Aktuelles

18. Juni 2018

Gedenkstätte in KZ-Außenlager lässt weiter auf sich warten

Einstmals wurden in der Augsburger Halle 116 KZ-Insassen für eines von Hitlers zentralen Rüstungsprojekten ausgebeutet. Doch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges tut sich Bayerns drittgrößte Stadt immer noch schwer damit, dort einen angemessenen Ort des Erinnerns zu schaffen. Etliche Initiativen kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt darum, die frühere Militärhalle zu einem Gedenkort zu machen. Einen konkreten Zeitplan gibt es aber nach wie vor nicht. 

Augsburger Allgemeine
18. Juni 2018

Augsburg hadert mit Gedenkstätte in KZ-Außenlager

Die seit mehr als zehn Jahren geplante Gedenkstätte im ehemaligen Augsburger KZ-Außenlager Halle 116 ist weiterhin nicht in Sicht. Obwohl der Augsburger Stadtrat bereits 2009 beschlossen hat, in der früheren Militärhalle einen Erinnerungsort zu schaffen, gibt es nach wie vor keinen konkreten Zeitplan. Die Stadt Augsburg plant nun heuer zunächst einmal einzelne Vorträge in der Halle, die einst als Gefängnis für bis zu 2000 Zwangsarbeiter diente. 

RTL Online
18. Juni 2018

Magdeburg streitet um Denkmal für Euthanasie-Opfer

Während des NS-Regimes galten Menschen mit Behinderungen oder Krankheit als "Lebensunwert". Rund 200.000 Menschen fielen diesem Rassenwahn zum Opfer. Ein Denkmal soll nun in Magdeburg daran erinnern, geschaffen von Behinderten in Zusammenarbeit mit dem Künstler Paul Ghandi. Doch es gibt unerwartete Diskussionen. 

Mitteldeutscher Rundfunk
18. Juni 2018

Ina Seidel macht Schule

Bereits vier Jahre zuvor hatte man in St. Augustin, 80 Kilometer weiter im Süden, aber ebenfalls im Bundesland Nordrhein-Westfalen, die Schilder an der Ina-Seidel-Straße nicht bloß ergänzt, sondern sogar noch um einen wichtigen literaturhistorischen Hinweis erweitert: "Deutsche Dichterin, wegen ihres Wirkens in der NS-Zeit umstritten, distanzierte sich in den Nachkriegsjahren von ihrer früheren Haltung". 

Süddeutsche Zeitung
18. Juni 2018

„Antisemitismus ist ein Wissensdefizit“

Woher kommt der Judenhass arabischer Geflüchteter? Der Museumspädagoge Samuel Schidem versucht, sie zu kritischem Denken zu bringen. 

taz.de
18. Juni 2018

Reichslieder und Röhrenfernseher

Ein 600 Seiten dicker Sammelband arbeitet die 50er Jahre im Landkreis auf. Die Autoren der Geschichtswerkstatt zeichnen darin ein differenziertes Bild der Wirtschaftswunderjahre, in denen der Ungeist der Nazis teilweise noch erschreckend präsent ist  

Süddeutsche.de
18. Juni 2018

Ausstellung zu vergessenen Opfern der NS-Euthanasie

Am Montag, 11. Juni, wird um 18 Uhr im Brüderhaus des Martinshofs Rothenburg Diakoniewerk die Wanderausstellung „Vergessene Opfer der NS-Euthanasie – die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940-1945“ eröffnet .  

Lausitzer Rundschau
18. Juni 2018

Noch nie etwas Schauerlicheres gesehen

Die KZ-Gedenkstätte in Vaihingen an der Enz ist mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden. Die ehrenamtlichen Helfer versuchen derweil Weichen zu stellen, damit ihr Anliegen – die Arbeit gegen das Vergessen – auch für die Zukunft gesichert ist. 

Stuttgarter Zeitung
18. Juni 2018

Beschädigte NS-Glocke in Schweringen wird abgehängt

Auch mit einem Winkelschleifer lassen sich politische Tatsachen schaffen. Das haben die Bewohner von Schweringen festgestellt. In dem niedersächsichen Ort haben Unbekannte den monatelangen Streit um eine Kirchenglocke beendet - und das daran angebrachte 35 mal 35 Zentimeter große Hakenkreuz einfach selbst weggeflext. Nun wird sie abgehängt. 

Süddeutsche Zeitung
18. Juni 2018

Österreich trägt schwere Bürde der NS-Verbrechen

Österreichs Kanzler Kurz bemüht sich bei einem Israel-Besuch um neues Vertrauen. Politiker der rechten Koalitionspartei FPÖ hatten mit antisemitischen Äusserungen immer wieder für Irritationen gesorgt. 

Neue Zürcher Zeitung
18. Juni 2018

"Es sind zu viele davongekommen" – Jens Rommel jagt die letzten lebenden NS-Verbrecher

Die Täter sind bis heute unter uns. Im Interview erklärt Staatsanwalt Jens Rommel, warum die bundesdeutsche Justiz bis zum Tod des letzten NS-Verbrechers ermitteln wird. 

watson
15. Juni 2018

Gedenkstätten mit Siegel ausgezeichnet

Diese Erinnerungsarbeit vieler wurde in einem Festakt zur Verleihung des europäischen Kulturerbe-Siegels durch das Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg im Haus der Wirtschaft in Stuttgart gewürdigt. Zwölf Außenlager des KZs Natzweiler, des größten Konzentrationslagers in Frankreich im besetzten Elsass, erhielten im Kulturerbejahr dieses Siegel für ihre grenzüberschreitende Arbeit gegen das Vergessen. 

Schwarzwälder Bote
15. Juni 2018

„Ihre Kraft hat mich angespornt“

Vize-Bundestagspräsidentin Petra Pau engagiert sich fürs Gedenken an die Kindertransporte – auch in Zeiten der allein Flüchtenden.  

Der Tagesspiegel
15. Juni 2018

Entschädigung für italienische NS-Opfer

Deutschland ist in Italien erneut zur Entschädigung der Nachkommen von Opfern eines NS-Kriegsverbrechens verurteilt worden. Das römische Zivilgericht entschied der Online-Ausgabe der römischen Tageszeitung »La Repubblica« (Mittwoch) zufolge, dass der deutsche Staat für die Inhaftierung und den Tod von Paolo Frasca verantwortlich sei. 

Jüdische Allgemeine
15. Juni 2018

Schule befasst sich "nicht zu viel" mit dem Nationalsozialismus

Nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek nimmt die Zeit der Nazi-Herrschaft nicht zu viel Platz im Geschichtsunterricht ein. 

Deutschlandfunk
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Fachtagung Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager Bestandsaufnahme, Perspektiven und Vernetzung

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Call for Papers IC MEMO Annual Conference 2018 "Memory, Art, and Identity" Tel Aviv & Jerusalem, Israel, October 14-18, 2018

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GedenkstättenRundbrief Nr. 189

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