Veranstaltungen

19. März 2018 , 19:00 Uhr
Vortrag

Gefährdung und Selbstgefährdung der Demokratie. Können wir aus der Geschichte lernen?

Programm:

Begleitprogramm zur Sonderausstellung

„Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“

Gefährdung und Selbstgefährdung der Demokratie. Können wir aus der Geschichte lernen?

Prof. Dr. Andreas Wirsching

Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

 

Anfang der 1990er Jahre schien es für einen kurzen Augenblick so, als ob in der Bundesrepublik Deutschland eine organische Verbindung von Freiheit und Frieden, Demokratie und Wohlstand erzielt worden sei. Seitdem aber haben sich überall in den westlichen Demokratien neue und alte Formen nationalistischen, auch antidemokratischen Denkens verbreitet. Nicht zuletzt die Bundes-tagswahl 2017 hat gezeigt, dass die Zeiten des übersichtlichen, Stabilität verbürgenden Parteiensystems der alten Bundesrepublik definitiv vorüber sind. Der Übergang zu einer neuen Form des polarisierten Mehrparteiensystems, die Tendenz zur Massenmobilisierung durch propagandistische Selbstradikalisierung an den politischen Rändern und die mediale Verbreitung von verschwörungstheoretisch aufgeladenem Hass und abstruser „Fake News“ lassen die Sorge vor einem Scheitern der Demokratie und das Bedürfnis nach historischem Orientierungswissen wachsen.

 

Diesen Entwicklungen geht der Vortrag nach und fragt, welche Lehren aus der Erinnerung an die Weimarer Republik, die ihre Freiheit verspielte mit all den entsetzlichen Folgen, für die Gefährdung und Selbstgefährdung der Demokratie gezogen werden können.

 

Der Historiker Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Direktor des Instituts für Zeit­geschichte München-Berlin. Sein Vortrag eröffnet die Spring School des NS-Dokumentationszentrums.

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