5. Oktober 2012

Stipendien "Blankensee-Colloquien"

Wissenschaftskolleg, Berlin

Mit der vorliegenden Ausschreibung werden jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und Brandenburg eingeladen, einen Antrag für die Ausrichtung eines Blankensee-Colloquiums zu stellen. Die Blankensee-Colloquien sind kleine internationale Tagungen zu einer innovativen Fragestellung aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Der Gegenstand der Tagung sollte dem thematischen Rahmen des Programms – der Erforschung gesellschaftlicher und kultureller Wandlungsprozesse unserer Zeit – Rechnung tragen. Dabei sind die Verknüpfung unterschiedlicher disziplinärer und methodischer Zugänge ebenso willkommen wie eine vergleichende Perspektive, aus der solche Wandlungsprozesse auch im Lichte historisch ferner und kulturell fremder Erfahrungen betrachtet werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Promovierte, Habilitierte, Juniorprofessoren, Nachwuchsgruppenleiter oder Neuberufene mit einer Anbindung an eine wissenschaftliche Einrichtung in Berlin-Brandenburg. Mit den Blankensee-Colloquien werden vor allem zwei Ziele verfolgt: zum einen sollen vielversprechende jüngere Wissenschaftler aus der Region gefördert werden, zum anderen dient das Programm der Förderung besonders interessanter Fragestellungen und der Themenfindung:

Jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, sollen die Möglichkeit erhalten, sich und ihre Arbeit im Rahmen einer kleinen internationalen Konferenz und in einem Kreis von einschlägigen Fachkollegen aus dem In- und Ausland zu profilieren. Sie sollen die Tagung nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und durchführen, sowohl im Hinblick auf die thematische Ausrichtung als auch auf das Format und die Wahl der Teilnehmer. Die Colloquien bieten die Chance, die eigenen Netzwerke zu erweitern und Kontakte zu einschlägigen Fachkollegen herzustellen bzw. zu vertiefen. Sie eröffnen mitunter auch die Möglichkeit, ausgewählte Beiträge als Buch zu veröffentlichen, was zur Sichtbarkeit des spezifischen Forschungsansatzes beiträgt.

Bevorzugt werden Forschungen zu neuartigen Fragestellungen. Der thematische Rahmen des Programms – Kultureller und Sozialer Wandel – ist dementsprechend bewusst weit gesteckt. Er ist auch als eine Einladung zu verstehen, Fragestellungen in den Blick zu nehmen, die nicht im Zentrum der jeweiligen Disziplin oder der üblichen Arbeit stehen und deshalb unter dem Gesichtspunkt der Karriere riskant erscheinen mögen. Die Blankensee-Colloquien wollen einen Raum bieten, neuartige, experimentelle Forschungsinteressen zur Diskussion zu stellen und für ihre Akzeptanz zu werben.

Zum Verfahren:
Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – Einzelpersonen oder kleine Teams von bis zu drei Personen – reichen einen Antrag (3 bis 5 Seiten) ein, in dem das Forschungsfeld vorgestellt und erläutert wird, wie es in einem Blankensee-Colloquium inhaltlich präsentiert und weiterentwickelt werden soll. Der Antrag sollte den state of the art des vorgeschlagenen Feldes beschreiben und darlegen, welche Entwicklungen wünschenswert erscheinen. Es sollte dargestellt werden, welche Forschungspotenziale dafür in Berlin und Brandenburg vorhanden sind bzw. fehlen, wie die Fragestellung von internationalen Experten eingeschätzt wird und welche anderen Forscher – national wie international – als Gesprächspartner einbezogen werden sollen.

Die Blankensee-Colloquien werden vom Kooperationsfonds am Wissenschaftskolleg getragen. Die Auswahl aus den eingegangenen Anträgen obliegt den Präsidenten und Rektoren der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Jährlich wird ein Blankensee-Colloquium vergeben. Das Wissenschaftskolleg koordiniert das Programm.

Entsprechend dem Antrag planen die ausgewählten Wissenschaftler ihre Tagung. Sie bestimmen das Programm und die Teilnehmer. Soweit gewünscht hilft das Wissenschaftskolleg dabei mit seinen Verbindungen zu ehemaligen Fellows. Für die Tagung stehen – einschließlich Vor- und Nachbereitung – Mittel in Höhe von ca. € 20.000 zur Verfügung. Diese Mittel des Kooperationsfonds können für die üblichen Kosten einer internationalen Konferenz verwendet werden: Reise, Unterbringung und Verpflegung der Teilnehmer etc. Bei Bedarf stehen auch Mittel für vorbereitende Aktivitäten (z.B. Gespräche mit auswärtigen Kollegen, Planungstreffen), für eine Hilfskraft unmittelbar vor und während der Veranstaltung sowie für eine Veröffentlichung zur Verfügung. Im Hinblick auf die Verstetigung der Arbeit bemüht sich das Wissenschaftskolleg, Beobachter aus Einrichtungen der Wissenschaftsförderung für das Colloquium zu gewinnen.

Bitte richten Sie Ihren Antrag, bestehend aus Ideenskizze und Lebenslauf inklusive Publikationsverzeichnis (höchstes 10 Seiten), bis zum 15. Oktober 2012 per E-Mail an garstecki@<wbr></wbr>wiko-berlin.de. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte ebenfalls an Martin Garstecki (030/89001-212).

Kontakt:

Martin Garstecki
Wissenschaftskolleg
Wallotstraße 19, 14193 Berlin

+49 30 89001-212
+49 30 89001-100
garstecki@<wbr></wbr>wiko-berlin.de

URL:

http:/<wbr></wbr>/www.wiko-berlin.de<wbr></wbr>/index.php<wbr></wbr>?id=95