Thomas Irmer und Rainer E. Klemke

Der Gedenkort Rummelsburg

Gedenkstättenrundbrief Nr. 176 (12/2014) S 22-28

Berliner Arbeitshaus und DDR-Gefängnis, 1879–1990

Vorgeschichte und Rahmenbedingungen

Wie so oft waren es auch hier Bürgerinnen und Bürger, die den Anstoß dazu gaben, einen historischen Ort zum Sprechen zu bringen: Anwohner des neu geschaffenen Wohnquartiers an der Rummelsburger Bucht in Berlin-Lichtenberg, Initiativen und ehemalige Häftlinge wollten, dass die Geschichte des ehemaligen Arbeits- und Bewahrungshauses während der NS-Zeit und der DDR-Haftanstalt Rummelsburg sowie die Schicksale der in den jeweiligen politischen Systemen ausgegrenzten Menschen und politischen Gefangenen erzählt werden. Die Bezirksverordnetenversammlung und das Bezirksamt in Lichtenberg nahmen die Anregungen auf und richteten im Spätsommer 2012 einen Runden Tisch zum Gedenken an der Rummelsburger Bucht ein. Ziel war es, hier einen Informations- und Gedenkort zu errichten.

Der Bezirk stellte dafür aus seinem Haushalt 100 000 € und die Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten weitere 150 000 € aus dem Mauerfonds zur Verfügung. Bereits im Dezember 2012 wurden als erste Orientierung für die Passanten an der Rummelsburger Seepromenade zwei Tafeln der »Berliner Geschichtsmeile« aufgestellt, die einen Überblick zur Ortsgeschichte geben. Im Rahmen des Berliner Themenjahres »Zerstörte Vielfalt« konnten dann die Biografien von NS-Opfern des Arbeits- und Bewahrungshauses und Verantwortlichen in der NS-Zeit an drei Litfaß­säulen vorgestellt werden. Zum 25. Jahrestag der Massenverhaftungen von DDR-Bürgern im Rahmen des »Republikjubiläums« wurde am 8. Oktober 2014 eine Open-Air-Ausstellung an der Mauer und dem Zaun des früheren Polizeigefängnisses in Rummelsburg angebracht: Unter dem Titel »Zugeführt – in der Gewalt von Volkspolizei und Stasi« zeigte sie Fotos und andere Zeugnissen der Misshandlungen am historischen Ort, mit Blick auf die Gebäude und Garagen, wo die Menschen 1989 festgehalten worden waren. Diese Sonderausstellung bildete zugleich den Auftakt für die Einweihung des neuen Informations- und Gedenkortes Rummelsburg am 17. Dezember 2014, der wenige Monate nach der Entscheidung in einem Gestaltungswettbewerb im Mai 2014 auf der Grundlage der vom Runden Tisch erarbeiteten Inhalte realisiert wurde.

 

Die besonderen Herausforderungen für die Konzeption
dieses Informations- und Gedenkortes

Es handelte sich um eine Geschichte in vier verschiedenen politischen Systemen, die hinsichtlich möglicher Gemeinsamkeiten (Ort, Ausgrenzung von Randgruppen aus der Gesellschaft) und, besonders im Hinblick auf die NS- und die DDR-Zeit, in ihrer Unterschiedlichkeit darzustellen waren.

Die Opfergruppen, die hier im Zentrum stehen, haben bislang ein nur sehr partielles Interesse in der Öffentlichkeit wie auch in der wissenschaftlichen Bearbeitung erfahren, vor allem hinsichtlich der Zeit bis 1945. Ein Ziel der Ausstellung musste es daher sein, eine weiterführende Auseinandersetzung anzuregen sowie für das Thema der Randgruppen als NS-Opfer zu sensibilisieren – gerade auch angesichts heutiger rechter Übergriffe auf Obdachlose und Menschen mit Behinderungen.

Der Personenkreis der von der Verfolgung Betroffenen hatte aufgrund der Lebensumstände, z.T. wegen der Zwangssterilisationen in der NS-Zeit, meist keine Familien, deren Nachfahren hier lobbyistisch tätig werden konnten.

Von den in der NS-Zeit Verfolgten lagen kaum Zeugnisse vor und es gab keine Überlebenden, die noch erreichbar waren. Für die Verfolgung in der DDR gab es sowohl Zeitzeugen wie auch schriftliche Quellen, die aber noch kaum beachtet oder ausgewertet wurden. Dementsprechend mussten für den Informations- und Gedenkort Formen entwickelt werden, mit denen die verschiedenen historischen Schichten am Beispiel von repräsentativ ausgewählten Biografien sichtbar werden. Sowohl dem Informations- wie auch dem Gedenkaspekt (etwa als Ort für Gedenkveranstaltungen) sollte getrennt nach politischen Epochen Rechnung getragen werden. Dabei war auch darauf zu achten, dass neu gewonnene Erkenntnisse auch später wenig aufwendig durch zusätzliche Stelen-Elemente in das Info-System am Ort und in einer Smartphone-App eingearbeitet werden können. Der unmittelbare Bezug der Themen und Biografien zu den noch vorhandenen, heute als Wohnungen genutzten Gebäuden sollte hergestellt werden. Die Verwendung von »einfacher Sprache« und die direkte Ansprache der Besucher durch die dargestellten Personen in der »Ich«-Form sollte die ehemalige Ausgrenzung symbolisch durchbrechen und einen direkten Dialog mit den Besuchern ermöglichen.

 

»Korrigierende« Haft und »Sammelanstalt für Asoziale und Gefährdete aller Art« als Schwerpunktthemen der Ausstellung

Das ehemalige Gelände des Arbeitshauses und DDR-Gefängnisses Rummelsburg, südöstlich des Bahnhofs Ostkreuz im Bezirk Lichtenberg gelegen, ist einer der bislang wenig beachteten, aber hoch spannenden historischen Orte in Berlin. Hier kreuzten sich verschiedene Dimensionen der deutschen Geschichte. Vor Ort thematisiert nun die neue Dauerausstellung sowohl die Geschichte des 1879 eröffneten größten deutschen Arbeitshauses, als auch die an selber Stelle seit 1951 betriebenen DDR-Haftanstalt. Mit der Open-Air-Ausstellung wird zeitlich ein weiter Bogen vom Kaiserreich bis zur Friedlichen Revolution von 1989 gespannt.

Ein alle Epochen in Rummelsburg verbindender Sammelbegriff ist der des »abweichenden Verhaltens«, das dort – häufig aufgrund autoritärer Ordnungsvorstellungen – »korrigiert«, bestraft und verfolgt werden sollte. Bis 1951 wurde das Arbeitshaus Rummelsburg zur Unterbringung von sozialen Randgruppen überwiegend mittleren Alters genutzt. Dazu zählten Unterprivilegierte, soziale Absteiger und Ausgegrenzte oder Sucht- sowie psychische Kranke beiderlei Geschlechts. Sie waren häufig mit gegen das Betteln gerichteten Verordnungen und Gesetzen in Konflikt geraten oder unterstanden der öffentlichen Fürsorge.1

Im April 1951 übernahm die DDR-Volkspolizei das Gelände und ließ es zum zentralen Männer-Gefängnis von Ost-Berlin umbauen. Die Gefangenen setzten sich aus Ost- und Westdeutschen sowie Ausländern zusammen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung an der Rummelsburger Bucht stehen Biografien – angefangen von ehemaligen Insassen des Arbeitshauses bis zu politischen Häftlingen des DDR-Gefängnisses und Festgenommenen der Bürgerrechtsbewegung: Unter den Biografien von Bettlern aus dem Kaiserreich und der Weimarer Republik ist beispielsweise Adolf B., der aus einer Kaufmannsfamilie stammte. B. kam mehrfach wegen Bettelns in Haft und anschließend zur, wie es damals juristisch hieß, »korrektionellen Nachhaft« nach Rummelsburg. Dort wurde er, wie die Mehrzahl der männlichen Insassen, zur Arbeit auf Berliner Stadtgütern und Rieselfeldern eingesetzt. Über die Gründe für den Abstieg des Adolf B. und das Leben als Bettler geben die Akten keine Auskunft. Quellenprobleme bestehen auch bei fast allen anderen Fällen darin, dass die Lebensläufe von Insassen des Arbeitshauses größtenteils anhand von wenigen Polizei- und Patientenakten rekonstruiert werden mussten. B. kam mehrfach nach Rummelsburg und wurde zuletzt für »geisteskrank« erklärt. Mit vielen anderen Insassen hatte er gemeinsam, dass es nie eine Betrachtung seiner individuellen Probleme und Bemühungen, diese zu verändern, gab. Im Vordergrund stand vielmehr seine möglichst kostengünstige Unterbringung, das zentrale Motiv für die Kommune.

Die Ausstellung verweist aber auch auf alternative pädagogische Ansätze wie durch die Biografie des Reformpädagogen Karl Wilker. Als Leiter der ehemaligen »Zwangserziehungsanstalt für verwahrloste Knaben« versuchte Wilker nach dem Ersten Weltkrieg in Lichtenberg neue Erziehungsmethoden einzuführen, die von der Jugendbewegung inspiriert waren.

Die Nationalsozialisten wollten aus Rummelsburg eine »große Sammelanstalt für Asoziale und Gefährdete aller Art« insbesondere der Berliner öffentlichen Fürsorge machen.2 Der nationalsozialistische Sozial- und Jugendamtsleiter Karl Spiewok, auf den die Ausstellung ebenfalls eingeht, versuchte sich in Rummelsburg als Vorreiter einer »Politik der Bewahrung« zu profilieren, die auf eine dauerhafte Unterbringung von arbeitsunfähigen Insassen bei minimaler Versorgung hinauslief.

In der Dauerausstellung kann anhand neuer Quellenfunde gezeigt werden, dass Rummelsburg-Insassen auch zu Opfern der NS-Euthanasie wurden. Anfang 1941 wurden die 30 jüdischen Arbeitshaus-Insassen im Rahmen einer »Sonderaktion« abtransportiert und wenig später in der Heilanstalt Bernburg, einer der »T4«-Tötungsanstalt, mit Gas ermordet.3 Unter ihnen befand sich auch die 67-jährige Auguste Löwenthal, eine Prostituierte aus Friedrichshain. Ihre Biografie, rekonstruiert auf der Grundlage einer Akte der Kriminalpolizei, befindet sich in der Ausstellung. Bisher war durch die Beiträge von Götz Aly nur bekannt, dass Anfang 1942 eine Kommission von hochrangigen »T4«-Gutachtern alle damals knapp 1 500 Insassen in den Blick nahm und 314 von ihnen einstimmig zur Tötung ausgewählte.4 Die Entscheidungen dieser Kommission wurden jedoch nicht mehr umgesetzt, Vorrang hatte nun der Massenmord an den Juden.

Während des Zweiten Weltkriegs leisteten die Insassen in 17 Werkstätten in der Anstalt sowie in 20 Stadtkommandos in Berlin umfangreich Zwangsarbeit, hauptsächlich für kommunale Zwecke. Die Großbäckerei im Arbeitshaus belieferte über 30 städtische Einrichtungen, unter anderem Krankenhäuser, mit Schrippen und Brot. Die Insassen arbeiteten aber auch in den Städtischen Forsten, auf dem Lichtenberger Zentralfriedhof, bei der Straßenreinigung, im nahen Großkraftwerk Klingenberg und in anderen Rummelsburger Industriebetrieben.5 Auch die damals 23-jährige Ausreißerin Marie R., die mit 17 Jahren zwangssterilisiert worden war, arbeitete außerhalb des Arbeitshauses. Anfang 1942 gelang es ihr, von dort wegzulaufen.

 

Das Gefängnis von Ost-Berlin

Im 1951 in Rummelsburg eröffneten DDR-Gefängnis wurden auch soziale Außenseiter inhaftiert. Wenig bekannt ist, dass nur in der DDR der Begriff »asozial« bzw. »kriminelle Asozialität« 1968 in das Strafrecht aufgenommen wurde.6 Noch in den 1980er-Jahren waren die meisten Häftlinge in der Ost-Berliner »Strafvollzugsanstalt I« jedoch wegen Eigentums-, in geringeren Umfang auch wegen Gewalt- und Sittlichkeitsdelikten straffällig gewordene Ostdeutsche.7

In den vier Jahrzehnten seiner Existenz war das Gefängnis Rummelsburg aber immer auch ein Haftort für politische Gefangene wie in den 1950er-Jahren Horst Jänichen aus Lichtenberg, der insgesamt acht Jahre in verschiedenen DDR-Gefängnissen inhaftiert war, oder von dem heutigen CDU-Politiker Günter Toepfer aus Karlshorst, der, nach dem Mauerbau verhaftet, gleich in vier Außenkommandos arbeiten musste. Unter den politischen Gefangenen befanden sich zudem Westdeutsche aus der Bundesrepublik und West-Berlin. Unter ihnen war der Italiener Timo Zilli, der 1970 nach Rummelsburg kam. Mitte der 1970er-Jahre wurden die beiden Fluchthelfer Matthias Bath aus Berlin und Hartmut Richter aus Glindow in Rummelsburg inhaftiert.

Seit 1986 planten Volkspolizei und Staatssicherheit, so eine weitere neue Erkenntnis der Ausstellungsrecherche, in Rummelsburg alle ausländischen Gefangenen der DDR zusammenzulegen, zu denen auch Westdeutsche und West-Berliner gezählt wurden. Zu weiteren Kennzeichen des Vollzugs in Rummelsburg zählt dessen Funktion als Durchgangsstation in andere DDR-Gefängnisse. Umfangreich war, wie in anderen DDR-Haftanstalt auch, die wirtschaftliche Ausbeutung der Arbeitskraft der Häftlinge für den SED-Staat und volkseigene Betriebe. Häftlinge aus Rummelsburg wurden u.a. beim Bau des Flughafens Schönefeld eingesetzt. Sie arbeiteten auch für den Export, darunter in den arabischen Raum.8

Auch während der Friedlichen Revolution nahm Rummelsburg eine Rolle als ein Ort der Repression in Berlin ein. Schon 1989 wurden dort kurzzeitig Bürgerrechtler inhaftiert, etwa nach Protesten bei der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration 1988 oder wegen der Kommunalwahlfälschungen vom Mai 1989. Am 7. und 8. Oktober 1989 hielten Volkspolizei und Stasi hunderte Demonstranten auf einem Verwaltungshof außerhalb der Zellengebäude fest, unter ihnen Manfred Butzmann und Jörg Zickler. Die aus allen Teilen der Bevölkerung stammenden Menschen hatten während des offiziellen Staatsfeiertages zur DDR-Gründung am Palast der Republik in Mitte und um die Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg protestiert.

 

Gestaltungsprinzipien

Die Ausstellungsgestaltung der Berliner Gestalterin Helga Lieser ermöglicht es, alle Epochen darzustellen, ohne sie zu vermischen. Grundlage ist ein modulares System mit Erzähl-Stelen aus Stahl, die durch ihre verschiedene farbliche Beschaffenheit schon äußerlich nach Epochen unterscheiden. Durch die flexibel aufstellbaren Stelen können die Biografien den in ihrer äußeren Form erhaltenen historischen Verwahr-, Haft- und Verwaltungsgebäuden zugeordnet werden. Auf diesen Stelen begegnen die einst Ausgegrenzten dem Besucher in Augenhöhe und erzählen aus ihrem Leben in der »Ich«-Form. So lassen sich die Informationen behutsam in das Wohngebiet integrieren, ohne dass sich Gäste und Anwohner in die Quere kommen. 18 Stelen sind auf dem Gelände zwischen Hauptstraße und Rummelsburger Bucht in sechs themen- und ortsbezogenen Ensemble-Gruppen verteilt. Die chronologische Gliederung des Stelen-Ensemble sorgt für eine klare Übersicht und Orientierung. Die Ausstellung ist aus allen Richtungen begehbar.

Zusätzlich zur Ausstellung wird eine neue Version der »Rummelsburg-App« erarbeitet: Zur bisherigen Version für die DDR-Zeit werden nun auch Kaiserreich, Weimarer Republik und NS-Zeit in Form eines Rundganges mit ergänzenden Materialien und Interviews, Bildern und Filmbeiträgen vorgestellt. Die neue Version wird ab Ostern 2015 unter rummelsburg-app.de/download kostenlos herunterzuladen sowie über QR-Code an den Stelen abrufbar sein. Diese App ist neben Englisch auch in »leichter Sprache« abrufbar. Zusätzlich wird sie ein Angebot für Jugendliche enthalten.

Resümee

Die neue Dauerausstellung »Gedenkort Rummelsburg« schließt eine wichtige Lücke in der Berliner Gedenkstättenlandschaft und der deutschen Erinnerungskultur, sowohl für die NS- wie für die DDR-Zeit. Sie weist auf die Rolle des Arbeitshauses Rummelsburg als einem wenig bekannten Ort der Verfolgung sozialer Randgruppen während der NS-Zeit hin. Zu den Forschungserträgen der Ausstellungsrecherche zählen unter anderem Angaben über eine bislang unbekannte NS-»Sonderaktion«, bei der alle 30 jüdischen Arbeitshaus-Insassen abtransportiert und im Rahmen der NS-Euthanasie ermordet wurden. Und die Ausstellung zeigt, dass das DDR-Gefängnis zu Unrecht ein in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute eher vernachlässigter Ort der Repression der Diktatur der SED ist. Die neue Dauerausstellung will dazu beitragen, den Opfern einen Raum und eine Stimme zu geben und sie aus dem gesellschaftlichen Abseits in die Mitte der Gesellschaft und deren Erinnerung zu holen.

 

Thomas Irmer, Historiker, war Kurator der Dauerausstellung Gedenkort Rummelsburg.

Rainer E. Klemke ist ehemaliger Gedenkstättenreferent des Landes Berlin. Er leitete den Runden Tisch Gedenkort Rummelsburg und war Projektleiter für die Errichtung des Informations- und Gedenkortes.

 

1    Christine Steer, Rummelsburg mit der Victoriastadt, Berlin: Bebra Verlag 2010, S. 126–145.

2    Thomas Irmer, Kaspar Nürnberg & Barbara Reischl: Das Städtische Arbeits- und Bewahrungshaus Rummelsburg – Zur Geschichte eines vergessenen Ortes der Verfolgung von »Asozialen in der NS-Zeit«, in: GedenkstättenRundbrief Nr. 144 8/2008, S. 22–31; Steer 2010 (wie Anm. 1), S. 132–134; Elisabeth Weber, »Berlin, die Stadt ohne Bettler« – Die Verfolgung »Asozialer«, in: Michael Wildt, Christoph Kreutzmüller (Hg.), Berlin 1933–1945. Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus, München: Siedler 2013, S. 325–340.

3    Thomas Irmer, »… die sogenannten asozialen Elemente ebenfalls zur Vernichtung reif machen …« – Das Berliner Arbeitshaus Rummelsburg zwischen Anfang und Ende der NS-Euthanasie, in: Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland, Heft 17/2015 (erscheint 2015).

4    Götz Aly, Die Belasteten. »Euthanasie« 1939–1945. Eine Gesellschaftsgeschichte, Frankfurt/M. 2013, S. 220–224.

5    Irmer, Nürnberg & Reischl 2008 (wie Anm. 2); Steer 2010 (wie Anm. 1).

6    Sven Korzilius, »Asoziale« und »Parasiten« im Recht der SBZ/DDR. Randgruppen im Sozialismus zwischen Repression und Anpassung, Köln/Weimar/Wien: Böhlau 2005; sowie: Joachim Windmüller, Ohne Zwang kann der Humanismus nicht existieren – »Asoziale« in der DDR, Frankfurt: Peter Lang 2006.

7    Steer 2010 (wie Anm. 1.); Heike Hoffmeister, Arbeitshaus der Stadt Berlin zu Rummelsburg. Strafvollzugseinrichtung I Berlin. Wohnen an der Rummelsburger Bucht: 1877 bis heute; in: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat Nr. 31.2012, S. 3–16.

8    Irmer, Nürnberg & Reischl 2008 (wie Anm. 2), Zur Häftlingsarbeit in der DDR auch Tobias Wunschik: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1950–1989), Göttingen: V&R 2014.