Veranstaltungen

17. April 2010 , 13:00 Uhr - 18:00 Uhr
Gedenkveranstaltung

65. Jahrestag der Befreiung: Tag der Begegnung

Programm:

Am Tag vor der zentralen Gedenkveranstaltung anlässlich der Befreiung der Häftlinge des KZ Sachsenhausen vor 65 Jahren lädt die Gedenkstätte Sachsenhausen am Samstag, 17. April 2010, in der der Zeit von 13 bis 18 Uhr zu einem "Tag der Begegnung" ein. Neben Begegnungen und Gesprächen mit Überlebenden des KZ Sachsenhausen stehen ein vielfältiges Kulturprogramm, eine Ausstellungseröffnung, eine Filmpremiere sowie die Verleihung des "Oranienburger Toleranzpreises" auf dem Programm.

 

"Derzeit haben sich bereits rund 20 Schülergruppen angemeldet, die die einmalige Gelegenheit nutzen wollen, um mit Überlebenden zusammen zu treffen", sagt Wolfgang Titz, der Leiter des Pädagogischen Dienstes der Gedenkstätte. "Wir sind vorbereitet, auch noch vor Ort kurzfristig Begegnungen zu vermitteln, eine vorherige Anmeldung ist jedoch empfehlenswert", so Titz weiter. Die Gedenkstäte erwartet zu den Veranstaltungen rund um den 65. Jahrestag der Befreiung in der Zeit vom 16. bis 19. April mehr als 150 Überlebende des KZ Sachsenhausen aus aller Welt.

 

Unter den angemeldeten Gruppen sind auch rund 120 Schüler aus Luxemburg, die mit ihrer Theatergruppe "Namesté" im Rahmen des Kulturprogramms im "Zelt der Begegnung" auftreten werden. Außerdem werden dort der Chor der Paul-Dessau-Schule Zeuthen, der Chor des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg sowie die Chorgruppe "Quelle" aus Oranienburg musikalische Beiträge leisten. Darüber hinaus wird die Ausstellung "Das kann man gar nicht begreifen, dass man plötzlich frei ist" eröffnet, die entlang der ehemaligen Lagerstraße großformatige Bilder und Zeitzeugenberichte über die Befreiung des KZ Sachenhausen präsentiert. Dabei wird der ukrainische Überlebende des KZ Sachsenhausen, Vladimir Woewodschenko, über seine Erinnerungen an die Befreiung sprechen.

 

Um 15 Uhr wird der Dokumentarfilm "Ich habe Glück gehabt, wie man es kaum beschreiben kann" über den flämischen Überlebenden Charles Dekeyser, der unter anderem in den Konzentrationslagern Flossenbürg und Sachsenhausen inhaftiert war, seine Premiere erleben. Anschließend findet ein Gespräch mit dem Protagonisten des Films und dem Regisseur Dr. Herbert Ruland statt, der an der Autonomen Hochschule der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien tätig ist. Um 17 Uhr endet das Programm mit der Verleihung des "Oranienburger

Toleranzpreises", der erstmals von der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhausen vergeben wird. Die Laudatio wird der Präsident des Landtages Brandenburg, Gunter Fritsch, halten.

 

 

Anmeldung

 

Interessenten, die am 17. April mit Überlebenden des KZ Sachsenhausen zusammen treffen wollen, werden gebeten, sich beim Besucherdienst der Gedenkstätte anzumelden (Tel. 03301-200260, E-Mail: wagner@gedenkstaette-sachsenhausen.de).

 

Information: www.stiftung-bg.de

 

 

13 Uhr

Begegnungen und Gespräche mit Überlebenden des KZ Sachsenhausen
Führungen
Kultur- und Filmprogramm

15 Uhr, Veranstaltungsraum
Filmpremiere
Charles Dekeyser - "Ich habe Glück gehabt, wie man es kaum beschreiben kann." Ein flämischer Zivilarbeiter übersteht Gestapo- und KZ-Haft
Ein Film von Herbert Ruland (Belgien 2010)

17 Uhr
Verleihung des "Oranienburger Toleranzpreises"

Bei Interesse an einer Begegnung mit Überlebenden wenden Sie sich bitte an den Leiter des Besucherdienstes, Wolfgang Titz:

titz@gedenkstaette-sachsenhausen.de

Ort:

Veranstalter: