 

KOSTEN: Die Teilnehmenden aus Deutschland bezahlen bei erfolgreicher Vermittlung eine Gebühr von 82,00 € und organisieren und finanzieren ihre Fahrtkosten in das Camp selbst. Unterkunft und Verpflegung im Workcamp werden vom SCI und dem Projektpartner bereitgestellt.

 

ANMELDUNG: Die Anmeldung erfolgt über die internationale Workcamp-Datenbank des SCI (https://www.workcamps.info/icamps/DE-SCI/de/camp-details/camp-11269.html)

 

KONTAKT: SCI – Deutscher Zweig

Tel: 0228/21 20 86

E-Mail: info@sci-d.de

 

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