Veranstaltungen

14. August 2017 , 16:00 Uhr - 18:00 Uhr
Gedenkveranstaltung

Gemeinsam gegen das Vergessen – Mahnwache zum 5. Internationalen Gedenktag für die „Trostfrauen“

Programm:

Montag, 14. August 2017, 16:00-18:00 Uhr, Pariser Platz (Brandenburger Tor), Berlin

Weitere Informationen unter: https://www.koreaverband.de/termin/mahnwache-2017/

 

 

Bei unserer Mahnwache wird den verstorbenen des „Trostfrauen-Systems“ gedacht und in Solidarität mit den Überlebenden und ihren Einforderungen gestanden. Seit 26 Jahren kämpfen die betroffenen Frauen unermüdlich für die Wiederherstellung ihrer Rechte und Würde, die ihnen im Zeiten Weltkrieg auf so brutale Art und Weise aberkannt wurden. Komm zu unserer Mahnwache - erklären wir gemeinsam unsere Verbundenheit mit den Frauen und stellen uns entschieden gegen das Vergessen!

 

 

Programm:

 

 

Traditionelle koreanische Performancekunst – DoodulSori: Das in Europa einzigartige professionelle Perkussions- und Tanzensemble für traditionelle koreanische Performancekunst DoodulSori spielt bei unserer Mahnwache Metallgongs sowie Fass- und Sanduhrtrommeln nach überlieferten Melodien und Rhythmen.

 

Aktion „Lebende Statue“ (살아있는 소녀상): Auch bei der diesjährigen Mahnwache führen wir wieder die Aktion „Lebende Statue“ durch - einen lebendigen Nachbau der Friedensstatue, die 2011 in Solidarität mit den „Trostfrauen“ enthüllt wurde. Frauen aus mehreren der betroffenen Länder sind an der Aktion beteiligt, so etwa aus Korea, Japan und China. Nehmen wir neben ihnen Platz!

 

Hintergrund:

 

Bis zu 200.000 Mädchen und junge Frauen aus dem Asien-Pazifik-Raum erlitten während des Zweiten Weltkrieges ein undenkbares Schicksal. Sie wurden zur Steigerung der Kampfkraft, Moral und Disziplin ihrer Streitkräfte vom japanischen Militär systematisch in Bordelle verschleppt, in denen sie keine andere Wahl hatten, als japanischen Soldaten als Zwangsprostituierte zu dienen. Oft über mehrere Jahre hinweg wurden diese Frauen und Mädchen unter nicht auszudenkenden Zuständen kontinuierlich festgehalten, geschlagen, vergewaltigt und gefoltert. Viele der Frauen starben in ihrer Gefangenschaft. Ein Großteil der Opfer ist heute verstorben, ohne je Gerechtigkeit für die Untaten des Zweiten Weltkrieges erfahren zu haben.

 

 

Einem halben Jahrhundert des kollektiven Schweigens folgte am 14. August 1991 die mutige Aussage der Zeitzeugin Kim Hak-soon (Südkorea) als erste „Trostfrau“. Sie trat in die Öffentlichkeit und enthüllte das Ausmaß der Kriegsverbrechen des japanischen Militärs. Ihrer Aussage folgte ein beispielloser Zusammenschluss von Betroffenen und Organisationen für die Realisierung von Gerechtigkeit für die Betroffenen. Dies geschah nicht nur in der koreanischen Zivilgesellschaft, sondern auch in anderen Ländern Asiens, die von der sexuellen Sklaverei durch das japanische Militär betroffen waren.  Seit fünf Jahren wird der 14. August nun als internationaler Gedenktag für die „Trostfrauen“ gefeiert.

 

 

Forderungen der Betroffenen, die zu mutigen Aktivistinnen wurden, und ihrer Unterstützerorganisationen umfassten etwa die Anerkennung und Aufarbeitung der Geschehnisse als Kriegsverbrechen in der japanischen Gesellschaft, eine aufrichtige Entschuldigung und Entschädigung der japanischen Regierung sowie umfassende Ermittlungen in Japans Kriegsvergangenheit.

 

Am 14. August 2017, 26 Jahre nach der furchtlosen Aussage Kim Hak-soons, gedenken wir bei unserer Mahnwache den Verstorbenen und solidarisieren uns mit den Überlebenden ehemaligen „Trostfrauen“ und ihren Forderungen, denen die japanische Regierung bis heute kaum Gehör geschenkt hat.

 

Weitere Informationen unter www.koreaverband.de | www.koreaverband.de/trostfrauen

 

Ort:

Pariser Platz (Brandenburger Tor), Berlin

Veranstalter:

KOREA VERBAND