Gegen das Vergessen

"Kontaktgespräch Psychiatrie" | IRRTURM-Zeitungsinitiative
Gegen das Vergessen

Beiträge zur "Euthanasie" im Nationalsozialismus und die Bedeutung des Erinnerns für die Gegenwart

 

Dieses vom "Kontaktgespräch Psychiatrie" und der IRRTURM-Zeitungsinitiative herausgegebene Buch enthält Vorträge, die im Rahmen programm von Gedenkveranstaltungen "Gegen das Vergessen: Aus der Geschichte lernen" in den Jahren 2008 bis 2014 gehalten wurden. Seit vielen Jahren wird am Mahn- und Gedenkort für die Opfer der sogenannten „T-4-Aktion, in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, am e rsten Samstag im September den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Die IRRTURM-Redaktion hat dabei zu den Menschen, die Opfer von Zwangssterilisationen und der Krankenmorde geworden sind, einen ganz besonderen Bezug; sie steuerte Beiträge von Psychia trie-Erfahrenen bei und übernahm verlegerische und redaktionelle Aufgaben sowie das Layout.

 

"Euthanasie" und Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderungen wurden in der NS-Diktatur möglich, nachdem man sie zuvor als "unheil bar" und "unnützlich" denunziert und anschließend den massenhaften Mord an ihnen in Gang gesetzt hatte. Diese Verbrechen, untrennbar mit der deutschen Psychiatrie-Geschichte verknüpft, gelangten erst Mitte der siebziger Jahre in das Bewusstsein von Fachkreisen und mittlerweile zunehmend in die öffentliche Wahrnehmung.

 

Die Dokumentation zielt auf die Schärfung des Bewusstseins auch für aktuelle gesellschaftliche Debatten und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, aktiv mit dem Erinnern, Gedenken und Aufarbeiten umzugehen. Sie will einen Bezug zu unserer sozialen und psychiatrischen Wirklichkeit herstellen und eine Auseinandersetzung insbesondere der heute in sozialen Feldern Tätigen mit den Fragen, die sic h aus unserer Geschichte ergeben, fördern.

 

Im ersten Teil geht es um das Erinnern: Von der Zwangssterilisierung bis zur Ermordung.

Hier finden sich Beiträge von:

Annette Hinz-Wessels, Thomas Beddies, Petra Fuchs, Arnhild Köpcke, Susanne Doetz, Hans-Walter Schmuhl sowie Dorothea-Sophie Buck-Zerchin.

 

Im zweiten Teil geht es um das Bedenken: Mit der Geschichte für heute lernen.

Hier sind Beiträge von:

Ulla Schmidt, Hans-Jochen Vogel, Michael von Cranach, Michael Wunder, Nicoleta Craita Ten’o, Eva Groß und Andreas Hövermann, Heiner Keupp , Bettina Jahnke sowie Peter Lehmann versammelt.

 

Wir freuen uns, mit der gemeinsamen Veröffentlichung einen Beitrag "Gegen das Vergessen" leisten zu können.

 

Für eine Schutzgebühr von 10,00 € ist das Buch zu beziehen über:

 

IRRTURM

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Tel.: 0421 / 396 48 08

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Ebenso zu bestellen über  den Buchladen im Ostertor: https://www.buchladen-ostertor.de/

in Bremen. Telefon: 0421/78528

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