22. Oktober 2021

2 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen im Projekt „‛Recht ist, was dem Staat nützt’? - zur historischen Bildung von Berufsgruppen als Voraussetzung demokratischen Handels in Niedersachsen“

Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten
Zum 1. Nov. 2021

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten bietet Ihnen im Projekt "‛Recht ist, was dem Staat nützt'? - zur
historischen Bildung von Berufsgruppen als Voraussetzung demokratischen Handels in Niedersachsen" ab
1. November 2021 und vorbehaltlich der Projektbewilligung zwei Stellen als

Wissenschaftliche Mitarbeiter_innen
(Kennziffer: SnG 2021-10)

mit der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 39,8 Stunden an. Die Stellen sind vorerst befristet bis zum
31.12.2022. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Der Dienstort ist die Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Wer sind wir?
Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten ist eine Stiftung öffentlichen Rechts, die durch Beschluss des
niedersächsischen Landtags 2004 ins Leben gerufen wurde. Die Stiftung verbindet staatliche Verantwortung und
bürgerschaftliches Engagement für die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und die Erinnerung
an seine Opfer in Niedersachsen. Sie erhält und gestaltet die Gedenkstätten Bergen-Belsen und Wolfenbüttel als
Orte der Erinnerung an die Leiden der Opfer des Nationalsozialismus und der Opfer der Justizverbrechen, sowie als
Orte des Lernens für künftige Generationen. Daneben unterstützt die Stiftung die niedersächsischen
Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen in nichtstaatlicher Trägerschaft durch Zuwendungen, Beratung und
wissenschaftliche Dienstleistungen.

Welche Aufgaben erwarten Sie?
Sie entwickeln und präzisieren im Team mit der Projektleitung, weiteren Teammitgliedern und den verschiedenen
niedersächsischen Gedenkstätten, sowie weiteren Kooperationspartner_innen den Projektverlauf. Dazu
recherchieren Sie nach einer IST-Analyse berufsgruppenspezifischer Angebote besonders für Polizist_innen,
Verwaltungsjurist_innen und Verwaltungsangestellte zu Täter_innenschaft und Tatkomplexen unter
Berücksichtigung lokaler Bezüge in verschiedenen Archiven und anderen Institutionen. Im Zuge der Erarbeitung
einer Sammlung historischer Materialien erstellen Sie Kriterien für die geplanten Fortbildungseinheiten und
Pilotveranstaltungen. Zudem erarbeiten Sie im Austausch mit Expert_innen Einheiten zu Phänomenen
gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und leiten daraus Kriterien für Module im Umgang mit gegenwärtigen
Vorurteilen und möglichen rassistischen, antisemitischen und antiziganistischen Einstellungen bei den
Teilnehmenden ab. Sie führen Probeseminare mit ausgewählten Gruppen durch.
Die Aufbereitung und Archivierung der Projektergebnisse ergänzt Ihr Aufgabenfeld. Sie sind aktiv am
wissenschaftlichen Diskurs in der Gedenkstätte beteiligt.

Was bringen Sie mit?
Sie verfügen über
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium (mind. M.A. oder vergleichbar) im Bereich einer geschichts-, kultur-,
sozialwissenschaftlichen oder pädagogischen Fachrichtung oder in einem anderen tätigkeitsrelevanten Fach.
- Fundierte Kenntnisse der Geschichte des Nationalsozialismus, des nationalsozialistischen Lagersystems und
seiner Nachwirkungen
- Einschlägige Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Bildungsprogrammen, sowie der Schaffung
von Lernumgebungen
- Kenntnisse der Diskussion zu zeitgemäßer Gedenkstätten- und Vermittlungsarbeit
- Erfahrungen in Recherche und in der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Archiven
und/oder Bibliotheken im In- und Ausland

Wir wünschen uns zudem von Ihnen:
Sie sind vertraut mit Konzepten von Demokratiebildung, Begegnungspädagogik und aktuellen intersektionellen
Rassismus-Diskursen. Des Weiteren verfügen Sie über ein souveränes Auftreten und ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, sowie Sensibilität im Umgang mit Besucher_innen und Kooperationspartner_innen. Ihre
lösungsorientierte Arbeitsweise, Belastbarkeit und Ihr Verantwortungsbewusstsein verbindet sich mit
Teamfähigkeit und Flexibilität. Sie verfügen über interkulturelle Kompetenzen. Ihre guten Kenntnisse der
deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift sowie die sichere Nutzung von Standardsoftware und
Nutzung des Internets, runden Ihr Bild zur Mitarbeit in einem motivierten Team ab.

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten setzt sich dafür ein, in allen Bereichen und Positionen
Unterrepräsentanzen im Sinne des Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes (NGG) abzubauen.
Bei gleicher Eignung, Leistung und Befähigung werden Bewerbungen schwerbehinderter Menschen bevorzugt
berücksichtigt. Bitte geben Sie bereits mit der Bewerbung einen entsprechenden Hinweis.

Die Stiftung bemüht sich in jeder Hinsicht um Diversität.

Für Auskünfte stehen Ihnen Dr. Elke Gryglewski, elke.gryglewski@stiftung-ng.de; Leitung der Gedenkstätte
Bergen-Belsen oder Katrin Unger, katrin.unger@stiftung-ng.der, Leitung der Bildungsabteilung, Anne-Frank-Platz,
29303 Lohheide, zur Verfügung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann würden wir Sie gerne kennenlernen.
Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 22. Oktober 2021 unter Angabe der Kennziffer und bevorzugt per E-Mail
an: Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Im Güldenen Winkel 8, 29223 Celle. bewerbung@stiftung-ng.de

Mit der Abgabe Ihrer Bewerbung erklären Sie sich gleichzeitig einverstanden, dass die für das Auswahlverfahren
erforderlichen Daten nach den Bestimmungen des Niedersächsischen Datenschutzgesetzes gespeichert und
verarbeitet werden. Die Bewerbungsunterlagen werden nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist datenschutzgerecht
vernichtet.

gez. Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführung