Veranstaltungen

23. September 2010 , 20:00 Uhr
Buchpräsentation

"Als ich in Auschwitz war" - Bericht eines Überlebenden

Programm:

Paul Schaffer wächst als Kind einer jüdischen Familie in Wien auf. Nach dem Novemberpogrom 1938 fliehen Vater, Mutter, die Schwester Erika und Paul nach Belgien. Bedroht vom Einmarsch der Deutschen in Belgien flieht die Familie weiter nach Südfrankreich in die nicht besetzte Zone. Doch auch dort sind die Schaffers nicht in Sicherheit. Sie werden von der Vichy-Regierung festgesetzt und ausgeliefert. Nach einem Aufenthalt in Internierungslagern werden die Mutter, Erika und Paul über Drancy nach Auschwitz deportiert. Die Frauen werden sofort ermordet. Paul überlebt als Zwangsarbeiter bei der Firma Siemens-Schuckert. Er flieht bei der Evakuierung des Außenlagers Bobrek.
Zurück in Frankreich stellt er fest, dass auch sein Vater inzwischen gestorben ist. Paul baut sich ein neues Leben auf. Nach einer erfolgreichen Karriere als Industrieller widmet er sich der Erinnerung an die Shoah. Vor Schülerinnen und Schülern legt er Zeugnis ab - über die Zeit, als er in Auschwitz war. Er lebt in Paris.
An der Veranstaltung nimmt auch Ingrid Schupetta, die Leiterin der NS-Dokumentationsstelle Krefeld, teil, die Paul Schaffers Erinnerungen aus dem Französischen ins Deutsche übertragen hat.

Paul Schaffer, Als ich in Auschwitz war. Bericht eines Überlebenden, Berlin, Metropol Verlag 2010

 

Veranstaltungsreihe Lebenszeugnisse

Die Gesprächsreihe mit Zeitzeugen findet als gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung und des Literaturforums im Brecht-Haus statt, in der Regel jeweils am letzten Donnerstag im Monat. Vorgestellt werden - durch Lesungen, Gespräche und Diskussionen - Biographien mit einem zeitgeschichtlichen Bezug. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Themen Verfolgung, Widerstand und Exil während der NS-Zeit.

Ort:

Veranstalter: