9. Februar 2020

Freiberufliche Referent*innen

Jüdisches Museum Berlin

Freiberufliche Referent*innen für die Durchführung von Bildungsprogrammen in der neuen Dauerausstellung

Stellenangebot ab Mitte Mai 2020, konzeptionelle Aufträge werden als Werk­verträge je nach Umfang vergütet, die Durchführung von frei­beruflichen Vermittlungs­angeboten pro Termin

Das Jüdische Museum Berlin gehört seit seiner Eröffnung 2001 zu den herausragenden Institutionen in der europäischen Museumslandschaft. Mit seinen Ausstellungen und seiner Sammlung, den Veranstaltungen und der pädagogischen Arbeit ist das Museum ein lebendiger Ort der Reflexion über jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland. Seine 2012 gegründete Akademie widmet sich aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.

Das Jüdische Museum Berlin sucht zwölf freiberufliche Referent*innen für die Durchführung von Bildungs­programmen in der neuen Dauer­ausstellung ab Mitte Mai 2020.
Interessent*innen sollten einplanen, dass vom 20. April bis 13. Mai 2020 verpflichtende Informations­veranstaltungen stattfinden.

Ende der Bewerbungsfrist

9. Februar 2020

Nähere Auskünfte erteilt Ihnen Nina WilkensTel.: +49 (0)30 259 93 424

n.wilkens@jmberlin.de

Die Ausstellung

Am 17. Mai 2020 eröffnet die neue Dauer­ausstellung im Libeskind-Bau. Auf 3.500 qm erzählt sie aus jüdischer Perspektive die Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis heute. Im Zentrum steht die Beziehung jüdischer Gemein­schaften zu ihrer christlichen und zunehmend säkularen Umwelt - zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung, nachbar­schaftlichem Neben­einander und Gewalt. Ein neuer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte nach 1945: Sie reicht vom Ende des deutschen Judentums durch die Zäsur des Holocaust bis zum Neubeginn und schließlich dem Wandel jüdischen Lebens in der Migrations­gesellschaft Deutschland heute. Die Ausstellung lässt in jeder Epoche eine Vielzahl jüdischer Stimmen zu Wort kommen. Der historische Rundgang ist immer wieder von Ausblicken in jüdisches Leben jenseits geografischer und zeitlicher Grenzen unterbrochen. Was ist Juden heilig? Wie feiert man Schabbat? Wie klingt Judentum? Das Thema Antisemitismus durchzieht alle Epochen, wird aber auch zentral behandelt. Eine Medien­station zeigt fünf Beispiele antisemitischer Vorfälle und regt zur Diskussion mit Besucher*innen an.

Aufträge an Referent*innen beinhalten:

  • Interaktive Ausstellungs­begleitungen mit unterschiedlichen Ziel­gruppen
  • Anwendung vielfältiger Methoden der historisch-politischen und der ästhetisch-künstlerischen Bildungs­arbeit
  • Praxis­reflexion und Dokumentation der eigenen forschenden Vermittlungs­arbeit
  • Konzeption von Vermittlungs­angeboten und Recherche­aufträge nach den Qualitäts­kriterien und dem diskriminierungs­kritischen Bildungs­ansatz des Jüdischen Museums Berlin

Konzeptionelle Aufträge werden als Werk­verträge je nach Umfang vergütet. Die Durchführung von frei­beruflichen Vermittlungs­angeboten wird pro Termin vergütet.

Folgende Kompetenzen benötigen alle Referent*innen:

  • Sehr gute Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte und/oder sehr gute Kenntnisse von Judentum
  • Mehrjährige Erfahrungen in der praktischen Bildungs­arbeit, in der Museums­arbeit oder in einer vergleichbaren Tätigkeit
  • Ausstellungs­begleitungen in mindestens einer der folgenden Sprachen: Arabisch, Dänisch, Französisch, Gebärden­sprache, Hebräisch, Italienisch, Leichte Sprache, Niederländisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch
  • Zeit und Lust neue museums­pädagogische Angebote zu erarbeiten
  • Bereitschaft zur museums­pädagogischen Weiter­entwicklung

Folgende Kompetenzen wünschen wir uns von einzelnen Referent*innen:

  • Erfahrungen in der Ausstellungs­begleitung für Menschen mit Seh­behinderung und Blinde, für Demenzkranke, für Menschen mit Lern­behinderung
  • Sehr gute Kenntnisse zu Antisemitismus und mehrjährige Erfahrungen in der Moderation kontroverser Debatten zu diesem Thema.

Bitte senden Sie Ihre Interessen­bekundung im PDF-Format (Motivations­schreiben und Beschreibung bisheriger Qualifikationen und Berufs­erfahrungen mit entsprechenden Belegen, max. 10 MB) bis zum 9. Februar 2020 an: bildung@jmberlin.de

Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin begrüßt Interessen­bekundungen aller Menschen ungeachtet ihrer nationalen, kulturellen, religiösen oder nicht-religiösen Zugehörigkeit. Wir fördern die berufliche Gleich­stellung aller Geschlechter und Lebens­formen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ein großes Anliegen. Schwer­behinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Nach Abschluss des Verfahrens werden Ihre Unterlagen maximal drei Monate lang aufbewahrt. Nähere Auskünfte erteilt Ihnen Nina Wilkens unter n.wilkens@jmberlin.de oder +49 (0)30 259 93 424