Klaus Kundt

»Juden und Mitglieder der Sektion Donauland unerwünscht«

Gedenkstättenrundbrief 117 S. 19-28

Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat mit der Aufarbeitung seiner antisemitischen Vergangenheit begonnen

Der Deutsche Alpenverein (DAV), mit mehr als 650 000 Mitgliedern der Welt größter Bergsteigerverband, ist dabei den beschämendsten Abschnitt seiner mehr als 135jährigen Geschichte aufzuarbeiten. Am 17. März 2001 beschloss der Hauptausschuss des Deutschen Alpenvereins (DAV) einstimmig, die Erinnerung an jene Bergsteigerinnen und Bergsteiger wach zu halten, die Opfer von Intoleranz, politischer, weltanschaulicher, religiöser und rassischer Verfolgung geworden sind.

Anlaß hierfür war die bevorstehende 75jährige Wiederkehr des Ausschlusses der Sektion Donauland (17. Dezember 1924) aus dem damaligen Deutschen und Österreichischen Alpenverein (D.u.Ö.A.V). Sie war 1921 in Wien von christlichen und jüdischen Bergsteigern aus Protest gegen die Einführung des Arierpraragraphen in der Wiener Sektion Austria gegründet und anschließend in den D.u.Ö.A.V. aufgenommen worden.

Auf Grund des Beschlusses vom März 2001 erinnern inzwischen Gedenksteine an drei DAV – Hütten, die einstmals im Besitz der Sektion Donauland und des Deutschen Alpenverein Berlin e.V. waren (Glorerhütte, Obertauernhaus, Friesenberghaus) und vor dem Alpinmuseum in München an jenes dunkelste Kapitel in der Geschichte des ehemaligen D.u.Ö.A.V., als er jüdischen Mitgliedern und jenen, die zu ihnen standen, die Bergfreundschaft aufgekündigt hat. Die Gedenksteine tragen eine Bronzeplakette mit der Inschrift »Gegen Intoleranz und Hass ›1921–1945‹ Uns Bergsteigern zur Mahnung« mit Davidstern und Edelweiß. Außerdem wurde inzwischen das Friesenberghaus am Hohen Riffler in den Zillertaler Alpen zu einer » Denk-Stätte« ausgebaut. Die feierliche Eröffnung der »Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte des DAV gegen Intoleranz und Haß« erfolgte am 12./13. Juli 2003. Zum ersten Mal in der Geschichte der alpinen Vereine wurde eine ihrer Schutzhütten in einem ökumenischen Festakt auch von einem jüdischen Rabbiner (Dr. Andreas Nachama aus Berlin), gemeinsam mit einem evangelischen Pastor (Meynhardt von Gierk aus Jennbach in Tirol) und einem katholischen Pfarrer (Otto Walch aus Lanersbach in Tirol) geweiht.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) im preußischen Kaiserreich – seit dem 19. November 1873 grenzübergreifend als »Deutscher und Österreichischer Alpenverein« (D.u.Ö.A.V.) vereint, nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 nur noch Deutscher Alpenverein (DAV) – war zweifelsfrei eine Gründung des Bildungsbürgertums. Konservativ mit liberalen Zügen oder liberal mit konservativen Zügen war die Einstellung der Mitglieder in Deutschland meist von dem jeweils örtlichen und gesellschaftlichen Umfeld ihrer Sektion geprägt. Mitglied im Alpenverein zu sein wurde bald nach dessen Gründung auch eine Angelegenheit des gesellschaftlichen Prestiges. Von Anfang an verfolgte der Verein neben touristischen und wissenschaftlichen Interessen auch sozialpolitische Ziele: Ausbau einer Infrastruktur in oft unzugänglichen Alpentälern, materielle Hilfen in den verarmten Regionen der Alpen, Unterstützung einer Bildungsarbeit vor Ort. Vor allem die letztere Tätigkeit wurde bald auch als nationale Aufgabe, vor allem im Trentino, dem italienisch bevölkerten Teil Südtirols, begriffen.

Trotz dieser Entwicklung von nationalen Aufgaben war der Antisemitismus bis 1921 für die meisten Sektionen im Alpenverein kaum ein Thema. Weder in Deutschland noch in Österreich. Gerade in den Groß- und Industriestädten waren viele Juden angesehene Mitglieder, gehörten den Vorständen an und oft auch zu den Gründern von Sektionen. Sie waren in ihren Sektionen genauso emanzipiert wie in der Gesellschaft. Wenn überhaupt unterschieden wurde, dann eher aus religiöser Sichtweise, als »rassisch« bedingt. Jude zu sein war – in wenigen Ausnahmefällen – kein Hinderungsgrund für eine Mitgliedschaft, vor allem für die norddeutschen Sektionen.

Erst nach dem 1. Weltkrieg waren es vor allem österreichische Sektionen, unter Führung des pathologischen Antisemiten und Vorsitzenden der Sektion Austria in Wien, Hofrat Eduard Pichl, die mit allen Mitteln, bis hin zu Verleumdungen, die Auseinandersetzung um einen »völkischen« Antisemitismus in den Alpenverein hineintrugen. Pichl setzte im Jahr 1921 den »Arierparagraphen« für die Aufnahme neuer Mitglieder in der Sektion Austria durch – der damals größten österreichischen Sektion im Alpenverein. Daraufhin traten jüdische Mitglieder und in der Mehrzahl nichtjüdische aus. Sie gründeten die Sektion »Donauland«. Die neue Sektion wurde in den D.u.Ö.A.V. als gleichberechtigte Sektion aufgenommen und mauserte sich sehr schnell nicht nur zur drittgrößten Sektion Österreichs sondern auch zur siebtgrößten des Gesamtvereins. Ihr Gründungsmitglied, der jüdische Bergsteiger Dr. Josef Donabaum, wurde sogar zum 3. Vorsitzenden des D.u.Ö.A.V. gewählt. Dr. Donabaum war Direktor der österreichischen Nationalbibliothek und vormals Vorsitzender der Sektion Austria. Gegen die Aufnahme von »Donauland« begann Pichl mit allen Mitteln sofort zu agieren, bis hin zu Verleumdungen wurden die Auseinandersetzungen von ihm und seinen Anhängern betrieben.

In Pichl’s heftig geführten völkisch-antisemitisch motivierten Kampagnen gegen »Donauland« forderte er auch die generelle Einführung eines Arierparagraphen im D.u.Ö.A.V., zwingend für die Mitgliedschaft in allen Sektionen. Diese Auseinandersetzung wurde von zahlreichen österreichischen Sektionen – und Vereinen, die nicht dem D.u.Ö.A.V. angehörten – getragen. In Deutschland fand Pichl von Anfang an die tatkräftige Unterstützung der antisemitisch eingestellten ehemaligen Berliner Sektion »Mark Brandenburg«, deren Vorsitzender zu jener Zeit Waldemar Titzenthaler war, und einzelner bayerischer Sektionen – später auch vom Ortsausschuss der Münchener Sektionen. Pichl verstand es in kürzester Zeit, fast alle österreichischen Sektionen hinter sich zu bringen, nur einige wenige widerstanden seinem Drängen. Übrigens im Oktober 1931 trat der damalige Hauptmann a. D. und Reichstagsabgeordnete der NSDAP Hermann Göring in die Sektion Mark Brandenburg ein, deren Ehrenmitglied er etwas später wurde.

Anfangs widersetzte sich der Verwaltungsausschuss des D.u.Ö.A.V. unter Vorsitz von Reinhard von Sydow (Sektion Berlin) und die norddeutschen Sektionen diesen Bestrebungen. Auch die Mahnungen angesehener Bergsteiger wie Eugen Guido Lammer, Willi Rickmer Rickmers und dem Mitgründer des Alpenvereins, Johann Stüdl, gegen diese unwürdige Entwicklung hatten letztlich keinen Erfolg.

Mit welchen Mitteln die Sektion Austria ihre Meinung versuchte umzusetzen, möge nur ein Beispiel belegen. Kein rühmliches! Während ihres »völkischen Kampfes« wurden in ihren und auch in anderen österreichischen Alpenvereinshütten Plakate mit dem Hinweis ausgehängt: »Mitglieder der Sektion Donauland und Juden unerwünscht.« Obwohl alpine Schutzhütten für jedermann, wurden Bergsteiger und Bergsteigerinnen, die als »Donauländer« erkannt wurden oder die jüdischer Namen verdächtig waren oder sich gar als Juden zu erkennen gaben, aus den Unterkünften gewiesen – auch nachts!

Auf einer Tagung der österreichischen Sektionen am 16. November 1924 in Bischofshofen verabschiedeten 100 österreichische Sektionen eine Denkschrift und einen Aufruf »An die Schwestersektionen im Deutschen Reich!«. Sie drohten den widerstrebenden deutschen Sektionen mit ihrem Austritt aus dem Gesamtverein, falls die Sektion Donauland nicht ausgeschlossen werden würde. Das zielte auf eine mögliche Spaltung des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, die damals für viele Sektionen undenkbar war. Auszüge aus diesem Aufruf (Unterstreichungen im Originaltext des Aufrufes):

»Warum lehnen die hundert österreichischen Sektionen die Sektion »Donauland« ab? Weil sie in den Alpenverein nicht gehört. Begründung:

1) ›Donauland‹ ist wegen ihrer volksfremden Zusammensetzung und Eigenart für die Gesamtheit der österreichischen Sektionen unannehmbar. Sie bedroht das Deutschtum in den Alpenländern und untergräbt den Bestand des Vereins…

4) […] ›Donauland‹ hat in ihrer, dem Alpenverein fremden Geistesrichtung durch Nichtbeachtung der fast einhellig an sie ergangenen Aufforderungen zum Austritte gegen die üblichen Regeln des gesellschaftlichen und vereinsmäßigen Brauches schwer verstoßen…«

In Folge dieser heftigst, zum Teil von der antisemitischen Seite mit Verleumdungen, geführten Auseinandersetzung wurde zwar die Verpflichtung zur Einführung eines für die Sektionen zwingenden Arierpraragraphen abgewehrt, aber die Sektion Donauland schließlich auf Druck, vor allem der österreichischen Sektionen, am 17. Dezember 1924 ausgeschlossen. Für den Ausschluss waren 1236 Stimmen, dagegen 190 – darunter die 15 Stimmen der Sektion Berlin und die Stimmen der Sektionen: Aachen, Akademische Sektion Berlin, Barmen, Essen, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Gleiwitz, Gummersbach, Leipzig, Mainz, Mannheim, Marburg, Neumarkt/Pfalz, Nürnberg, Zwickau.

Im Gegenzuge haben sich die antisemitisch eingestellten Sektionen verpflichtetet, in den nächsten acht Jahren keine Anträge auf Einführung eines generellen Arierparagraphen zu stellen. Außerdem sicherten sie zu, dass die Schilder auf ihren Hütten mit der Aufschrift: «Juden und Mitglieder der Sektion Donauland» unerwünscht« beseitigt werden. Wenn auch damals die Einführung eines generellen Arierpragraphen für alle Sektionen formell abgewehrt worden ist, so stellte 1927 der Hauptausschuss des D.u.Ö.A.V. immerhin fest, daß Satzungsbestimmungen einzelner Sektionen mit einem Arierparagraphen zulässig sind. Bereits 1924 hatten 98 der 100 österreichischen Sektionen den Arierparagraphen in ihren Satzungen und rund 50 von den 250 deutschen Sektionen haben ihn mit oder ohne Satzung angewandt. Nach 1924 folgten weitere deutsche Sektionen, erst 1933/34 wurde er allen deutschen Sektionen verordnet.

Besondere Auswirkungen hatten die Auseinandersetzungen von 1921 bis 1924 auf die Berliner Alpenvereine, vor allem auf die Sektion Berlin: Aus Protest gegen den Ausschluss von »Donauland« traten 1924 mehr als sechshundert Mitglieder der damaligen Sektion Berlin, einer der Gründersektionen des Alpenvereins, aus dem D.u.Ö.A.V. aus und gründeten den »Deutschen Alpenverein Berlin e.V.«, der 1934 von den Nazis verboten wurde. Sie errichteten mit Hilfe von Zillertal Bergführern das Friesenberghaus in 2498 m Höhe unterhalb des Hohen Rifflers, einem der schönsten Aussichtsberge Tirols: Dieses Haus ist das steinerne Zeugnis für die Vorgänge im Alpenverein in den Jahren 1921 bis 1945, jetzt im Besitz der Sektion Berlin des DAV. Von den Vertretern der Alpenvereinsjugend wurde angeregt dieses Friesenberghaus zu »einer mit Leben erfüllten Denk-Stätte« – gegen Intoleranz und Hass zu machen. Warum gerade das Friesenberghaus hierfür besonders geeignet ist, soll die nachfolgende chronologische Darstellung der Geschichte des Antisemitismus in den Berliner Alpenvereinen aufzeigen. Unter den Berliner Sektionen war es die ehemalige Sektion Mark Brandenburg, die bereits seit ihrer Gründung antisemitisch eingestellt war, sich aber erst nach dem verlorenen Weltkrieg öffentlich und energisch hierzu bekannte.

1898/99 In der Sektion Berlin, einer Gründersektion des Alpenvereins in Deutschland, kam es zu Auseinandersetzungen in ihrer »Volkstanzgruppe«. Anlaß hierzu waren damals keine offen ausgetragenen antisemitischen Vorurteile, sondern vorgeschobene Meinungsverschiedenheiten um den richtigen »Dreher« bei einem Tiroler Tanz.

1899, 31. Mai Gründung der Sektion »Mark Brandenburg« durch die unzufriedenen »Volkstänzer« mit der Satzungsbestimmung, dass nur ein »christlich getaufter, deutscher Staatsbürger Mitglied« werden kann. 25 Jahre später, im Jubiläumsheft von Mai 1924 der Sektion Mark Brandenburg – erschienen in dem Jahr heftigster Auseinandersetzungen um die Einführung eines Arierparagraphen im D.u.Ö.A.V. – heißt es nunmehr offen zum Streit von 1889 voller Stolz: »Der Beweggrund war, eine alpine Arbeitsgemeinschaft zu gründen, die auf völkischer Grundlage aufgebaut war. Dieser Wunsch war nicht eingegeben von irgendwelcher Minderbewertung der moralischen Eigenschaften und geistigen Fähigkeiten unserer Mitbürger semitischer Herkunft, sondern ausschließlich von dem Bestreben, – ich werde verstanden, wenn ich sage – unter uns zu sein. Ich würde es für einen Mangel an Wahrheitsliebe und Selbstbewußtsein halten, wenn wir heute nicht bekennen wollten, daß wir eine Sektion gründen wollten, die nur deutsche Volksgenossen aufnahm.«

1921 Eduard Pichl wird im April Vorsitzender der Sektion Austria in Wien und beginnt sofort seine antisemitischen Ideen nicht nur in dieser Sektion durchzusetzen. Daraufhin traten demokratisch gesinnte Mitglieder aus und gründeten gemeinsam mit den geächteten jüdischen Bergsteigern noch im selben Monat die Sektion Donauland, die Pfingsten in den D.u.Ö.A.V. aufgenommen wird.    

10. Juni Gründungsversammlung des »Verbandes mitteldeutscher und nordostdeutscher Sektionen«. Dieser Verband lehnt die Einführung eines Arierparagraphen für die Mitgliedschaft im D.u.Ö.A.V. ab. Von den Berliner fünf Sektionen schließen sich ihm nur die Sektion Berlin und die Akademische Sektion Berlin an.

1922 Österreichische Sektionen gründen den antisemitischen »Deutschvölkischen Bund« innerhalb des D.u.Ö.A.V., dem sich 70 Sektionen anschließen. Auf der Hauptversammlung des D.u.Ö.A.V. in Bayreuth stellen die Münchener Sektionen Hochland und Oberland den Antrag die Sektion Donauland auszuschließen. Der Antrag wird mit 910 gegen 512 Stimmen abgelehnt. Der jüdische 3. Vorsitzende des Alpenvereins wird auf dieser Hauptversammlung wiederholt angegriffen und in der Diskussion von den antisemitisch gesinnten Rednern aufgefordert, zurückzutreten. Er legte daraufhin sein Amt nieder.

18.Dezember unter dem Vorsitzenden Waldemar Titzenthaler, der bereits vorher 2. Vorsitzender war, ändert die Sektion Mark Brandenburg die Aufnahmebestimmungen in ihrer Satzung. Nur noch »christliche deutsche Männer« dürfen der Sektion angehören, anstelle von »christlich getaufter, deutscher Staatsbürger«. Damit wurde bewußt der völkische begründete Antisemitismus das besondere Merkmal dieser Sektion.

1923, 8./9. September auf der Hauptversammlung des D.u.Ö.A.V. in Bad Tölz stellen österreichische und Münchener Sektionen Anträge, in denen die Sektion Donauland aufgefordert werden soll, aus dem D.u.Ö.A.V. auszutreten. Diese Anträge werden schließlich zurückgezogen. Die Sektionen Austria und Mark Brandenburg aus Berlin stellen Anträge auf Satzungsänderungen mit der Zielrichtung, einen Arierparagraphen indirekt in die Satzung des D.u.Ö.A.V. einzuführen. Als Folge dieser Auseinandersetzungen lösen die Sektion Berlin und die Akademische Sektion Berlin ihre Bindungen zum 1921 gegründeten Gauverband Berlin – Brandenburg des D.u.Ö.A.V. wegen dessen antisemitischer Tendenzen. Die anderen Berliner Sektionen (Mark Brandenburg, Charlottenburg, Hohenzollern, Kurmark) bleiben bis zu dessen Auflösung im November 1933 Mitglied.

1924, 14. März Auf der Jahreshauptversammlung der Sektion Berlin warnt deren 1. Vorsitzende Rudolf Hauptner vor den Gefahren eines Antisemitismus im D.u.Ö.A.V.

30. Juni Brief des 1. Vorsitzenden des Hauptausschusses des D.u.Ö.A.V., Dr. R. von Sydow, an die Sektion Donauland mit der Bitte, im Interesse des Gesamtvereins freiwillig den D.u.Ö.A.V zu verlassen, da die Sektion Klagenfurt namens fast aller österreichischen Sektionen einen Ausschlussantrag gestellt hat. Die Sektion Donauland lehnt das Ansinnen eines freiwilligen Austrittes ab. Das Schreiben endet im Wortlaut: »Und wir wünschen aus Liebe zum Alpenverein heraus, daß dieser nicht einmal zu bereuen habe, was sein derzeitiger Hauptausschuss, wenn auch aus bestem Wollen, so doch in Verkennung der Bedeutung der Tatsachen durchzuführen im Begriffe ist.«

19./20. Juli Auf der Hauptversammlung des D.u.Ö.A.V. in Rosenheim führten die Austrittsdrohungen der österreichischen Sektionen zum Erfolg: Mit 1547 Stinmen wird die Sektion Donauland aufgefordert, den D.u.Ö.A.V. freiwillig bis zum 31. Oktober zu verlassen. 110 Stimmen waren dagegen. Dieser Antrag war von der Sektion Klagenfurt und weiteren 96 österreichischen und neun reichsdeutschen Sektionen eingebracht worden. Der damalige Vorsitzende der Sektion Berlin, Dr. Rudolf Hauptner, enthielt sich der Stimme entgegen eines Beschlusses der Sektion Berlin gegen diesen Antrag zu stimmen. Eine endgültige Entscheidung über einen Ausschluss der Sektion Donauland soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Dezember in München gefällt werden.

10. Oktober Der Vorstand der Sektion Berlin beschließt erneut gegen einen Ausschluss der Sektion Donauland zu stimmen.

27. November Eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Sektion Berlin bekräftigt durch Beschluss diese Entscheidung des Vorstandes und verabschiedet eine »Berliner Erklärung« mit folgendem Wortlaut: »1.) Die Sektion Berlin erkennt nach wie vor keine statutenmäßigen Gründe an, die dem Verein das Recht geben, den Ausschluss der Sektion Donauland zu vollziehen. Auch die im Einladungsschreiben des Hauptausschusses zur Hauptversammlung vom 14. Dezember 1924 neu aufgeführten Gründe für den Ausschluss entbehren der Stichhaltigkeit, weil es sich um provozierte Kampfmaßnahmen der Sektion Donauland handelt. 2.) Die Sektion Berlin sieht in dem Ausschluss der Sektion Donauland nicht die Verhütung der Zersetzung und des Zerfalles des D.u.Ö.A.V., sondern deren Beginn. Eine erhebliche Schwächung des Gesamtvereines, wenn nicht sein gänzlicher Auseinanderfall, sowie unerträgliche Zustände im Hüttenleben würde seine Folge sein. 3.) Die Sektion Berlin fordert die bedingungslose Zurücknahme des Antrages auf Ausschluss der Sektion Donauland und behält sich im Falle des Ausschlusses alle weiteren Maßnahmen hinsichtlich ihres Verhältnisses zum Gesamtverein vor.« – Für diese Erklärung stimmten 544 Mitglieder, dagegen 366.

14. Dezember Außerordentliche Hauptversammlung des D.u.Ö.A.V. in München. Antrag des Hauptauschuss, die Sektion Donauland auszuschließen. Ein Antrag der Sektion Berlin auf einjährige Vertagung wird abgelehnt, desgleichen ein Antrag der Sektion Gleiwitz, der zusätzlich ein Schiedsgericht empfiehlt. Auch Anträge der Sektionen Essen, Gelsenkirchen »und Genossen« die Beschlussfassung zu vertagen und einen Ausschuss einzusetzen, der die gegen die Sektion Donauland vorgetragenen Beschuldigungen zu prüfen und auf der nächsten Hauptversammlung darüber zu berichten habe, wurde abgelehnt. Für den Ausschluss waren 1236 Stimmen, 190 stimmten dagegen, darunter die 15 Stimmen der Sektion Berlin.

1925, 13. März Die Jahreshauptversammlung der Sektion Berlin lehnt einen Arierparagraphen für die Sektion Berlin ab.

7. April Gründung eines »Deutschen Alpenvereins Berlin e.V.« außerhalb des D.u.Ö.A.V von Mitgliedern der Sektion Berlin als Antwort auf die antisemitische Einstellung innerhalb des D.u.Ö.A.V. und aus Protest gegen den Ausschluss von Donauland.

1926, März Die Hauptversammlung der Sektion Berlin lehnt eine Doppelmitgliedschaft von »Deutscher Alpenverein Berlin e.V.« und Sektion Berlin ab. Deswegen kommt es zu jahrelangen Prozessen. Mehrere Gerichtsinstanzen bejahen die Möglichkeiten einer Doppelmitgliedschaft, erst das Reichsgericht in Leipzig bestätigt am 16. Februar 1931 diesen Beschluss der Mitgliederversammlung.

1928, Juli Der Deutsche Alpenverein Berlin e.V. beginnt mit Unterstützung vom »Alpenverein Donauland« (früher Sektion Donauland) und von Zillertaler Bergführern den Bau des Friesenberghauses in den Zillertaler Alpen.

1931 Eröffnung des Friesenberghauses durch den Deutschen Alpenverein Berlin e.V., Einweihung am 3. Juli 1932.

1933 Der Deutsche Alpenverein Berlin e.V. übereignet das Friesenberghaus an den Alpenverein Donauland in Wien, da die Auflösung des Deutschen Alpenvereins Berlin e.V. durch die Nazis erwartet wird.

November Durch Erlass der »reichsdeutschen Führer« des D.u.Ö.A.V muß in die Satzungen der Sektionen der Arierparagraph aufgenommen werden. Der mittel- und ostdeutsche Sektionenverband, dem die Sektion Berlin angehört, wird aufgelöst. Die Sektionen werden in »Bergsteigergauverbände« regional zusammengefaßt. Die Berliner Sektionen gehören nunmehr zum Gau III Brandenburg.

1934, 19. April Die Nazis zwingen den Deutschen Alpenverein Berlin e. V. zur Namensänderung in »Verein der Alpenfreunde e. V.«

24. Juli Der Verein der Alpenfreunde e .V. wird von der Gestapo zwangsweise aufgelöst.

1938 Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wird der »Alpenverein Donauland« von den Nazis verboten, das Friesenberghaus enteignet und zu einer Ausbildungsstätte der Deutschen Wehrmacht.

1941, 11. Juni Die Namen: »Deutscher Alpenverein Berlin e.V.« und »Verein der Alpenfreunde e.V.« werden endgültig im Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin Mitte von Amtswegen gelöscht.

1945 Die alliierten Siegermächte lösen alle Vereine auf, damit auch die Berliner Sektionen des Deutschen Alpenvereins. Alle deutschen Hütten in Österreich werden der österreichischen Verwaltung unterstellt. Der in Wien wiedergegründete Alpenverein Donauland erhält das Friesenberghaus zurück. Vom Alpenverein Donauland und dem Deutschen Alpenverein Berlin e.V. haben nur wenige Mitglieder die Herrschaft der Nationalsozialisten überlebt: Darunter der nichtjüdische Mitbegründer der ehemaligen Sektion Donauland Karl Hanns Richter. Der Deutsche Alpenverein Berlin e.V. wird nicht wieder gegründet.

Oktober: Beim Hauptsportamt der Stadt Berlin in Berlin W 8, Mauerstraße, wird als kommunaler Sportbetrieb die Sparte Bergsteigen unter dem Namen »Volksbildungsamt der Stadt Berlin (Hauptsportamt) Sparte Bergsteigen (Zentrale Kreuzberg)« gegründet.

1951, 15. März Neugründung der Sektion Berlin als Nachfolgerin von fünf ehemaligen Berliner Sektionen. Die einstmals im antisemitisch eingestellten Gauverband Berlin-Brandenburg des D.u.Ö.A.V zusammengeschlossenen Sektionen Hohenzollern, Kurmark, Mark Brandenburg werden – außer der Sektion Charlottenburg – nicht wieder gegründet.

1957 Erst zwölf Jahre nach Kriegsende können die wenigen Überlebenden des Alpenvereins Donauland damit beginnen, das im Krieg völlig ausgeplünderte Friesenberghaus nach und nach wieder instand zu setzen.

1968, 1. März Auf Wunsch der wenigen Überlebenden des Alpenvereins Donauland in Wien übernimmt die Sektion Berlin das Friesenberghaus. Sofort beginnt die Verwirklichung der Pläne des einstigen Alpenverein Berlin e.V. den »Berliner Höhenweg« in den Zillertaler Alpen vom Friesenberghaus zur Gamshütte zu verlängern.

24. Juni Karl Hanns Richter vom Alpenverein Donauland wird auf Grund seiner Hilfe für die aus dem D.u.Ö.A.V. verdrängten Berliner Bergsteiger Ehrenmitglied der Sektion Berlin.

1976, 24. Juli Eröffnung des Schlussstückes vom Berliner Höhenweg. Der Ausbau wurde wesentlich mit Hilfe freiwilliger Arbeitszeit von Mitgliedern der Sektion Berlin während ihres Urlaubs geleistet.

1980, 26./27. Juli Einweihung der Erinnerungstafel der Sektion Berlin im Friesenberghaus zum Gedenken an die Verfolgung und Ermordung jüdischer Bergsteiger durch das Naziregime. Sie trägt die Inschrift: »Zum Gedenken an die jüdischen Bergsteiger und ihre Bergfreunde, die in den Jahren 1928 bis 1930 das Friesenberghaus erbauten. 1968 wurde es von den Überlebenden an die Sektion Berlin des DAV übergeben, als Dank für ihren Widerstand gegen den Ausschluss jüdischer Bergsteiger aus dem D.u.Ö.A.V.«.

1999, 5./6. März Die 122. Sitzung des Hauptausschusses des DAV beschließt in Hindelang, auf Grund eines Antrages der Sektion Berlin an die Hauptversammlung, einstimmig »die Errichtung eines Ehrenmales zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege und von Intoleranz, politischer, religiöser, weltanschaulicher oder rassischer Verfolgung. Er beauftragt eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern des Hauptausschusses und der Sektion Berlin einen Umsetzungsvorschlag zu erarbeiten und zeitnah zur endgültigen Beschlussfassung vorzulegen.«

15. Juni Der Arbeitskreis empfiehlt:

• Die Thematik auf »Antisemitismus«/Judenfrage/AV-Donauland zu beschränken

• eine zentrale Gedenkstätte im Bereich des Alpinen Museums zu errichten

• eine alpine »Denk – Stätte« zu benennen (z. B. Friesenberghaus)

• zusätzliche Informationen zum Thema auf den Alpenvereinshütten zu schaffen.

2001, 16. Februar der Arbeitskreis verabschiedet das »Konzept DAV Gedenkstätte« als Beschlussvorlage für den DAV – Hauptausschuss und den Entwurf für die Gedenksteine (»Stolpersteine«).

17. März der Hauptausschuss des DAV beschließt einstimmig die von der Arbeitsgruppe vorgelegte Proklamation gegen Intoleranz und Hass und ihre Vorschläge zu einer in die Zukunft gerichteten Aufarbeitung der antisemitischen Vergangenheit des DAV. Inhaltliche Schwerpunkte:

• Bekenntnis des DAV zu seiner Vergangenheit als Mahnung Intoleranz und Haß entgegenzutreten

• Dokumentarische Aufarbeitung durch geeignete Darstellung im Alpinen Museum;

• Geeignete »Denk – Steine« (sog. Stolpersteine) zu errichten: Im Garten des Alpinen Museums in München, an den ehemaligen Hütten des Alpenvereins Donauland – die heute im Besitz von DAV Sektionen sind. Diese Steine sollen eine gedankliche Verbindungslinie der Erinnerung an die damaligen Ereignissen schaffen. Text: »Gegen Intoleranz und Hass? 1921–1945 ? Uns Bergsteigern zur Mahnung? DAV 2001«.

• Auf jeder dieser Hütten wird durch ein Faltblatt über die historischen Vorgänge informiert;

• Das Friesenberghaus wird zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte ausgebaut; Es wird ein Arbeitskreis berufen, der entsprechende Planungen entwickelt und deren Verwirklichung begleitet. Ihm gehören ständig an: Je ein Mitglied des DAV Vorstandes, der Jugend des DAV, des Hauptausschusses, der Sektion Berlin und nach Möglichkeit einer süddeutschen Sektion.

Die Geschäftsleitung wurde beauftragt diesen Beschluss umzusetzen.

17. Juni die Hauptversammlung des DAV in Duisburg bewilligt die erforderlichen Mittel für den Ausbau des Friesenberghauses

2. Juli Beginn der erforderlichen Sanierungsarbeiten durch die Sektion Berlin, mit Unterstützung von Mitgliedern der Sektion Berlin durch freiwillige Arbeitseinsätze und mit Hilfe zusätzlicher finanzieller Spenden.

6. Dezember vor dem Haus des Alpinismus in München wird der 1. Gedenkstein im Beisein der 2. Vorsitzenden des Zentralerates der Juden in Deutschland, Frau Charlotte Knobloch, als zentrales Mahnmal des DAV feierlich eingeweiht.

2003, 12./13. Juli feierliche, Weihe der »Internationale Bildungsstätte des DAV gegen Intoleranz und Hass« sowie des Gedenksteines durch einen jüdischen Rabbiner, einen evangelischen Pastor und einen katholischen Pfarrer mit einem gemeinsamen ökumenischen Festakt. Gleichzeitig Eröffnung einer Dauerausstellung im Friesenberghaus über die Antisemitismusgeschichte des DAV. Diese Ausstellung und die Einrichtung der Seminarräume als »benutzbare« Erinnerungsstätte wurde gemeinsam von Mitgliedern der Sektion Berlin und jenen noch heute bestehenden Sektionen des DAV finanziert, die 1924 gegen den Ausschluss der Sektion Donauland gestimmt haben: Aachen, Barmen, Essen, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Gummersbach, Leipzig, Mainz, Marburg, Nürnberg, Zwickau. Die Akademische Sektion Berlin und die Sektion Gleiwitz bestehen nicht mehr, genauso wie der »Deutsche Alpenverein Berlin e.V.« und der »Alpenverein Donauland« – ehemals Sektion Donauland im D.u.Ö.A.V..

Vorläufiger Ausklang: Die Berliner Hütte im Zillertal feiert am 24./25. Juli 2004 ihr 125jähriges Bestehen. Sie ist die erste Schutzhütte, die Berliner Bergsteigern in den Alpen errichtet haben und die einzige Hütte eines alpinen Vereins, die von der Österreichischen Bundesregierung unter Denkmalschutz gestellt worden ist. Aus Anlaß des Jubiläums findet, wie auf dem Friesenberghaus, ein ökumenischer Festakt statt: gemeinsam mit einem jüdischen, katholischen und evangelischen Geistlichen. Gleichzeitig wird auch die Sanierung der alten Gedenkstätte der Sektion Berlin geweiht. Auf Beschluss des Vorstandes der Sektion Berlin erhält sie zusätzlich zu der eisernen Erinnerungstafel für die Gefallenen des ersten Weltkrieges, die seit jeher auch die Namen der jüdischen Kriegstoten trägt, die Bronzeplakette zur Erinnerung an die Jahre 1921–1924. Die neue Inschrift des Mahnmals heißt »Den Opfern von Krieg und Verfolgung – Uns Lebenden zur Mahnung« anstelle der Zeile »Den Gefallenen«.

 

»Gegen Intoleranz und Hass« – Proklamation des DAV

»Der Deutsche Alpenverein (DAV) bedauert – im Rückblick auf seine Geschichte – ausdrücklich die Vorgänge im damaligen Deutschen und Österreichischen Alpenverein (D.u.Ö.A.V.), die 1924 zum Ausschluss der ›Sektion Donauland‹ und in dessen Folge zur Gründung des ›Deutschen Alpenvereins Berlin e.V.‹ geführt haben.

In jener Zeit hat der Alpenverein dem Druck von antisemitisch eingestellten Sektionen nachgegeben und sich nicht schützend vor seine jüdischen und die sie unterstützenden nichtjüdischen Mitglieder gestellt. Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor der Geschichte bekundet der DAV seinen Willen alles zu tun, daß der Ungeist von Intoleranz in jeglicher Form in seinen Reihen keinen Platz mehr finden kann. Die damaligen Geschehnisse widersprachen dem Geist von Toleranz und bergsteigerischer Kameradschaft, dem sich der Alpenverein seit seiner Gründung 1869 verpflichtet fühlte. Daß 50 Jahre später einem erheblichen Teil seiner Mitglieder die Bergkameradschaft aus rassischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen aufgekündigt wurde, ist dem DAV heute Mahnung, sich stets für Toleranz einzusetzen und sich gegen jegliche Form von Intoleranz zu wenden.

In einer Zeit, in der in Deutschland wieder Fremdenhaß, Gewalt und Intoleranz um sich greifen, gilt es nicht nur den Anfängen zu wehren. Es gilt auch all jener Frauen und Männer des Alpenvereins würdig zu gedenken, die einst Opfer von Ausgrenzung, Intoleranz und Verfolgung geworden sind oder die tatkräftig gegen derartige Entwicklungen angekämpft haben.«

 

Quellen und Literatur

Alpinismus im Hitlerstaat, Helmuth Zebhauser, Bergverlag Rother, München 1998

Der Alpinismus – Kultur, Organisation, Politik, Rainer Amstädter,

WUV – Universitätsverlag, Wien 1996

Festschrift der Sektion Mark Brandenburg des D.u.Ö.A.V. zum 25jährigen Bestehen, Dr. Bogdan Krieger, Berlin 1924

Nachrichten der Sektion Donauland, Jg. 1923 und 1924, Wien

Donaulandnachrichten – Zeitschrift des Alpenvereins Donauland, Jg. 1925, Wien

Nachrichten des Alpenvereins Donauland und des Deutschen Alpenvereins Berlin, Jg. 11926–1932, Wien

Archiv des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) Innsbruck

Denkschrift der Österreichischen Sektionen des D.u.Ö.A.V. in der Angelegenheit »Donauland«, Wien im November 1924

Sonderabdruck aus »Der Bergsteiger« 1924,

Nr. 49: Der Alpenverein in Gefahr!, Pichl,

Über Hofrat Pichl, Rainer Pollack, Erding Mai 2002 (Dokumentation für Seminar der DAV – Jugend)

Gebeutelt, gebeugt und verboten – Der Weg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins zwischen den Kriegen, Peter Grimm, Mitteilungen des Deutschen Alpenvereins 1987

Mitteilungen der Sektion Berlin, Monatshefte der Sektion Berlin

Ötztaler Bergbote, Mitteilungen der Sektion Brandenburg

Nachrichten des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, 1920–1922,

München – Wien

Festrede des Vorsitzenden der Sektion Mark Brandenburg, Waldemar Titzenthaler am 31. Mai 1924, Ötztaler Bergbote, Oktober 1924, Nr. 237, Jhrg. 26