Veranstaltungen

4. November 2019 , 17:00 Uhr
Ausstellungseröffnung Führung Ausstellung 1 permanent

Ausstellungseröffnung von "Einige waren Nachbarn"

Programm:

Einige waren Nachbarn. Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust


Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme zeigt vom 5. November 2019 bis zum 12. Januar 2020 die Sonderausstellung "Einige waren Nachbarn. Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust" des United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) zur Nachbarschaft während der Zeit des Nationalsozialismus. Wie war der Holocaust möglich? Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum nahmen einige mit größtem Eifer an der Verfolgung von Jüdinnen und Juden teil, während andere Mitläufer waren? Warum haben so wenige den Menschen, die zu Opfern gemacht wurden, geholfen?

Die Ausstellung "Einige waren Nachbarn" des United States Holocaust Memorial Museum fordert dazu auf, über Motive und Zwänge nachzudenken, die die Entscheidungen und Verhaltensweisen der Menschen in Deutschland und dem von Deutschland dominierten Europa während des Holocaust beeinflussten. An Beispielen wird deutlich, wie unterschiedlich Menschen auf die Not ihrer jüdischen Klassenkameradinnen und -kameraden, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde reagierten.

Die Eröffnung der Ausstellung findet statt:

Montag, den 4. November 2019

um 17 Uhr

im Foyer der Hauptausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Zur Begrüßung sprechen Prof. Dr. Detlef Garbe (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) und Darion K. Akins (Generalkonsul des US Generalkonsulats Hamburg), die Ausstellung stellt Dr. Klaus Mueller (Repräsentant für Europa des USHMM) vor.

Zur Ausstellung wird ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Führungen und einem Podiumsgespräch angeboten (siehe Anhang).

Prof. Detlef Garbe (KZ-Gedenkstätte Neuengamme): "Trotz Geheimhaltung war auch das KZ Neuengamme nicht völlig isoliert. Die Menschen aus der Umgebung begegneten den Häftlingskolonnen, lokale Firmen belieferten das Lager und beschäftigten Häftlinge. Viele Menschen reagierten gleichgültig, andere neugierig, mitfühlend oder ängstlich auf das, was sie sahen und erfuhren. Die Ausstellung des USHMM thematisiert Nachbarschaft in einem größeren Zusammenhang und zeigt das Verhalten der Menschen unter nationalsozialistischen Diktatur auf, das sich zwischen Zeichen der Solidarität und Rettungsversuchen, von der Duldung judenfeindlicher Maßnahmen bis hin zur bereitwilligen Zusammenarbeit mit Tätern und zur eigenen Täterschaft bewegte."

Dr. Klaus Mueller (USHMM): "Der Holocaust erinnert uns daran, dass das Undenkbare möglich ist. Er erinnert auch daran, dass Individuen mehr Macht haben, als sie vielleicht wissen - zum Guten oder zum Schlechten. Das United States Holocaust Memorial Museum hofft, dass die Ausstellung Besucher inspiriert, über ihre eigenen Einflussmöglichkeiten auf eine bessere Zukunft nachzudenken."

Zum Flyer

Presse-Anmeldung zur Ausstellungseröffnung und Rückfragen der Medien

Dr. Iris Groschek,

Gedenkstätten und Lernorte

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Tel.: 040 / 428 131 - 521

E-Mail: iris.groschek@bkm.hamburg.de

Ort:

Veranstalter: