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17. August 2017 , 19:00 Uhr
Zeitzeugen Gespräch

Bob Behr. Ein Überlebender erzählt

Programm:

Robert Behr, geboren 1922, erlebte die nationalsozialistische Judenverfolgung als Jugendlicher in Berlin. Seine Mutter und sein Stiefvater konnten ihn zunächst in einem schwedischen Internat unterbringen, doch die Sicherheit, der Verfolgung entkommen zu sein, währte nur kurz. Robert Behr, seine Mutter und sein Stiefvater wurden 1942 ins Lager Theresienstadt deportiert. Alle drei überlebten und wurden am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit. Nach dem Krieg ging Robert Behr in die USA und trat der Army bei. Als Übersetzer kam er zurück nach Berlin und half unter anderem bei Verhören ehemaliger Nationalsozialisten. Nach seiner Pensionierung studierte Robert Behr Moderne Europäische Geschichte und lehrte am Sinclair College in seiner Heimatstadt
Dayton in Ohio. Seit 2001 engagiert er sich als Freiwilliger beim United States Holocaust Memorial Museum in Washington.

Im Gespräch mit Axel Drecoll (Leiter Dokumentation Obersalzberg) erzählt Bob Behr nicht nur eine Geschichte der Verfolgung, sondern auch eine des Überlebens, des Neuanfangs und des Umgangs mit dem Geschehenen: Die Erfahrung, als Jude plötzlich kein Deutscher mehr zu sein, die Rückkehr aus Theresienstadt in das zerstörte Berlin, die ersten Versuche, in den USA Fuß zu fassen, die Tätigkeit für die US-Army und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Überleben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und und dem United States Holocaust Memorial Museum Washington statt. Der Eintritt ist frei.

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