Veranstaltungen

11. November 2020 - 13. November 2020
Konferenz

6. Forum „Zukunft der Erinnerung” 2020 (online)

Programm:

Die Medialisierung der Erinnerung an den Nationalsozialismus und ihre Bedeutung für Angehörige ehemals Verfolgter und die Gedenkstätten

Mittwoch, 11. November; 14:00-18:00 Uhr (online)

Donnerstag, 12. November; 9:00-17:00 Uhr, ab 19:00 Uhr (online)

Freitag, 13. November; 09:00-10.15 Uhr (online)

Freitag, 13. November; 11:00-12.30 Uhr (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung per Videokonferenz statt.

Das Forum "Zukunft der Erinnerung" bietet alljährlich Angehörigen ehemaliger KZ-Häftlinge und NS-Verfolgter, Mitarbeiter*innen von Gedenkstätten und Interessierten die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Im Zentrum des 6. Forums, das vom 11. bis 13. November 2020 per Videokonferenz auf der Onlineplattform Zoom stattfindet, stehen unterschiedliche Formen der Medialisierung von Erinnerung an den Nationalsozialismus.

Medien spielen in der Erinnerungskultur eine immer größere Rolle. Sie bieten neue Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Geschichte und können helfen, das historische Geschehen im Geschichtsbewusstsein präsent zu halten. Vor dem Hintergrund zunehmender zeitlicher Distanz treten mediale Formen der Auseinandersetzung an die Stelle unmittelbarer Begegnungen mit Zeitzeug*innen der NS-Verbrechen. Sie bieten Angehörigen ehemals Verfolgter neue Möglichkeiten, ihre Perspektiven in eine zukunftsweisende Gedenkstättenarbeit "nach dem Ende der Zeugenschaft" einzubringen. Auch hat die Corona-Pandemie zuletzt die Digitalisierung der Erinnerungskultur vorangetrieben.

Wir wollen uns der Medialisierung der Erinnerungskultur und ihrer Bedeutung für die Arbeit mit Nachkomm*innen ehemals Verfolgter von verschiedenen Seiten nähern:

Das Projekt #WaswillstDutun präsentiert Instagram-Storys und Interviews mit jungen Menschen zur Bedeutung von Familiengeschichte, darunter Angehörige ehemaliger NS-Verfolgter aus der dritten und vierten Generation. Neben diesem Projekt werden beim Forum innovative Projekte von Verbänden und Initiativen aus Belgien, den Niederlanden, Spanien und Deutschland vorgestellt, in denen Angehörige ebenfalls als erinnerungskulturelle Akteur*innen in Erscheinung treten.

Diskutiert werden Formen digitalen Gedenkens (beispielsweise https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/75befreiung/), die an die Stelle der coronabedingt abgesagten Gedenkveranstaltungen zu 75 Jahren Befreiung der Konzentrationslager traten. Vorgestellt werden zudem verschiedene Formen des Storytellings zu den nationalsozialistischen Konzentrationslagern wie Romane, Graphic Novels und digitales Erzählen in sozialen Medien. In einer performativen Lesung wird ausgelotet, welche Möglichkeiten künstlerische Zugänge zu Erinnern und Gedenken bieten.

Eine weitere Einheit widmet sich der Frage, wie die Produktionsbedingungen, die Rezeption und die pädagogische Nutzung lebensgeschichtlicher Interviews in Gedenkstätten aussehen.

In Hamburg haben Angehörige ehemals Verfolgter gemeinsam mit Mitstreiter*innen einen neuartigen Erinnerungsort auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme verwirklicht. Was es mit dem "Ort der Verbundenheit" auf sich hat und welche Bedeutung dabei den Medien Plakat und Webseite zukommt, berichten sie online auf dem Forum.

Im Anschluss daran und als Abschluss des Forums werden wir den "Ort der Verbundenheit" gemeinsam feierlich einweihen. Die Einweihung findet auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme statt. Sie wird zudem auf dem Instagram-Kanal der KZ-Gedenkstätte live übertragen.

Eine Abendveranstaltung mit der KZ-Überlebenden Dita Kraus, die jüngst ihre Memoiren publiziert hat, wird online per Livestream zu verfolgen sein.

Idee und Konzept:

Dr. Alexandre Froidevaux ist Mitarbeiter im Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dort für die Kommunikation mit Angehörigen ehemaliger KZ-Häftlinge zuständig.

Lennart Onken ist Volontär in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Dr. Oliver von Wrochem ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Sprachen:

Es wird eine Simultanübersetzung Deutsch / Englisch geben.

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich für die Videokonferenz des Forums "Zukunft der Erinnerung" bis spätestens zum 8.11.2020 bei Amina Edzards (amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de) an und teilen Sie uns mit, ob Sie den deutschen oder den englischen Kanal nutzen möchten.

Das virtuelle Forum wird über die Onlineplattform Zoom ausgerichtet. Kurz vor der Veranstaltung erhalten Sie einen Einladungslink, über den Sie online teilnehmen können.

Für den Livestream der Abendveranstaltung am 12. November ist eine Anmeldung unter hamburg@fes.de erforderlich. Kurz vor der Veranstaltung erhalten Sie einen Zoom-Link, mit dem Sie online teilnehmen können.

Ort:

Online

Veranstalter:

KZ-Gedenkstätte Neuengamme