Aktuelles

7. Dezember 2018

Das Kindermordhaus

Der Wiener Kinderarzt Hans Asperger galt Jahrzehnte lang als Fürsprecher der Schwachen, manche sahen in ihm einen Oskar Schindler der Psychiatrie, einen Retter in der NS-Zeit. Im Jahr 1981, kurz nach seinem Tod, wurde sogar das Asperger-Syndrom nach ihm benannt, eine Form von Autismus. Im April 2018 fiel die schöne Maske des Kinderarztes, und damit steht auch seine Diagnose in neuem Licht.

Süddeutsche Zeitung
7. Dezember 2018

Ein Denkmal für Deserteure in Köln-Dünnwald

Das geplante, etwa neun Meter hohe Denkmal besteht aus einem stilisierten Fahnenmast, der auf einem 2,5 Meter hohem Metallsockel steht. Am Mast wird ein farbiger Schriftzug in bunten Lettern angebracht: „Was kann man besseres tun als den Krieg zu verraten.“ Dabei handelt es sich um ein Zitat von Ludwig Baumann, der selbst wegen Desertion 1942 zum Tode verurteilt, später aber begnadigt und in eine Strafkompanie gesteckt wurde.

Kölner Stadt-Anzeiger
7. Dezember 2018

Kestner-Museum zeigt „Spuren der NS-Verfolgung“

Die Gegenstände werden nicht nur gezeigt. Es werden auch auf umfangreichen die Lebens- und Leidensgeschichten der Vorbesitzer erzählt, und man ist geladen, an der Detektivarbeit der Provenienzs-Forscher teilzuhaben, die, teils weltweit, in Archiven, Stadtchroniken und auch Akten der NS-Finanzämter wühlten, um die Geschichte der Exponate zu ergründen. Die Aufzeichnungen über die perfide „Reichsfluchtsteuer“ und „Sühneleistung“, die nur Juden betraf, waren dabei sehr aufschlussreich.

Neue Presse
7. Dezember 2018

Die letzten Angeklagten

Sie sind Mitte 90 und müssen sich wegen Beihilfe zum Massenmord in Todeslagern der Nazis vor Gericht verantworten. Hat das noch Sinn? NS-Chefermittler Jens Rommel sagt ja. „Aber wir müssen uns beeilen.“

Hannoversche Allgemeine
7. Dezember 2018

Verfolgte Lehrkräfte in der NS-Zeit: 468 Einzelschicksale

Zahlreiche Berliner Lehrkräfte wurden während der NS-Zeit mit Zwangsmaßnahmen oder gar Berufsverboten belegt. Eine Studie im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung untersuchte nun erstmals systematisch das Ausmaß der Verfolgung von Berliner Lehrkräften im Nationalsozialismus.

Tagesspiegel
7. Dezember 2018

Wie der FU-Gründungsrektor 1945 die NS-Zeit analysierte

An ihrem 70. Geburtstag, der in dieser Woche gefeiert wird, erinnert sich die Freie Universität Berlin an Meinecke, der 1948 ihr Gründungsrektor wurde. Zu diesem Anlass förderte die „Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freunde der FU“ eine Neuausgabe der „Deutschen Katastrophe“.

Tagesspiegel
7. Dezember 2018

„Mythen überdeckten die Rolle der Tiroler Schützen“

Der Tiroler Schützenbund hat die Stellung der Schützen in der NS-Zeit aufgearbeitet. Sie waren Spiegelbild der Gesellschaft und wurden nicht verboten, sondern für Propagandazwecke gefördert – aber auch missbraucht.

Tiroler Tageszeitung Online
7. Dezember 2018

Aufarbeitung der NS-Zeit ist Thema im Bodnegger Gemeinderat

Am 9. November hatte der Bodnegger Gemeinderat spontan beschlossen, das Porträt des ehemaligen Bürgermeisters Anton Blaser abzuhängen, der seine Position und sein Amt in der NS-Zeit auf grausame Art und Weise missbraucht hat. In der kommenden Sitzung am Freitag, 7. Dezember, wird der Rat darüber entscheiden, welche Dokumentation den leeren Platz in der Galerie der ehemaligen Bürgermeister im Sitzungssaal füllen soll.

Schwäbische
7. Dezember 2018

Géraldine Schwarz über die NS-Zeit: "In der Geschichte gibt es immer Gedächtnislose"

In ihrem Buch "Die Gedächtnislosen" begibt sich die europäische Buchpreisträgerin Géraldine Schwarz auf die Spuren ihrer Großeltern während der Nazizeit in Deutschland und während des Vichy-Regimes in Frankreich.

Deutsche Welle
7. Dezember 2018

Ulrich Eckhardt, der Impresario

Neben der Konzeption der alljährlichen „Berliner Festwochen“ bildete die Erinnerungskultur stets einen Hauptpfeiler seiner Arbeit, er hat den Gropius-Bau als Museum wachgeküsst, die „Topographie des Terrors“ ermöglicht, die 750-Jahr- Feier der Stadt gestaltet – und sich dabei stets als Protagonist einer Kulturförderung begriffen, „die das Risiko belohnt, das Experiment und den Widerstand fördert und nicht die Anpassung“.

Tagesspiegel
7. Dezember 2018

Ein Blind Date mit der Vergangenheit

Beim Renovieren findet Elisabeth Peter alte Briefe an ihren jüdischen Vormieter. Wer war Isak Binder? Hat er überlebt? Sie beginnt zu recherchieren.

Tagesspiegel
6. Dezember 2018

Das Hotel Silber wird eröffnet – Programm der Eröffnungswoche

Es ist soweit, am 3. Dezember 2018 wird das Hotel Silber eröffnet. Zehn Jahre ist es jetzt her, dass die Abrisspläne bekannt wurden. Vor sieben Jahren wurde der Erhalt des Gebäudes entschieden. Sechs Jahre lang wurde um das Konzept und die Gestaltung der Dauerausstellung gerungen. Vor drei Jahren konnte nach langwierigen Verhandlungen die Kooperations- und Bürgerbeteiligungsverträge zwischen Land, Stadt, Haus der Geschichte und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. unterzeichnet werden.

Initiative Lern-und Gedenkort Hotel Silber e.V.
6. Dezember 2018

Suche nach passendem Mahnmal beginnt von vorn

Die Suche der Stadt München nach einem passenden Mahnmal, das namentlich an jede einzelne Münchnerin und jeden Münchner erinnert, die von den Nationalsozialisten ermordet worden sind, beginnt von vorne.

Süddeutsche Zeitung
6. Dezember 2018

Streit über Scheingrab von Nazi-Kriegsverbrecher: Intelligenter Vandalismus

Der Künstler Wolfram Kastner soll 4088,34 Euro zahlen, weil er ein Grabmal für Naziverbrecher Alfred Jodl beschmierte und beschädigte. Ein Gericht zeigt Verständnis - recht gibt es der Gegenseite.

SPIEGEL Online
6. Dezember 2018

„Büßende Maria Magdelena“: Düsseldorf gibt Raubkunst zurück

Düsseldorf Die „büßende Maria Magdalena“ gehört einer jüdischen Verlegerfamilie. Nun gibt es der Kunstpalast zurück. Bei dem Werk handelt es sich um die Kopie eines Details des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gemäldes von Peter Paul Rubens.

RP-Online
Treffer 1 bis 15 von 18
z.Zt. keine Einträge

Resolution des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands zu gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie

Verabschiedet von der Mitgliederversammlung am 27. Sept. 2018 in Münster. Hier als PDF einsehbar oder hier auf der Webseite des DHV.

GedenkstättenRundbrief Nr. 189

English version (pdf)

Veranstaltungen

Publikationen

Stellenangebote