18. Mai 2016

‚Rassenschande’, ‚Gewohnheitsverbrecher’, ‚Volksschädling’ - Kritik dieser Begriffe auf sogenannten Stolpersteinen

Liane Lieske
Radiointerview

Es klingt zunächst nach einer guten Idee - das Erinnern an die einzelnen Opfer, die Einbindung des Gedenkens in den Alltag und die Erforschung der Lebensläufe durch lokale Gruppen. Doch die weit verbreite Praxis der sogenannten Stolpersteine hat auf den zweiten Blick wenig mit respektvollem Gedenken zu tun. Ein Stein im Boden lädt nicht nur, zum Innehalten ein, sondern meistens vor allem dazu, darauf zu treten.

Verantwortlich für die Stolpersteine ist Gunter Demnig. Dass ihm die Würde derjenigen egal ist, an die eigentlich erinnert werden sollte, zeigt er in letzter Zeit mehr als deutlich. So werden Menschen, die im Nationalsozialismus als sogenannte »Asoziale« verfolgt wurden, auch weiterhin als »Gewohnheitsverbrecherin«, als »Volksschädling« oder als »Rassenschänder« bezeichnet – Begrifflichkeiten, die Demnig nur durch simple Anführungszeichen als NS-Jargon kenntlich macht. Liane Lieske ist die Enkelin von Erna Lieske, auf deren Stolperstein Gunter Demnig „Gewohnheitsverbrecherin“ eingraviert hatte. Nico von Radio Corax sprach mit Lieske.

 

Das komplette Interview finden Sie auf der Website von freie-radios.net