5. Februar 2016

Zeitzeugenarchiv mit lebensgeschichtlichen Interviews

Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Nach einjähriger intensiver Arbeit an dem Bestand der audio-visuellen Interviews mit ehemaligen NS-Zwangsarbeiter/innen ist der erste Teil des Zeitzeugenarchivs ab dem 26. März 2015 online abrufbar unter:

http://www.dz-ns-zwangsarbeit.de/zeitzeugenarchiv 

Im Rahmen des von der Berliner Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten geförderten Projektes zur „Digitalisierung des kulturellen Erbes der Stadt Berlin“ eröffnete sich dem Dokumentationszentrum

NS-Zwangsarbeit zum ersten Mal die Möglichkeit, das multimediale Material systematisch und sammlungsbezogen zu digitalisieren und für die Langzeitarchivierung aufzubereiten.

Die Erfassung des gesamten Sammlungsbestandes von 50 Interviews mit ehemaligen zivilen NS-Zwangsarbeiter/innen sowie mit ehemaligen italienischen Militärinternierten wird folgen. Über ein weiteres bewilligtes Projekt werden außerdem Briefe, Fotografien und Dokumente der Zeitzeugen digitalisiert, so dass im kommenden Jahr eine Erweiterung des Zeitzeugenarchivs erfolgen wird. 

Den Schwerpunkt der digitalen Sammlung bildet die Teilsammlung der Berliner Geschichtswerkstatt, die dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit als Dauerdepositum im Jahr 2011 übergeben wurde. Hierzu gehören 37 Interviews mit überwiegend polnischen ehemaligen Zwangsarbeiter/innen. Fernerhin haben Mitarbeiter des Dokumentationszentrums lebensgeschichtliche Zeitzeugeninterviews anlässlich der Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938 - 1945” geführt. Im Rahmen des laufenden Forschungsprojektes über die Batteriefabrik Pertrix konnten weitere ehemalige NS-Zwangsarbeiter/innen interviewt werden.

 

Beitrag zum erweiterten Zeitzeugenarchiv von Deutschlandradio Kultur (05.01.2016)