Veranstaltungen

13. Februar 2018 , 19:00 Uhr
Buchpräsentation

„... der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert” – Häftlinge der frühen Konzentrationslager 1933–1936/37

Programm:

Buchpräsentation: Dr. Kim Wünschmann, München

Die Berichterstattung im Deutschen Reich über die Häftlinge der frühen Konzentrationslager
Vortrag: Dr. Jörg Osterloh, Frankfurt/M.

Die Konzentrationslager und Folterstätten in Berlin 1933
Vortrag: Dr. Irene von Götz, Berlin

Moderation: Dr. Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main)

Schon bald nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 verhafteten die Nationalsozialisten Tausende Gegner. Bis Ende des Jahres wurden mindestens 100 000 Menschen in Konzentrationslagern und „Schutzhaftabteilungen” eingesperrt. Rechtsgrundlage war die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat” vom 28. Februar. Die Lager dienten der Demütigung und Ausschaltung der Opposition, der Einschüchterung der Bevölkerung und damit der Sicherung des NS-Regimes.
Der von Jörg Osterloh und Kim Wünschmann herausgegebene Band „... der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert”. Häftlinge der frühen Konzentrationslager 19331936/37 (2017) nimmt erstmals systematisch die wichtigsten Häftlingsgruppen der frühen Konzentrationslager in den Blick, darunter Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Juden, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und „Asoziale”.

Irene von Götz ist Leiterin der Museen Tempelhof-Schöneberg sowie des Fachbereichs Kunst, Kultur und Museen im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Zu den Veröffentlichungen der Historikerin gehört Terror im Zentrum der Macht. Die frühen Konzentrationslager in Berlin 1933/34–1936 (2008).

Jörg Osterloh ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Zu seinen neueren Publikationen zählt Unternehmer und NS-Verbrechen. Wirtschaftseliten im „Dritten Reich” und in der Bundesrepublik Deutschland (2014, Mitherausgeber).

Kim Wünschmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Koordinatorin der LMU zum Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München. Ihre Studie Before Auschwitz. Jewish Prisoners in the Prewar Concentration Camps (2015) wurde mehrfach ausgezeichnet.

Ort:

Veranstalter: