Friedemann Rincke, Imanuel Baumann

Neu eröffnet: Das Museum »Hotel Silber« in Stuttgart

Gedenkstättenrundbrief 194 S. 3-13

Eine Ausstellung zu Polizei und Verfolgung an einem historischen Ort

Anfang Dezember 2018 öffnete das Museum »Hotel Silber« als Außenstelle des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg in der Stuttgarter Innenstadt seine Tore.1 Es informiert über die Geschichte des Ortes – vor allem aber über die Geschichte der verschiedenen Polizeibehörden, die dort im 20. Jahrhundert untergebracht waren. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte der Besitzer aus Geldnot das Nobelhotel an das Land Württemberg verkaufen müssen. Seitdem wurden die ehemaligen Hotelzimmer als Büros verschiedener Behörden genutzt. 1928 bezog das Stuttgarter Polizeipräsidium samt der Politischen Polizei das Haus. Zwischen 1933 und 1945 nahm es die Politische Polizei sowie die Geheime Staatspolizei als Zentrale für Württemberg und Hohenzollern in Besitz. Nach 1945 war hier die städtische Kriminalpolizei ansässig.

Debatten um das »Hotel Silber«
Die Stuttgarter Nachrichten titelten zur Eröffnung des »Hotel Silber«: »Der späte Sieg der Bürger«.2 In der Tat war es dem organisierten Protest vieler Menschen zu verdanken, dass das »Hotel Silber« überhaupt noch stand, denn 2008 war der Abriss bereits beschlossene Sache gewesen. Das Land Baden-Württemberg – das Gebäude ist in Besitz der Baden-Württemberg-Stiftung – und die Stuttgarter Firma Breuninger planten in der Stuttgarter Innenstadt ein neues Quartier mit Verkaufs- und Büroflächen sowie einem Hotel: Das »Hotel Silber« sollte weichen. Mit dem Ziel, für den Erhalt einzutreten, gründete sich eine Bürgerinitiative. Sie argumentierte, das »Hotel Silber« sei einer der wenigen noch verbliebenen historischen Bauten in Stuttgart und als ehemalige Gestapo-Zentrale ein Erinnerungsort von wenigstens regionaler Bedeutung, der nicht kommerziellen Interessen geopfert werden dürfe. Befürworter des Abrisses dagegen zweifelten an der historischen Relevanz des Gebäudes. Es sei so oft saniert und umgebaut worden, dass es sich letztlich um einen Neubau handle.
Die sich nun entzündende, zum Teil hitzige Debatte um den Erhalt des »Hotel Silber« war in ihrer Intensität neu, in der Sache aber durchaus ein Wiedergänger. Bereits in den 1970er-Jahren gab es Überlegungen, das Gebäude abzureißen. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und die Jungsozialisten protestierten und forderten die Errichtung einer Gedenkstätte. Erhalten wurde es damals aber letztlich durch ein Baugutachten, das dem »Hotel Silber« eine solide Bausubstanz bescheinigte. Eine Sanierung war billiger als ein Neubau.
1985 stand Hans Gasparitsch vor dem Eingang des »Hotel Silber«. Weil er kommunistische Parolen auf den Sockel eines Reiterstandbilds geschrieben hatte, war Gasparitsch 1935 von der württembergischen Politischen Polizei verhaftet und vom »Hotel Silber« aus in Gefängnisse und Konzentrationslager deportiert worden. 50 Jahre später forderte er vor dem »Hotel Silber« per Megafon die Anbringung einer Gedenktafel. Das Land und das Innenministerium als damalige Nutzer des Gebäudes gaben 1988 diesem Drängen nach und fertigten eine Tafel an. Bezeichnenderweise brachten sie die Tafel aber nicht an der Fassade, sondern versteckt im Innenraum an, wo sie von Passanten nicht wahrgenommen werden konnte.3
Die neuerliche Debatte zum Umgang mit dem »Hotel Silber« ab 2008 wurde unter Beteiligung einer weit größeren Öffentlichkeit geführt. Es war die Hochzeit des Protestes gegen das Bahn-Projekt »Stuttgart 21« und eine Skepsis gegen »von oben« verordnete städtebauliche Vorhaben war weit verbreitet. Das Zugeständnis, im geplanten Neubau Fläche für einen Erinnerungsort zu reservieren, konnte die Auseinandersetzung nicht befrieden. Den Ausschlag für den Erhalt des »Hotel Silber« aber gab die Landtagswahl 2011. Die SPD war mit der Forderung in den Wahlkampf gezogen, den Bebauungsplan zu ändern. Als designierter Juniorpartner einer neuen grün-roten Landesregierung brachte sie ihr Anliegen erfolgreich in die Koalitionsverhandlungen ein: Der Erhalt des »Hotel Silber« war gesichert.
Forschung
Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg unter damaliger Leitung von Prof. Dr. Thomas Schnabel wurde beauftragt, ein Konzept für einen Erinnerungsort im »Hotel Silber« zu erarbeiten. Eine erste wissenschaftliche Bestandsaufnahme war dabei ernüchternd. Weder zur Geschichte des Gebäudes noch zu den Polizeiabteilungen, ihrem Personal oder ihren organisatorischen Strukturen gab es belastbare Befunde.4 Sammlungen mit möglichen Exponaten fehlten auch. Die Stadt Stuttgart leistet sich erst seit 2018 ein Stadtmuseum und entsprechend gibt es keine umfangreichere stadtgeschichtliche Sammlung, wenn auch das Stadtarchiv über Jahrzehnte wenigstens einige Stücke archivierte. Eine polizeihistorische Sammlung fehlt völlig.5
Die Lücken in der Gebäudegeschichte konnten glücklicherweise zügig geschlossen werden. Vorhandene Bauunterlagen, zeitgenössische Fotografien sowie Akten zur Gebäudenutzung ergaben bald ein Bild: Das »Hotel Silber« war Ende des 19. Jahrhunderts zur endgültigen Größe ausgebaut worden. Die behördlichen Nutzer hatten ab 1919 nur punktuell in die Strukturen eingegriffen. Im September 1944 war der nordwestliche Flügel bei einem Luftangriff bis auf den Keller zerstört worden, während der südöstliche Flügel so erhalten blieb, dass die Gestapo ihn weiter nutzen konnte. Ende der 1940er-Jahren wurde der zerstörte Teil wieder aufgebaut und der erhalten gebliebene saniert. In den 1980er-Jahren ergab, wie bereits erwähnt, ein Gutachten während einer erneuten Sanierungsphase, dass die Bausubstanz weiterhin belastbar war. Mehr aus Kostengründen wurde daher viel erhalten und die Raumstruktur weitgehend beibehalten.
Die Forschung zur württembergischen Politischen Polizei der Weimarer Republik machten ebenfalls rasch Fortschritte. Zum Personal und zur Organisation fanden sich Personallisten und Geschäftsverteilungspläne.6 Von besonderer Bedeutung sind die im Bremer Staatsarchiv ohne Lücken überlieferten geheimen Lageberichte der Politischen Polizei für die Jahre 1922 bis 1933.7 Sie geben Auskunft über das operative Agieren der Polizei, über ihre Einschätzungen und ihre Fokussierung.
Schwieriger gestalteten sich die Recherchen zur Politischen Polizei des NS-Staats oder zur Gestapo.8 Wie fast überall im Deutschen Reich vernichtete auch die für Württemberg, ab dem 1. Januar 1937 auch für Hohenzollern, zuständige Dienststelle der Gestapo ihre Akten kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Es sind bis heute keine Sach- oder Personalakten gefunden worden. Dagegen fanden sich glücklicherweise gerade für das Jahr 1933 Personallisten.9 Diese konnten mit Hilfe von Unterlagen des ehemaligen Berlin Document Centers und Spruchkammerakten weitgehend erschlossen werden. So können wir heute in der Ausstellung nicht nur die enorme Personalausweitung nachvollziehen, sondern auch weiterführende Fragen zum Personaltableau, wie etwa die der personellen Kontinuität, beantworten. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung zu regionalen Dienststellen der Politischen Polizei und der Gestapo kam es in keinem anderen Land oder Regierungsbezirk im Deutschen Reich zu einer derartig schnellen und ausufernden personellen Expansion wie in Württemberg.10 Innerhalb weniger Monate, zwischen März und Spätsommer 1933, verdreifachte sich das Personal der Politischen Polizei.11 Ein Drittel des ursprünglichen Personals wurde aus politischen oder anderen Gründen versetzt oder ganz aus dem Polizeidienst entlassen. Diese Entwicklung hatte auch Konsequenzen für das »Hotel Silber«: Die Politische Polizei verdrängte die anderen Polizeisparten, so dass das »Hotel Silber« ab Herbst 1933 alleiniger Dienstsitz der Politischen Polizei war.
Insgesamt gehen wir davon aus, die wesentlichen biografischen Angaben von etwa 90 Prozent der Beschäftigten der Gestapo eruiert zu haben. Eine Herausforderung war dabei, die weiblichen Angestellten und Beamtinnen im Blick zu behalten. Zwar machten sie gegen Ende der NS-Diktatur rund ein Viertel des Gesamtpersonals aus, doch sind ihre Spuren ungleich schwieriger zu verfolgen. In den Unterlagen des ehemaligen Berlin Document Centers sind Frauen nur vereinzelt ausfindig zu machen. Vor den Spruchkammern, deren Unterlagen heute eine kritisch zu hinterfragende, aber dennoch ergiebige Quelle sind, mussten sie sich nur in seltenen Fällen ausführlicher rechtfertigen. Dass die Frage nach den Rollen von Frauen bei der Gestapo nicht mit einem Hinweis auf ihre meist nachgeordneten Tätigkeitsfelder beantwortet werden sollte, ergaben Recherchen zu einer im April 1945 aus Gestapo- und SD-Personal gebildeten Untergrundorganisation in Württemberg. Mehr als die Hälfte der im Frühjahr 1946 vom amerikanischen Counter Intelligence Corps verhafteten Mitglieder dieses konspirativen Netzwerkes waren Frauen – ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie etwa bezüglich des ideologischen Zusammenhalts auch zur Zeit der NS-Diktatur eine bedeutende Funktion übernommen hatten.12
Ein wichtiger Aspekt der vorbereitenden Recherchen war die Suche nach Ausstellungsstücken aus dem persönlichen Umfeld ehemaliger Gestapo-Beschäftigter. Erfahrungsgemäß ist diese Suche mühevoller als die in familiären Kreisen ehemaliger Verfolgter. Dennoch ist es gelungen, mehrere (Teil-)Nachlässe für das »Hotel Silber« zu erschließen. Den Nachkommen ehemaliger Gestapo-Beschäftigter sind wir sehr dankbar, dass sie den oft schmerzlichen Weg nicht gescheut haben, sich nicht nur kritisch mit der Geschichte ihrer Eltern oder Großeltern auseinanderzusetzen, sondern diese durch die Leihgabe zum Teil sehr persönlicher Gegenstände auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So zeugt heute in der Ausstellung ein Löwenkopf-Säbel eines späteren Gestapo-Beamten von den militärischen Traditionen der Weimarer Polizei, ein SS-Totenkopfring von der ideologischen Verschränkung von Polizei und SS, ein Kindertagebuch von der hohen Motivation eines Kriminalkommissars zur Teilnahme am »auswärtigen Einsatz« in der Sowjetunion und persönliche Briefe vom Versuch, dies wenige Jahre später zu verschleiern. Ein unveröffentlichtes autobiografisch angelegtes Romanmanuskript eines ehemaligen Gestapo-Beamten und späteren BND-Mitarbeiters schließlich macht, ob aus Verblendung oder kalkulierter Verteidigung, aus Tätern Opfer.
Anders als die Gestapo wurde die Kriminalpolizei nach dem Ende der NS-Diktatur nicht verboten. Die Verordnung der amerikanischen Militärregierung aber, alle NSDAP-Mitglieder aus dem Polizeidienst zu entlassen, führte in Stuttgart zu deren faktischen Auflösung. Über den personellen und organisatorischen Wiederaufbau der nun städtischen Kriminalpolizei, die wenige Tage nach der Ankunft der französischen Armee in Stuttgart das »Hotel Silber« bezog, lagen keine Untersuchungen vor. Wie für das Jahr 1933 galt es auch hier, die personellen Kontinuitäten und Brüche quantifizieren zu können, wenn auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Die fast vollständig überlieferten Personalakten der städtischen Polizei waren von großem Wert.13 Als Marker wurden ehemalige NSDAP- und SS-Mitgliedschaft, Polizeidienst vor 1945, ehemalige Zugehörigkeit zur Gestapo, Verfolgung während der NS-Zeit sowie Einstellung aufgrund des »131er«-Gesetzes festgelegt und Personalschnitte für die Jahre 1948, 1949, 1955, 1959 und 1962 erarbeitet. Das Führungspersonal14 wurde dabei gesondert betrachtet. Tatsächlich ergaben sich einige signifikante Unterschiede. 1949 waren 11 Prozent des Führungspersonals ehemalige NSDAP- und/oder SS-Mitglieder. Dieser Wert stieg bis 1955 auf 25 Prozent und ging dann wieder leicht auf 20 Prozent (1962) zurück. Beim übrigen Personal ergaben sich keine derartige Schwankungen: Der Wert blieb konstant bei rund 15 Prozent.15 Das »131er«-Gesetz wirkte sich wenigstens bezüglich Neueinstellungen kaum auf das Personaltableau aus. Lediglich 16 Männer wurden als Begünstigte des Gesetzes, meist widerwillig, eingestellt.
Markant ist der Vergleich von Einstellungen ehemaliger Verfolgter und ehemaliger Verfolger. Bereits 1945 bewarben sich eine Reihe Männer, die erst kurz zuvor als politische Häftlinge aus den Konzentrationslagern befreit worden waren, bei der Kriminalpolizei im »Hotel Silber«. Sie kehrten als Kriminalbeamte an den Ort und in das Gebäude zurück, von dem aus sie Jahre zuvor verfolgt worden waren. Nun kamen wenige Jahre später auch einige ehemalige Gestapo-Beamte in das »Hotel Silber« zurück.16 Rund 20 Jahre lang arbeiteten ehemalige Verfolgte Tür an Tür mit ehemaligen Verfolgern.
Das Konzept
Ende 2012 begannen die konzeptionellen Arbeiten. Wenn zu diesem Zeitpunkt auch noch vieles in der Schwebe war – Finanzierung, Fläche, Betrieb – so stand doch fest, dass das Projekt unter unmittelbarer Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger seinen Fortgang nehmen sollte. Die »Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V.«, 2008 als Sammlung verschiedener Einzelpersonen, Vereine und Verbände gegründet, war und ist fester Kooperationspartner des Hauses des Geschichte Baden-Württemberg beim Projekt »Hotel Silber«. Wohl einzigartig in der Bundesrepublik war die Initiative an der Mehrzahl der verschiedenen Arbeitsabschnitte auf dem Weg zu einem Museum direkt beteiligt. Das Konzept für den Ort, alle Ausstellungsinhalte, alle Exponate, ja auch jeder einzelne Text und jeder Satz wurde nach Vorschlägen des Kuratorenteams Friedemann Rincke und Sarah Stewart und der Projektleiterin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger gemeinsam diskutiert und beschlossen. Das war mit hohem Zeitaufwand verbunden. Dafür aber ist ein Ort entstanden, dessen Errichtung nicht nur von Ehrenamtlichen initiiert wurde (dafür gibt es landesweit zahlreiche Beispiele), sondern von diesen auch maßgeblich mitgestaltet und heute betrieben wird, wofür es weit weniger Beispiele gibt. Die vielen Wendungen in der Diskussion über die Finanzierung und die Fläche im »Hotel Silber« sollen hier ausgespart bleiben. Am Ende einigten sich das Land Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt auf eine hälftige Finanzierung des Betriebs. Das Land übernahm allein die Kosten für die Sanierung, die Ausstellung und Ausstattung. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ist Träger der Einrichtung und die Initiative Kooperationspartner mit Sitzen in den Gremien und einem eigenen, wenn auch kleinen Etat. Heute stehen dem »Hotel Silber« rund 1000 m² zur Verfügung, was etwa Zweifünftel des gesamten Gebäudes ausmacht. Der Rest wird vom Land als Eigentümer vermietet. Die Dauerausstellung nimmt etwas mehr als 300 m² in Anspruch. Die gleiche Fläche soll für künftige Sonderausstellungen genutzt werden. Neben den üblichen Funktionsräumen gibt es zwei Seminarräume und das Foyer kann als größerer Veranstaltungsraum genutzt werden. Damit ist auf knapper Fläche die wichtigste konzeptionelle Forderung erfüllt: Das »Hotel Silber« soll mehr sein als eine Ausstellung. Es soll ein offener Ort der Diskussion und des Zusammentreffens sein. Dafür braucht es Infrastruktur, mit der das Haus in bescheidenem Umfang nun ausgestattet ist.
2015 wurde ein Wettbewerb für die Ausstellungsgestaltung ausgerichtet. Die Jury kürte den Entwurf von Wandel Lorch Architekten aus Frankfurt am Main.
Das inhaltliche Feinkonzept für die Dauerausstellung sieht vor, dass der Zugang zu den einzelnen Themenfeldern der Präsentation stets über das polizeiliche Agieren und die polizeilichen Akteure geleitet wird. Der Begriff »Täterort« ist schwierig oder gar irreführend und falsch, wenn er für eine polizeihistorische Ausstellung für die Zeiträume Weimarer Republik, NS-Zeit und Bundesrepublik einheitlich gelten soll. Dennoch soll die Ausstellung das »Hotel Silber« als Polizeidienststelle vorstellen und nicht etwa als »Opferort« (sprich Haftort).
Die Ausstellung
Der Ausstellung vorangestellt ist ein Prolog, der auch als Epilog gelesen werden kann. Er beleuchtet, wie aus dem »Hotel Silber« ein lange umstrittener Erinnerungsort wurde, von den einen beschrieben und bedacht, von den anderen vergessen oder marginalisiert. So stehen zum Beispiel zwei Fotos des »Hotel Silber« nebeneinander. Auf den ersten Blick ist kein Unterschied zu sehen. Erst beim zweiten Blick fällt auf, dass die Hakenkreuzfahnen am »Hotel Silber« und den benachbarten Häusern auf dem einen Foto fehlen. Die Originalaufnahme stammt aus dem Jahr 1938. Erstmals veröffentlicht wurde es in den 1950er-Jahre als Teil eines Bildbandes über Stuttgart vor der Zerstörung. Man wollte das schöne Stuttgart zeigen und störte sich offenbar an den Insignien des NS-Staates. Kunstvoll wurden die Fahnen wegretuschiert und das »Hotel Silber« so von diesem Teil seiner Geschichte »befreit«.17
Die Dauerausstellung selbst befindet sich im ersten Obergeschoss. Bei der Sanierung wurde sehr behutsam mit dem Bau umgegangen, um möglichst viel historische Substanz zu erhalten oder freizulegen. So wurde die räumliche Struktur, die bis auf wenige Ausnahmen der des endenden 19. Jahrhunderts entspricht, auch im ersten Obergeschoss weitgehend erhalten. Der Preis sind recht kleine Räume. Das räumliche Rückgrat ist der lange Flur, von dem einst rechts und links die Hotelzimmer, dann die Büros zugänglich waren. Er steht heute auch für den bürokratischen Teil der Polizeiarbeit. Der Durchgang ist allerdings durch Bodenvitrinen versperrt, um die Besucherinnen und Besucher auf einen eindeutigen Weg durch die Räume der Ausstellung zu leiten.
Die Ausstellung ist chronologisch angeordnet. Die 14 Räume umfassen die Zeit zwischen 1928 und 1984, also die Zeit, in der das »Hotel Silber« Polizeidienststelle war, und verteilen sich auf vier Abschnitte:

Abschnitt I: 1928–1933 Die Politische Polizei auf dem Weg von der Demokratie in die Diktatur
Abschnitt II: 1933–1939 Die Politische Polizei und Geheime Staatspolizei als Stütze der Macht
Abschnitt III: 1939–1945 Radikalisierung und neue Aufgaben im Krieg
Abschnitt IV: 1945–1984 Die Stuttgarter Kriminalpolizei in der Nachkriegszeit und frühen Bundesrepublik
Die Inhalte verteilen sich auf drei narrativen Ebenen: In der Mitte jeden Raumes steht eine Tischvitrine. Hier wird das polizeiliche Handeln beleuchtet. Welche Aufgaben hatte die Polizei im »Hotel Silber«? Wer setzte sie wie um? Neben Exponaten befindet sich auf jedem Tisch ein »Biografie-Tool«: In einem Tablet werden Biografien von Polizistinnen und Polizisten wiedergegeben, die in jener Zeit mit den beschriebenen Aufgaben betraut waren. Die Biografien starten nach der Aktivierung des Tablets in dem für diesen Raum relevanten Zeitraum, Besucherinnen und Besucher können sich aber auch über den ganzen Lebenslauf informieren.
Auf zweiter Ebene werden an den Wänden die Folgen des polizeilichen Handelns für einzelne Personen, Gruppen, Vereine oder Parteien thematisiert. Dabei wird mit sehr unterschiedlichen Präsentationsformen gearbeitet. Mal werden Originale in Vitrinen ausgestellt, mal sind Reproduktionen mit einem besonderen Druckverfahren direkt auf dem Putz aufgebracht, mal können Besucherinnen und Besucher über eine Karte auf dem Tisch Informationen zu bestimmten Orten aufrufen, die dann auf einem hinter einer Gaze »versteckten« Screen sichtbar werden.
Als dritte narrative Ebene dient ein »Institutionenstrahl«, ein durch die ganze Ausstellung an der Wand zum Flur verlaufendes Band. Hier wird die innerhalb der Chronologie gerade das »Hotel Silber« nutzende Polizei in ihrer organisatorischen Verfasstheit vorgestellt: Wie sieht ihre räumliche, sachliche und fachliche Zuständigkeit aus, wem ist sie verantwortlich, wer sind die Leiter?
Im Abschnitt I steht das Agieren der Politischen Polizei während der letzten Jahre der Weimarer Republik und die Frage im Mittelpunkt, wie verlässlich dieser »Verfassungsschutz« selbst auf dem Boden der Verfassung stand, wie widerstandslos der Apparat und zwei Drittel des Personals in die schnell etablierende Diktatur integrieren ließen und wie erheblich ihr Beitrag zur Sicherung der Macht im Jahr 1933 war.
Abschnitt II thematisiert das Vorgehen der Politischen Polizei gegen die politischen Gegner im Untergrund vor allem mit Hilfe von V-Leuten in den Jahren zwischen 1935 und 1937 sowie die Verfolgung von Minderheiten.
Im Abschnitt III zur Gestapo im Krieg werden unter anderem Aspekte des sogenannten auswärtigen Einsatzes einer großen Zahl von Gestapo-Beschäftigten aus dem »Hotel Silber« im besetzten Europa, die Überwachung und Verfolgung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und die Deportation der jüdischen Bevölkerung beleuchtet. Wenn die Ausstellung sich auch sonst ganz auf die Polizei konzentriert, die im »Hotel Silber« saß, so wird im Abschnitt III dieses Konzept in einem Raum durchbrochen. Die Ausstellung liefe sonst Gefahr, ungewollt der nach 1945 entstandenen Legende das Wort zu reden, die Gestapo sei umgangssprachlich »für die Verbrechen zuständig« gewesen und die anderen Polizeien hätten Aufgaben erfüllt, die jedes Staatswesen brauche und nicht in einem Verbrechenzusammenhang zu stellen seien. Daher geht es in einem Raum um die Stuttgarter Kriminalpolizei und exemplarisch um ihre führende Rolle bei der Kriminalisierung und Deportation der Sinti und Roma sowie ihre Zuständigkeit bei der Verfolgung von homosexuellen Männern. Der Abschnitt III endet mit den letzten Morden der Gestapo, die sie im »Hotel Silber« und auf der Flucht vor den Alliierten wenige Tage vor dem Ende der Kämpfe beging. Der anschließende
Abschnitt IV folgt nun zwei miteinander verbundenen Narrativen. Zum einen steht die Stuttgarter Kriminalpolizei nach 1945 im Mittelpunkt: Wer arbeitete für sie? Welche Kontinuitäten gab es hinsichtlich der Verfolgung, Diskriminierung und Kriminalisierung bestimmter Gruppen? Zum anderen werden die Lebensläufe der ehemaligen Gestapo-Beschäftigten weiter beleuchtet. Im Zentrum stehen hier Internierung, Spruchkammerverfahren, strafrechtliche Verfolgung und die einzelnen Fälle, in denen ehemaliges Gestapo-Personal in das »Hotel Silber« zurückkehren – nun als Beamte der städtischen Kriminalpolizei.
Die Ausstellungstexte sind allein in deutscher Sprache geschrieben. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, sich an der Kasse einen Reader mit englischen oder französischen Übersetzungen der Texte auszuleihen. Zudem kann ein mehrsprachiger Audioguide ausgeliehen werden.18

Abgestimmter Medieneinsatz – die Entscheidung für einen Audioguide
Über Aufgabe und Sinn eines elektronischen Begleiters als non-personale Unterstützung des Museumsbesuchs haben wir in der Konzeptionsphase der Ausstellung teamintern länger nachgedacht, Forschungsergebnisse konsultiert sowie best practises studiert. Für eine »große Lösung«, einen interaktiven Multimediaguide, sprachen gute Gründe: Erstens war und ist es uns wichtig, dass Museumsbesuchende auf das Gesehene reagieren, dass sie mit uns oder anderen Besuchenden interagieren können (unsere Vorstellung darüber, wie groß das Bedürfnis diesbezüglich bei Besuchenden ist, wurde in einem Punkt sogar noch übertroffen: seit Eröffnung bekommen wir immer wieder Rückmeldungen von Menschen mit unmittelbaren familiären Bezügen zum »Hotel Silber«; sei es, dass von Inhaftierung oder Verhören von Familienmitgliedern berichtet wird oder sei es, dass Nachfahren von Gestapo-Beamten das Bedürfnis haben, die Ausstellung zu besuchen und sich uns mitzuteilen). Ein interaktiver Multimediaguide hätte diese Funktion, eigene Geschichte mitzuteilen und inhaltliche Fragen an das Team zu stellen, zumindest für einen (jüngeren) Teil der Gäste übernehmen können.
Ein zweites kommt hinzu: Das »Hotel Silber« war als Polizeidienststelle während der Weimarer Republik und vor allem in der NS-Diktatur sowohl innerhalb der Stadt Stuttgart mit anderen Behörden verbunden, als auch landesweit vernetzt. Als Politische Polizei respektive Staatspolizeileitstelle koordinierte die Stuttgarter Zentrale Überwachung und Verfolgung in ganz Württemberg und Hohenzollern: Die Gestapo-Zentrale unterhielt Außenstellen im Land oder ließ Menschen in Haftstätten einweisen, die mitunter viele Kilometer weit von Stuttgart entfernt waren; die Verbindungen zum KZ Oberer Kuhberg oder zum Polizeigefängnis/KZ Welzheim beispielsweise waren eng und kausal. In der Ausstellung werden solche Verbindungslinien sichtbar gemacht – insbesondere durch Karten oder Exponate – sie hätten mit digitalen Sichtachsen, über Augmented Reality, aber noch anschaulicher und gewinnbringender vermittelt werden können. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür liefert die App der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Dort ist es via Tablet zum Beispiel möglich, das weitgehend unbebaute Gelände anhand von Plänen und historische Fotos zu erkunden.19 Es sprachen in unserem konkreten Fall aber auch einige gewichtige Gründe gegen eine solche »große Lösung« und für eine bewusste Reduktion eines portablen Medienangebots: Erstens kommen in den meisten der Ausstellungsräumen des »Hotel Silber« bereits Medien stationär zum Einsatz: Tablets mit vertiefenden biografischen Informationen in den Tischvitrinen, mit elektronischen Elementen versehene Karten (von Württemberg/Hohenzollern und Europa) oder Slideshows, die zum Teil interaktiv gesteuert werden können. Eine zusätzliche portable, elektronische Informationsquelle hätte hier leicht zu einem Overkill führen können. Zweitens, und damit verbunden, ist die Frage nach der Bedeutung analoger Exponate, die in der Ausstellung idealerweise möglichst im Original gezeigt werden. Dementsprechend sollen sie, so unser Anliegen, nach dem Ausstellungsbesuch von Besucherinnen und Besuchern auch im Detail noch erinnert werden. Ein Museumsbesuch vor Ort soll unersetzbar sein, zumal es sich um eine Ausstellung am historischen Ort handelt, deren erstes und größtes Exponat das Gebäude selbst ist.
Nach einer Untersuchung des Tübinger Leibniz-Instituts für Wissensmedien, die eben dies mit Probanden einer Experimental-Kunstausstellung ausgewertet hat, wurden visuelle Details am besten erinnert, wenn Informationen zum Exponat auditiv aufgenommen worden sind (nicht via Tablet oder herkömmlichen Texttafeln).20 Zudem führte dies »zur längsten Verweildauer in der Experimental-Ausstellung«. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Weil die Aufmerksamkeit zwischen dem Kunstwerk und dem Bildschirm nicht geteilt werden musste (»Split-Attention-Effekt«), konnte »der Blick bei der auditiver Informationsvermittlung die ganze Zeit auf einem Kunstwerk verweilen«. Drittens, und nun ganz auf das »Hotel Silber« bezogen, war und ist in der Dauerausstellung der auditive Wahrnehmungskanal noch weitgehend unbelegt, während Augen und Gehirn mit Lesen und Betrachten schon sehr beschäftigt sind. Insofern erschien es uns in diesem Fall sinnvoll, einen elektronischen Guide bewusst zu reduzieren. Hier aber – im auditiven Bereich – sollte er eine gewissen Tiefe haben, also mehrerer Hörebenen umfassen. Umgesetzt wurden deshalb Tracks, in denen Erzählung (unser Text), Originaltöne (Zeitzeugen, Experten) und dosiert und interpretativ eingesetzte Geräusche miteinander verbunden und aufeinander bezogen sind.
Um ein möglichst breites Spektrum der unterschiedlichen thematischen Facetten der Ausstellung sinnvoll zusammenzuführen, gibt es zwei Kategorien von Hörbeiträgen. Zum einen jeweils einen zu jedem Ausstellungskapitel (1928–1933; 1933–1939; 1939–1945, Nachkriegszeit und frühe Bundesrepublik). Der Sprecher übernimmt dort die Rolle eines Moderators. Diese Beiträge werden mit einem O-Ton-Marker eingeleitet, der den Hörenden vermittelt, in welcher Zeit sie sich befinden. Um die Moderationstracks herum gruppiert sind Points of Interest, ausgewählte Objekte. Während der Moderator auch auf das Raumbild eingeht und auf weitere Ausstellungsräume des Kapitels verweist, sind die Objekttracks ganz auf ein Exponat bezogen. Während des Hörens wird auf dem Display ganz bewusst nur eine Information aktiv vermittelt, nämlich die Dauer des Beitrags respektive die noch verbleibende Hörzeit. Auf diese Weise soll die Zuversicht der Hörenden auf Bewältigung des Beitrags gestärkt werden. Jeder Audiobeitrag kann für sich selbst gehört werden. Die insgesamt 15 Tracks sind aber auch so angelegt, dass sie – nacheinander gehört – eine Hörführung von einer Stunde ergeben – wahlweise in deutscher, englischer oder französischer Sprache. Die Führung beginnt im Foyer des Erdgeschosses und endet im letzten Ausstellungsraum mit einem aktivierenden, zur Reflexion anregenden Impuls.

Friedemann Rincke ist seit 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Projekt »Hotel Silber« befasst und Kurator der Ausstellung.

Dr. Imanuel Baumann ist seit 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter verantwortlich für die Vermittlungsarbeit im »Hotel Silber«.

 

1 www.geschichtsort-hotel-silber.de
2 Stuttgarter Nachrichten, 2. Dezember 2018.
3 Die Gedenktafel hängt heute noch dort, nun kontextualisiert und musealisiert. Vgl. das Foto aus der Ausstellung.
4 Die Studie von Friedrich Wilhelm zur württembergischen Polizei im NS-Staat ist hier, wenn auch als ältere und in Teilen zu unkritische Ausnahme zu nennen: Friedrich Wilhelm: Die württembergische Polizei im Dritten Reich. Stuttgart 1989. Außerdem Jürgen Schuhladen-Krämer: Die Exekutoren des Terrors. Hermann Mattheiß, Walther Stahlecker, Friedrich Mußgay, Leiter der Geheimen Staatspolizeileitstelle, in: Die Führer der Provinz. NS-Biographien aus Baden und Württemberg, hrsg. von Michael Kißener/Joachim Scholtyseck. Konstanz 1997. 2012 erschien Ingrid Bauz/Sigrid Brüggemann/Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Stuttgart 2012.
5 Diese Lücke wurde mittlerweile durch die Arbeit des Polizeihistorischen Vereins Stuttgart wenigstens zum Teil geschlossen, der auch eine Ausstellung erarbeitet hat.
Siehe www.polizeimuseum-stuttgart.de, abgerufen am 17. 5. 2019.
6 Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 151/03 Bü 257 und E 151/03 Bü 846.
7 Staatsarchiv Bremen, 4_65 Württembergische Polizeiberichte 1922–1933. Die Berichte gingen an württembergische Landesbehörden, an den Reichskommissar für Überwachung der öffentlichen Ordnung bzw. die Nachrichtensammelstelle im Reichsministerium des Innern sowie an Behörden ausgewählter anderer Länder. In Bremen sind die württembergischen Berichte überliefert.

8 In Württemberg wurde das Württembergische Politische Landespolizeiamt erst im Zuge der Verreichlichung zum 1. Oktober 1936 in Geheime Staatspolizei, Staatspolizeileitstelle Stuttgart umbenannt. Vgl. dazu BArch, R58/241.
9 Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 151/01 Bü 1872 und E 151/01 Bü 1878.
10 Die Vervielfachung des Personals stieß bei den Haushaltsplanern in Württemberg und in Berlin (das Reich bezuschusste die Kosten der Polizei) auf Widerstand. Es dauerte bis 1935, bis der Haushaltsplan der Politischen Polizei für das Jahr 1933 abgesegnet war. Es war Hermann Mattheiß, seit April 1933 Leiter der Politischen Polizei, der sich über alle Einsprüche hinwegsetzte und die neuen Beamten und Angestellten einfach »in Tätigkeit setzte«. Vgl. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 151/03 Bü 260.
11 Im Februar 1933 arbeiteten 63 Männer und Frauen für die Politische Polizei des Stuttgarter Polizeipräsidiums. Im Herbst waren es 200.
12 Friedemann Rincke: Die Organisationen »Elsa« und »Sonderverbindung«. Der nationalsozialistische Untergrund in Württemberg 1945/1946, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte, 74. Jahrgang, 2015, S. 297–329.
13 Bestand EL 51/1 I im Staatsarchiv Ludwigsburg.
14 Unter Führungspersonal wurden die Leitung, Inspektionsleiter, Dienststellenleiter, Leiter der Außendienststellen sowie die jeweiligen Stellvertreter gerechnet.
15 Die Stuttgarter Kriminalpolizei erreichte Ende 1948 ihre Sollstärke von knapp 300 Beamten und Angestellten. Das Führungspersonal machte etwa 13 bis 15 Prozent der Gesamtbelegschaft aus.
16 Insgesamt arbeiteten zwischen 1948 und 1970 14 ehemalige Gestapo-Beamte für die Stuttgarter Kriminalpolizei.
17 Das retuschiert Foto wurde später immer wieder veröffentlicht, ohne dass die Manipulation auffiel. Auch wir haben das Foto, bevor wir auf das Original stießen, auf der 2012 geschalteten Website »Virtueller Geschichtsort Hotel Silber« (http://virtuell.geschichtsort-hotel-silber.de) veröffentlicht.
18 Bis zu diesem Abschnitt wird der Text von Friedemann Rincke verantwortet. Der folgende Abschnitt wurde federführend von Imanuel Baumann verfasst.
19 www.belsen-project.specs-lab.com
20 www.leibniz-gemeinschaft.de/fileadmin/user_upload/downloads/SAW/Abschlie%C3%9Fende_Sachberichte/Sachbericht_komplett_SAW-2011-IWM-6_DE.pdf. Vgl. insb. S. 3, dort auch das folgende Zitat.