8. Juli 2020

Ausschreibung „Jugend erinnert" / Förderlinie „ Digitale Formate für internationale Jugendbegegnungen zu historischen Orten der NS-Verfolgung"

Rubrik: Forschung und Projekte

Die Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft und die Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Homophobie sind wichtige Grundlagen unserer Demokratie und freiheitlichen Gesellschaft. Mit dem Bundesprogramm "JUGEND erinnert" sollen Gedenkeinrichtungen und die Erinnerung an das NS-Unrecht stärker gefördert und mehr jungen Menschen die Auseinandersetzung mit Geschichte ermöglicht werden.
Die Stiftung EVZ führt international ausgerichtete Teile des Bundesprogramms "JUGEND erinnert" mit Mitteln des Auswärtigen Amtes durch.

Wissens- und Informationsvermittlung sowie die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus finden heute zunehmend über digitale Formate und Kanäle statt. Dort gewinnen Geschichtsrevisionismus und auf die Gegenwart bezogene Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zunehmend an Einfluss (z.B. Online Hate Speech, neue Formen des Antisemitismus, Holocaust-Leugnung und -Verfälschung). Durch die aktuelle Covid-19-Pandemie ist die Bedeutung von digitalen Formaten für internationale Jugendbegegnungen nochmals deutlicher geworden. Eine Zunahme verschwörungstheoretischer Diskurse im digitalen Raum, u.a. von rechten Gruppierungen, lässt sich aktuell beobachten.
Dieser Programmteil fördert daher Projekte, die auf innovative Weise analoges und digitales Lernen verknüpfen und jungen Menschen ermöglichen, Erinnerungskultur aktiv und digital zu gestalten.

Alle Informationen zur dritten Ausschreibung:
https://www.stiftung-evz.de/handlungsfelder/auseinandersetzung-mit-der-geschichte/jugend-erinnert.html

Wir freuen uns auf Ihre Projektideen!