Veranstaltungen

20. September 2017 , 18:30 Uhr
Vortrag

'Geschichtspolitik als Kulturkampf – Der Gebrauch von „Geschichte“ im aktuellen Rechtspopulismus'

Programm:

Rechtspopulistische Bewegungen polemisieren lautstark gegen eine vermeintliche „Überfremdung“ oder „Islamisierung“ Deutschlands oder des „Abendlandes“. In diesen Argumentationsmustern spielt der Verweis auf Geschichte eine zentrale Rolle. Entweder, um eine angeblich bessere Vergangenheit zu verklären, oder, um eine gemeinsame „exklusive“, kulturell und ethnisch homogene Identität zu beschwören.

Der Vortrag widmet sich den geschichtspolitischen Mythen und Argumentationsmustern des aktuellen Rechtspopulismus. Zu fragen ist auch nach der strategischen Bedeutung, die dem Gebrauch von „Geschichte“ zukommt. Auf welche gesellschaftlichen Resonanzen stoßen die geschichtspolitischen Vorstöße des Rechtspopulismus und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für eine demokratisch orientierte historisch-politische Bildung?

 

Der Referent Michael Sturm ist Historiker und pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster.

 

Teilnahme kostenfrei.

Die Gedenkhalle Oberhausen ist die älteste Gedenkstätte im Westen Deutschlands, die sich mit den Geschehnissen der Jahre 1933 bis 1945 befasst. Schon 1962 wurde hier eine erste Ausstellung eröffnet. 2010 wurde die Gedenkhalle von Grund auf modernisiert und mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet. Seitdem wird auf zeitgemäße Art und Weise, in erweitertem Umfang und großer Genauigkeit die Stadtgeschichte im Kontext der allgemeinen Geschehnisse dargestellt. Mit dem Thema „Zwangsarbeit im Ruhrgebiet“ ist ein thematischer Schwerpunkt gesetzt, der über die Stadtgrenzen hinaus von paradigmatischer Bedeutung ist, da Zwangsarbeiter im gesamten Ruhrgebiet eingesetzt wurden.

Ort:

Veranstalter: