4. Februar 2013

0,5 Wiss. Mitarb. "Die nationalsozialistische ‚Euthanasie’ und der historische Ort Berliner Tiergartenstraße 4"

Rubrik: Startseite
Technische Universität München, München
Datum: 01.03.2013-31.01.2015

An der Technischen Universität München, Medizinische Fakultät, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin (Direktorin: Prof. Dr. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio), ist zum 1. März 2013, befristet bis zum 31.1.2015 die Stelle

einer wissenschaftliche Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters in Teilzeit mit der Hälfte der tariflich vereinbarten Arbeitszeit

zu besetzen. Die Beschäftigung erfolgt im Rahmen des DFG- Drittmittelprojekts „Erinnern heißt gedenken und informieren: Die nationalsozialistische ‚Euthanasie’ und der historische Ort Berliner Tiergartenstraße 4 – Ein Erkenntnistransfer-Projekt“.

Anforderungsprofil:
- Abgeschlossenes Hochschulstudium der Humanmedizin, der Geschichts- bzw. Sozialwissenschaften oder der Museumspädagogik, eine abgeschlossene Promotion ist erwünscht.
- profunde Kenntnisse der Zeit- und Medizingeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere der Geschichte der „Euthanasie“ und der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus
- die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte in einfacher und anschaulicher Sprache zur Darstellung zu bringen, exzellente und stilsichere Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache, gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift
- Erfahrung bei Archivrecherchen
- ausgezeichnete Team- und Kommunikationsfähigkeit, sowie Verhandlungsgeschick und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit
- Erfahrung bei der Erarbeitung von Ausstellungen und dem Schreiben von Ausstellungstexten sowie der Gestaltung einer website ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung

Aufgabengebiet:
- Mitwirkung an der interdisziplinären Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes für die historische Information, die am Informations- und Gedenkort Tiergartenstraße 4, in einem Katalog und auf einer website präsentiert werden soll.
- Erarbeitung der für den Informations- und Gedenkort relevanten historischen Information
- Anfertigung von Texten für die Informationspulte und Medienstationen vor Ort, für den begleitenden Katalog sowie die website zum Informations- und Gedenkort
- Recherchen von Abbildungen und Archivdokumenten.
- Teilnahme an Teamsitzungen und workshops mit den Gestalter/innen des Informations- und Gedenkortes, mit dem Kooperationspartner Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas sowie mit Angehörigen von Opfern, Betroffeneninitiativen und Gedenkstätten

Das Projekt hat zum Ziel, die historische Information (Texte, Biographien und Abbildungen) für den Informations- und Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen in der Berliner Tiergartenstraße 4 zusammenzustellen und für die Präsentation am historischen Ort in Form von Informationspulten und Medienstationen aufzubereiten. Weiterhin soll eine website (online-Präsentation) zum Informations- und Gedenkort mit vertiefenden Informationen entstehen und ein mehrsprachiger Katalog (deutsch, englisch, leichte Sprache) erscheinen. Das Erkenntnistransfer-Projekt soll den Forschungsstand zur Genese, zur Real- und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Krankenmorde , wie er u. a. im Rahmen des DFG-Projektes zu den Krankenakten der Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktion T4 erarbeitet wurde, für eine breite Öffentlichkeit anschaulich, präzise und verständlich darstellen. Für den Informations- und Gedenkort Tiergartenstraße 4 liegt ein Gestaltungsentwurf vor, der als Sieger aus dem Gestaltungswettbewerb hervorgegangen ist [www.berlin.de<wbr></wbr>/sen<wbr></wbr>/kultur<wbr></wbr>/presse<wbr></wbr>/archiv<wbr></wbr>/20121123.1600.378749.html]. Die Realisierung des Projektes erfolgt in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Gruppe der Gestalter/innen. Der Arbeitsgruppe des Projektes gehören an: Dr. Petra Fuchs, Dr. Annette Hinz-Wessels (wissenschaftliche Mitarbeiterin), PD Dr. Gerrit Hohendorf (Projektleitung), Dr. Maike Rotzoll (Projektleitung). Der Dienstort wird voraussichtlich Berlin sein.

Das Arbeitsverhältnis und das Entgelt gestalten sich nach dem TV-L. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt. Die TUM strebt die Erhöhung des Frauenanteils an. Qualifizierte Frauen werden deshalb besonders aufgefordert, sich zu bewerben.

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen schriftlichen Bewerbungsunterlagen – ausschließlich per Post bis spätestens 4.02.2013 (Posteingang) an das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München, Ismaninger Str. 22, 81675 München z. Hdn. Herrn PD Dr. med. Gerrit Hohendorf, der Ihnen für Rückfragen auch gerne zur Verfügung steht: hohendorf@<wbr></wbr>gesch.med.tum.de, tel. 089/4140-4041.

Kontakt:

PD Dr. Gerrit Hohendorf

Ismaninger Str. 22
089-4140-4041

hohendorf@<wbr></wbr>gesch.med.tum.de

URL:

http:/<wbr></wbr>/www.gesch.med.tu-muenchen.de/