Aktuelles

19. Juni 2018

Tod in der Zwirnerei

Auf einen wie ihn haben die Wachen nur gewartet: Max Sachs, Sozialdemokrat, Journalist, Jude. Das Feindbild schlechthin für die SS-Besatzung des Konzentrationslagers Sachsenburg bei Frankenberg. Seit seiner „Überführung“ aus Dresden in die ehemalige Zwirnfabrik am Ufer der Zschopau am 23. September 1935 bekommt Sachs ihren Hass zu spüren. 

Sächsische Zeitung
19. Juni 2018

KZ-Außenlager: Kein Erinnerungsort in der Friedensstadt

In der Augsburger Halle 116 sind bis zu 2.000 KZ-Insassen für eines von Hitlers zentralen Rüstungsprojekten ausgebeutet worden. Doch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges tut sich Bayerns drittgrößte Stadt immer noch schwer damit, dort einen angemessenen Ort des Erinnerns zu schaffen. 

Abendzeitung
19. Juni 2018

Die Erfindung des Rassismus

Seit jeher halten Menschen ihre eigene Gruppe für überlegen. Doch erst die Idee von unterschiedlichen Rassen ermöglichte es, dieses Gefühl zu begründen und durchzusetzen.  

Zeit Online
19. Juni 2018

"Ausmerzen" statt heilen

Annette Eberle hat recherchiert, wie die bayerische Landesärztekammer und die kassenärztliche Vereinigung zwischen 1933 und 1945 agierten und beschreibt, wie erschreckend schnell sich dort das Selbstbild wandelte.  

Süddeutsche Zeitung
19. Juni 2018

Nach dem KZ Erholung in Bad Nauheim

Nach 1933 verschwand die jüdische Gemeinde Bad Nauheim. Diese Bürger wurden vertrieben, deportiert, umgebracht. Trotzdem lebten hier bald nach Kriegsende tausend Juden. Wie das?  

Wetterauer Zeitung
19. Juni 2018

Ausstellung beleuchtet Rolle der Oper in der NS-Zeit

Mit der Rolle des Musiktheaters in der NS-Propaganda setzt sich vom (heutigen) Freitag an eine Ausstellung in Nürnberg auseinander. Unter dem Titel "Hitler.Macht.Oper" beleuchte die Schau beispielhaft am Nürnberger Opernhaus, wie sich einst Musiktheater und NS-Propaganda gegenseitig beeinflussten, erläuterte der Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, Florian Dierl. Die Schau gilt als größte Ausstellung zu Musiktheater und Nationalsozialismus seit 1988. 

Musik Heute
19. Juni 2018

Vom Ebelu-Schüler zum Nazi-Jäger

Im Foyer des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums hängt eine Tafel mit dem Zitat: „Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder von uns kann etwas tun, damit sie nicht zur Hölle wird.“ Das Zitat stammt von Fritz Bauer. Er war von 1911 bis 1921 Schüler im Ebelu, hat dort Abitur gemacht. 

Stuttgarter-Zeitung.de
19. Juni 2018

Schüler setzen sich für Stolpersteine ein

Die älteren Löcknitzer haben noch eine Erinnerung daran: An der Kreuzung Chausseestraße/Straße der Republik stand einst das Kaufhaus der Familie Schwarzweiß. Das Kaufhaus gibt es schon lange nicht mehr, die jüdische Familie Schwarzweiß wurde von den Nazis deportiert und ermordet. Doch vergessen sind ihre Namen in Löcknitz nicht. An Adolf „Dolfi“ Schwarzweiß, seine Frau Rosa und die 17-jährige Tochter Ester erinnern jetzt drei Stolpersteine in der Chausseestraße.  

Nordkurier
19. Juni 2018

»Rechtsextreme wurden hier kaum verfolgt«

Waffenfunde im Neonazimilieu nehmen zu. Doch die Behörden tun sich weiterhin schwer mit Aufklärung und Verfolgung.  

junge Welt
19. Juni 2018

Ein KZ-Insasse in Auschwitz verbuddelte einen Brief – erst jetzt konnten Forscher ihn entziffern

1944 hat der griechische Jude Marcel Nadjari einen Brief im Konzentrationslager Ausschwitz vergraben. Forscher haben ihn erst jetzt – 38 Jahre nach dem Fund – entziffert. Eine Botschaft, die für die Nachwelt bestimmt ist: Im November 1944 schrieb der griechische Jude Marcel Nadjari einen Brief über die Situation im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. 

Focus Online
18. Juni 2018

Gedenkstätte in KZ-Außenlager lässt weiter auf sich warten

Einstmals wurden in der Augsburger Halle 116 KZ-Insassen für eines von Hitlers zentralen Rüstungsprojekten ausgebeutet. Doch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges tut sich Bayerns drittgrößte Stadt immer noch schwer damit, dort einen angemessenen Ort des Erinnerns zu schaffen. Etliche Initiativen kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt darum, die frühere Militärhalle zu einem Gedenkort zu machen. Einen konkreten Zeitplan gibt es aber nach wie vor nicht. 

Augsburger Allgemeine
18. Juni 2018

Augsburg hadert mit Gedenkstätte in KZ-Außenlager

Die seit mehr als zehn Jahren geplante Gedenkstätte im ehemaligen Augsburger KZ-Außenlager Halle 116 ist weiterhin nicht in Sicht. Obwohl der Augsburger Stadtrat bereits 2009 beschlossen hat, in der früheren Militärhalle einen Erinnerungsort zu schaffen, gibt es nach wie vor keinen konkreten Zeitplan. Die Stadt Augsburg plant nun heuer zunächst einmal einzelne Vorträge in der Halle, die einst als Gefängnis für bis zu 2000 Zwangsarbeiter diente. 

RTL Online
18. Juni 2018

Magdeburg streitet um Denkmal für Euthanasie-Opfer

Während des NS-Regimes galten Menschen mit Behinderungen oder Krankheit als "Lebensunwert". Rund 200.000 Menschen fielen diesem Rassenwahn zum Opfer. Ein Denkmal soll nun in Magdeburg daran erinnern, geschaffen von Behinderten in Zusammenarbeit mit dem Künstler Paul Ghandi. Doch es gibt unerwartete Diskussionen. 

Mitteldeutscher Rundfunk
18. Juni 2018

Ina Seidel macht Schule

Bereits vier Jahre zuvor hatte man in St. Augustin, 80 Kilometer weiter im Süden, aber ebenfalls im Bundesland Nordrhein-Westfalen, die Schilder an der Ina-Seidel-Straße nicht bloß ergänzt, sondern sogar noch um einen wichtigen literaturhistorischen Hinweis erweitert: "Deutsche Dichterin, wegen ihres Wirkens in der NS-Zeit umstritten, distanzierte sich in den Nachkriegsjahren von ihrer früheren Haltung". 

Süddeutsche Zeitung
18. Juni 2018

„Antisemitismus ist ein Wissensdefizit“

Woher kommt der Judenhass arabischer Geflüchteter? Der Museumspädagoge Samuel Schidem versucht, sie zu kritischem Denken zu bringen. 

taz.de
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Fachtagung Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager Bestandsaufnahme, Perspektiven und Vernetzung

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Call for Papers IC MEMO Annual Conference 2018 "Memory, Art, and Identity" Tel Aviv & Jerusalem, Israel, October 14-18, 2018

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GedenkstättenRundbrief Nr. 189

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