Veranstaltungen

14. Februar 2018 , 19:00 Uhr
Diskussion

War der Antisemitismus nie weg?

Programm:

Stiftung Erinnerung veranstaltet zum Jahrestag der Stifungsgründung eine Diskussion zu Präventionsmöglichkeiten.

Juden fühlen sich in Deutschland zunehmend bedroht, die Fahne Israels wird in Berlin anlässlich einer Demonstration verbrannt. Hat der Antisemitismus wieder zugenommen? Haben Flüchtlinge einen neuen Antisemitismus ins Land gebracht? Oder war der Antisemitismus nie weg? Mit Fragen dieser Art befasst sich die Stiftung Erinnerung Ulm anlässlich der Feier zum Jahrestag am Mittwoch, 14. Februar, von 19 Uhr an im Stadthaus. „Aktueller Antisemitismus – Präventions- und Interventionsmöglichkeiten“ lautet das Thema, eines, „das wir uns in dieser Brisanz und Dringlichkeit bei unserer Gründung vor 15 Jahren nie hätten vorstellen können und wollen“, sagt Dr. Ilse Winter, erste Vorsitzende der Stiftung. Sie müsse konstatieren, dass „rechtspopulistische Haltungen wieder salonfähig geworden sind. Gesellschaftspolitisch ist das eine Kantastrophe.“

Susanne Benizri, Koordinatorin des deutsch-jüdischen Dialogprojekts Likrat, Dozentin an der Hochschule für jüdische Studien und Erziehungsreferentin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, hat sich eingehend mit dem neuen Antisemitismus beschäftigt; sie präsentiert eingangs Daten, Zahlen und Fakten. Anschließend wird sie mit Barbara Traub, Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland und Psychotherapeutin, und Tom Mittelbach, Lehrer an der Friedrich Uhlheim-Schule in Laup­heim, über Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Das Gespräch moderiert Dr. Nicola Wenge, Leiterin des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg.

Im Anschluss an die Diskussion können potenzielle Zustifter mit dem Vorstand ins Gespräch kommen.

Ort:

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm

Veranstalter:

Stiftung Erinnerung