2. Juli 2020

Volontärin / Volontär

NS-Dokumentationszentrum München

Die Landeshauptstadt München sucht für das NS-Dokumentationszentrum
ab 15. September 2020

eine wissenschaftliche Volontärin / einen wissenschaftlichen Volontär (m/w/d) für den Aufbau der Zweigstelle Erinnerungsort Zwangsarbeit/Ehrenbürgstraße 9 in Vollzeit

Das NS-Dokumentationszentrum München wurde im Jahr 2015 eröffnet und im vergangenen Jahr von circa 200.000 Besuchern aufgesucht. Es vermittelt die Geschichte des Nationalsozialismus in Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Seminaren mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft. Ideologie und Verbrechen des Nationalsozialismus sowie die Rolle Münchens als Entstehungsort und Hauptsitz der nationalsozialistischen Partei sind Ausgangspunkt unserer Arbeit. Außerdem bilden Themen wie Krieg und Völkermord, Rassismus und Antisemitismus, Ausgrenzung und Flucht weitere Schwerpunkte. Unsere Projekte realisieren wir mit vielfältigen Partner*innen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Erinnerungsarbeit, Kunst und Kultur. Mit unserer Arbeit sensibilisieren wir Menschen für die Auswirkungen des Nationalsozialismus bis heute. Zugleich möchten wir das öffentliche Bewusstsein für das Positive stärken, das seit der Überwindung der Diktatur entstanden ist: eine liberale Demokratie, allgemeine Menschenrechte, ein vereintes Europa und lebendige Erinnerungsdiskurse.
Neben unserem Haupthaus am Königsplatz bauen wir derzeit im Stadtteil Neuaubing einen weiteren Standort auf, der sich mit der Geschichte der Zwangsarbeit beschäftigt. Dort sind acht Baracken eines Lagers erhalten, in dem während des Zweiten Weltkriegs etwa 1.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus verschiedenen europäischen Ländern untergebracht waren. Das Barackenensemble ist eines der wenigen in Deutschland noch erhaltenen baulichen Zeugnisse der massenhaften Ausbeutung durch Zwangsarbeit. Heute wird das Areal von Künstler*innen, Handwerker*innen und sozialen Einrichtungen genutzt. Der Münchner Stadtrat hat beschlossen, das Gelände zu sichern und einen "lebendigen Erinnerungsort" einzurichten. Das NS-Dokumentationszentrum ist eng in die Gesamtplanungen des Areals involviert. Schon jetzt führen wir verschiedene Vermittlungsangebote durch. In zwei der erhaltenen Baracken werden Räumlichkeiten für eine Dauerausstellung sowie Vermittlungsangebote entstehen.
Ihre Aufgaben:
• Entwicklung, Konzeption, Organisation und Durchführung von (analogen und digitalen) Vermittlungsformaten für den schulischen wie außerschulischen Bereich, ggf. in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, z.B. Rundgänge, Workshops, E-Learning-Formate
• wissenschaftliche Mitarbeit im Bereich Recherchen und Konzeption für die entstehende Ausstellung
• Mitarbeit bei der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (auch Social Media) für den zweiten Standort
• Mitarbeit in der Projektverwaltung und -organisation
Wir erwarten:
• erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Geschichtswissenschaft bzw. vergleichbarer Fachrichtungen mit einem Diplom-, Magister- oder Masterabschluss, möglichst mit zeitgeschichtlichem Schwerpunkt
• erste praktische Erfahrungen in einer Einrichtung der historischen- oder politischen Bildung, z.B. in Form eines Praktikums
• erste Erfahrungen bei der Realisierung von Vermittlungsangeboten
• Kenntnisse über den Themenbereich der NS-Zwangsarbeit
• Schnelle Auffassungsgabe, hohe Selbstständigkeit, organisatorisches Geschick, Belastbarkeit und Teamfähigkeit
• EDV-Kenntnisse: Word, Excel, Powerpoint erforderlich; Videoschnitt- sowie Content-Management-Programme wünschenswert
• Fremdsprachenkenntnisse: Englisch erforderlich, weitere Fremdsprachen wünschenswert, z.B. russisich, französisch, italienisch, niederländisch.
Wir bieten Ihnen:
• einen umfassenden Einblick in die Strukturen und Arbeitsweisen eines Museums
• interessante, vielseitige und anspruchsvolle Aufgaben sowie die Möglichkeit zur eigenständigen konzeptionellen Mitgestaltung
• berufliche Weiterentwicklung, Schärfung Ihres beruflichen Profils
• eine Vergütung in Höhe der Hälfte der Entgeltgruppe 13 Stufe 1 TVöD
• ein vergünstigtes Ticket für den Personennahverkehr bzw. eine Zuschuss zu ihren Fahrtkosten
Das Volontariat ist auf die Dauer von 24 Monaten mit einer dreimonatigen Probezeit ausgelegt.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien, sonstige Qualifikationsnachweise etc.) möglichst in digitaler Form (in einer PDF-Datei, max. 10 MB) bis zum 02.07.2020 an:
NS-Dokumentationszentrum München
Max-Mannheimer-Platz 1
80333 München
personal.nsdoku (at) muenchen.de
Für Fragen zum Ausschreibungsverfahren steht Ihnen Frau Susanne Lacher, Personalverwaltung, zur Verfügung: Tel: +49 89/233-82661 oder susanne.lacher (at) muenchen.de.

Auskünfte zum Aufgabenbereich des Volontariat erteilt Ihnen Herr Dr. Paul-Moritz Rabe, Projektleitung für die Zweigstelle im NS-Dokumentationszentrum, unter Tel. +49 89 233-82677 oder paul-moritz.rabe (at) muenchen.deDie Auswahlgespräche finden in der KW 30 und/oder KW 31 statt.Die Landeshauptstadt München fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls bevorzugt. Hinweis zum Datenschutz: Mit Ihrer Bewerbung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre personenbezogenen Daten zur Abwicklung des Bewerbungs- und ggf. Einstellungsverfahrens gespeichert werden. Wir behandeln diese Daten mit größter Sorgfalt nach den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.