Veranstaltungen

8. September 2019 , 11:00 Uhr
Exkursion Diskussion Hearing Führung

1945 – 2019 - Der zweite Sonntag im September: Tag der Erinnerung und Mahnung

Programm:

80 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen

"Lasst uns mit eurem Krieg in Frieden - deutsche Großmachtträume platzen lassen"

Als am 9. September 1945 über hunderttausende Überlebende der KZs, Todesmärsche und antifaschistische Widerstandskämpfer*innen auf der Werner-Seelenbinder-Kampfbahn in Berlin Neukölln zusammenkamen und der Opfer des Faschismus gedachten, war die Zukunft noch ungewiss. Eines jedoch war klar: Von Deutschland sollte nie wieder Krieg ausgehen. Als "Tag der Opfer des Faschismus" oder "Tag der Erinnerung und Mahnung" steht der zweite Sonntag im September seitdem für die Losung "Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!"

Seit über zwei Jahrzehnten gehen auch von Deutschland wieder Kriege aus. Unter sich verändernden geopolitischen Bedingungen versuchten sämtliche Bundesregierungen Deutschland wieder als Großmacht zu etablieren - auch und gerade militärisch.

Florian Gutsche, Bundessprecher der VVN-BdA erklärte:

"Die stetige Zunahme deutscher Rüstungsexporte und die damit verbundenen Profite deutscher Rüstungskonzerne werden mit Tod, Verstümmelung und Leid auf der ganzen Welt erkauft. Egal, ob deutsche Leopard II Panzer in der Türkei oder der Einsatz von deutschen Waffen im Jemen-Krieg, die deutsche Bundesregierung verkauft Mordinstrumente an sämtliche Autokraten dieser Welt; solange das Scheckbuch gezückt wird. Gleichzeitig wird unter dem Hashtag #Führen Reklame für die Bundeswehr gemacht - eine Truppe, die nicht erst seit gestern ein offensichtliches Problem mit (Neo-)Faschisten in ihren Reihen hat."

Der 8. September steht dieses Jahr deshalb im Zeichen des Antimilitarismus. Mit einem Fahrradkorso werden, ausgehend von der Hufeisensiedlung in Neukölln, Orte des antimilitaristischen Widerstands in Nazi-Deutschland besucht. Ziel ist das Jugendzentrum Königsstadt in der Saarbrücker Straße 23, wo am Nachmittag Deutschlands Militär-und Rüstungspolitik in einer multipolaren Welt im Fokus von Vorträgen und Gesprächen stehen soll. Im Anschluss wird es eine Diskussion über Perspektiven antimilitaristischen Widerstands heute geben. Umrahmt wird der Tag von einem Antifa-Café, Info- und Bücherständen, Musik und mit Essen und Getränken.

Programm: 8. September Tag der Mahnung gegen Neofaschismus und Militarisierung

Auftaktkundgebung: 11:00 Uhr Hufeisensiedlung Neukölln:
"Rechter Terror in Berlin - Untersuchungsausschuss jetzt!

ca. 11:30 Uhr startet von dort der traditionelle antifaschistische Fahrradkorso entlang an Orten von Verfolgung und Widerstand 1933-1945
Im Andenken an Heinz Kapelle, hingerichtet am 1. Juli 1941 in Plötzensee
Ziel: Jugendkulturzentrum Königstadt

Veranstaltung:

• Ort: Jugendzentrum Königsstadt, Saarbrücker Straße 23, 10405 Berlin

• Beginn: 14 Uhr

• Führung: 14:30 Uhr: NS-Zwangsarbeit von Klaus Lemmnitz

Podium: 15:30 Uhr: "Make Germany great again?"

◦ Markus Bickel (Journalist und Autor), "Wie Deutschland an Kriegen verdient"

◦ Gerd Wiegel (Referent Rechtsextremismus und Antifaschismus der Bundestagsfraktion DIE LINKE) "Militär- und Rüstungspolitische Pläne der AfD"

◦ Rheinmetall entwaffnen "Antimilitaristischer Widerstand"

◦ Jackie Andres (Mitarbeiterin der Informationsstelle Militarisierung) "Ertüchtigung - Gefahren einer destabilisierenden und demokratiegefährdenden Außenpolitik"

• Diskussion 17 Uhr: "Lasst uns mit eurem Krieg in Frieden - deutsche Großmachtträume platzen lassen"


Die ganze Zeit:
Bücher- und Infotische,
Ausstellungen,
Kaffee und Kuchen im Antifa-Café,
Leckeres Essen und kühle Getränke

Musik:
Saytham's Klezmer Lounge
Filou Rouge
affenschelle hip hop

Eintritt frei - barrierearmer Zugang
Ort: Jugendkulturzentrum Königstadt(Saarbrücker Straße 23, 10405 Berlin - U2 Senefelder Platz

Ort:

Jugendkulturzentrum Königstadt

Veranstalter:

Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.