Ulrich Nieß, Karen Strobel

Zwei Wege nach Auschwitz.

Gedenkstättenrundbrief 193 S. 3-15

Wie stellt man eine Opfer- und Täterbiographie dar?

 

 

Mythenbildung bis heute: Der Lebensweg von Rudolf Höß

Im Herbst 2018 strahlten die Fernsehsender ARTE und ARD die Reihe Krieg der Träume aus, ein Doku-Drama, das in ausgewählten Biographien die politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit zwischen den Weltkriegen einfangen will. So heißt es etwa auf der Website des Südwestrundfunks (SWR): »In der 4-teiligen Reihe ›Krieg der Träume‹ erzählen Zeitzeugen – darunter Rudolf Höß – in Briefen und Selbstzeugnissen von ihren Hoffnungen, Befürchtungen und ihrem Alltag in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.«[1]

Dabei betonen die Macher besonders die individuelle Authentizität ihres Films: »Dieser Film beruht auf den Tagebüchern, Briefen und Erinnerungen der handelnden Personen.« Dass die Macher der Serie mit dem KZ-Kommandanten von Auschwitz, Rudolf Höß, auch einen der prominentesten Vertreter des Holocaust wählten, gibt Anlass, gerade diese Erinnerungen kritisch zu hinterfragen – und sich dabei auch mit einer besonderen Opferbiographie zu befassen, die phasenweise engste Berührungspunkte mit dem Kommandanten von Auschwitz aufweist.

Bekanntlich schrieb Höß – auf Bitten des dortigen Staatsanwalts – in seiner Krakauer Todeszelle kleinere Dossiers und seine Lebensgeschichte nieder, was bis heute das gängige Bild über ihn prägt. Gerade diese Lebensgeschichte, von ihm selbst als »Meine Psyche. Werden, Leben und Erleben« tituliert, wurde zu seinem vermeintlichen politischen Testament, zu seiner Sicht der Dinge. Schon die ersten beiden Sätze wirken auf den unbefangenen Leser so, als wolle er hier reinen Tisch machen: »Im folgenden will ich versuchen, über mein innerstes Leben zu schreiben. Ich will versuchen, aus der Erinnerung wirklichkeitsgetreu alle wesentlichen Vorgänge, alle Höhen und Tiefen meines psychischen Lebens und Erlebens wiederzugeben.«[2] Mit solchen Formulierungen und seiner Neigung zum scheinbar sachlichen Detail verlieh er seiner Autobiographie ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Authentizität. Und so fanden die Erinnerungen von Höß Eingang in nahezu jedes Standardwerk über den Holocaust. Sie sind wahrscheinlich auch deshalb zu einem offenbar unverzichtbaren Quellentext geworden, weil sie gegenüber den autobiographischen Erinnerungen der Opferseite eine der ganz seltenen Aufzeichnungen der Täterseite sind. Die Erinnerungen von Höß haben inzwischen die 27. Auflage erlebt, womit sie unter den Sachbüchern im deutschen Taschenbuchmarkt nach wie vor respektable Verkaufszahlen aufweisen.[3]

Auch beim Krieg der Träume waren diese Erinnerungen die Grundlage, um dem Zuschauer den Werdegang von Rudolf Höß bis 1939 vorzustellen.[4] Dabei hatte der Sender SWR schon in einem am 26. Januar 1995 ausgestrahlten Bericht selbst den Quellenwert der Erinnerungen in Frage gestellt, insbesondere die Eigenangaben zu seiner Kindheit und Jugend. In dem damaligen kurzen Fernsehbericht wurde darauf hingewiesen, dass Höß mindestens einige Details erfunden haben müsse. Zu Recht äußerte die Kommentatorin über Rudolf Höß und seinen Geburtsort, das beschauliche Gunzenbachtal bei Baden-Baden: »Kaum jemand weiß es, und hier will es auch kaum jemand wissen.« Die Reporterin dürfte wohl nicht erahnt haben, dass diese Feststellung noch bis ins Jahr 2018 gültig bleibt.

Ferner hielt in dem Bericht der Mannheimer Stadtarchivar Friedrich Teutsch die Meldekarte von Rudolf Höß in die Kamera, um zu dokumentieren, dass Höß bis Ende 1917 in Mannheim lebte. Obwohl er, folgen wir seinen Erinnerungen, zu diesem Zeitpunkt vorgeblich das Deutsche Reich als tapferer hochdekorierter Soldat an der Türkeifront verteidigte. Teutsch wies überdies in einer Publikation des Stadtarchivs Mannheim auf diese falschen Angaben von Rudolf Höß hin[5] – genutzt hat es wenig. Bis heute wird beispielsweise als sein Geburtsjahr 1900 kolportiert,[6] obwohl in Volker Koops leicht zugänglichem Buch über Höß von 2014 die Geburtsurkunde mit dem korrekten Geburtsjahr 1901 abgebildet ist, ebenso die Heiratsurkunde von Höß Eltern, worin klar hervorgeht, dass sein Vater 1875 geboren ist und sein Großvater somit kaum im Krieg 1870 gefallen sein kann.[7] Höß, der also nachweislich erst 1901 geboren ist, wurde als sogenannter »weißer Jahrgang« nicht mehr zum Militär eingezogen und konnte gar nicht, wie in seiner ausschmückenden Anekdote behauptet, an der Ostfront gekämpft haben.

Mythen sind zählebig – und Rudolf Höß verstand es bravourös, solche auch über sein Privatleben in seine Autobiographie zu streuen.

 

Ein Opferschicksal wird erzählt

Obwohl seit den 1990er-Jahren bekannt, schien überregional niemand sich für die Mannheimer Forschungsergebnisse zu interessieren. Doch dann brachte im Februar 2016 eine einfache Mail die Dinge erneut ins Rollen. Eine Familie Sander nahm mit uns Kontakt auf. Sie sandte uns in der Mail als Bildanhang einen Häftlingsausweis einer in Auschwitz inhaftierten Zeugin Jehovas.

Der Häftlingsausweis war auf die Mannheimerin Sophie Stippel ausgestellt,[8] unterschrieben von Rudolf Höß. Die Geschichte, die Familie Sander uns kurz schilderte, klang zunächst völlig unglaublich. Sophie Stippel und Rudolf Höß seien sich bereits in Mannheim begegnet und hätten sich dann 1942 in Auschwitz wiedergetroffen – auf höchst unterschiedlichen Seiten: Während Sophie Stippel bereits seit vier Jahren im KZ interniert war, stand Rudolf Höß auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Lagerkommandant von Auschwitz. Höß nahm Stippel, die mit dem ersten Transport von Ravensbrück am 26. März 1942 nach Auschwitz gekommen sein muss – mit diesem Transport kamen etwa 50 Zeuginnen Jehovas nach Auschwitz[9] –, als Arbeitshäftlinge für seinen Privathaushalt in Anspruch; sie musste fortan für ihn und seine Familie in der Küche arbeiten. Familie Sander fragte nun an, ob das MARCHIVUM helfen könne herauszufinden, seit wann und woher die beiden sich in Mannheim kannten und ob zu ermitteln sei, wie es dazu kam, dass sie sich in Auschwitz wieder begegneten. Der Grundstein für ein spannendes und bewegendes Projekt war damit gelegt. Wann kann man schon einmal eine sich mehrfach kreuzende Opfer- wie Täterbiographie in so einzigartiger Weise finden? Im Zuge der nun immer intensiveren Recherchen tauchten immer mehr Nachweise auf, dass die Geschichte, die Rudolf Höß von seiner Familie, seinem Umfeld und seiner Zeit bis 1933 erzählt hatte, schlichtweg völlig falsch war. Immer mehr offenbarte sich auch die tragisch anmutende Geschichte der Sophie ­Stippel, die traumatisiert vom plötzlichen Tod ihrer zweiten Tochter Amanda, Trost in der strikten Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas suchte und dort auch fand, was nicht nur zu einem Bruch mit ihrer Familie führte, sondern auch zu ihrer Inhaftierung.[10]

 

Ein Doppelprodukt, um eine Geschichte zu erzählen

Doch wie sollte diese Geschichte am besten neu erzählt werden? Zuerst war nur ein Dokumentarfilm im Gespräch, aber dann fiel die Entscheidung, die bislang nicht beachteten und neuen Erkenntnisse als Film und als Buch zu veröffentlichen. Mit letzterem sollten sie auch in den wissenschaftlichen Diskurs um Opfer und Täter einfließen. Für beide Produkte wurde der gemeinsame Untertitel »Zwei Wege nach Auschwitz« gewählt, um zu verdeutlichen, dass dieselbe Geschichte aus völlig unterschiedlicher Sicht erzählt wird. Dem Thema kann man sich also auf zwei Weisen annähern.

Ferner werden mit Film und Buch unterschiedliche Interessengruppen angesprochen. Denn anders als Fachbücher finden filmische Dokumentationen über den Holocaust seit Jahrzehnten große Resonanz und sprechen ein breiteres Publikum an. Gemeinsam ist beiden Produkten, dass sie die beiden Lebenswege so exakt wie möglich nachzeichnen: den von Rudolf Höß, dem früheren Lagerkommandanten des Konzentrationslagers Auschwitz, und den von Sophie Stippel, einer Mannheimer Zeugin Jehovas, die viele Jahre Inhaftierung im Gefängnis und mehreren KZ überlebte. Nebeneinander werden familiäre Herkunft, Werdegang und potenzielle Berührungspunkte in Mannheim vor dem Ersten Weltkrieg erzählt. Weit driften diese unterschiedlichen biographischen Lebenswürfe in der Weimarer Republik auseinander, bis sie sich schließlich erneut im Konzentrationslager Auschwitz kreuzen. Offenbar gezielt nahm der KZ-Kommandant die frühere Metzgerstochter aus seinen Kindertagen in seinen Haushalt auf.

In dem Film von Karen Strobel und Christina Stihler werden die beiden Lebenswege in den geschichtlichen Kontext eingebettet, ohne dass der Zuschauer spezielles Vorwissen mitbringen muss. Gleichzeitig werden Bezüge zur Gegenwart geschaffen. Denn die Frage wird gestellt, warum jemand zum Täter wird, ein anderer zum Opfer. Wie konnte aus Rudolf Höß der menschenverachtende Massenmörder werden, und wie gelangte Sophie Stippel zu den Zeugen Jehovas und schließlich in die tödliche Maschinerie der Nazis? Dabei sollen strukturelle Rahmenbedingungen aufgezeigt werden. Namhafte Wissenschaftler wie Prof. Dr. Martin Bohus, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Psychosomatische und Psychiatrische Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim, oder Prof. Dr. Nikolaus Wachsmann, Hochschullehrer am Birkbeck College der Universität London und einer der besten Kenner des Systems der Konzentrationslager, kommen im Film zu Wort. Beide, wie auch der Politologe und Extremismusforscher Prof. Dr. Hajo Funke von der Freien Universität in Berlin und Dr. Sabine Arend von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, erklären dem Zuschauer Zusammenhänge, erläutern Strukturen, um ersichtlich werden zu lassen, wie viel die Themen der beiden Lebenswege heute noch mit uns zu tun haben. Sie ordnen die Persönlichkeiten in das Zeitgeschehen ein, um zugleich Hinweise darauf zu geben, welche gesellschaftlichen Modelle benötigt werden, um Radikalisierungen im politischen Raum zu vermeiden.

Einen anderen Weg, um die Geschichte zu erzählen, bietet das Buch von Prof. Dr. Wilhelm Kreutz und Karen Strobel. Es will besonders die historischen Inhalte des Films vertiefen und erweitern. Wer, durch den Film neugierig geworden, Näheres über die beiden Lebensgeschichten erfahren will, dem bietet das Buch eine Fülle an zusätzlichen Informationen und Einordnungen. In mehr klassisch wissenschaftlicher Form gehalten, aber bewusst mit zahlreichen, bislang unveröffentlichten Abbildungen versehen, werden die neuen Erkenntnisse mit entsprechenden Quellenbelegen dargestellt. Damit sind die Ergebnisse für die Geschichtswissenschaft rezipierbar und können in den Diskurs um die Holocaustforschung einfließen.

 

Annäherung an einen Täter und ein Opfer

Indes, wie immer, wenn neue Erkenntnisse gewonnen werden, tauchen neue Fragen auf und bleibt manches immer noch ungeklärt. Insofern soll die Publikation auch zur weiteren Forschung über Rudolf Höß wie seine Opfer anregen. Zugleich verbindet sich damit die Hoffnung, dass der Film wie das Buch beispielhaft wirken, um den Diskurs zwischen den Medien anzuregen. Denn Persönlichkeiten wie Rudolf Höß und Sophie Stippel sind durchaus komplex und nicht einfach in eine Schublade einzuordnen.

Eine legitime Frage lautet beispielsweise, ob man Höß als Menschen zeigen, gar für ihn ein gewisses Verständnis aufbringen kann? Die Antwort lautet unseres Erachtens: Ja, man darf! Wenn ein 16-jähriger bereits Vollwaise ist, in prekären kleinbürgerlichen Verhältnissen aufwächst und dem wirtschaftlichen Elend zum Ende der Kriegszeit 1918 ausgesetzt ist, dann erregt dies zunächst einmal ein gewisses Mitleid. Doch dieses ­Mitfühlen kann nicht dazu führen, irgendetwas an diesem Lebensweg relativieren oder entschuldigen zu wollen. Es war uns vielmehr wichtig, Rudolf Höß vorurteilsfrei als Mensch zu begreifen, der, wie man heute sagen würde, eine schwere Kindheit erlebte, die er später völlig verdrängte und in anderem Licht darstellte. An seiner Schuld ändert dies nichts. Aber dem Zuschauer oder Leser soll ein Gefühl vermittelt werden, dass es sich beim späteren KZ-Kommandanten um einen Menschen handelt, dessen Lebensweg man auch emotional bis zu einem Punkt mitbegleiten kann, um dann umso schmerz­licher zu erkennen, zu was Menschen fähig sein können. Indes lassen seine frühen Jahre kein bereits feststehendes Muster für einen skrupellosen Massenmörder erkennen, der früh in seinem Umfeld auffällig wird. Und auch die Biographie von Sophie Stippel ist letztlich von einer Konsequenz, ja Radikalität, die einerseits imponiert, andererseits auch irritiert. Ihr Leidensweg zwischen Gefängnis, erneuter Verhaftung und schließlich Deportation ins Konzentrationslager ist in einem gewissen Sinne prototypisch für das harte Verfolgungsschicksal der Gruppe der Zeugen Jehovas in der NS-Zeit. Der Glaube gab ihr Kraft und eine plausible Erklärung dafür, dass der Verlust der Tochter als eine göttliche Prüfung zu begreifen und ein Wiedersehen mit dem geliebten Kind im Paradies möglich ist, wenn sie nur konsequent ihrer Religion treu bleibt. Sie verstand nun ihren Lebensweg als eine permanente Prüfung Gottes und nahm dafür auch die unmenschlichsten Haftbedingungen wie den Bruch mit der eigenen Familie in Kauf.

Gewiss wollten wir nicht im simplen Schwarz-Weiß-Muster die Lebenswege des »guten Opfers« und des »bösen Täters« darstellen, vielmehr die Bruchlinien in beiden Biographien herausarbeiten, die auf beiden Seiten zu radikalen Lebenswenden wie ideologischer Vereinnahmung – soweit man das vergleichen darf – führten und dann in einer schicksalhaften Wiederbegegnung in Auschwitz kulminierten.

Ebenso wichtig erschien es uns, Film und Buch visuell gut zu unterlegen. Neue bislang noch nicht publizierte Fotos konnten ermittelt worden. Alleine deren Ermittlung und Lizenzierung brachte das Projekt mitunter an seine Grenzen, sowohl arbeitstechnisch als auch finanziell. Ohne die großzügige Förderung seitens der Stadt Mannheim und das ehrenamtliche Engagement vieler Beteiligter sowie die großartige Unterstützung zahlreicher Fachkollegen wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

 

Vom langen Weg, Mythen zu dekodieren

Nachdem Buch und Film auf dem Markt waren, stellten wir zunächst erstaunt fest, dass »Zwei Wege nach Auschwitz« zwar von verschiedener Seite zur Kenntnis genommen, aber nach wie vor Rudolf Höß wie gewohnt präsentiert wurde. Die Geschichte, die Höß uns in seinen Aufzeichnungen erzählt, scheint ja auch allzu verlockend zu passen, allzu plausibel. Aufgewachsen in einer vermeintlich wohlhabenden Kaufmannsfamilie, gepeinigt durch den tief katholischen Vater und geprägt von den Gräueln des Ersten Weltkriegs präsentiert sich Höß darin als idealistisch-patriotischer Soldat, der im Nationalsozialismus sein Heil sah und seine Pflicht erfüllte. Ja, so räumt er ein, er sei schuldig geworden, aber doch nur, weil er seine Pflicht erfüllte! Exakt so suggeriert es auch der Film »Aus einem deutschen Leben« mit Götz George von 1977[11] und eben die für 10 Millionen Euro produzierte Serie Krieg der Träume, die in 15 Ländern ausgestrahlt wurde und neuerdings in Kurzform für Planet Schule für den Schulunterricht zur Verfügung steht, per Download für neue Generationen Schülerinnen und Schüler verfügbar.[12]

Für die internationale Serie Krieg der Träume will man umfangreiche Archivrecherchen getätigt haben. Doch Höß wird hier wieder als Mitglied der verlorenen Soldatengeneration des Ersten Weltkriegs geschildert, als ein loyaler Soldat, der schicksalhaft den falschen Weg einschlägt. Die Darstellung seiner Person in manchen Szenen kann man nur als völligen Rückschritt bewerten. So wird auch der Parchimer Fememord von 1923 falsch gezeigt. Höß soll einen vermeintlichen Verräter namens Walter Kadow im Wald erschossen haben, während dieser auf den Knien um sein Leben flehte: »Nein, bitte nicht schießen, bitte nicht!« Doch noch weit erschütternder und historisch korrekt wäre gewesen, wenn die in den erhaltenen Prozessakten ermittelbaren Abläufe auch nur ansatzweise richtig dargestellt worden wären. Denn es waren deutlich mehr Personen, die den arglosen Walter Kadow betrunken machten, sodass er kaum noch wusste, wie ihm geschah. Sie verprügelten ihn außerhalb der Stadt erst ohne Skrupel, dann ein zweites Mal in eine Art komatöse Bewusstlosigkeit und verschleppten ihn erst dann in den Wald. Hier konnte der völlig Wehrlose gar nicht mehr kniend um sein Leben flehen, denn nicht nur, dass sein Stirnbein zertrümmert, der Unterkiefer und das reche Jochbein gebrochen waren, man hatte dem noch Röchelnden auch die Kehle durchgeschnitten. Erst dann, so die Aussage der Beteiligten, wurden zwei Schüsse in den Kopf abgegeben.[13]

Auch ohne anatomische Kenntnisse wird deutlich, welche brutale Gewalteinwirkung bereits vor dem Kehlschnitt und den Schüssen auf Kadow durch die Tätergruppe ausgeübt worden sein muss.

Nicht einmal Rudolf Höß selbst hatte die Begebenheit so harmlos wie die Filmszene geschildert. Bereits ein Blick in die Kommentare von Broszats Ausgabe von 1963 oder gar in die 22 Aktenbände umfassenden Prozessunterlagen hätten das Geschehen relativ schnell aufklären können.[14] Höß selbst hat übrigens immer abgestritten, geschossen zu haben, insofern basiert die Darstellung im Film weder auf seiner eigenen Biographie noch auf den Prozessakten.[15] Hier wurde wohl aus dramaturgischen Gründen eine »Story« erzählt. Man fragt sich unwillkürlich, welche Rolle die beiden wissenschaftlichen Berater des Films, Prof. Dr. Daniel Schönpflug und Prof. Dr. Johann Chapoutot, bei der Skripterstellung gespielt haben.

Zugegeben, auch wir waren nicht vollends gefeit vor dem Bild, das Höß durch seine Memoiren von sich geprägt hat. Während wir beispielsweise versuchten, viele offensichtliche Unwahrheiten bis 1933 zu berichtigen, hinterfragten wir manche andere Schilderung in seiner Biographie zunächst nicht. So hatten auch wir immer noch das Bild von seinem gestrengen, herrischen und soldatischen Vater im Kopf, selbst wenn dieser – anders als behauptet – weder im Dragoner-Regiment noch in Afrika gedient haben konnte. Angeblich beherrschte ihn der Vater, duldete keine Kompromisse, gab dem Sohn kaum eine Chance sich zu entfalten. Die Mutter Lina Höß wirkt dagegen in Höß Autobiographie liebevoll, sittsam und schwach. Als wir dann aber die Schilderungen der Witwe vor dem Notar entdeckten, kamen Zweifel auf.[16] Klang das nach dem Heimchen am Herd, das einem autoritären Ehemann wie ein zaghaftes Reh folgte und keusch und sittenstreng lebte? Denn es war die Witwe Lina Höß, die nachdem sie eine neue Ehe mit dem verwitweten Eisenbahnarbeiter Beyrle eingehen wollte, das Aufgebot auf dem Standesamt kurzerhand wieder auflöste und ein halbes Jahr später ein uneheliches Kind zur Welt brachte,[17] das nach wenigen Wochen starb.[18]

Hatte Rudolf Höß mit Hedwig Hensel nicht auch eine starke, bisweilen geradezu dominante Frau geheiratet? Die Aussagen des KZ-Häftlings und Zeitzeugen Stanislaw Dubiel über Hedwig Höß’ Rolle in Auschwitz weisen ebenso darauf hin, wie die Beschreibung des Enkels Rainer Höß,[19] der sie auch als »Generalissima« bezeichnete.[20] Andere Hinweise auf die Rolle von Hedwig Höß bestätigen dies.[21] Bei einem Interview, das Peter Koppenhöfer 1988 mit der Schwester von Rudolf Höß, Maria Bühler, führte, wurde diese gefragt, ob der Vater damals die Kinder geschlagen habe.[22] Die Antwort war ein klares Nein, das habe er nicht, »er sei ein herzensguter, lieber Mann gewesen.«

 

Eine Opferbiographie und ihr stiller Widerstand

Die Geschichte von Sophie Stippel hilft, dem KZ-Kommandanten und seinen falschen Erinnerungen auf die Spur zu kommen. Sie gehörte, wie erwähnt, der Opfergruppe der Zeugen Jehovas an, die lokal noch nicht völlig erforscht ist.[23] So sind momentan an die 70 Namen für die Verfolgten der Zeugen Jehovas in Mannheim bekannt. Mit Sophie Stippel wird ein Opferschicksal besonders transparent. Höß selbst hatte in seinen Memoiren die Bekanntschaft mit ihr nicht erwähnt, als er über sie schrieb: »Ein erfreulicher Gegensatz waren die Bibelforscherinnen, – Bibelbienen oder Bibelwürmer genannt. Leider waren es zu wenig. Trotz ihrer mehr oder weniger fanatischen Einstellung waren sie sehr begehrt. (…) Man brauchte für sie keine Aufsicht, keine Posten. Sie verrichteten fleißig und willig ihre Arbeit, denn dies war ja Jehovas Gebot. Zumeist waren es ältere deutsche Frauen (…). Ich hatte zwei ältere Frauen über drei Jahre lang im Haushalt.«[24]

Sophie Stippel kümmerte sich dabei rührend um die Kinder des Ehepaars Höß, was in einem ihrer Briefe auch aufscheint: »Wenn ich unserer Kleinen [gemeint ist Annegret Höß, geb. 1943, Anm. der Verfasser] die Flasche oder das Breichen bringe, so freut sie sich sehr, lacht mich an mit dem ganzen Gesichtchen auch wenn sie mich nur sieht so lacht’s (…).«[25]

Auch mit Bezug auf seine Kinder erweist sich Höß’ Selbststilisierung als höchst inkorrekt. In seinen Erinnerungen behauptet er, wegen der Kinder von einem erweiterten Selbstmord zusammen mit seiner Frau abgesehen zu haben. Sophie Stippel hingegen berichtet nach Kriegsende einem ihrer Glaubensbrüder: »Mir oblag die Betreuung der Kinder. Als dann die russische Front näher rückte, was auch zur Umsiedlung nach Ravensbrück führte, kam Herr Höß eines Tages mit folgendem Ansinnen zu mir. ›Sie wissen, daß es hier zu Ende geht. Meine Frau und ich haben uns entschlossen, unsere Kinder ihrer Obhut zu überlassen und sie, wenn die Russen kommen, werden sie vergiften.‹ Dabei übergab er mir ein Behältnis mit mehreren Giftampullen. Auf meinen heftigen Protest hin, daß ich das ›niemals tun würde‹, wies er nur auf das Krematorium hin, mit dem Hinweis, daß ich auch »auf diesem Wege« das Lager verlassen könnte.« Sophie Stippel erklärte dann, dass das eines ihrer schlimmsten Erlebnisse im KZ war, sie »von da an oftmals und innig zu Jehova um Hilfe gebetet habe.«[26]

Dass Sophie Stippel, trotz langjähriger Haft in einem KZ, gerade diese Unterhaltung mit Höß als eines der schlimmsten Erlebnisse ihres Martyriums anführt, zeigt, wie unfassbar ihr diese Forderung vorgekommen sein muss, aber auch, wie entschlossen sie war, notfalls ihr eigenes Leben zu opfern. Und noch etwas wird durch ihre Biographie sehr deutlich. Auch Insassen wie die Zeugen Jehovas waren keineswegs nur willige Arbeitssklaven im KZ-System. So gab Stanislaw Dubiel belauschte Gespräche aus der Kommandantur von Rudolf Höß zu Protokoll: »… damals [erklärte] Hoess, er sei überzeugt, dass er durch seine Tätigkeit in Auschwitz seinem Vaterlande gute Dienste leiste. Er sagte dies unmittelbar, nachdem Himmler die Frage der Vergasung von Menschen berührt hatte. Einen Teil dieser Diskussion hoerte ich persönlich, den Rest erzählten uns gefangene Frauen, und zwar Bibelforscherinnen, die in der Hauswirtschaft von Hoess beschäftigt waren. Diese beiden Frauen waren Deutsche, und entschiedene Gegnerinnen des Hitlersystems. Eine von ihnen namens Sophie Stipel kam aus der Geburtsstadt von Hoess, naemlich aus Mannheim-Ludwigshafen, kannte ihn seit der Kindheit, weil sie in der gleichen Strasse gewohnt hatten. Diese Frau war es, die mir sagte, dass während der zweiten Unterhaltung mit Himmler, Hoess wörtlich folgendes gesagt hat: ›Ich dachte, ich werde meinem Vaterland damit einen Dienst erweisen‹. (…) ›Sowohl die Frau Stipel wie auch ihre Kameradin haben uns immer die Gespräche über Lagerangelegenheiten berichtet, die sie mit anhoerten, sie warnten uns, wenn es notwendig war, besondere Vorsichtsmassnahmen zu treffen, wenn eine Denunzation oder sonst ein Unglück drohte. Dank ihrer Hilfe konnten wir in vielen Fällen, das Ärgste verhüten‹.«[27]

 

Der Film: Karen Strobel und Christina Stihler. Die Köchin des Kommandanten. Zwei Wege nach Auschwitz. MARCHIVUM digital Nr. 1. 2018 FSK: 12 Jahre. Laufzeit ca. 60 Min. ISBN 978-3-9817924-4-7. Trailer zum Film (1:54 min): Die Köchin des Kommandanten. Zwei Wege nach Auschwitz, unter: https://vimeo.com/259221401

Das Buch: Wilhelm Kreutz und Karen Strobel. Der Kommandant und die Bibelforscherin: Rudolf Höss und Sophie Stippel. Zwei Wege nach Auschwitz (Schriftenreihe MARCHIVUM Nr. 1). Herausgegeben von Ulrich Nieß. Mannheim, 2018. 240 Seiten mit 184 Abbildungen. ISBN 978-3-9817924-5-4.

 

Der Historiker und Archivar Prof. Dr. Ulrich Nieß ist seit 2001 Leiter des Stadtarchivs Mannheim, das 2018 in MARCHIVUM – Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung umbenannt wurde. Ihm ist ein NS-Dokumentationszentrum angegliedert.

 

Karen Strobel



[1]    Vgl. www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/krieg-der-traeume-1/-/id=660374/did=22074394/nid=660374/19o69zv/index.html (URL-Abruf: 10. 2. 2019).

 

[2]    Kommandant in Auschwitz. Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß, hrg. von Martin Broszat, München 1963, S. 23.

 

[3]    Für Auskünfte danken die Verfasser Dr. Andrea Wörle, Programmleitung Nonfiction der dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; vgl. auch Der Kommandant und die Bibelforscherin: Rudolf Höß und Sophie Stippel. Zwei Wege nach Auschwitz. Mannheim, 2018, S. 209.

 

[4]    Der historische Berater Prof. Dr. Daniel Schönpflug – dessen Buch Kometenjahre. 1918: Die Welt im Aufbruch, Frankfurt 2017 die Hößsche Fabuliergeschichten wörtlich nahm –, erwähnt als Quelle für die Figur von Rudolf Höß auch das Buch von Volker Koop: Rudolf Höß. Der Kommandant von Auschwitz. Eine Biographie. Köln u.a. 2014. Wie zentral die Höß’sche Autobiographie in der Umsetzung von »Krieg der Träume« genommen wurde, verdeutlicht u.a. das Interview mit dem Schauspieler Joel Basman, vgl. www.arte.tv/sites/de/das-arte-magazin/2018/09/10/hin-zum-boesen/ (URL-Abruf am 1. 2. 2019). Neben Daniel Schönpflug fungierte Prof. Dr. Johann Chapoutot als Berater.

 

[5]    Vgl. Friedrich Teutsch: Rudolf Höß – KZ-Kommandant von Auschwitz, in: Mannheim im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, hrsg. von Jörg Schadt und Michael Caroli, Mannheim 1993, S. 65–67 sowie S. 191 f.

 

[6]    Vgl. www.krieg-der-traeume.de/tv-serie/, wo erneut behauptet wird: »Rudolf Höß, gespielt von Joel Basman, wird 1900 in Baden-Baden geboren«. (URL-Abruf am 1. 2. 2019). Vgl. auch

      www.auschwitzundich.ard.de/auschwitz_und_ich/Portraet-Rudolf-Hoess,hoess102.html (URL-Abruf am 10. 2. 2019). Auf dieser Website der ARD wiederum der Klassiker: »Höß wird 1900 in Baden-Baden geboren. Sein Vater, ein Offizier im Ruhestand und ›fanatischer Katholik‹, stirbt, als Rudolf 14 Jahre alt ist. Der Vater hatte gewollt, dass Rudolf Priester wird, diesem Wunsch versucht der junge Höß zu entkommen: Mit 15 meldet Rudolf sich freiwillig zum Frontdienst im Ersten Weltkrieg und wird mit 17 Jahren jüngster Unteroffizier der deutschen Armee«. Das falsche Geburtsdatum 1900 im Wikipedia-Artikel über Rudolf Höß wurde inzwischen durch uns korrigiert.

[7]    Volker Koop. Rudolf Höß. Der Kommandant von Auschwitz. Eine Biographie. Köln, 2014, S. 18 und S. 90 f.

 

[8]    Sophie Stippel, geb. Greiner, *28. 5. 1892 in Mannheim, †28. 8. 1985 in Weinheim im Alter von 93 Jahren. Zu ihrem jüngsten Enkel Gerald Sander hatte sie ein besonders inniges Verhältnis und vertraute ihm in vielen Gesprächen einen Teil ihrer Erlebnisse in der NS-Zeit an.

 

[9]    Zu den Zeugen Jehovas vgl. u.a. Terese Wontor-Chichy, Für den Glauben in Haft. Zeugen Jehovas im KL Auschwitz. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim, 2006, S. 19 f sowie Sarah Helm. Ohne Haar und ohne Namen. Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, Darmstadt 2016, S. 203 f.

 

[10]   Der Nachlass von Sophie Stippel wird im MARCHIVUM verwahrt unter Zug. 29/2016. Im Nachlass befinden sich drei Häftlingsaufweise, von denen zwei von Rudolf Höß unterschrieben sind. Leider sind viele Familienunterlagen vernichtet worden, als das Geburts- und Wohnhaus von Sophie Stippel in der Augartenstraße 34 im September 1943 bei einem Luftangriff zerstört wurde.

 

[11]   »Aus einem deutschen Leben« mit Götz George von 1976/1977 unter der Regie von Theodor Kotulla. Der Film erhielt das Prädikat »besonders wertvoll« und den Deutschen Filmpreis 1978 (Filmband in Silber).Vgl. www.filmportal.de/film/aus-einem-deutschen-leben_ceb2a19db8d649c6b32c6d13f27d9207 sowie den Filmtrailer auf Youtube www.youtube.com/watch?v=0SZEOFSzPZo (URL-Abruf am 1. 2. 2019)

 

[12]   Vgl. www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?reihe=1607&film=10859 (URL-Abruf am 10. 2. 2019)

 

[13]   Der Gutachter Dr. Richard Pfreimbter aus Schwerin sah diesen Ablauf als wahrscheinlich an, auch wenn er es lediglich für beweisbar hielt, dass die Schüsse erst abgegeben wurden, als der Vorderschädel bereits eingeschlagen war. Der Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass die Halsschnittwunde auf jeden Fall zum Tode geführt hätte. Nach dieser Aanalyse hätten sich die Mörder die Schüsse sparen können. Vgl. Prozessakte im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, R3003-12j-236-23, Bd. 16, S. 786 f.

 

[14]   In den umfassenden Anmerkungen zum Mordfall in Parchim auf S. 37 geht Martin Broszat eingehend auf die verharmlosende Darstellung ein. Siehe Kommandant in Auschwitz. Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höss, hg. von Martin Broszat, München, 1963, S. 37 f.

 

[15]   Selbst im Zuge eines Gnadengesuchs 1928 bestritt Höß immer noch, geschossen zu haben. Siehe sein Schreiben an Frau Professor Hertel von 1928 in der Prozessakte Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde R 3003/12 J 236/23 Bd. 13, S. 43 f. (handschriftlich paginiert). Vgl. auch Rainer Höß, Das Erbe des Kommandanten, München 2013, S. 38 ff.

 

[16]   Vgl. Generallandesarchiv Karlsruhe, Abt. 276-2 IV, Nr. 26598 Testamentseröffnung Franz Xaver Höß.

 

[17]   MARCHIVUM, Standesamt Mannheim, Zug. 10/2012, Nr. 5152.

 

[18]   Geburt und Tod des Säuglings Kurt Anton Speck (*5. 4. 1916 in Mannheim, †2. 5. 1916 ebd.,) sind in den standesamtlichen Unterlagen im MARCHIVUM dokumentiert. Als Mutter ist die Witwe Pauline (=Lina) Höß, geb. Speck, angegeben, vgl. auch die Meldekarte von ihr, MARCHIVUM, Meldekarten, Altbestand, 1155_0735.

 

[19]   Vgl. IFZ München, Sign. MSZ Rolle 1_6 (Zeugenaussage Stanislaw Dubiel, deutsche Übersetzung)

 

[20]   »Nein diese Frau ließ nie locker. Wann immer sie einen Raum betrat, war damit das Zepter vergeben, der beste Platz besetzt, die Hab-Acht-Stellung der anderen Anwesenden gesichert. Oma Hebdich, die Generalissima«. So schreibt Rainer Höß, Das Erbe des Kommandanten. München, 2013, S. 98. Die Berichte von Rainer Höß in seinem Buch sind für das Verständnis der Dynamiken in der Familie Höß aufschlussreich. Rainer Höß meldete sich nach Erscheinen des Films bei uns und betonte, in der Familie sei die Offizierskarriere des Großvaters immer wieder kolportiert worden, obwohl ihm selbst früh Zweifel kamen. Sein jüngstes Projekt ist der Film »Enkel«, siehe dazu

      www.footstepsonline.com/240707_world-premiere-enkel (URL-Aufruf 1. 2. 2019)

[21]   Auch Stanislaw Kaminski spricht über Hedwig Höß ähnlich wie Stanislaw Dubiel, vgl.

      www.welt.de/vermischtes/article144216345/1965-Ach-ja-Auschwitz.html (URL-Aufruf am 1. 2. 2019)

[22]   Vgl. MARCHIVUM, Dienstakten, 16.81.20/3/2019.

 

[23]   Grundlegend immer noch: Erich Mathias und Hermann Weber (Hgg.), Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Mannheim. Mannheim 1984., S. 417–430, Sophie Stippel wird auf S. 505 genannt.

 

[24]   Vgl. Rudolf Höß, Kommandant in Auschwitz, hg. von Martin Broszat, 20. Auflage, München 2006, S. 174 f.

 

[25]   Brief Sophie Stippel vom 23. 4. 1944, in: MARCHIVUM, NL Stippel, Zug. 29/2016 Nr. 8.

 

[26]   Bericht von Max-Rolf Schuster, Glaubensbruder von Sophie Stippel. Die Aussage befindet sich heute in den Unterlagen zu Sophie Stippel, im Archiv Jehovas Zeugen in Deutschland, Selters/Taunus.

 

[27]   Vgl. Institut für Zeitgeschichte München, Sign. MSZ Rolle 1_6 (Zeugenaussage Stanislaw Dubiel, deutsche Übersetzung).