Sinti und Roma im "Dritten Reich" und die Geschichte der Sinti in Braunschweig

Raimond Reiter

Die Verfolgung der „Zigeuner“ lässt sich in Europa seit Jahrhunderten belegen. Im „Dritten Reich“ wurden sie aus der so genannten „Volksgemeinschaft“ verbannt und schließlich die meisten von ihnen Opfer des Holocausts. Das Schicksal der Sinti und Roma wird in einer überwiegend regionalgeschichtlichen Untersuchung seit dem 18. Jahrhundert überblicksartig dargestellt. Ab 1934 wurden auch Sinti und Roma Opfer der Zwangssterilisationen, und später folgte zwangsweise die „Festsetzung“ und die Unterbringung in „Zigeunerlagern“ und Konzentrationslagern. Eine besondere Rolle spielte das „Zigeunerlager“ im KZ Auschwitz, in dem auch viele Sinti aus Niedersachsen und dem Schwerpunkt der Darstellung, Braunschweig, umkamen. Die wechselhafte Geschichte der Braunschweiger und Hildesheimer Sinti ab 1945 zeigt die Bemühungen der Kirche, Hilfestellungen zu bieten. Hierzu werden ebenso Ereignisse geschildert, wie auch zur strafrechtlichen Verfolgung von NS-Verbrechen an Sinti und Roma vor deutschen Gerichten ab 1945.

 

Zum Autor

Dr. Raimond Reiter (Politologe, PR-Referent. Jahrgang 1953) hat mit über 50 Veröffentlichungen vor allem Studien und Analysen zur Zeit des Nationalsozialismus vorgelegt. Umfassende und weitreichende Archiv- und Projekterfahrungen bilden das sichere Fundament für die vorliegende Untersuchung.

 

ISBN 978-3-8288-8420-5 206 Seiten, Paperback Tectum Verlag 2002 Preis: 25,90 €