Veranstaltungen

13. März 2018 , 18:30 Uhr - 20:45 Uhr
Vortrag Diskussion

Von der religiösen Stigmatisierung zum Anti-Roma-Rassismus Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

Programm:

Bereits im ausgehenden Spätmittelalter, an der Schwelle zur frühbürgerlichen Gesellschaft bildete sich der Antiziganismus, das Ressentiment gegen Sinti, Roma und andere als „Zigeuner“ stigmatisierte Bevölkerungsgruppen aus. Damit verweist der Antiziganismus zwar einerseits auf eine jahrhundertelange Geschichte, doch dies sollte andererseits nicht dazu verleiten diesen als ahistorischen oder „ewigen“ Hass zu begreifen. Die antiziganistischen Semantiken waren im Verlauf der Geschichte ebenso vielfältigen Metamorphosen und Wandlungen unterworfen. Der Vortrag versucht einige dieser Transformationen zu identifizieren und bietet auf diese Weise eine Einführung in die Geschichte des Antiziganismus.

Tobias Neuburger promoviert an der Universität Innsbruck mit einer kulturhistorischen Arbeit über die populärkulturelle Inszenierung des Antiziganismus um 1900. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus – in Geschichte und Gegenwart“ der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Lehrbeauftragter an der Hochschule Hannover.
Eine Kooperationsveranstaltung der vhs Celle mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten.

Ort:

VHS Celle Saal, VHS Celle Saal, Trift 20, 29221 Celle

Veranstalter:

VHS Celle