Veranstaltungen

11. Juli 2019 , 19:30 Uhr
Vortrag Gespräch

Carl Friedrich Goerdeler – Politik und Verantwortung

Programm:

 

Der deutschnationale Protestant Carl Friedrich Goerdeler wird 1930 Oberbürgermeister von Leipzig. Er bleibt auch nach 1933 im Amt, obwohl er nicht in die NSDAP eintritt. Im Konflikt mit der Partei legt er 1937 sein Amt nieder. Schon seit 1936 vergewissert er sich in Denkschriften seines Verständnisses von Recht und Moral. Für einen funktionierenden Staat und eine europäische Friedensordnung seien drei Voraussetzungen notwendig: Ein auf christlichen Werten basierendes moralisches Empfinden, eine solide Wirtschaftspolitik und Rechtssicherheit für alle Bürger. Aus der Erkenntnis, dass diese Erfordernisse im NS-Staat nicht erfüllt, sondern in ihr Gegenteil verkehrt sind, fühlt sich Goerdeler zum Widerstand berechtigt, ja zutiefst verpflichtet. Er entwirft konkrete Pläne für eine stabile Regierung nach dem Sturz des NS-Regimes, ist treibende Kraft eines Widerstandsnetzwerks und beteiligt am 20. Juli 1944.

Der Enkel Berthold Goerdeler, der in der Stiftung 20. Juli 1944 aktiv ist, wird von der Biographie seines Großvaters ausgehend über den bürgerlichen Widerstand  referieren. Dabei wird es auch um die Frage von Toleranz und deren Grenzen gehen.

Kooperation: Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau

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