Aktuelles

22. Juni 2018

Europäisches Kulturerbe-Siegel für Gedenkstätten

Für die gemeinsame grenzüberschreitende Vermittlungsarbeit haben die Gedenkstätten des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler im Elsass das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. 

Focus Online
22. Juni 2018

Frankenberg errichtet KZ-Gedenkstätte

Der Stadtrat von Frankenberg hat sich am Mittwoch einstimmig für die Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenburg ausgesprochen. Ein Kompromiss wurde zum umstrittenen Abriss der ehemaligen Kommandantenvilla beschlossen. Von dem baufälligen Gebäude sollen die Grundmauern erhalten werden. Die Stadtverwaltung soll nun einen Finanzierungsplan entwickeln und auf der Grundlage Fördermittel bei Land und Bund beantragen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. 

Mitteldeutscher Rundfunk
22. Juni 2018

Stadt Augsburg soll ehemaliges KZ-Außenlager „Halle 116“ kaufen

Die Grüne Stadtratsfraktion fordert, dass die Stadt Augsburg in Verhandlungen über den Kauf des ehemaligen KZ-Außenlagers „Halle 116“ im Sheridan-Park tritt. 

presse augsburg
22. Juni 2018

In Nürnberg wird die Gedenkstätte auf dem früheren NS-Reichsparteitagsgelände ausgebaut

Das deutsche Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg wird für 15,3 Millionen Euro ausgebaut. Nötig wird der – nicht unumstrittene – Ausbau der 2001 eröffneten Gedenkstätte aufgrund deutlich gestiegener Besucherzahlen in den vergangenen Jahren. 

Neue Zürcher Zeitung
22. Juni 2018

Langenzenner Kirche: Nazi-Symbole bleiben

Bei den Renovierungsarbeiten der Langenzenner Stadtkirche sind zwei Hakenkreuze auf der Wetterfahne, die den markgräflichen Reichsadler zeigt, entdeckt worden. Die eingravierten Nazi-Symbole waren Thema eines Vortrags und eines Gottesdienstes. 

nordbayern
22. Juni 2018

Musical über Kinder im Konzentrationslager

Das Musikdrama "Die Kinder der Toten Stadt" erzählt eine Episode aus dem Konzentrationslager Theresienstadt, bei der Kinder im Zentrum des Geschehens stehen. Die Autoren stellen Schulen Noten, Begleitmaterial und Playbacks zur Verfügung, damit Schüler das Stück aufführen können. Bei den Aufnahmen haben neben Kinderdarstellern auch die Schauspielerin Iris Berben und der Musiker Peter Heppner (Wolfsheim) mitgewirkt. Erinnerungskultur als Musical – wie klingt das, und kann es gelingen? 

Mitteldeutscher Rundfunk
22. Juni 2018

Der Trotz der Überlebenden

Vor drei Monaten wurde die Holocaust-Überlebende Mireille Knoll in ihrer Wohnung in Paris brutal ermordet. Vermutet wurde ein antisemitisches Motiv. Zwar ist die Zahl antisemitischer Zwischenfälle in Frankreich rückläufig, doch die registrierten Fälle sind ungleich gewaltsamer. Viele Juden haben Angst. 

Deutschlandfunk
22. Juni 2018

Nationalsozialismus: Ortsbeirat Kastel diskutiert über Umbenennung mancher Straßen

Der Umgang mit Straßennamen aus der Nazi-Zeit spaltet den Ortsbeirat in Kastel. Hartmut Bohrer (AUF) hatte keinen Erfolg mit einer Initiative, der Admiral-Scheer-Straße wieder ihren Namen aus der Zeit vor 1933 zurückzugeben. Damals hieß sie Kostheimer Straße.
Die Straße solle man nicht umbenennen, der Name sei Teil unserer Geschichte, sagte Josef Kübler (SPD). In Mainz wie in Wiesbaden, überall habe man nach 1945 seine Hausaufgaben gemacht und die alten Straßennamen wieder eingeführt, erwiderte Hartmut Bohrer (AUF). Nur in Kastel seien sie noch nicht erledigt. Dafür gebe es einen Grund. Oft genug werde gesagt, dass die AKK-Stadtteile nur verwaltet würden und ihnen eine richtige Zuordnung fehle. Deswegen sei bei den Namen alles beim Alten geblieben. Die Admiral-Scheer-Straße ist eine von vier Straßen in Kastel, die nach der Einsetzung eines Staatskommissars durch die Nationalsozialisten in Mainz diesen Namen erhielt. Die anderen sind laut Bohrer die Boelckestraße sowie die Eleonorenstraße, die in der Weimarer Zeit Walter-Rathenau-Straße hieß. 

Allgemeine Zeitung
22. Juni 2018

Hitler-Haus: Enteignung könnte viel teurer werden

Republik hatte Eigentümerin 310.000 gezahlt. Sie klagte höhere Entschädigung ein. Gutachten geht von 1,23 Mio. Euro Wert aus. 

volksblatt.at
22. Juni 2018

„Die Sucht, auf Wehrlose einzuschlagen, ist unfassbar“

Im Juni 1938 ließ Hitler binnen weniger Tage die Hauptsynagoge in München abreißen. Das Beispiel fand Nachahmer – unter anderem in Nürnberg und Kaiserslautern. In der Provinz gab es echte Pogrome. 

Welt
22. Juni 2018

Wie die Nazis Kumpel auf Kurs hielten

„Grubenlicht“ hieß eine Bergmannszeitschrift im Nationalsozialismus. Autor Jürgen Klosa stellt sie im Maschinenhaus vor. 

Rheinische Post Online
22. Juni 2018

Wo fängt die Befreiung von Antisemitismus an?

Ich habe seine Erfindung gehasst: das Gerätturnen mit Barren und Reck. Jeder Schüler musste sich an diesen Geräten quälen – ob er dick oder dünn, groß oder klein war. Es gab kein Entrinnen! Es war „Turnvater“ Jahn, der einst das Turnen mit diesen Geräten begründet hatte. Ich konnte seinen Namen schon in meiner Kindheit nicht hören. 

Berliner Zeitung
22. Juni 2018

Zieht die AfD Antisemiten an?

Eine Studie kommt zu dem Schluss: Judenfeindschaft ist unter Anhängern der AfD verbreiteter als bei denen anderer Parteien. Der Sprecher der Alternativen Mitte will das nicht glauben: „Ich verstehe wirklich nicht, welche Leute da befragt wurden.“ 

Welt
22. Juni 2018

Unterrichtsmaterial gegen Antisemitismus

Auf vielen Berliner Schulhöfen sind judenfeindliche Beschimpfungen zu hören. Eine neue Onlineplattform will Lehrern bei der frühen Antisemitismus-Prävention helfen. Dafür stellt sie gratis im Netz Lehrmaterial zur Verfügung - und gibt auch ganz konkrete Tipps für den Alltag. 

Deutschlandfunk
22. Juni 2018

TU Berlin: Mehr Opfer rechtsextremer Gewalt seit 1990

Forschungsergebnisse des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin erhöhen die offiziellen Zahlen. 

Informationsdienst Wissenschaft
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Fachtagung Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager Bestandsaufnahme, Perspektiven und Vernetzung

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Call for Papers IC MEMO Annual Conference 2018 "Memory, Art, and Identity" Tel Aviv & Jerusalem, Israel, October 14-18, 2018

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GedenkstättenRundbrief Nr. 189

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