Wolfgang Form, Hanna Meisel und Joke Schwank

Gedenken an den Völkermord an den Herero und Nama?

Gedenkstättenrundbrief 198 S. 20-25

Auf der Suche nach einem versteckten Denkmal in Berlin

"Hier sieht es ja aus wie bei den Hottentotten!" Dieser Ausdruck ist vielen wohl bekannt im Zusammenhang mit Chaos oder Durcheinander. Dieser Satz respektive der Begriff 'Hottentotte' hat einen kolonialhistorischen Hintergrund. Es ist ein abwertend rassistischer und diskriminierender Begriff aus dem Burischen, der von den Kolonisatoren im heutigen Namibia, für das Volk der Nama verwendet wurde. Die Nama und der Terminus des Hottentotten wurden damals mit vermeintlicher Wildheit und Primitivität gleichgesetzt. Dies sind Stereotype, die Europäer den Kolonialisierten zusprachen und die Kolonialpolitik legitimieren sollten.[1] Aber was hat dieser Terminus mit uns heute in Deutschland zu tun? Tatsächlich eine ganze Menge. So sind postkoloniale, rassistisch diskriminierende Kontinuitäten nicht nur bis heute in unserer Sprache und Kultur vorhanden, auch reproduzieren wir sie auf vielfältige Art und Weise. So auch in der deutschen Erinnerungs- und Gedenkkultur.

Geschichte des Völkermords an den Herero und Nama

Besonders ersichtlich wird dies am Beispiel des Völkermordes an den Herero und Nama in Deutsch-Südwest Afrika zwischen 1904 und 1907. Herero und Nama sind keine homogenen Gruppen. Sie sind jeweils sehr heterogen in Sprache, Kultur und Lebenswelten. Die Nama sind vornehmlich aus den südlichen Regionen nach Namibia immigriert, etwa auf der Suche nach Weideflächen, was immer wieder zu Konflikten mit den Herero führte. Herero und Nama hatten jeweils unterschiedliche Auseinandersetzungen mit den deutschen Kolonisatoren.[2]

An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, dass, wenn im Folgenden die Rede vom Völkermord an Herero und Nama ist, nicht ein und derselbe Völkermord gemeint sei kann, sondern differenziert werden muss in Intention, Art und Weise der Durchführung und zeitlicher Abfolge der beiden Völkermorde. In der wissenschaftlichen Literatur und in der gesellschaftlichen Debatte um deutsche Kolonialkriege und -verbrechen in Namibia werden die Völkermorde häufig gleichgesetzt und es wird gängiger weise von dem Völkermord an den Herero und die Vertreibung in die Omaheke-Wüste gesprochen. Hier werden häufig die Nama miteingeschlossen, wobei diese vielmals eher in den gezielt errichteten Arbeits- und Konzentrationslagern umkamen und nicht in die Wüste vertrieben wurden oder dorthin flohen.

Im Januar 1904 begehrten Herero gegen die deutschen Kolonisatoren auf. Das Datum steht gleichfalls für den Beginn eines viele Monate andauernden Kolonialkriegs. Später im Jahr 1904 griffen auch die Nama im Süden des Landes zu den Waffen. Die ersten Widerstandsaktionen der Herero trafen die Deutschen unerwartet. Als Reaktion verstärkte Deutschland Soldatenkontingent und Waffen im Land. Als neuer Oberbefehlshaber in Deutsch-Südwest wurde Lothar von Trotha ernannt. Von Trotha galt als Garant für eine unerbittliche, rassistisch motivierte Kolonialpolitik. Er sollte den Herero eine vernichtende Niederlage beibringen. Im August 1904 kam es zur finalen Abrechnung mit den Aufständischen. Sie hatten sich am Fuß des Waterberges, etwa 300 km nördlich von Windhoek gesammelt. Von Trotha wollte ihnen nicht im offenen Kampf begegnen, da er davon ausging, dass die Herero, die das Gelände ohne Zweifel besser kannten als die deutschen Schutztruppen, und daraus Vorteile ziehen könnten. Er ersann eine Vorgehensweise, die in der Konsequenz die Vernichtung der Herero zur Folge haben musste. Seine Strategie war simpel und unter Militärs nicht unbekannt: Man dirigiert durch geschicktes Platzieren der eigenen Truppen sowie Kanonen- und Maschinengewehrfeuer den Feind in die Richtung, wohin er "entkommen" soll. In der Praxis bedeutete es, dass die Herero in Richtung der extrem trockenen Omaheke-Wüste getrieben wurden.[3]

Den Herero wurde zudem der Weg zu den wenigen Wasserstellen durch deutsche Truppen versperrt. Die Kolonialtruppen besetzten zudem alle Wasserstellen, die sich auf dem Weg in Richtung Botswana befanden und schnitten ihren Gegnern auch diesen Weg ab. Grund hierfür war, dass die Deutschen davon ausgingen, dass die Afrikaner in diesem Land Schutz von den Engländern bekommen würden. Auch wenn es keine direkte militärische Niederlage gab, bedeutete es für viele Tausend Herero den sicheren Tod. Ein Großteil der Aufständischen und deren Angehörigen starb durch die Vertreibung an Erschöpfung und Dehydrierung. Diejenigen, denen es gelang, wieder in die Nähe von Wasserstellen zu kommen, wurden erschossen. Diese Praxis legitimierte von Trotha in einer Order vom 2. Oktober 1904, der als "Vernichtungsbefehl" bekannt ist - heute werden die Geschehnisse als Völkermord bewertet. Die Vernichtungsaktion der deutschen Schutztruppe war selbst den Vorgesetzten in Berlin zu brutal - und die Generalität drang auf das Aussetzen der Gewaltaktionen. Obgleich die Intervention aus Deutschland den Vernichtungsbefehl faktisch aufhob, verbesserte sich die Situation der Herero nicht grundlegend, denn ab 1905 folgte ein perfides, viele Opfer forderndes Konzentrationslagersystem - nicht nur für die Herero, sondern insbesondere für die Volksgruppe der Nama.

Völkermorddefinition und aktueller Diskurs in Deutschland

Die UN-Völkerrechtekonvention von 1948 definiert, was ein Völkermord ist. Der Straftatbestand ist erfüllt, wenn Handlungen mit der Absicht begangen werden eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören. Hierzu zählen etwa Tötungen von Mitgliedern der Gruppe, Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden und vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeiführen (UN-Völkermordkonvention 1948). Ohne Zweifel finden sich die Merkmale des Völkermords in der skizzierten Verfolgungsgeschichte. Was allerdings nicht bedeutet, dass die Konvention von 1948 rechtlich auf Geschehnisse im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts angewandt werden kann. Das absolutiert die Bundesrepublik nicht auf moralischer Ebene und enthebt sie keinesfalls ihrer historischen Verantwortung. Auch gibt es immer wieder Stimmen von Historikerinnen und Historikern sowie Meinungen in der Gesellschaft, welche die brutalen Kolonialkriege zu relativieren versuchen und den Völkermord an Herero und Nama leugnen.[4]

Der deutsche Kolonialismus erfährt bis heute wenig Aufmerksamkeit im Prozess der deutschen Geschichtsschreibung und Aufarbeitung. Zwar wird der Genozid an den Herero und Nama von der Bundesregierung inzwischen offiziell als "Völkermord" bezeichnet, dennoch sind Entschädigungen bis heute nicht gezahlt worden. Stattdessen wird auf die großzügige Entwicklungshilfe verwiesen. Auch eine angemessene und allumfassende Gedenkkultur in Deutschland existiert bisher kaum.[5]

Der Herero-Stein in Berlin-Neukölln

Es gibt bundesweit nur wenige Denkmäler zur Kolonialgeschichte. Ein Denkmal von besonderer Brisanz und Kontroversität findet sich in Berlin auf dem Garnisonsfriedhof Columbiadamm in Neukölln: der so genannte Herero-Stein. Der große gräuliche Granitfindling stand zunächst auf einem Kasernengelände in Kreuzberg und wurde 1973 nach Restaurationsarbeiten von der Afrika-Kameradschaft Berlin an seinen heutigen Ort versetzt. In seiner Inschrift finden sich die sieben Namen derjenigen, "die vom Januar 1904 bis zum März 1907 am Feldzug in Süd-West-Afrika freiwillig teilnahmen" und den "Heldentod" starben. Der Herero-Stein ehrt somit die Soldaten der deutschen Schutztruppen. Dass eben diese so genannten "Schutztruppen" den Tod von zehntausenden Menschen zu verantworten haben, findet auf dem Stein indes keine Erwähnung.

Ungeachtet der satzungsmäßigen Aufgaben des Traditionsverbandes ehemaliger Schutz- und Überseetruppen e.V., welche die Bewahrung des Andenkens der Kriegsopfer, die Pflege von Denkmälern und die Förderung der Völkerverständigung sind, werden alljährlich am Totensonntag Kränze mit einem "vaterländische[m] Gruß zu den fernen Gräbern in Südwestafrika" am Herero-Stein niedergelegt. Daher werfen Kritiker dem Verband eine einseitige Darstellung und eine apologetische Verharmlosung der Kolonialgeschichte vor.[6]

Es hat immer wieder Auseinandersetzungen und Widerspruch von Seiten verschiedener zivilgesellschaftlicher Vereine, wie dem Afrika-Rat, dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag, Berlin Postkolonial, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, p.art.ners berlin-windhoek, dem Solidaritätsdienst-International und der Werkstatt der Kulturen, gegeben. Streitpunkt war insbesondere die Inschriftengestaltung der Gedenktafel. Bereits 2004, als sich der Kolonialkrieg zum hundertsten Mal jährte, war eine ergänzende Gedenktafel aufgestellt,[7] jedoch bereits einige Tage später gestohlen worden. Die Tafel transportierte mit ihrer Inschrift "Zum Gedenken an die Opfer des deutschen Völkermordes in Namibia 1904-1908" ein kritisches Geschichtsbild.[8]

Am 2. Oktober 2009, 105 Jahre nach Generalleutnant Lothar von Trothas "Vernichtungsbefehl", wurde neben dem Herero-Stein eine ergänzende Gedenktafel in den Konturen Namibias für die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft eingeweiht. Die Installation kam erst nach einer weithin kontroversen Diskussion im Bezirksparlament zustande. Am Ende wurde ein SPD-Antrag mit Parlamentsmehrheit und gegen den Widerstand der CDU sowie der FDP in der Bezirksverordnetenversammlung gebilligt. Es war ein zähes Ringen um Formulierungen und angebliche Präjudizen. Das Bezirksamt verwies in diesem Zusammenhang auf seinen breit angelegten Abstimmungsprozess mit dem Auswärtigem Amt, der namibischen Botschaft, der Senatskanzlei und der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln. Nicht verwunderlich war die Intervention des Außenministeriums, die schließlich dazu führte, dass das Wort "Völker­mord" wegen etwaig entstehender Entschädigungsansprüche nicht auftauchte - so in einem Artikel der TAZ vom 29. September 2009. Zur feierlichen Zeremonie ­geladen waren unter anderem Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und der Botschafter Namibias, Neville Gertz im Oktober 2009 anwesend.

Wie bizarr und zynisch die Form des Gedenkens an der 2009 eingeweihten Gedenkplatte anmutet, zeigt ein näherer Blick auf die eingelassene Inschrift: Weder wird hier von einem Völkermord gesprochen, noch werden die Opfer dieser Tragödie explizit erwähnt. So heißt es lediglich: ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER DER DEUTSCHEN KOLONIALHERRSCHAFT IN NAMIBIA 1884-1915 INSBESONDERE DES KOLONIALKRIEGES VON 1904-1907. In der gemeinsamen Pressemitteilung der verschiedenen Initiativen vom 23. September 2009 wurde kritisiert, dass keine Vertretung von Herero und Nama aus Namibia zur Enthüllung eingeladen worden seien. "Es ist wie in der Kolonialzeit: Es wird über uns gesprochen, nicht mit uns", so Israel Kaunatjike, ein in Berlin lebender Herero-Vertreter.[9]

In der Standortwahl wird darüber hinaus die geringe Relevanz für die Bundesregierung erkennbar. Während andere Erinnerungs- und Gedenkorte im Zentrum der Hauptstadt zu finden sind, fristet das Gedenkensemble sein Dasein am äußersten Rande des Garnisonsfriedhofs. Nur mit Anstrengung und mit explizitem Wissen um diesen Ort ist es für den Suchenden möglich, diesen auch zu finden. Es gibt weder ein Hinweisschild noch einen Google-Maps-Eintrag. Dass der Stein dort immer noch ohne jegliche erklärende Einordnung steht, spricht für den faden Beigeschmack der Nichtaufarbeitung Deutschlands um seine Kolonialverbrechen, insbesondere des Genozids an den Herero und Nama. Anordnung und Darstellung des Gedenkortes mit der später am Boden eingelassenen Steintafel transportieren zudem rassische Stereotype aus der Zeit der Sklaverei und des populären Imperialismus.

Beim Betrachten des Gedenkortes wird deutlich, dass die Repräsentationen von Andersheit und Differenz sich nicht wesentlich verändert haben, sondern Elemente der Kenntlichmachung von Differenz, die so insbesondere in der Zeit des Kolonialismus alltäglich waren, noch immer lebendig sind.[10] Dieses Ensemble, welches seit nunmehr fast zehn Jahren in dieser Form besteht, ist bis heute ein Denkmal, dass eher an die Kolonialherrschaft aus Täterperspektive erinnert als die Opfer würdig darstellt. Die Ergänzung um die Gedenktafel mag ein Schritt in die richtige Richtung um Aufarbeitung und Gedenken sein, doch leider ändert sich damit wenig an der perspektivisch einseitigen Darstellung.

Ist das heutige Zeitalter als Postkolonialismus anerkannt, so ist es auch notwendig, auf das Fortbestehen kolonialer und imperialer Strukturen, die sich gerade im Rassismus gegenüber schwarzen Menschen deutlich ausdrückt, hinzuweisen. Erinnern und Gedenken an die Opfer unter den Herero und Nama ist ein wesentlicher Bestandteil dessen. Ein Prozess, der den Opfern gerecht werden muss und nach der Verantwortung der Täter fragt, kann eine fortwährende Aufmerksamkeit für vergangene Verbrechen sowie für deren Folgen bis heute schaffen. Der Gedenkort in Berlin-Neukölln sollte genau das ausdrücken: die Verbrechen nicht vergessen und ein Bewusstsein für die Leiden schaffen, die noch immer unter Nachkommen der Opfer und in der heutigen Gesellschaft fortbestehen. All dies schafft der Gedenkort auf dem Garnisonsfriedhof am Columbiadamm in Neukölln nicht. Vielmehr ist der Herero-Stein ein Ort, der Opfer und Betroffene geradezu verhöhnt und ihnen nicht im Geringsten gerecht wird.

Dr. Wolfgang Form ist Mitbegründer und seit 2003 Geschäftsführer des "Internationalen Forschungs- und Dokumentationszentrums Kriegsverbrecherprozesse" an der Philipps-Universität Marburg. Er hat unter anderem zu Laienrichtern am Volksgerichtshof und zu den Nürnberger Prozessen publiziert.

Joke Schwank und Hanna Meisel studieren an der Universität Marburg Kultur-und Sozialanthropologie im Master. Beide waren Teilnehmerinnen an einer Exkursion der Philipps-Universität Marburg auf den Spuren des deutschen Völkermords in Namibia im Dezember 2019.

Literaturhinweise

Joshua Kwesi Aikins: Ein deutscher Völkermord. Online verfügbar unter: https://www.dandc.eu/de/article/vertreter-des-herero-volkes-fordern-reparationen-von-deutschland-fuer-einen-der-kolonialzeit.

Janntje Böhlke-Itzen: Die bundesdeutsche Diskussion und die Reparationsfrage. Ein "ganz normaler Kolonialkrieg"? In: Henning Melber (Hrsg.). Genozid und Gedenken. Namibisch-deutsche Geschichte und Gegenwart. Frankfurt am Main 2005, S. 103-119.

Christiane Habermalz: Koloniales Nicht-Gedenken in Deutschland. Deutschlandfunk am 16. Februar 2018. Online verfügbar unter: https://bit.ly/2T6mHqz.

Stuart Hall: Das Spektakel des >Anderen<. In ebenda: Ideologie, Identität, Repräsentation. Ausgewählte Schriften. Hamburg 2004. S. 108-165.

Matthias Häussler: Der Genozid an den Herero. Krieg, Emotion, und extreme Gewalt in Deutsch-Südwestafrika. Weilerswist-Metternich 2018.

Armin Massing: Verharmlosung von Völkermord - Neukölln plant Gedenkstein, der nicht für die Versöhnung mit Namibia geeignet ist. Gemeinsame Pressemitteilung von Afrika-Rat, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), Berlin Postkolonial, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund), p.art.ners berlin-windhoek, Solidaritätsdienst-International (SODI) und Werkstatt der Kulturen, 23. September 2019, online verfügbar unter: https://bit.ly/2T74OYT.

Traditionsverband ehemaliger Schutz- und Überseetruppen e.V. (2019): Satzungsmäßige Aufgaben unter: www.traditionsverband.de/.

Birgit Schneider et al.: Diagrammatik Reader. Grundlegende Texte aus Theorie und Geschichte. Berlin 2016.

United Nations Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide. Adopted by the General Assembly of the United Nations on 9 December 1948. Online verfügbar unter: https://treaties.un.org/doc/Publication/UNTS/Volume %2078/volume-78-I-1021-English.pdf.

Joachim Zeller: Bericht zur Berliner Gedenkveranstaltung zur Waterbergschlacht 1904 (2004). Online verfügbar unter: www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Rez-Waterberg-Berlin.htm.

Joachim Zeller: Einweihung des Namibia-Gedenksteins in Berlin (2009). Online verfügbar unter:

www.berlin-postkolonial.de/aktuelle_themen/Namibia-Gedenkstein.html.


[1] Birgit Schneider et al.: Diagrammatik Reader. Grundlegende Texte aus Theorie und Geschichte, Berlin 2016.

[2] Siehe Matthias Häussler: Der Genozid an den Herero. Krieg, Emotion und extreme Gewalt in Deutsch-Westafrika, Weilerswist-Metternicht 2018.

[3] Die Omaheke ist der westliche Ausläufer der Kalahari Wüste. Sie ist auch unter dem Namen "Sandveld" bekannt. Die Landschaft ist gekennzeichnet von Savanne, Akazienbüschen und Kameldornbäumen. Wasserstellen gibt es nur wenige.

[4] Siehe u.a. Till Philip Koltermann: "Nachrichten" der Wissenschaftlichen Gesellschaft Swakopmund, Namibia 2/2006, Jahrgang 38, S. 24-42.

[5] Janntje Böhlke-Itzen: Die bundesdeutsche Diskussion und die Reparationsfrage. Ein "ganz normaler Kolonialkrieg"? In: Henning Melber (Hrsg.). Genozid und Gedenken. Namibisch-deutsche Geschichte und Gegenwart. Frankfurt am Main 2005, S. 103-119. Joshua Kwesi Aikins: Ein deutscher Völkermord. Online verfügbar unter: www.dandc.eu/de/article/vertreter-des-herero-volkes-fordern-reparationen-von-deutschland-fuer-einen-der-kolonialzeit.

[6] Siehe Traditionsverband ehemaliger Schutz- und Überseetruppen e.V. (2019): Satzungsmäßige Aufgaben unter: www.traditionsverband.de.

[7] Zeller, Joachim: Einweihung des Namibia-Gedenksteins in Berlin (2009). Online verfügbar unter:

www.berlin-postkolonial.de/aktuelle_themen/Namibia-Gedenkstein.html.

[8] Joachim Zeller: Bericht zur Berliner Gedenkveranstaltung zur Waterbergschlacht 1904 (2004). Online verfügbar unter: www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Rez-Waterberg-Berlin.htm (2004).

[9] Armin Massing: Verharmlosung von Völkermord - Neukölln plant Gedenkstein, der nicht für die Versöhnung mit Namibia geeignet ist. Gemeinsame Pressemitteilung von Afrika-Rat, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), Berlin Postkolonial, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund), p.art.ners berlin-windhoek, Solidaritätsdienst-International (SODI) und Werkstatt der Kulturen, 23. September 2019. Online verfügbar unter: https://bit.ly/2T74OYT.

[10] Ebenda.