Veranstaltungen

21. September 2018 , 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
Vortrag Diskussion

Berlin vor 80 Jahren - Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Ausgewiesen! Berlin, 28.10.1938. Die Geschichte der ‚Polenaktio

Programm:

1938 gilt als Schicksalsjahr für die jüdischen Deutschen, von denen mehr als ein Drittel in Berlin lebten. Hatten bis zur Annexion Österreichs hauptsächlich Partei und Stadtverwaltung die Verfolgung in der Hauptstadt bestimmt, so mischte sich nun NSDAP-Gauleiter Joseph Goebbels ein und trieb Partei- und Polizeiinstanzen zu immer radikalerem Vorgehen gegen Juden an. NSDAP und SA organisierten im Sommer wochenlange Attacken gegen jüdische Geschäfte, die Polizei verhaftete angeblich kriminelle Juden. Das Novemberpogrom führte dann nicht nur zu bisher unbekannter Gewalt gegen deutsche Juden und deren Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen, sondern auch zur Neuausrichtung der NS-Judenverfolgung.

Wolf Gruner ist einer der führenden Experten für die historische Erforschung der Judenverfolgung in Europa und Berlin. Er diskutiert die folgenschwere Entwicklung in der Reichshauptstadt im Jahr 1938 im Spannungsfeld von Peripherie und Zentrale.
Die Veranstaltung findet begleitend zur Ausstellung “Ausgewiesen! Berlin, 28.10.1938. Die Geschichte der ‚Polenaktion‘“ statt, die vom 08.07. bis 30.12.2018 in der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum gezeigt wird.

  • Mitwirkende:

    Prof. Dr. Wolf Gruner (Professor für Geschichte an der University of Southern California)

    Moderation: Dr. Christoph Kreutzmüller (Kurator im Jüdischen Museum Berlin)

  • Kooperationspartner:

    • Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
    • Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum
    • Freie Universität Berlin, Osteuropainstitut
  • Datum:

    Freitag, 21. September 2018

  • Zeit:

    17.00 bis 19.00 Uhr

  • Ort:

    Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, Besuchszentrum / Stadtplan

  • Entgelt:

    Die Teilnahme ist entgeltfrei.

  • Anmeldung:

    Melden Sie sich bitte online an.

  • Ansprechperson:

    Anja Witzel, E-Mail, Telefon (030) 90227 4968

Ort:

Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, Besuchszentrum

Veranstalter: