Veranstaltungen

2. Juni 2017 , 19:00 Uhr
Film

Fritz Bauer – Tod auf Raten

Programm:

„Nichts gehört der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden“, so formulierte Fritz Bauer seine Überzeugung, wenn die deutsche Demokratie dauerhaft Freiheit und Gerechtigkeit garantieren soll, müsse sie die Vergangenheit bewältigen. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903-1968) hat durch sein Engagement nicht nur die Frankfurter Auschwitz-Prozesse maßgeblich vorangetrieben, sondern hat darüber hinaus auch in besonderer Weise die Entwicklung einer demokratischen Nachkriegsgeschichte in Deutschland beeinflusst. Unter anderem war er 1961Mitbegründer der Humanistischen Union.

In ihrem Dokumentarfilm schildert Ilona Ziok das Leben und Sterben Fritz Bauers und verwebt es mit der restaurativen Politik der Ära Adenauer, in der ehemalige Parteigrößen der NSDAP z.T. ungestört weiter Karriere machen konnten. Fritz Bauer, auch das zeigt der Film, hatte unterschätzt, wie viele seiner Kollegen aus Politik und Justiz schon während des Dritten Reichs im Amt waren. Er wurde als „Nestbeschmutzer“ diffamiert und für seinen mutigen Einsatz mit Morddrohungen bestraft. Die Umstände seines Todes sind bis heute nicht geklärt.

Im Anschluss an die Filmvorführung spricht Werner Koep-Kerstin, Historiker und Bundesvorsitzender der Humanistischen Union, mit der Regisseurin Ilona Ziok.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

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