Die Regensburger Domspatzen im Nationalsozialismus

Roman Smolorz
Singen zwischen Katholischer Kirche und NS-Staat

Das Buch bietet einen Einblick in das Innenleben der
„Institution Regensburger Domchor“ in den Jahren
1933 bis 1945. Der Analyse liegt zum ersten Mal eine
umfassende Recherche in allen maßgeblichen Archiven
zugrunde. Der Blick richtet sich neben Domkapellmeister
Dr. Theobald Schrems und dem nationalsozialistischen
Funktionär im Domchorverein, Dr. Martin
Miederer, auf andere Personen, die damals bei den
„Regensburger Domspatzen“ mitgewirkt haben.
Auch die Rolle der Singknaben und deren Eltern
wird beleuchtet. Gerade die Kinderperspektive wurde
bisher eher vernachlässigt. Verantwortliche des Chors
im „Dritten Reich“ waren nicht nur der Regensburger
Bischof und sein Domkapitel, sondern über den Domchorverein
mittelbar auch die kommunale und
staatliche NSDAP-Verwaltung. Das Verhältnis dieser
„Machtzentren“ zueinander sowie ihr Einfluss auf die
„Domspatzen“ wird ebenfalls geschildert.

September 2017 | ISBN 978-3791729305 | 256 Seiten | 22 Euro

Rezension