Veranstaltungen

27. Januar 2016
Gedenkveranstaltung Film

183 TAGE Der Auschwitz-Prozess

Programm:

Buch und Regie Janusch Kozminski
Verein für jüdische Medien und Kultur, München e.V.

In Zusammenarbeit mit
CCC-Filmkunst GmbH
München 2015
Beratung: Fritz Bauer-Institut – Werner Renz –
Prof. Dr. Michael Brumlik, Universität Frankfurt, Dr. Johann Zilien, Hess. Hauptstaatsarchiv
Der Dokumentarfilm 183 Tage ist eine geeignete Ergänzung zu dem auch sehr empfehlenswer-ten und gegenwärtig laufenden Spielfilm: Der Staat gegen Fritz Bauer (Deutschlandpremiere 22. Sept. 2015, Lichtburg Essen). Allerdings konzentriert sich dieser Spielfilm auf die Bemühungen Fritz Bauers um die Identifizierung und Festsetzung des Adolf Eichmann 1960/61 in Argenti-nien. 183 Tage setzt genau da an, wo Der Staat gegen Fritz Bauer aufhört. Er behandelt den Auschwitz-Prozess, der 183 Tage dauerte. Er ist didaktisch sehr gut aufbereitet, so dass ihn auch jüngere Schülerinnen und Schüler (9. bis 10. Jahrgang) verstehen. In seinem Zentrum stehen vier Angeklagte, die als exemplarische Beispiele dargestellt werden:
- Robert Karl Mulka als Beispiel für die Banalität des Bösen
- Oswald Kaduk als Beispiel eines Exzesstäters, der eigenmächtig und eigeninitiativ morde-te
- Dr. Victor Capesius, der Apotheker, als bewusst agierendes, auf Befehl funktionierendes Glied des Vernichtungsapparats an der Rampe
- Wilhelm Boger, als Ermittlungsbeamter der Lager-Gestapo
In Bezug auf die exemplarischen Täter ergibt sich eine Verknüpfung zwischen den beiden für die SHOAH-Tage 2016 ausgewählten Filme. Klaus Barbie, die Hauptfigur des Films HÔTEL TERMINUS, seit 1934 SS-Mitglied, ist eine Mischung aus einem Exzesstäter und Gestapobeamten.

Weitere Informationen

SHOAH-TAGE IN ESSEN (pdf)

 

 

 

Ort:

Filmstudio im Glückaufhaus, Rüttenscheider Str. 2 Essen

Veranstalter: