66. bundesweites Gedenkstättenseminar

Auditorium beim 65. Gedenkstättenseminar in Bad Arolsen, ©Johanna Gross

29. Juni bis 2. Juli 2022

Das Seminar soll mit zweijähriger Verspätung vom 29. Juni 2022 (Anreise am Abend) bis zum 2. Juli 2022 (Abreise nach dem Mittagessen) gemeinsam von der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors und der Bildungsabteilung von Vogelsang IP durchgeführt werden.
Wegen der Zerstörung durch das Hochwasser im letzten Sommer am ursprünglich geplanten Übernachtungsort wird das Seminar im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn mit einer Exkursion nach Vogelsang am Donnerstag durchgeführt werden.

Füllen Sie zur Anmeldung das ausgewiesen Formular aus. Anmeldeschluss ist Freitag, der 15.05.2022.

Mittwoch, 29.06.2022

ab 14:00 – Anreise und Anmeldung

ab 18:30 – Abendessen im GSI

20:00‒22:00 – Stadtrundgang als fakultatives Angebot (Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn)

Donnerstag, 30.06.2022

ab 06:45 – Frühstück

08:30 – Abfahrt nach Vogelsang IP

10:00‒10:30 – Begrüßung und Einführung zum Programm

  • Thomas Kreyes (Vogelsang IP gemeinnützige GmbH)
  • Thomas Krüger (Bundeszentrale für politische Bildung)
  • Dr. Thomas Lutz (Stiftung Topographie des Terrors)

10:30‒13:00 – Vogelsang kennenlernen – verschiedene Angebote in Dauerausstellung und Gelände

  • Führung über das Gelände von Vogelsang IP (wahlweise barrierefrei)
  • Führung in der Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang (barrierefrei)
  • Dialogischer Geländerundgang

13:00‒14:30 – Mittagessen

14:30‒15:30 – Einführungsvortrag: Diversität – Partizipation – Inklusion: Was heißt das?

  • Tina Hölzel und David Jugel (Zentrum für inklusive politische Bildung, Technische Universität Dresden)

15:30‒16:00 – Kaffeepause

16:00‒17:00 – Einführungsvortrag: Worauf kommt es an? Was braucht es für eine inklusive Gesellschaft?

  • Raul Krauthausen (Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit)

17:00‒18:30 – Fishbowl-Podiumsdiskussion: Diversität, Partizipation und Inklusion in der Praxis

  • Moderation: Dr. Merjam Wakili (Moderatorin und Beraterin)
  • Teilnehmende: Tina Hölzel, David Jugel, Raul Krauthausen

18:30‒21:00 – Abendessen und individueller Erfahrungsaustausch

  • Besuch der Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang/des Geländes von Vogelsang IP als fakultatives Angebot

21:00 – Rückfahrt zum GSI

Freitag, 01.07.2022

ab 06:45 – Frühstück

09:00‒11:00 – Markt der Möglichkeiten: Inklusive und partizipative Formate und Institutionen stellen sich vor

11:00‒12:30 – AG-Phase I

AG 1: Inklusion und Partizipation in Ausstellungen

  • Moderation: Andreas Mix (Stiftung Topographie des Terrors, Berlin)
  • Referierende: David Zolldan (Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz)
  • Friedrun Portele-Anyangbe (Freiberuflerin, ehemals Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin)
  • Dr. Juliane Haubold-Stolle (Stiftung Berliner Mauer | East Side Gallery)
  • Jenny Baumann (Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung)

 

AG 2: Digitale Inklusion oder inklusive Digitalisierung? Neue Wege für die Geschichtsvermittlung

  • Moderation: Steffen Jost (Alfred Landecker Foundation)
  • Karoline Wirth (Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora)
  • Referierende: Alexandra Verdeil (Tactile Studio)
  • Clara Mansfeld und N.N. (Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten) (angefragt)

 

AG 3: Partizipation in der Gedenkstättenpädagogik

  • Moderation: Dr. Stephanie Bohra (Stiftung Topographie des Terrors, Berlin)
  • Referierende: Katharina Ruhland (Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Dortmund)
  • Julius Scharnetzky (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg)
  • Anja Schuller-Müller (Lernort Kislau | Projekt Mobiles Geschichtslabor)

 

AG 4: Inklusion in der Gedenkstättenpädagogik

  • Moderation: Christian Marx (Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde | Stiftung
  • Brandenburgische Gedenkstätten)
  • Referierende: Lisa Quaeschning und N.N. (Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)
  • Kathrin Bauer und Thomas Stöckle (Gedenkstätte Grafeneck)
  • Sebastian Schlingheider (Stiftung Topographie des Terrors, Berlin)
  • Melanie Wahl (Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein)

 

AG 5: Gedenkstättenarbeit engagée?!

  • Nazistische Aus- und Einschließungspraxen befragen – im Heute handeln
  • Moderation: Eva Krane (Erinnerungsort Alter Schlachthof, Hochschule Düsseldorf)
  • Referierende: Sandra Franz (NS-Dokumentationsstelle Krefeld in der Villa Merländer)
  • Andrea Nepomuck (DOMiD e.V.)
  • Sabine Reimann (Erinnerungsort Alter Schlachthof, Hochschule Düsseldorf)

 

AG 6: Wem gehört die Gedenkstätte? Erinnerungskultur in der Gesellschaft der Vielen

  • Moderation: Jennifer Farber (AK Räume Öffnen)
  • Jens Hecker (LWL Institut für westfälische Regionalgeschichte, Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne)
  • Referent: Martin Kolek (Initiative Erinnerungskultur Delbrück)

 

12:30‒14:00 – Mittagessen

14:00‒16:00 – AG-Phase II – Fortsetzung der AGs

16:00‒16:30 – Kaffeepause

16:30‒19:00 – Werkstatt-Phase

Werkstatt 1: »Dialog im Rundgang – Rundgang im Dialog«. Reflexionen zur eigenen Vermittlungspraxis

  • Katharina Ruhland (Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Dortmund)
  • Julius Scharnetzky (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg)

 

Werkstatt 2: Geschichte zum Anfassen – Ein inklusives Vermittlungsformat mit Objekten

  • Dr. Matthias Rittner (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg)
  • Sonja Sczech (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg)

 

Werkstatt 3: Perspektiv ‒ wer? Zugang ‒ wie? Reflexionsraum zu Multiperspektivität und Diskriminierungskritik in der praktischen Vermittlungsarbeit

  • Jennifer Farber (AK Räume Öffnen)
  • Ksenja Holzmann (Denkort Bunker Valentin)

 

Werkstatt 4: Ein offenes Museum für alle! Cartooning for Future

  • Jürgen Kaumkötter (Zentrum für verfolgte Künste, Solingen)
  • Johanna Jurgschat (Zentrum für verfolgte Künste, Solingen)
  • Marcus Gottfried (Karikaturist, Solingen)

 

Werkstatt 5: »Hier gibt es ganz schön viel zu lesen…« – Verstehen helfen durch barrierearme Sprache

  • Martin Conze (Büro für Einfache Sprache, Deutsch-Finnischer Verein für inklusive Kulturarbeit e.V.)
  • Isabel Gennen-Mücke (Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora)
  • Anna Schlieck (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf)

 

Werkstatt 6: »Hidden Codes« – Wie können wir Jugendliche mit Mobile Games erreichen?

  • Hami Nguyen (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main)
  • Céline Wendelgaß (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main)

 

ab 19:00 – Abendessen und individueller Erfahrungsaustausch

Samstag, 02.07.2022

ab 06:45 – Frühstück

08:30‒09:30 – Tagungsreflexion in Kleingruppen

09:30‒11:15 – Abschlussvorträge

Inklusion an Orten der Erinnerung im Kontext von Behinderung und Beeinträchtigung

  • Prof. Dr. Meike Günther (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin)

Diskriminierungskritische Bildungsarbeit in den Nachwirkungen der NS-Ideologie – geschichtsbewusste Thematisierung von Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus in der Gegenwart

  • Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal)

11:15‒11:30 – Kaffeepause

11:30‒12:00 – Tagungskommentar
Gottfried Kößler (Fritz Bauer Institut, Verunsichernde Orte)

12:00‒13:00 – Abschlussdiskussion

  • Prof. Dr. Meike Günther
  • Gottfried Kößler
  • Prof. Dr. Astrid Messerschmidt
  • Moderation: Dr. Elke Gryglewski (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten | Gedenkstätte Bergen-Belsen)

ab 13:00 – Mittagsimbiss und Seminarende

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Topographie des Terrors

Vogelsang IP im Nationalpark Eifel

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