„Frag nach!“ – Von der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Zeitzeugen
28. Mai 2024
19:00 - Uhr
Ort: Werkstatt Exilmuseum Fasanenstr. 24, 10719 Berlin
Veranstalter: Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek, Stiftung Exilmuseum Berlin

Digitale interaktive Interviews mit Überlebenden des Holocaust als neue Form der Erinnerung

Bald wird es keine Zeitzeug:innen mehr geben, die uns persönlich von ihren Erfahrungen im NS-Deutschland berichten können. Wie wird das unser Erinnern an Nationalsozialismus, Holocaust und Exil seit 1933 verändern? Eine neue Form der Zeitzeugenschaft sind digitale interaktive Interviews. Sie eröffnen die Möglichkeit, Erinnerung zu bewahren und sie weiterhin zugänglich zu machen.

Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek und die Stiftung Exilmuseum Berlin laden ein, das Format des digitalen interaktiven Interviews auszuprobieren: Die Besucher:innen befragen die Zeitzeugin Inge Auerbacher (geboren 1934) und den Zeitzeugen Kurt Maier (geboren 1930) und „trainieren“ so die der Software zugrunde liegende Künstliche Intelligenz. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, die voraufgenommenen Antworten immer passgenauer werden zu lassen. Die Interviews bleiben der Nachwelt somit interaktiv erhalten, gleichsam als wären die Zeitzeug:innen selbst im Raum.

Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 in Frankfurt am Main, wird das Format vorstellen: Wie sind die Interviews entstanden, welche Erwartungen hatten das Exilarchiv und die beiden Zeitzeug:innen an das Projekt, und welche Erfahrungen haben Schüler:innen und Besucher:innen in der Interaktion mit den digitalen Zeitzeugnissen gemacht? Nach diesem Einblick sind die Besucher:innen eingeladen, die digitalen Zeitzeugnisse selbst zu befragen und sich ein Bild von dieser neuen Technik zu machen.

Weitere Infos zum Projekt und den Interviews unter www.fragnach.org

Eintritt frei
Um eine Anmeldung per E-Mail an veranstaltungen@remove-this.exilmuseum.berlin wird gebeten.

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